Meertotfrau
Christoph Kastenbauer
Kriminalroman
248 Seiten
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Blutiges Paradies
Klappentext:
Richard Graber war einst einer der härtesten SEK-Beamten Berlins. Heute heißt er Costa Rico, ist Sicherheitschef eines Luxusresorts in Puerto Limón, hat einen deutlichen Bauchansatz, ein Faultier namens Fred Feuerstein als Haustier und ist bekannt für Nächte, die regelmäßig in peinlichen Katastrophen enden.
Doch das Paradies hat Zähne. Vor der Küste metzelt ein Syndikat Haie bei lebendigem Leib, schneidet ihnen die Flossen ab und lässt die Tiere verblutend im Meer treiben, alles für einen Milliarden-Umsatz im bestialischen Finning-Business. Als die Brandung am Hotelstrand die Leiche einer jungen Touristin anspült, Arme und Beine abgehackt, kann Rico das Ganze nicht länger ignorieren. Denn Rico kennt sie. Sehr gut sogar.
„Meertotfrau“ ist der 1. Band der neuen Krimireihe „Costa Rico“ von Christoph Kastenbauer.
Von der Handlung möchte ich nicht viel verraten, denn ohne Spoiler ist mehr als der Klappentext nicht möglich.
Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Der Schreibstil ist erst einmal gewöhnungsbedürftig.
Das soll nicht abschrecken, manche Geschichten brauchen einfach etwas Zeit.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet.
Die Hauptfigur ist Richard Graber alias „Costa Rico“. Er war früher SEK-Beamter und wollte in Costa Rica ein ruhigeres Leben führen. Davon zeugen auch sein Bauchansatz und sein oft lethargisches Verhalten. Auf den ersten Blick ein richtiger Antiheld, aber er kann auch anders.
Costa hat ein Haustier namens Fred Feuerstein. Das Faultier sorgt für manch skurrile Szenen.
Der Schreibstil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig und etwas schwierig zu lesen. Das Erzähltempo schwankt zwischen eher in die Länge gezogenen Passagen und dann wieder zu temporeichen Abschnitten.
Das Setting ist mit Costa Rica gut gewählt. Die Postkartenidylle, das türkise Meer und die Sonne, dazu ein Luxusresort, werden gut vermittelt.
Dazu steht im krassen Gegensatz das Thema, das diesem Buch zugrunde liegt. Shark Finning! Haifischen werden oft noch lebend die Flossen abgeschnitten. Der Rest treibt im Meer, wo die Tiere qualvoll verenden.
So grausam dieses Haifischtöten auch zu lesen ist, so wichtig ist es, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
„Meertotfrau“ ist ein nicht ganz einfach zu lesender Kriminalroman, der mich aufgrund des heiklen Themas doch überzeugt hat.

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