Silberküste

Alexander Oetker
Kriminalroman
323 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Ermittlungen im dicken Winter

Klappentext:
Auf einer entlegenen Waldstraße wird eine Frau angefahren und stirbt. Die Krankenschwester hatte einen gewalttätigen Ehemann, der sofort ins Visier von Commissaire Luc Verlain gerät. Doch schon bald wird klar: Die mutige Frau ermittelte im Fall einiger verdächtiger Todesfälle unter alten Menschen, die in den kleinen Strandorten entlang der Côte d’Argent, der Silberküste, ihren Lebensabend verbrachten. Lucs Team muss kurz vor Weihnachten alle Register ziehen – die Spur führt sie in ein Kloster im Landesinneren, in dem ein sehr charmanter Priester seine Fäden zieht. Ein rätselhafter und berührender Fall im schneereichsten Winter, den die Aquitaine seit Jahrzehnten erlebt hat.

„Silberküste“ ist mittlerweile schon der 11. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.

Luc Verlain der smarte Kommissar, ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police nationale in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten, bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

Die Leiche einer Frau wird gefunden. Eine Krankenschwester, die sich in den kleinen Dörfern um die alten und kranken Menschen kümmert. Jetzt wurde sie von einem Auto erfasst und einfach im Wald abgelegt. Für Luc Verlain ist schnell klar, das war kein Unfall, das war Mord.
Zusammen mit seiner neuen Partnerin Rose Schillinger übernimmt er die Ermittlungen.
Je tiefer die Ermittler in den Fall eindringen, umso tiefer wird der Graben, der sich vor ihnen auftut.

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. Der Winter und die Kälte, die selten für diese Gegend sind, sind fast auf der Haut zu spüren.
Im Gegensatz dazu die Stille und die kleinen Orte ganz ohne Touristen, sorgen für eine heimelige Atmosphäre.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und nur mit nicht ganz regulären Mitteln lassen sie sich in die richtigen Bahnen leiten.

Yacine Zutouna, der im letzten Band einen tödlichen Schuss abgegeben hat, muss sich jetzt vor Gericht verantworten.
Anouk und auch Luc müssen als Zeugen aussagen.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. So treffen die Leser*innen auch wieder auf Rose Schillinger, die jetzt fest zum Team gehört und die Krimireihe bereichert.

Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu, immer weiterzulesen.

Natürlich fehlt auch die Kulinarik nicht. Denn auch während der Ermittlungen muss Luc und sein Team essen und trinken.

„Silberküste“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 12. Band, „Dünenfeuer“, der am 3. März 2027 erscheinen soll.

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