Alexander Oetker
Kriminalroman
272 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar
Bravo, Bravisimo
Klappentext:
Mord in der Modewelt: Als die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in Santa Croce eine Leiche im Kofferraum entdeckt, führt die Spur direkt in das glamouröse Imperium eines Florentiner Stardesigners. Das originellste Ermittlerteam der Toskana um Giulia Ferrari, den blinden Polizisten Enzo und Luigi, den Barista mit Kripo-Vergangenheit, stürzt sich in einen brisanten Fall voller Intrigen, Affären und Erpressung, während die Commissaria zugleich um ihre totgeglaubte Schwester kämpft, die nach zwanzig Jahren plötzlich wieder in ihr Leben tritt. Ein wendungsreicher, sinnlicher Krimi voll italienischer Sonne zwischen High Fashion, dem langen Arm der Mafia und köstlicher toskanischer Küche.
„Signora Commissaria und die Insel der Träume“ ist eigentlich der 4. Band der Reihe Giulia Ferrari ermittelt. Der 1. Band „Signora Commissaria und die dunklen Geister“ ist unter dem Pseudonym Pietro Bellini bei Droemer Knaur erschienen.
Von Alexander Oetker lese ich die Südfrankreich-Krimis sehr gerne. Mit dieser Reihe macht der Autor einen Abstecher in die Toskana. Auch hier kommen Spannung und das gute Essen nicht zu kurz.
Seine Charaktere sind wieder recht unterschiedlich und gefallen mir sehr gut.
Besonders die Gruppe der Ermittler.
Commissaria Giulia Ferrari hat ihr Elternhaus, das seit 20 Jahren leer stand, wieder bezogen. Sie hat das Haus hergerichtet und den Garten bepflanzt. Sie lebt nach langer Zeit wieder in dem Haus, in dem so viele Erinnerungen hängen, vor allem an ihre liebe Schwester.
Luigi Batista war einst der beste Commissario von Florenz. Heute betreibt er eine Cafébar und hilft nur noch im Notfall bei der Polizei aus. An seiner Seite ist immer sein Hund Tulipan.
Enzo Aleardi ist bei der Polizei meist für die Recherche verantwortlich. Er ist blind und es ist erstaunlich, wie sicher er sich an seinem Arbeitsplatz bewegt. Die Commissaria und Enzo sind mittlerweile liiert.
Der Fall ist recht kompliziert. Im Kofferraum von Signora Cavali wird bei einer Verkehrskontrolle eine Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um David Giotti, den Sohn des reichen und bekannten Florentiner Stardesigners. Natürlich ist Singiora Cavali die Verdächtige Nummer 1, doch sie bestreitet, von der Leiche im Kofferraum gewusst zu haben.
Enzo Aleardi bittet Luigi Batista um Hilfe, da Commissaria Giulia Ferrari im Moment nicht im Dienst ist.
Die Commissaria weilt zur gleichen Zeit auf Sardinien, in der Hoffnung, ihre Schwester nach all den Jahren wiederzufinden.
Alexander Oetker baut gleich zu Beginn Spannung auf. Es macht Freude, dem Ermittlerteam bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu schauen.
Dabei lockert der Autor seine Geschichte immer wieder durch Zwischenmenschliches auf, bei dem man die Charaktere besser kennenlernt.
Ich finde das Ermittlerteam einfach genial. Alle drei gefallen mir sehr gut. Manchmal musste ich schmunzeln, wenn Giulia und Luigi sich unterhalten.
Ein Highlight ist auch, wie Alexander Oetker Florenz beschreibt. Erst vor ein paar Jahren habe ich die Stadt besucht und hatte schnell wieder Bilder im Kopf.
Alexander Oetker lässt in der Geschichte den Tag immer mit der Heimkehr von Luigi enden. Seine Frau Carla erwartet ihn schon und es gibt ein leckeres Essen. Das Rezept ist immer zum Nachkochen abgedruckt.
„Signora Commissaria und die Insel der Träume“ ist ein genialer Toskana Krimi.
Ich würde mich freuen, wenn Alexander Oetker die Reihe mit dem großartigen Ermittlerteam noch lange weiterführt.
