Sommer auf Perigo Island

Perry Chafe
Roman
267 Seiten
erschienen im Mare Verlag
Übersetzt aus dem kanadischen Englisch von Claudia Feldmann
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Mare Verlag für das Rezensionsexemplar

Coming-of-Age-Roman oder Krimi?

Klappentext:
Sommer 1991 auf Perigo Island vor der Küste Neufundlands. Der zwölfjährige Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Ferien damit, den im Hafen ankommenden Fischern beim Sortieren ihres schwindenden Fangs zu helfen. Bis sie erfahren, dass ein Mädchen von der Insel vermisst wird: ausgerechnet Anna, die in geheimer Verbundenheit zu Pierce stand und als Einzige von seiner Angst vor dem offenen Wasser wusste, die ihn quält, seit sein Vater auf See verschwand. Zusammen mit Bennies New Yorker Cousine Emily setzen die Freunde alles daran, Anna zu finden. Auf ihrer abenteuerlichen Suche werden sie einem mysteriösen Meeresbiologen begegnen, eine Faszination für die Geheimnisse des Ozeans entwickeln, sich zum ersten Mal verlieben und sich ihren größten Ängsten stellen müssen.

„Sommer auf Perigo Island“ von Perry Chafe ist ein Coming-of-Age-Roman, der durch seine Charaktere begeistert.

Der Handlungsort ist eine Insel vor der Küste Neufundlands. Der zwölfjährige Pierce lebt hier mit seiner Mutter, der Vater ist eines Tages nicht mehr vom Fischen zurückgekehrt. Nur Trümmer vom Boot wurde ein paar Tage später angeschwemmt. Die Leiche des Vaters wurde nie gefunden und so hat Pierce auch nie die Hoffnung aufgegeben, dass sein Vater eines Tages wieder nach Hause kommt.
Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas versuchen sich etwas Geld zu verdienen, indem sie den Fischern helfen die Fische zu sortieren und die Fischzungen auszuschneiden, um sie zu verkaufen. Das ist ein hartumkämpfter Job.
Doch eines Tages wird auf der Insel ein Mädchen vermisst. Ein Mädchen das Pierce versprochen hatte nicht mehr wegzulaufen. Pierce ahnt, dass Anna etwas zugestoßen sein muss.
Auf der Insel hält sich ein seltsamer Meeresbiologe auf, der in den Fokus der Jugendlichen gerät.

Perry Chafe, der selbst in einen Fischerort in Neufundland aufgewaschen ist, erzählt die Geschichte so intensiv, dass ich mich frage, wie viel vom Autor selbst in der Geschichte steckt.
Der Autor hat recht unterschiedlichen Charakteren das Leben geschenkt. Sie wirken alle sehr lebendig und sind jeder auf seine Art sympathisch.

Die Geschichte von Pierce hat mich sehr berührt. Auch die Geschichte des Meeresbiologen Solomon hat mich berührt.

Die Geschichte erzählt vom Leben auf der Insel, die meisten sind Fischer, die anderen wandern nach und nach ab. Die Insel wird immer verlassener.
Das Leben ist hart, doch Pierce möchte nirgendwo anders leben.

Durch das Verschwinden von Anna und durch den mysteriösen Meeresbiologen Solomon erhält die Geschichte Krimi Vibes.

Perry Chafe beschreibt de Handlungsort und das Leben auf der Insel sehr anschaulich, ich konnte mir alles sehrt gut vorstellen.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich konnte das Buch schon nach wenigen Seiten nicht mehr aus de Hand legen.

„Sommer auf Perigo Island“ ist ein großartiges literarisches Werk, ich habe das Buch gerne gelesen.

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