Philippa Perry
Kriminalroman
349 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Elke Link
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar
Ein Krimi der ruhigeren Art
Klappentext:
Mit Toten ist man in Westlinke vertraut; die Seven Sisters, weiße, ziemlich hohe Kalksteinklippen, ein Hotspot für traurige Seelen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Ermordete hingegen, die gibt es so gut wie nie in diesem verschlafenen Landstrich an der südenglischen Küste. Für die Polizei ist der Fall Henry Clayton deshalb klar: Selbstmord. Eine Theorie, mit der Pat Philipps so gar nichts anfangen kann. Und sie muss es schließlich wissen. Immerhin war sie Henrys Therapeutin. Und für sie kann er nur auf einem Weg die Klippen hinabgestürzt sein kann: Er wurde gestoßen. Aber bei DS Stevens beißt sie mit ihrem Ansatz auf Granit. Also muss sie wohl selbst ermitteln: mit scharfem Blick für die menschlichen Schattenseiten, einem kratzbürstigen Kater und einem Nachbarn mit fatalen Likör-Ideen. Im Gegensatz zur Polizei stellt Pat die richtigen Fragen und findet Antworten, die sie selbst gefährlich nahe an den Abgrund bringen.
„Die Therapeutin und ihre Mörder: Dr. Pat Philipps und der tote Klient“ ist das Krimidebüt und gleichzeitig der 1. Fall für die Psychotherapeutin Pat Philipps von Philippa Perry.
Die Psychotherapeutin Dr. Pat Philipps muss erfahren, dass ihr Patient Henry Clayton Selbstmord begangen hat. Er hat sich von den Seven Sisters gestürzt. Pat, die ihren Patienten besser zu kennen glaubt, zweifelt die Theorie des Selbstmordes an. Doch DS Stevens, für den der Fall klar und schnell abgeschlossen ist, lässt sich von den Zweifeln der Therapeutin nicht beeindrucken.
Also bleibt der Psychotherapeutin nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln. Hilfe bekommt sie von ihrem besten Freund Pritchard.
Philippa Perry ist selbst Psychotherapeutin, so liegt es nahe, den Krimi auch von der psychologischen Seite anzugehen.
Ihre Protagonistin Dr. Pat Philipps ermittelt so auch nicht im klassischen Sinn. Sie überzeugt durch Beobachtungsgabe und zieht auf psychologische Art ihre Schlüsse. Bald hat sie einen Verdächtigen, damit ist der Fall aber noch lange nicht gelöst.
Philippa Perry erzählt den Fall in einem ruhigen Ton. Die Charaktere sind gut gezeichnet. Mir gefallen Pat Philipps und auch ihr Freund Pritchard gut.
Die Geschichte lebt von den Dialogen und dem Humor, der immer wieder eingestreut wird.
Der Handlungsort, die englische Küste, wird anschaulich beschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
„Die Therapeutin und ihre Mörder: Dr. Pat Philipps und der tote Klient“ ist ein Cosy-Krimi der mich gut unterhalten hat.
