Zeiten der Sehnsucht

Carmen Bellmonte
Historischer Roman / Familiensaga
erschienen im Heyne Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein Buch in das man ganz tief eintauchen kann

Covertext:

Mallorca 1929: Nur mit größten Anstrengungen gelingt es den Delgados, sich über Wasser zu halten. Antonia und ihr Mann haben auf Kuba ein florierendes Geschäft aufgebaut. Antonias Bemühungen, ihre Familie zu sich zu holen, bleiben jedoch fruchtlos. Und auch auf Kuba zieht ein Sturm auf: Die Mafia gewinnt immer größeren Einfluss, Antonia muss sich entscheiden: Freiheit oder Sicherheit. Ihre Schwester Carla kämpft unterdessen auf Mallorca mit ihren Dämonen, und Bruder Leo verstrickt sich in heikle Machenschaften, die den Graben zwischen ihm und seiner Familie weiter verstärken.

„Zeiten der Sehnsucht“ ist der zweite Band der Mallorca-Saga von Carmen Bellmonte.
Hinter dem Namen Carmen Bellmonte verbergen sich die zwei Autorinnen Elke Becker und Ute Köhler.

In dieser Familiensaga geht es um die Delgados, einer Weinbaufamilie auf Mallorca.
Im Laufe der geplanten 4 Bände wird man die Familie über mehrere Jahrzehnte begleiten, man wird den Wandel in der Familie, der Insel, auf Kuba und den Wandel der Zeit miterleben.

Der zweite Band beginnt 1927 und wir sind auf Kuba.
Die LeserInnen begleiten Antonia, ihren Mann Frederico und ihre vier Kinder.
Die Familie hat sich in Kuba gut etabliert, die Geschäfte laufen erfolgreich.
Doch die Konkurrenz neidet ihnen den Erfolg.

Auf Mallorca sieht es nicht so gut aus.
Die Geschäfte mit den Mandeln und Aprikosen laufen nicht so gut.
Leo der jüngste träumt hingegen immer noch davon eines Tages den Hof der Familie zu übernehmen.

Die Protagonisten sind mir ja aus dem ersten Band schon gut bekannt.
Ich habe mich gefreut sie wieder zutreffen.
Sind sie mir doch schon im ersten Band sehr ans Herz gewachsen.

Die Geschichte ist sehr facettenreich und wird abwechselnd aus dem Blickwinkel der Familienmitgliedern erzählt.
Es gibt immer wider Wendungen und Schicksalsschläge die die LeserInnen mitleiden lassen.
Die Handlungsorte wechseln zwischen Mallorca und Kuba.
Beide Handlungsorte werden sehr schön von den Autorinnen beschrieben.
Auch bekommt man, wie schon im ersten Band auch hier die Veränderungen, die in der Familie vor sich gehen zu spüren.
Ich bin schon sehr gespannt wie die einzelnen Charaktere sich im Laufe der Jahrzehnte weiter entwickeln und wie die Handlungsorte sich verändern.

Die Autorinnen haben einen leichten und lockeren Schreibstil.
Sie erzählen ihre Geschichte so fesselnd, dass man ganz tief in das Buch eintaucht und erst wieder aufschaut wenn es beendet ist.

Ich freue mich jetzt schon auf Band 3 „Zeiten des Umbruchs“ der im Februar 2023 erscheinen soll.

Mademoiselle Oppenheim

Mina König
Historischer Roman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Mina König für die Leserunde auf www.lovelybooks.de

Eine beeindruckende Geschichte über eine beeindruckende Künstlerin

1933 reist die junge Meret Oppenheim nach Paris um sich als Künstlerin zu entfalten.
Meret gefällt das unbeschwerte Leben inmitten der Pariser Bohème.
Bald schon gehört sie einer Gruppe von Surrealisten an, die sich regelmäßig im bekannten Café de Flore treffen.
Zum engen Kreis der Surrealisten gehören Pablo Picasso, Joan Miró, Alberto Giacometti und André Breton.
Von dem bekannten Fotografen Man Ray wird Meret für das Kunstmagazin Minotaure fotografiert.
Mit Max Ernst hat Meret Oppenheim eine stürmische Affäre, die sie aber auch ihrer Kreativität beraubt. Meret fühlt sich Zusehens eingeengt und beendet die Affäre um sich wieder mehr ihrer Kunst zu widmen. Meret entwirft Schmuck und Accessoires für eine bekannte Designerin.
Sie experimentiert mit Alltagsgegenständen und findet ihr erstes Readymade.
Während Meret in Paris von ihrem Durchbruch als Künstlerin träumt ziehen in Europa dunkle Schatten auf die ihre Familie in Deutschland bedrohen.

„Mademoiselle Oppenheim“ ist eine beeindruckende Geschichte über eine beeindruckende Künstlerin von Mina König.

Das Buch beginnt 1933 als die junge Meret Oppenheim nach Paris gezogen ist um sich dort als Künstlerin zu entfalten.
Die LeserInnen begleiten Meret Oppenheim nur einige Jahre in ihrer Schaffenszeit.
Diese Zeit ist aber sehr turbulent und mit vielen Höhen und Tiefen versehen.
Mir war die Künstlerin vor diesem Buch unbekannt und ich bin Mina König dankbar, dass ich Meret Oppenheim näher kennenlernen durfte.
Mich hat die Geschichte inspiriert im Internet nach den Kunstwerken von Meret Oppenheim zu suchen und ich bin auf einiges, was auch in der Geschichte Erwähnung findet wird gestoßen.
Meret umgibt sich gerne mit ihren Freunden aus dem Kreis der Surrealisten die sich regelmäßig im Café de Flore treffen.
Hier stößt man auf bekannte Namen wie Pablo Picasso, Salvador Dali, Joan Miró, Alberto Giacometti, Marcel Duchamp und Max Ernst.

Neben der Künstlerin Meret Oppenheim lernt man auch den Menschen Meret Oppenheim kennen. Ihre liebevolle Beziehung zu ihrer Großmutter in der Schweiz hat mich sehr berührt. Auch die Sorge um ihre Eltern in Deutschland, obwohl sie sich mit ihrem Vater überworfen hatte ging mir nahe.
Für die jüdischen Menschen in der Bevölkerung wurde das Leben in Deutschland immer schwieriger.

Am Ende tat es mir leid Meret Oppenheim zu verlassen.
Den Zeitpunkt dafür hat die Autorin aber sehr gut gewählt.
So habe ich glücklich und zufrieden das Buch zugeklappt.

In einem Nachwort schreibt Mina König, dass die Geschichte eine fiktive Geschichte ist.
Es gibt allerdings ein Grundgerüst aus Meret Oppenheims Vita an das sie sich gehalten hat.
Ich muss Mina König ein großes Kompliment aussprechen.
Dieses Gerüst hat sie hervorragend mit Leben gefüllt.
Die Geschichte von Meret Oppenheim liest sich sehr authentisch. Meret ist mir im Laufe des Buches zu einer richtigen Freundin geworden.

Erzählt wird die Geschichte in einem unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil.
Die eingestreuten französischen Worte lassen die Geschichte noch authentischer wirken.

„Mademoiselle Oppenheim“ hat mir einige schöne Lesestunden geschenkt und wird zu meinen Highlights 2022 gehören.

Der Mann aus dem Schatten

David Lagercrantz
Thriller
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt der aber auch Längen aufweist

Ein Schiedsrichter der Fußballjugend wird erschlagen aufgefunden.
Verdächtigt wird ein Vater, doch man hat keine Beweise gegen ihn.
Die junge Streifenpolizistin Micaela Vargas wird zu den Ermittlungen hinzugezogen.
Micaela Vargas ist im selben Viertel aufgewachsen wie der Verdächtige und kennt ihn auch schon lange.
Auch der Psychologe Hans Rekke soll die Polizei bei den Ermittlungen unterstützen.
Er ist als brillanter Beobachter und bekannt und für seine Verhörmethoden.
Doch Hans Rekke hat bald eine andere Spur der er folgt.
Der Fall hat größere Ausmaße als vermutet und nur wenn alle an einem Strang ziehen lässt er sich lösen.

„Der Mann aus dem Schatten“ ist der erste Band der Rekke-Vargas-Reihe
von David Lagercrantz.
Bekannt wurde der Autor durch die Fortsetzung der Millennium Reihe.
Jetzt veröffentlicht der Autor seine erste eigene Thriller Reihe.
Hierfür hat David Lagercrantz interessante Protagonisten geschaffen.

Die Streifenpolizistin Micaela Vargas ist ein vielversprechendes Talent und wird zu den Mordermittlungen hinzugezogen.
Sie ist als Kind chilenischer Einwanderer im selben Problemviertel aufgewachsen wie der Verdächtige und kennt ihn auch seit ihrer Kindheit.
Micaela ist eine engagierte Polizistin, hat aber einen Bruder der auf der anderen Seite des Gesetztes steht.

Der Psychologe Hans Rekke ist wohl ein Genie was Verhörmethoden angeht.
Er ist der Sohn einer reichen Reederfamilie, Philosoph und musikalisch hochbegabt.
Rekke lebt in einer Villa in einem besseren Viertel. Hier quartiert sich auch die Ermittlergruppe ein.

Man sieht die beiden Hauptfiguren sind recht unterschiedlich, doch beides interessante und sympathische Charaktere.

Die Geschichte spielt im Jahr 2003. Die Nachwirkungen auf den 11. September sind noch zu spüren. Der Kampf gegen den Terrorismus hat begonnen.

Die Handlung wird zum Teil sehr spannend erzählt. Gerade zu Beginn legt sie ein ordentliches Tempo vor. Dann stockt es allerdings ein bisschen und zwischendurch weist die Handlung einige Längen auf.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und gestaltet sich dadurch recht facettenreich.
Es ist aber auch nicht immer einfach der Handlung und den Gedankengängen zu folgen.

„Der Mann aus dem Schatten“ hat als erster Band einer Reihe, die als Trilogie angelegt ist durchaus noch Potenzial nach oben.
Ich bin auf den zweiten Band „Das Bild der Toten“ gespannt der im September 2023 erscheinen soll.

Zeiten des Wandels

Carmen Bellmonte
Historischer Roman / Familiensaga
erschienen im Heyne Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

in Buch in das man ganz tief eintauche kann

Mallorca, 1913

Der Weinhandel auf Mallorca bricht ein, da die Konkurrenz auf dem Festland immer dominanter wird.
Das bedeutet für die Familie Delgado, dass sie dem Ruin entgegen geht wenn sie nicht handelt.
So gehen Antonia und ihr Verlobter nach Kuba um ein neues Weingut aufzubauen.
Carla bleibt auf der Insel und sucht nach Arbeit um die Familie zu unterstützen.
Leo wählt einen Weg der ihn von der Familie entfernt.
Kann die Familie Delgado ihr Weingut retten?

„Zeit des Wandels“ ist der Auftakt einer mehrteiligen Familiensaga von Carmen Bellmonte.
Hinter dem Namen Carmen Bellmonte verbergen sich die zwei Autorinnen Elke Becker und Ute Köhler.

In dieser Familiensaga geht es um die Delgados, einer Weinbaufamilie auf Mallorca.
Im Laufe der geplanten 4 Bände wird man die Familie über mehrere Jahrzehnte begleiten, man wird den Wandel in der Familie, der Insel und den Wandel der Zeit miterleben.

Der erste Band beginnt 1913.
Die Familie Delgato besitzt ein Weingut auf Mallorca, am Fuß des Tramuntana-Gebirges.
Die Konkurrenz auf dem Festland wird immer dominanter und die Existenz der Familie ist in Gefahr.
Der älteste Sohn Diego soll das Weingut einmal übernehmen, hat aber so gar kein Interesse am Weinanbau.
Leo der jüngste träumt hingegen davon eines Tages das Weingut zu übernehmen. Doch sein Weg wird ein anderer sein.

Die Tochter Antonia wandert mit ihrem Mann Mateo nach Kuba aus um dort ihr eigenes Weingut aufzubauen. Auch ihr Weg wird anders verlaufen als sie denkt.
Carla möchte ihre Eltern auf Mallorca unterstützen und sucht sich eine Arbeit wo sie Geld verdient. Aber auch ihr ist das Schicksal nicht hold.

Die Geschichte ist sehr facettenreich und wird abwechselnd aus dem Blickwinkel der Familienmitgliedern erzählt.
Es gibt immer wider Wendungen und Schicksalsschläge die die LeserInnen mitleiden lassen.
Die Handlungsorte wechseln zwischen Mallorca und Kuba ab.
Auf der einen Seite die Insel und die harte Arbeit auf der anderen Seite die Karibik-Insel und das lebendige Havanna.

Beide Handlungsorte werden sehr schön von den Autorinnen beschrieben.
Auch bekommt man im ersten Band schon die Veränderungen, die in der Familie vor sich gehen zu spüren. Und ich denke das ist erst der Anfang.

Ich bin schon sehr gespannt wie de einzelnen Charaktere sich im Laufe der Jahrzehnte entwickeln und wie die Handlungsorte sich verändern.

„Zeiten des Wandels“ ist ein Buch in das man ganz tief eintaucht und erst wieder aufschaut wenn es beendet ist.

Tödlicher Inselfrühling

Christoffer Holst
Kriminalroman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung und Humor gut miteinander vereint

Es wird Frühling in Schweden.
Das bedeutet für Cilla. dass sie sich mit ihren Freunden wieder in ihrem Schrebergarten auf Bullholmen treffen kann.
Von ihrem Garten aus kann Cilla das gegenübergelegene Ufer sehen.
Dort beobachtet sie ein Paar auf einer Terrasse als was unglaubliches passiert.

„Tödlicher Inselfrühling“ ist der 4. Band der Cilla-Storm-Reihe von Christoffer Holst.

Die Protagonisten sind toll, alle etwas überzogen aber das macht den Witz an dem Krimi aus.

Cilla eine Journalistin und von Natur aus neugierig gefällt mir sehr gut.
Ihre Freundin Rosie eine pensionierte Kriminalbeamtin ist von Natur aus misstrauisch.
Auch sie gefällt mir gut. Die zwei sind ein gutes Team.

Auch Adam, mit dem Cilla mittlerweile in einer gefestigten Beziehung ist, ist sehr sympathisch.
Ich finde die Beiden passen gut zusammen.

Dann natürlich noch das Pärchen Zacke und Jonathan, sie sorgen immer für ein Schmunzeln. Die Beiden habe ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen.

In diesem Buch kommt noch Julia mit dazu. Eine Autorin die, die Ruhe in den Schären nutzen möchte um ihr Buch über Wein zu vollenden.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt.
Zwischendurch führen einzelne Kapitel immer wieder in das Jahr 1968 zurück.
Immer neue Puzzleteile lassen die LeserInnen langsam hinter das Geheimnis kommen.

Mit Witz lockert Christoffer Holst die Geschichte immer wieder auf und zaubert seinen LeserInnen beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig. Es gibt einige Spannungselemente und wie kann es anders sein wenn Zacke in seinem Element ist auch einiges für Feinschmecker.

Ich fand es schön einmal einen witzigen und unterhaltsamen Krimi zu lesen bei dem nicht das Blut aus dem Buch tropft

Die Cilla Storm Reihe dürfte jetzt wohl beendet sein. Es waren 4 unterhaltsame, spannende und gleichzeitig humorvolle Bücher die ich gerne gelesen habe.

Schwedischer Todesfrost

Christoffer Holst
Kriminalroman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Unterhaltsamer Cosy Krimi mit Humor

Cilla Storm wird von ihren Freunden Zacke und Jonathan eingeladen Weihnachten in ihrer neuen Skihütte im Skigebiet Idre Fjäll zu verbringen.
Da Cilla ihre Freundin Rosie Weihnachten nicht alleine lassen möchte lädt sie Rosie ein mitzukommen.
Alles sieht nach einer romantischen Winteridylle aus, bis Rosie eine Leiche im Schnee findet.
Alles sieht nach einem Unfall aus.
Doch Cilla und Rosie wollen wissen, warum der Tode mitten in der Nacht im Wald war und sterben musste.

„Schwedischer Todesfrost“ ist der 3. Band der Cilla-Storm-Reihe von Christoffer Holst.
Für mich ist es das bisher beste Buch der Reihe
Die Handlungsorte sind Stockholm und das Skigebiet Idre Fjäll.

Die Protagonisten sind toll, alle etwas überzogen aber das macht den Witz an dem Krimi aus.
Cilla eine Journalistin und von Natur aus neugierig gefällt mir sehr gut.
Ihre Freundin Rosie eine pensionierte Kriminalbeamtin ist von Natur aus misstrauisch.
Auch sie gefällt mir gut. Die zwei sind ein gutes Team.
Adam, mit dem Cilla mittlerweile in einer gefestigten Beziehung ist, ist ausgerechnet auch noch der Sohn von Rosie und dazu noch Kriminalkommissar. Auch ihn finde ich sehr sympathisch. In diesem Band spielte er aber nur eine kleine Rolle.

Dann natürlich noch das Pärchen Zacke und Jonathan mit denen Cilla und Rosie Weihnachten in einer Skihütte verbringen. Die Beiden zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht.

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge.
Der eine beginnt einen Monat vor Weihnachten. Die Familie Niemi ist im Dezember in ihrer Eventfirma sehr eingespannt.
Deshalb engagieren sie einen persönlichen Assistenten für den im Rollstuhl sitzenden 17jährigem Frederik. Sebbe nimmt den gutbezahlten Job an und sorgt bis Weihnachten für Frederik, der unter Kinderrheuma leidet.

Der zweite Handlungsstrang beginnt eine Woche vor Weihnachten.
Cilla und Rosie nehmen die Einladung von Zacke und Jonathan an und fahren mit ihnen in die Skihütte.
Zwei Tage vor Weihnachten stößt Rosie auf einen Toten.
Ein junger Mann der in der Dunkelheit in den Tod gestürzt ist.

Die beiden Handlungsstränge nähern sich immer mehr einander an. Schnell ahnt man wer der wer Tote ist.
Nur wie der Unfall passiert ist und ob es wirklich ein Unfall war ist offen und sorgt für Spannung.

Mit Witz lockert Christoffer Holst die Geschichte immer wieder auf und zaubert seinen LeserInnen beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig. Es gibt einige Spannungselemente und wie kann es anders sein wenn Zacke in seinem Element ist auch einiges für Feinschmecker.

Ich fand es schön einmal einen witzigen und unterhaltsamen Krimi zu lesen bei dem nicht das Blut aus dem Buch tropft
Ich freue mich schon auf dem 4. Band „Tödlicher Inselfrühling“ der vor ein paar Tagen erschienen ist.

Mörderischer Nordwind

Christoffer Holst
Kriminalroman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Unterhaltsamer Cosy Krimi mit viel Witz

Cilla Storm schreibt Drehbücher für einen True-Crime-Podcast.
Diesmal soll sie im Fall der vor 30 Jahren verschwundenen Laila Damm recherchieren.
Laila ist damals einfach von der Bildfläche verschwunden und nie mehr aufgetaucht.
Ihre Freundin und Schrebergartennachbarin Rosie lädt sie zu einem Spa-Wochenende in ein neu eröffnetes Wellnesshotel auf Bullholmen ein.
Dort findet an diesem Wochenende eine Hochzeitsfeier statt.
Die Hochzeitsgesellschaft wird durch den plötzlichen Unfalltod eines der Gäste erschüttert.
Doch war es wirklich ein Unfall?
Cilla und Rosie suchen auf eigene Faust nach einem Tatmotiv.

„Mörderrischer Nordwind“ ist der 2. Band der Cilla-Storm-Reihe von Christoffer Holst.
Für mich ist es das erste Buch der Reihe und ich bin als Quereinsteiger gut zurechtgekommen.
Die Handlungsorte sind Stockholm und die Insel Bullholmen im schönen Stockholmer Schärengarten.

Die Protagonisten sind toll, alle etwas überzogen aber das macht den Witz an dem Krimi aus.
Cilla eine Journalistin und von Natur aus neugierig gefällt mir sehr gut.
Ihre Freundin Rosie eine pensionierte Kriminalbeamtin ist von Natur aus misstrauisch.
Auch sie gefällt mir gut. Die zwei sind ein gutes Team.
Adam, mit dem Cilla in einer Beziehung ist oder auch nicht, dass weiß sie selbst nicht so genau, ist ausgerechnet auch noch der Sohn von Rosie und dazu noch Kriminalkommissar und kommt den beiden Frauen bei ihren Ermittlungen in die Quere.

Erwähnenswert sind auch noch Zacke und Jonnathan bei denen Cilla vorübergehend wohnt und nicht zu vergessen Aretha Franklin der Hund des Paares. Was habe ich mich köstlich amüsiert.

Der Krimi ist unterhaltsam geschrienem. Der Fall der verschwundenen Laila Damm interessant.
Mit Witz lockert Christoffer Holst die Geschichte immer wieder auf und zaubert seinen LeserInnen beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.
Es muss nicht immer viel Blut fließen und man muss auch nicht unbedingt einen Gänsehaut beim Lesen bekommen.
Ich fand es schön einmal einen witzigen und unterhaltsamen Krimi zu lesen.
Ich freue mich schon auf dem 3. Band „Schwedischer Todesfrost“ der bei mir schon bereit liegt.

Das Haus des Schicksals (Die Mandelli-Saga)

Ladina Bordoli
Roman / Familiensaga
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Zurück zu den Wurzeln

Eleonora, die Tochter von Rosalba und Enkelin von Aurora hat mittlerweile das Bauunternehmen ihrer Mutter in der Schweiz übernommen.
Auch Eleonora hat das Bauhandwerk von der Pike auf gelernt.
Doch die Auftragslage für das kleine Bauunternehmen wird immer schlechter seit sich die Baurichtlinien in der Schweiz verschärft haben.
Auch kämpft Eleonora immer noch damit, dass ihre Wurzeln in Italien liegen und sie somit nicht als echte Schweizerin angesehen wird.
Als Eleonora auf einer Tagung Flurin kennenlernt, der genau wie sie aus dem Bauhandwerk kommt verliebt sie sich in ihn.
Eleonora hat die Hoffnung, dass sich mit Flurin das Blatt wendet. Doch ist Flurin der Richtige für Eleonaor?

„Das Haus des Schicksals“ ist der 3. und letzte Band der Mandelli Saga von Ladina Bordoli.
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2015 und die dritte Generation der Mandelli-Frauen hat das Bauunternehmen übernommen.
Eleonora hat wie ihre Mutter und ihre Großmutter das Bauhandwerk gelernt.
Leider haben sich die Baurichtlinien in der Schweiz verschärft und das Unternehmen gerät unter der Leitung von Eleonora in Schieflage.
Das Unternehmen hat sich mittlerweile der Nachfrage angepasst und grenzt sich somit nicht mehr von den anderen Firmen ab. Sie bieten Hoch- und Tiefbau an wie unzählige andere Firmen auch.
Dabei war die Firma Mandelli einmal für ihre Besonderheiten bekannt.

Ich finde auch Eleonora ist sehr ein sehr gelungenen Charakter.
Sie ist vielleicht manchmal etwas gutgläubig und bei ihren Angestellten zu nachsichtig.
Aber sie glaubt eben an das Gute im Menschen.
Eleonora bedeutet die Firma sehr viel und sie versucht sie mit allen Mitteln zu retten.

Rosalba unterstützt Eleonora noch in der Firma.
Doch braucht sie mehr Zeit für ihren Mann der nicht gesund ist.
Sie vertraut Eleonora doch hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie mit der einen oder anderen Handlung ihrer Tochter gehadert hat.

Aurora hat es immer noch nicht ganz verwunden, dass ihre Tochter Rosalba in der Schweiz geblieben ist.
Sie hat ihr Unternehmen in Italien aufgegeben.

In diesem letzten Band sind alle drei Generationen der Mandelli-Frauen vereint.
Mutter und Großmutter können auf ihre große Erfahrung zurückschauen und Eleonora muss ihren Weg finden, bei dem wir sie begleiten dürfen.

Ladina Bordoli erzählt auch die Geschichte von Eleonora wieder sehr gefühlvoll.
Die Autorin hat die ganze Geschichte der Mandelli-Frauen sehr anschaulich erzählt.
Man kann sich die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte gut vorstellen.
Auch die Unterschiede und Traditionen zwischen der Schweiz und Italien kommen sehr deutlich zum Vorschein.

Die Mandelli-Saga hat mich zu einem Thema geführt mit dem ich mich vorher noch nie befasst habe.
Mittlerweile finde ich das Bauhandwerk so vielseitig und interessant.
Genauso facettenreich hat Ladina Bordoli ihre Geschichte aufgebaut.
Ich habe die Mandellid-Saga sehr gerne gelesen.

Sturm in die Freiheit

Jürgen Ehlers
Roman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Jürgen Ehlers für das Rezensionsexemplar

Spannend geschrieben und gut recherchiert

Der U-Boot-Kommandant Wolf Littke gerät in britische Kriegsgefangenschaft.
Er hat die Wahl zwischen dem Tod oder die Beteiligung an der Ermordung Hitlers.
Zusammen mit drei weiteren Männern macht er sich auf den Weg.. Die Männer springen mit dem Fallschirm über Ostpreußen ab.
Dann machen sie sich auf den Weg zum Hauptquartier Wolfsschanze, dass sie in die Luft sprengen wollen.
Doch nicht nur die Hoffnung auf das baldige Kriegsende treibt die Männer an. Jeder für sich hat auch ein privates Motiv.

„Sturm in die Freiheit“ ist der neue Roman von Jürgen Ehlers.
Das Buch ist spannend geschrieben und ich muss dem Autor ein großes Kompliment für seine gute Recherche machen.
Im Nachwort schreibt der Autor, dass einige Details der Realität entsprechen aber auch vieles frei erfunden ist.
Ich finde Jürgen Ehlers hat in seinem Roman Realität und Fiktion so fein miteinander verflochten, dass sie nicht zu trennen ist.

Die Protagonisten sind gut in Szene gesetzt.
Wolf Littke bleibt in der Geschichte keine andere Wahl als an diesem
Himmelfahrtskommando teilzunehmen. Als Kriegsgefangener drohte ihm die Erschießung.

Die anderen Männer sind der Pole Leszek, der Russe Igor und der Jude Aaron.
Schon beim Trainingsprogramm das die vier vor ihrem Einsatz absolvieren müssen spürt man das Misstrauen das die Männer Wolf entgegenbringen.
Außer dem erfolterten Kriegsende habet jeder der Männer auch noch einen privaten Grund sich an dem Einsatz zu beteiligen.

Jürgen Ehlers hat einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil.
Vor allem macht er nicht so viele Worte drumherum sondern kommt schnell auf den Punkt was mir sehr gut .gefällt
Die Spannung verbreitet sich über das gesamte Buch.
An Hand der Karte auf der Innenseite des Covers und der Beschreibung des Autors kann man sich die Gegend um das Hauptquartier gut vorstellen.
Auch die Zeit und der Schrecken des Krieges wird sehr realistisch vermittelt.

„Sturm in die Freiheit“ hat mich nach ein paar Seiten gepackt. Ich finde, ein spannender und interessanter Roman.

Das Bauwerk der Sehnsucht

Ladina Bordoli
Historischer Roman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rosalba Mandelli ist mittlerweile 19 Jahre. Nach ihrem Praktikum in der Schweiz hat sie wieder ihre Mutter in ihrem Bauunternehmen unterstützt.
Doch die Auftragslage wird in Italien und besonders in den kleinen Dörfern immer schwerer.
Rosalba träumt davon ihren eigenen Weg zu gehen.
Sie will ihr Glück noch einmal in der Schweiz versuchen.
Als sie das Bauunternehmen ihres Cousin Antonio übernimmt, widerfährt Rosalba ein ähnlicher Widerstand wie ihre Mutter ihn als Frau in Italien erlebt hatte.
Eine Frau, die ein Bauunternehmen führt wird von der Männerwelt nicht akzeptiert.
Dazu ist Rosalba eine Ausländerin die den Schweizern die Arbeit wegnimmt.
In dem Architekt Remo findet sie einen treuen Unterstützer der ihr immer wieder Mut zuspricht.
Als sie dann Zwillinge erwartet steht sie vor einem Wendepunkt in ihrem Leben.
Welchen Weg wird Rosalba wählen.

„Das Bauwerk der Sehnsucht“ ist der 2. Band der Mandelli Saga von Ladina Bordoli.

Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen. Rosalba ist schon 19 Jahre und steht in diesem Band im Mittelpunkt.
Von Aurora hat sie das Talent zum Bauen geerbt, von ihrer Urgroßmutter Camilla den Dickkopf.
Ich finde Rosalba einen sehr gelungenen Charakter. Sie gefällt mir noch besser als ihre Mutter die im ersten Band „Das Fundament der Hoffnung“ im Mittelpunkt stand.

Der Architekt Remo gefällt mir auch ausgesprochen gut. Er glaubt an Rosalba.
Die Beiden passen gut zusammen. Remo gibt Rosalba Halt und macht ihr immer wieder Mut.

Aurora und Lorenzo, die Eltern von Rosalba stehen in diesem Band etwas im Hintergrund.
Doch man spürt oft die Liebe mit der sie ihrer Tochter begegnen, auch wenn diese ihre Mutter sehr enttäuscht.
Aurora wollte ihr Bauunternehmen an Rosalba abtreten doch diese hat die Schweiz und das Unternehmen ihre Cousin gewählt.

Die Zeit der 1970er Jahre wird sehr gut widergespiegelt.
Auch die Unterschiede zwischen dem leben in der Schweiz und in Italien wird gut hervorgehoben.

Ladina Bordoli erzählt die Geschichte von Rosalba Mandelli sehr gefühlvoll.
Dabei ist ihr Schreibstil gut verständlich und fließend.
Ich finde es immer schön wenn, wie hier einige italienische begriffe in den Text mit einließen. Es macht das Ganze rund und authentisch.

Der 2. Band hat mir noch besser gefallen als der 1. Band.
Jetzt freue ich mich auf den 3. Band „Das Haus des Schicksals“ der im November 2021 erscheinen wird. Ich bin gespannt wie die 3. Generation der Mandellis sich schlagen wird.