Die Klippe – Ort ohne Wiederkehr

S. K. Tremayne
Thriller
412 Seiten
Übersetzt aus dem Englischen von Susanne Wallbaum
erschienen im Droemer Knaur Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner mit Gänsehautmomenten

Klappentext:
Chamäleon Otto hilft ihr bei Entscheidungen und ihre Oma ist ihr Tor zur Welt: Die forensische Psychologin Karenza Bray lebt zurückgezogen an der einsamen Küste Cornwalls, seit ihre kleine Tochter auf tragische Weise ums Leben kam.
Als ihr Ex-Mann, Staatsanwalt in Truro, sie um Unterstützung bei einem Fall bittet, will Karenza erst ablehnen. Doch es geht um traumatisierte Kinder, die ihre Hilfe brauchen. Die Mutter der beiden wurde tot an der Steilküste gefunden, jetzt beschuldigen sich der fünfjährige Solomon und die zehnjährige Grace gegenseitig des Mordes.
Bald zieht der rätselhafte Fall Karenza immer tiefer in seinen Bann. Im prächtigen Gutshaus der Familie haben die Schatten Geheimnisse, Solomon spricht mit Geistern und Grace führt eindeutig irgendetwas im Schilde. Karenza vertraut fest auf die Wissenschaft. Ein haunted house, nicht euer Ernst?! Doch dann sieht und hört sie Dinge, die nicht da sein können.

„Die Klippe – Ort ohne Wiederkehr“ ist der 1. Band der Psychothrillerreihe The Roseland von S. K. Tremayne.

Im Mittelpunkt steht die forensische Psychologin Karenza Bray. Seit dem Tod ihrer Tochter hat Karenza sich zurückgezogen. Auch als ihr Ex-Mann, ein Staatsanwalt, sie in einem Fall um Hilfe bittet, möchte sie erst ablehnen.
Doch es geht um zwei Kinder, deren Mutter tot aufgefunden wurde. Also entscheidet sich Karenza doch, in diesem Fall zu helfen. Das Kuriose ist, die beiden Kinder beschuldigen sich gegenseitig des Mordes an der Mutter. Karenza taucht tief in die Familiengeschichte ein und kann nicht glauben, auf was sie stößt.

S. K. Tremayne versteht es, schnell Spannung aufzubauen und diese auch bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Auch für einige Gänsehautmomente sorgt der Autor.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und vielschichtig.
Karenza war mir gleich sympathisch. Sie ist selbst von der Vergangenheit gezeichnet. Dem Fall begegnet sie mit Logik und guten Schlussfolgerungen.

Die Geschwister Grace und Solomon haben mein Mitleid geweckt. Ihr Verhalten konnte ich zu Beginn nicht verstehen. Im Laufe der Geschichte und dem, was man alles erfahren hat, haben mir sehr leidgetan.

Der Schreibstil von S. K. Tremayne ist flüssig und gut verständlich.
Mich hat er mit seinem neuen Thriller schnell gefesselt.

„Die Klippe – Ort ohne Wiederkehr“ ist der ist ein gelungener Auftakt der neuen Thrillerreihe. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bände.