„Die Gejagte – sie weiß nicht, wer sie ist. Er schon.“

Rene Anour
Thriller
397 Seiten
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Beklemmende Survival Tripp durch den Dschungel

Klappentext:
Ohne jede Erinnerung wacht Jess mitten im Dschungel auf, verletzt und in Handschellen. Ein schwerverletzter Mann, dem sie zur Hilfe eilt, hat sichtlich Angst vor ihr. Als endlich Hilfe eintrifft, tötet der vermeintliche Retter plötzlich den Verletzten und eröffnet die Jagd auf Jess. Hals über Kopf flüchtet sie tiefer in den dunklen Regenwald, weg vom Verfolger, weg vom Fundort. Allein im Dschungel muss Jess nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch um ihre Erinnerungen. Wie ist sie hierhergekommen? Wo genau ist sie überhaupt? Und wer jagt sie? Ihre Vergangenheit als Biologin in Berlin könnte der Schlüssel für ihre Situation sein. Und ihre einzige Chance die raue Natur zu überleben. Aber ihr Verfolger scheint ihr immer einen Schritt voraus.

„Die Gejagte – sie weiß nicht, wer sie ist. Er schon.“ Ist ein Survival-Thriller von René Anour.

René Anour hat in diesem Thriller seine Kenntnisse von Flora und Fauna einfließen lassen.
Die Atmosphäre ist beängstigend. Überall lauert Gefahr.
Der Dschungel scheint der größte Feind von Jess zu sein. Aber hier lässt sich auch gut ein Versteck vor den Verfolgern finden.
Der Dschungel ist hier nicht nur ein Hintergrund, sondern ein eigenständiger, pulsierender Charakter. Der Dschungel wirkt bedrohlich, feucht und unberechenbar.
Beim Lesen bekommt man genau wie Jess, Angst, dass hinter jedem Blatt der Jäger lauert, oder eine tödliche Gefahr, die von der Tier- und Pflanzenwelt ausgeht.

Die Charaktere sind richtig lebendig und voller Rätsel.
Jess ist eine sehr starke Protagonistin. Sie wacht gefesselt im Dschungel auf und kann sich an nichts erinnern.
Ihr messerscharfer Verstand hilft ihr, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Langsam blitzen auch immer Erinnerungsstücke auf.
Ihre Kenntnisse als Biologin werden zu ihrer mächtigsten Waffe, um in der rauen Natur zu überleben.
Der „Fuchs“, wie der Verfolger genannt wird, ist ein eiskalter Feind. Er mutet an wie ein Schatten, der immer wieder zu erahnen ist.
Das ist für Jess furchteinflößender, als wenn er ihr direkt gegenüberstehen würde.

Der Schreibstil von René Anour ist flüssig und gut verständlich. Die zwei Erzählebenen, die der Autor gewählt hat, machen die Geschichte spannend.
Die Leserinnen begleiten Jess bei ihrer Flucht durch den Dschungel. Die zweite Ebene sind die Erinnerungsblitze, die immer wieder aufkeimen, und so bekommen die Leserinnen langsam ein Gesamtbild.
Die eingestreuten biologischen Fakten fließen unterhaltsam in die Geschichte ein.

„Die Gejagte“ ist ein hochspannender Pageturner, der geschickt wissenschaftliche Details mit purem Nervenkitzel verbindet.

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