Alana: Der Stern des Nordens

P.B.W. Klemann
Fantasy Roman
656 Seiten
erschienen im Münsterverlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Münsterverlag für das Rezensionsexemplar.

Fantasy vom Feinsten

Klappentext:
Kathryn ist die Prinzessin Norlands und die vermeintliche Tochter einer Hexe. Früher oder später, das weiß Kathryn, werden sie kommen, um ihr Leben zu beenden, genau wie bei ihrer Mutter. Doch als es dann geschieht und ihr Onkel einen Anschlag auf ihr Leben verübt, führt das Schicksal sie in die Hände zweier Söldner. Mit ihrer Hilfe entkommt sie den Häschern, reist durch tiefe Wälder und tödliche Sümpfe, um sich am Ende inmitten von Krieg und Zerstörung ihren Platz in der Welt von Alana zu erstreiten.

„Alana: Der Stern des Nordens“ ist eine Geschichte voll Zauber und Magie von P. B. W. Klemann.
Der Autor ist mir durch seinen sehr interessanten Historischen Roman „Rosenegg“ bekannt. Jetzt veröffentlicht der Autor einen wunderbaren Fantasy Roman.

Alana ist eine Welt voller Wunder, Zauber und Magie.
Die 15-jährige Kathryn ist die Tochter des Königs. Ihre Mutter hat der König wegen Hexerei hinrichten lassen. Kathryn verbannte er zu seinem Bruder, dem Duke of Fargold.
Die Worte „Stirbt der König, stirbt auch sie“ hängen seither wie ein Damoklesschwert über Kathryn. Wegen dieser Worte hält der Duke Abstand zu Kathryn. Doch der König stirbt und Kathryn hat in den Attentätern auch ihre Retter gefunden.
Die Brüdern Aris und Bortos begeben sich zusammen mit Kathryn auf eine abenteuerliche Reise bei der sie auf eine Hexe und mach schrecklichen Kreaturen treffen.

P. B. W. Klemann hat für seinen Roman eine bemerkenswerte fantastische Welt erschaffen. Die Leser*innen begleiten Kathryn auf ihrer Reise. Sie treffen in den Greenwoods eine Hexe und in den Sümpfen treffen sie auf schreckliche Kreaturen.
Es gibt Hydren, fliegende Greifer, Mammuts und viele andere schreckliche Kreaturen.

Der Autor beschreibt die Handlungsorte sehr detailliert. Man kann sich diese fremde Welt gut vorstellen.
Die Charaktere sind fein gezeichnet. Natürlich sind nicht alle sympathisch. Auf der Reise durch das Land müssen Aris, Bortos und Kathryn viele spannende Abenteurer bestehen. Manchmal raubt es einen beim Lesen vor lauter Spannung den Atem.
Dann gibt es wieder so feinfühlige Dialoge das mir beim Lesen manchmal die Tränen in den Augen standen.
P. B. W. Klemann passt seine Sprache immer der Situation an, manchmal hart und energisch und manchmal fast philosophisch.
Ich lese nicht oft Fantasy Romane, wenn dann nur High Fantasy. Dieses Buch konnte ich nach wenigem Seiten nicht mehr aus der Hand legen.

„Alana: Der Stern des Nordens“ ist fesselnd und spannend geschrieben. Es ist einfach Fantasy vom Feinsten.

Totenmoor – Ich sehe dich

Bettina Mittelacher und Klaus Püschel
Thriller
404 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt einer neuen Krimireihe

Klappentext:
Er hat die Person, die als Nächstes auf seiner Liste steht, bereits ausspioniert. Er weiß, wo der Mann wohnt, kennt seine Gewohnheiten. Wenn er es darauf anlegt, kann er ihn schon morgen in seine Gewalt bringen. Es wird ihm ein Vergnügen sein. Doch damit ist er noch nicht am Ziel. Er will mehr. Er will sie alle.

„Totenmoor – Ich sehe dich“ ist der 1. Band mit Kriminalkommissarin Emma Claasen und Rechtsmediziner Kai Plathe von Bettina Mittelacher und Klaus Püschel.

Die Spannung setzt gleich zu Beginn ein. Im Prolog, der im Jahr 1999 spielt, werden zwei Leichen im Moor versenkt.
Die Geschichte startet dann im Jahr 2023. Jonas Spranker ist auf Vogelerkundung im Moor unterwegs. Als er in einen Tümpel rutscht, stößt er auf eine Leiche.
Die Polizei muss 2 Frauenleichen aus dem Moor bergen. Die Mordkommission Hamburg übernimmt den Fall. Die Leichen der Frauen müssen gut 20 Jahr im Moor gelegen haben, demnach gibt es auch so gut wie keine verwertbaren Spuren. Kriminalkommissarin Emma Claasen tut sich schwer mit dem Fall. Sie ist auf die Untersuchungsergebnisse von dem Rechtsmediziner Kai Plathe angewiesen. Kai steht Emma mit seinem Fachwissen zur Seite und so können die Leichen identifiziert werden.
Kurz nach dem Identifizieren der Leichen beginnt eine Mordserie in Hamburg.

Bettina Mittelacher und Klaus Püschel erzählen die Geschichte mit viel Spannung. Man lernt die Kriminalkommissarin Emma Claasen und den Rechtsmediziner Kai Plathe langsam kennen. Die Leser*innen begleiten die Charaktere nicht nur bei den Ermittlungen. Auch das Privatleben spielt eine Rolle. Beide haben ihre privaten Probleme. In der Ehe von Kai Plathe kriselt es und durch das Geplänkel der beiden Charaktere meint man beim Lesen zu spüren, dass sich zwischen Plathe und Claasen etwas anbahnen könnte.

Beide Charaktere sind mir sympathisch. Emma Claasen wirkt noch ein bisschen blass für eine Kriminalkommissarin, Kai Plathe steht irgendwie mehr im Vordergrund.

Die beiden Autoren erzählen die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, was auch zur Spannung beiträgt.
Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und gut verständlich. Die Sprache ist vielleicht etwas einfach. Da könnte man für die nächsten Bände noch etwas daran arbeiten.

„Totenmoor – Ich sehe dich“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi. Ich würde mich über weitere Bände freuen.

Moment des Aufbruchs

Ellin Carsta
Historischer Roman
297 Seiten
erschienen bei Tinte & Feder
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley Deutschland für das Rezensionsexemplar

Die Kinder der Hansens geht spannend weiter

Klappentext:

Hamburg 1927: Amala Hansen, Auguste und Eduard setzen alles daran, ihr gemeinsames Lichtspieltheater mit Restaurant endlich zu eröffnen. Andere Familienmitglieder sind mit ernsteren Themen beschäftigt: Bernhard Siegl, Helenes Verlobter, sitzt im Gefängnis und hat kaum noch Hoffnung, der Vollstreckung der Todesstrafe entgehen zu können. Doch die Hansens engagieren einen brillanten Anwalt, der den Fall komplett neu aufrollt. Dabei legen sie sich mit einer einflussreichen Politikerfamilie an. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Bernhards Unschuld zu beweisen.
Inmitten dieser Krise überlegen Georg und Therese, ob sie trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch einmal vor den Traualtar treten sollen. Der Kampf um Freiheit, Liebe und ihre Zukunft treibt die Hansens an ihre Grenzen.

„Moment des Aufbruchs“ ist jetzt schon der 6. Band der Familiensaga „Die Kinder der Hansens“ von Ellin Carsta.

In den vorherigen Bänden hat man die verschiedenen Charaktere schon gut kennen und lieben gelernt.
Die Familie lebt weit verzweigt in Hamburg, im Schwarzwald, in Berlin, in München, in Wien und in den USA.
Das sind auch die Schauplätze der Geschichte.
In jedem Kapitel steht eine Person im Mittelpunkt, die wir ein Stück durch die Geschichte begleiten dürfen.
Diese Perspektivwechsel machen die Geschichte besonders interessant und facettenreich.

Wir sind im Jahre 1927 angekommen.
An allen Schauplätzen passiert etwas, überall gibt es Probleme.
Ich denke, „Moment des Aufbruchs“ ist einer der spannendsten Bände der Reihe.

Amala, Auguste und Eduard fiebern der Eröffnung des Hansen entgegen. Fast alles ist zur Eröffnung bereit, nur noch Kleinigkeiten sind fertigzustellen.
Eduard kann es kaum erwarten bis das Hansen Geld einspielt. Seit er als Drogenkurier aufgeflogen ist, ist er ziemlich knapp bei Kasse. Eduard überlegt auch, seinen Drogenhandel wieder aufleben zu lassen. Diesmal wird er die Drogen alleine verkaufen, vielleicht im Hansen.

Georg möchte, wenn ihm etwas passiert, dass auch Therese abgesichert ist. Er überlegt, ob er ihr einen Heiratsantrag machen soll.

Helene bangt immer noch um das Leben von Bernhard. Bis zu seiner Hinrichtung bleibt nicht mehr viel Zeit. Der Anwalt hat immer noch keine Spur nach dem wahren Täter. Auch Bernhard, der ja im Gefängnis sitzt, ist mittlerweile hoffnungslos.

Auch in Wien bei Emma und Franz gibt es Probleme. Emma kann sich mehr in ihren Job bei der Zeitung einbringen. Das heiß aber, abends noch mehr Veranstaltungen über die sie schreiben kann. Franz, der sie am Anfang ermutigt hat und ihr seine Unterstützung zugesagt hat, ist nicht begeistert. Es kommt sogar zum Streit. Emma sucht Rat bei Therese, die ihrem Sohn gehörig den Kopf wäscht.

Das ist der grobe Überblick darüber, was sich im 6. Band anbahnt. Die Geschichte ist unheimlich spannend.
Ich konnte kaum mit dem Lesen aufhören, musste ich doch wissen, wie es weitergeht, ob alles wieder gut wird. Am Ende des Bandes sind bei mir die Tränen geflossen. Es wird sehr emotional.

Ellin Carsta hat mich wie schon mit vielen anderen Büchern wieder total begeistert.
„Die Kinder der Hansens“ ist aufgrund der vielen Schauplätze und Familienzweige sehr abwechslungsreich und wird immer spannender.
Jeden Familienzweig begleitet man ein kurzes Stück des Weges.

Der Schreibstil von Ellin Carsta ist unterhaltsam und gleichzeitig fesselnd.
Die Autorin spricht in der Geschichte viele spannende Themen an.
Vor allem müssen Amala und auch Robert sich immer wieder mit Rassismus auseinandersetzen. So beschäftigt sich Robert in den USA mit dem Ku Klux Klan.
Auguste hingegen leidet darunter, dass sie und ihre Arbeit nicht gewürdigt werden. Sie ist eifersüchtig auf den Erfolg, den ihr Mann in seinem Beruf hat.

Was mich immer wieder bei dieser Reihe begeistert, ist die Herzlichkeit und der Zusammenhalt aller Familienmitglieder untereinander (außer Martha).

Auch die politische Situation kommt zur Sprache. Anhand von Frederikes Mann werden die Veränderungen, die in Deutschland um sich greifen, aufgezeigt.

Egal, unter welchem Pseudonym die Autorin ihre Bücher veröffentlicht, ich weiß immer: Das Buch wird mich nicht enttäuschen.
Ellin Carsta ist einfach eine begnadete Geschichtenerzählerin.

Jetzt freue ich mich auf Band 7 und bin gespannt, wie es weitergeht.

Wilder Wein

Alexander Oetker
Kriminalroman
298 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Wieder ein spannender Fall

Klappentext:
Im idyllischen Sauternes im Garonne-Tal wird der edelste Süßwein der Welt angebaut – und ausgerechnet hier wird mitten in der Erntezeit eine junge Winzerin tot in ihrem Weinkeller aufgefunden. Das bei der Vergärung entstehende giftige Gas hat sie umgebracht. Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Während die örtliche Polizei von einem Unfall ausgeht, verlässt sich Commissaire Luc Verlain auf sein Bauchgefühl und setzt Ermittlungen durch. In der kleinen Gemeinde aber stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Offenbar hat sich die Winzerin mit ihrem Kampf gegen Pestizide und gepanschte Weine so einige Feinde gemacht. Und dann gibt es da noch ein Geheimnis, dessen Wurzeln weiter in die Vergangenheit zurückreichen

„Wilder Wein“ ist mittlerweile schon der 8. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.
Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

In diesem Band bekommen die Ermittler es wieder mit einem komplizierten Fall zu tun.
Die junge Winzerin Charlotte Malroix ist in ihrem Weinkeller an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.
Der örtliche Polizist Vincent Balladier ist sich sicher, dass es ein Unfall war. So etwas geschieht immer wieder. Die Winzer überschätzen die Zeit, die sie im Weinkeller haben, wenn das Gärgas aus den Gärbehältern hochsteigt.
Luc und sein befreundeter Kollege Yacine zweifeln an der Unfalltheorie. Außerdem hat Charlotte Malroix gegen die anderen Winzer agiert. Sie hat sie beschuldigt, wegen ihrer Pestizide schuld an den Krebserkrankungen im Umfeld zu sein.
Charlotte Malroix wollte einen ökologischen und sauberen Weinanbau. Doch den anderen Winzer war der Profit wichtig, sie wollten da nicht mitziehen. Musste Charlotte Malroix deswegen sterben?

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich.
Es ist eine wahre Liebeserklärung an Frankreich und vor allem an die Atlantikküste.
Die kleinen Orte, das Meer, der Strand und das gute Essen und nicht zu vergessen die hervorragenden Weine. Man würde am liebsten den Koffer packen und hinreisen.

Alexander Oetker lässt sehr schnell Spannung aufkommen und hält diese auch über die gesamte Geschichte aufrecht. Unter den anderen Winzern stößt er auf Schweigen. Alle sind von einem Unfall überzeugt, nur Luc und Yacine nicht.
Genau wie Luc habe ich vermutet, dass der Täter unter den Einwohnern des kleinen Ortes zu finden ist. Das Ende war dann aber doch überraschend.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist fesselnd und leicht verständlich.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiter zu Lesen.

„Wilder Wein“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 9. Band.

Kalter Sturm

Anne Nørdby
Thriller
439 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung und Aberglaube auf Island

Klappentext:
Ein dunkler Ort, den man nicht betreten darf. Ein Mord in Islands Einöde, der brutaler nicht sein könnte. Und der Glaube an finstere Mächte, die durch die Risse im Lavagestein nach oben steigen wie giftige Dämpfe und die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Eingeschlossen von einem Schneesturm weiß Kommissar Skagen, der Mörder ist mitten unter ihnen. Er muss ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt.

„Kalter Sturm“ ist der 4. Band der Tom Skagen Reihe von Anne Nørdby .
Auch in diesem Band wird Tom Skagen wieder an seine Grenzen gehen und in Gefahr geraden. Die Gruppe Åsgards Søner hat es immer noch auf Tom abgesehen. Sie sind dabei alle zu beseitigen die ihnen im Weg stehen und dazu gehört auch Tom. Tom soll in einem Safe-House in Sicherheit gebracht werden.
Doch ein Vermisstenfall fordert die Sprachkenntnisse von Tom und so ermittelt er auf Island. Die Suche nach dem Jungen der in einem Lavafeld spurlos verschwunden ist gestaltet sich schwierig. Das Feld birgt Gefahren und Hunde können für die Suche nicht eingesetzt werden.
Die Anwohner schreiben das Geschehene den Fabelwesen zu, an die sie glauben. Doch Tom glaubt nicht an Elfen und Zwerge. Zusammen mit den isländischen Kollegen Halla und Bjarni versucht er den verschwundenen Jungen zu finden. Die Gegend ist recht einsam. Es gibt nur zwei Schaff-Farmen auf denen die deutschen Familien Urlaub machen.
Vor Ort trifft Tom auf großes Schweigen und auf Menschen die an Fabelwesen wie Elfen und Zwerge glauben. Als dann noch ein Mord dazukommt, steht für Tom fest, der oder die Täter müssen von einer der Farmen kommen.

Anne Nørdby hat mit „Kalter Sturm“ wieder einen aufregenden und facettenreichen Thriller hingelegt. Auch die Charaktere sind sehr unterschiedlich und interessant.
So hält auch dieser Band wieder jede Menge Spannung bereit.

Was die Handlungsorte angeht, werden die von der Autorin sehr anschaulich beschrieben. Die Einsamkeit und die karge Lavalandschaft kann man sich gut vorstellen. Die schweigsamen und abergläubischen Einwohner und die Urlauber, die einer Sekte anzugehören scheinen, bringen immer mehr Spannung in die Geschichte. Auch die Atmosphäre, der Schneesturm und das Eingeschossensein lässt einem beim Lesen ein Schauer über den Rücken laufen.

Für mich ist „Kalter Sturm“ wieder ein sehr spannender Band der Tom Skagen Reihe von Anne Nørdby.
Ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf den nächsten Band.

Tödliche Intrigen auf Teneriffa

Flores & Santana
Kriminalroman
294 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Tod auf Teneriffa

Die temperamentvolle Buchhändlerin Naira Calderon und der Journalist Ben Rodriguez werden auf die Insel Teneriffa gerufen und stoßen dort auf einen mysteriösen Fall. Ein Jugendlicher wurde am Hafen erschossen. Bei der Polizei ist der Junge unbekannt, aber Naira und Ben erfahren, dass er kurz vor seinem Tod versucht hat, etwas zu verkaufen – etwas so Wertvolles, dass es ihn das Leben gekostet hat? Steckt sein exzentrischer Onkel dahinter, der etwas in seinem Antiquariat zu verbergen scheint? Zwischen Palmen und leuchtend bunten Blumen entdecken Naira und Ben ein gefährliches Geheimnis.

„Tödliche Intrigen auf Teneriffa“ von Flores & Santana ist der 2. Band der Kanaren-Krimi – Reihe die alle Kanaren-Fans begeistern wird.

Es ist Karneval auf Teneriffa und der Journalist Ben Rodriguez fliegt von La Palma nach Teneriffa, um einen Artikel über den Karneval zu schreiben. Die Buchhändlerin Naira Calderon schließt sich ihm an. Außerdem wollen die zwei noch nach einer geheimnisvollen alten Schrift forschen, die einem befreundeten Buchhändler auf Teneriffa angeboten wurde. Doch der Junge, der die alten Aufzeichnungen anbietet, wird kurz vorher am Hafen erschossen. Die Nachforschungen führen Ben und Naira zu einem alten Antiquariat.

„Tödliche Intrigen auf Teneriffa“ ist ein spannender und gleichzeitig unterhaltsamer Krimi und auch ein bisschen ein Reiseführer.
Die Autoren wollen jeden Band der Krimireihe auf einer anderen Kanareninsel spielen lassen. Dieser Band führt nun die Leser*innen nach Teneriffa.

Die Charaktere werden gut beschrieben und sind sympathisch.
Besonders liebgewonnen habe ich im ersten Band schon Ben und Naira. Sie versuchen als Hobby-Ermittler dem rätselhaften Mord und dem Geheimnis der alten Schrift auf den Grund zu gehen. Dabei steht Ben allerdings im Austausch mit dem Polizisten Manuel Perez, der früher auf La Palma gearbeitet hat.

Mir hat besonders gut gefallen wie die Autoren neben der Spannung auch noch so viel Interessantes über die Insel und die Menschen die dort Leben in ihre Geschichte gepackt haben.
Ich kenne Teneriffa nicht, doch der Flair der Insel kam sehr gut bei mir an. Bei einem Gläschen Wein und etwas zum Essen lässt es sich dort wohl gut leben.

Der Schreibstil des Autorenduos ist flüssig und gut verständlich.
Das Lesen hat große Freude gemacht.

„Tödliche Intrigen auf Teneriffa“ ist ein spannender Krimi der auch viel über die schönen Orte der Insel verrät.
Kanaren-Fans wird beim Lesen sicher das Herz höherschlagen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin schon gespannt, auf welche Insel die Reise gehen wird.

Between my Worlds

Basma Hallak
Romance
453 Seiten
erschienen im Droemer Knaur Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Eine einfühlsame Liebesgeschichte

Klappentext:
Nachdem die erste Ausstellung der Berliner Fotografin Kalima in einem gigantischen Shitstorm endet, flieht sie nach Island. Mit sich im Gepäck: ihre Verlorenheit, ihre panische Angst vor Ablehnung, die sie seit einer Ewigkeit quält, und ihr Island-Bildband, den sie schon ein halbes Leben lang mit sich herumträgt. Als sie auf Nói trifft, den Jungen mit dem Faible für Blumen, spürt sie sofort eine tiefe Verbundenheit. Nói führt vorübergehend das Lokal seiner Eltern, und Kalima überredet ihn, sie einzustellen. Er bezahlt sie mit Touren zu Islands Naturwundern, bei denen die beiden sich näherkommen. Doch zwischen den Seiten von Kalimas Bildband lauern die Dämonen ihrer Vergangenheit. Und die stehen nicht nur ihrer Liebe im Weg, sondern auch ihrem Leben.

„Between my Worlds“ von Basma Hallak ist der Auftakt einer bewegenden Romance-Dilogie.
Das Buch sieht mit seinem Farbschnitt so schön aus, man muss es einfach in die Hand nehmen.

Im Mittelpunkt steht die Berliner Fotografin Kalima und der Isländer Nói. Zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Kalima liebt das Fotografieren und sie liebt ihre Hoodies. Vielleicht, weil man sich darin verstecken kann? Kalima ist sehr verletzlich, sie hat Ängste und Zweifel aber auch einen bestechenden Humor. Ich habe sie nach den ersten Seiten schon ins Herz geschlossen.
Auch Nói ist ein liebenswerter Charakter. Er liebt Pflanzen über alles. Nói ist bodenständig und scheint mit sich selbst im Reinen zu sein.
Kalima und Nói lernen sich in Island kennen und haben recht bald Gefühle für einander. Ich liebe es die beiden durch die Geschichte zu begleiten und ihren tiefschürfenden Gesprächen zu lauschen.

Der Schauplatz Island hat für mich seine Reize. Ich war zwar noch nie in Island aber irgendwie ist es ein Sehnsuchtsort. Basma Hallak beschreibt das Land sehr anschaulich. Ich habe mich richtig nach Island versetzt gefühlt. Dazu die tollen und liebenswerten Protagonisten. Nicht nur Kalima und Nói, auch die Nebendarsteller sind gut in Szene gesetzt.

Die Autorin lässt die Geschichte ruhig anfangen. Im Laufe des Lesens bekommt die Geschichte immer mehr Tiefe. Es geht um das Thema Rassismus und Religion. Die Religion steht zwar nicht im Vordergrund aber man spürt, dass Kalima, die Muslimin ist oft kritisch beäugt wird. Ist es die Angst und Unverständnis vor dem Fremden?
Dazu kommt die zarte und romantische Liebesgeschichte der ich sehr gerne gefolgt bin.

Basma Hallak hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Mit humorvollen Dialogen lockert sie die Geschichte immer wieder auf. Die wechselnden Perspektiven machen die Geschichte interessant. Man spürt deutlich wie Kalima und Nói denken und fühlen. Man kommt den Beiden sehr nahe.

„Between my Worlds“ ist eine schöne und romantische Geschichte und ich bin schon sehr auf den 2. Band „Between Your Memories“ der schon im Dezember erscheinen soll gespannt.

Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume

Stefan Maiwald
Historischer Roman
369 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Aufregender Abschluss der Thalmeyer-Saga

Klappentext:
Selb in den 60er Jahren: Jana Thalmeyer, die Tochter der Porzellanmanufaktur-Geschäftsführerin Marie Thalmeyer, zieht es zum Jura-Studium nach München. Dort wird sie von einer neuen Zeit mitgerissen: Anti-Establishment-Proteste, Demonstrationen und Drogen bestimmen die neue Welt, in die die junge Frau eintaucht. Jana genießt die scheinbar unbeschwerte Zeit, doch schon bald gerät sie im wilden, glamourösen Schwabing in gefährliche Gesellschaft, Menschen, die Gewalt befürworten, Sabotageakte durchführen und sogar Attentate planen. Nach einem Streit überwirft sie sich mit ihrer Mutter.

Marie und ihre jüngere Schwester Sophie haben nicht nur überraschend Erfolg mit Luxusporzellan und einer besonderen Zusammenarbeit mit Paul Bocuse, sondern kriegen es auch mit einem neuen Gegner zu tun: Abel Metsch, der die Druckerei seines Vaters übernommen hat und die einflussreiche Oberfränkische Stimme herausgibt, plant üble Intrigen gegen die Familie Thalmeyer.

Als Marie lebensbedrohlich erkrankt, muss Jana sich entscheiden: Unterstützt sie ihre Familie und rettet das Porzellanerbe oder konzentriert sie sich weiter auf ihre eigenen Träume?

„Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume“ von Stefan Maiwald ist der 3. und letzte Band der Thalmeyer-Saga.

Die Protagonisten befinden sich jetzt in den 1960er Jahren, eine Zeit an die auch ich mich erinnern kann.
Marie und Sophie setzten weiterhin alles daran, die Porzellanmanufaktur am Leben zu halten. Dabei versuchen sie neue Wege zu gehen. Ihr Widersacher Abel Metsch spannt weiterhin seinen Intrigen gegen die Familie Thalmeyer.
Der Starkoch Paul Bocuse besucht die Porzellanmanufaktur und wartet mit einer Geschichte auf. Er unterstützt Marie und Sophie um ihr Luxusporzellan zu vertreiben.

Jana Thalmeyer, geht zum Studieren nach München. Hier erlebt sie eine ungewohnte Freiheit und wird mit Studentenunruhen und Drogen konfrontiert. Jana fühlt sich zu dieser ungewohnten Freiheit hingezogen was zu Unstimmigkeiten mit ihrer Mutter führt.

Stefan Maiwald hat für seine Familien-Saga starke Protagonisten gezeichnet.
Marie und Sophie gefallen mir sehr gut. Sie geben den Kampf um ihre Porzellanmanufaktur nicht auf. Auch Jana ist eine starke Persönlichkeit, die sich ausprobieren muss. Doch in München begibt sie sich auf gefährliches Terrain.

Die 1960er Jahre spiegelt der Autor gut wider. Ich kann mich selbst noch an die herrschenden Studentenunruhen erinnern. In München ging es ja manchmal hoch her.
Die Leser*innen treffen in der Geschichte auch auf bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Fernsehen. Das macht die beschriebene Zeit noch um einiges authentischer.
Auch der Mauerbau und die zahlreichen Fluchtversuche aus der DDR finden ihren Weg in die Geschichte.

Stefan Maiwald hat einem flüssigem und gut verständlichen Schreibstil, der mich ganz tief in die Geschichte eintauchen ließ.
Ich habe das Buch nach einigen Seiten kaum aus der Hand legen können.
„Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume“ war jetzt der letzte Band und ein großer Abschluss der Thalmeyer-Saga

Lindt & Sprüngli: Zwei Familien, eine Leidenschaft

Lisa Graf
Historischer Roman
470 Seiten
erschienen im Penguin Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein Genuss wie Schokolade

Zürich 1826: Voller Verzweiflung bringt der kleine Rudolf Sprüngli seiner Mutter eine Tafel Schokolade ans Krankenbett. Sein letztes Taschengeld und all seine Hoffnung legt er in dieses kleine Mysterium, das sich Schokolade nennt. Wie durch ein Wunder wird sein Wunsch erhört und seine Mutter wieder gesund. Ab diesem Tag ist für Rudolf klar, dass er Schokolade herstellen möchte. Jahre später ist aus dem Kind ein Mann geworden, doch der Traum ist geblieben. Eine »Confiserie Sprüngli« soll es bald in Zürich geben, in der feinstes Backwerk, edle Pralinen und zarte Schokolade serviert werden. Schokolade, die im Mund zergeht wie Butter und die Herzen höher schlagen lässt. Sein eigenes Herz hat Rudolf bereits an eine junge Frau verloren. Doch in wenigen Tagen wird Katharina einen anderen heiraten. Reicht Rudolfs unerbittlicher Eifer und unermüdlicher Fleiß, um seine Träume wahr werden zu lassen? Und was, wenn noch jemand den gleichen Traum hegt?

„Lindt & Sprüngli: Zwei Familien, eine Leidenschaft“ ist der 1. Band der Lindt & Sprüngli Saga von Lisa Graf. Schon das Buchcover verführt einen, es in der Buchhandlung einfach in die Hand zu nehmen.
Die Autorin hat mich schon mit ihrer Dallmayr Saga begeistert und ich war schon sehr auf ihr neues Werk gespannt.

Die Autorin entführt ihre Leser*innen nach Zürich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Wir lernen zu Beginn die Familie Sprüngli kennen. David, das Familienoberhaupt arbeitet in der Konditorei Vogel, wo er die feinsten Torten herstellt. Seine Frau ist schon seit längerer Zeit krank und der Sohn Rudolf kümmert sich nach der Schule liebevoll um seine Mutter. Von seinem wenigen Taschengeld will Rudolf in der Apotheke eine Stärkung für seine Mutter kaufen. Der freundliche Apotheker erzählt Rudolf von einer Neuheit und bereitet vor seinen Augen Schokoladentaler zu. Das Ganze ist recht bitter und Rudolf glaubt an die Wirkung. Und tatsächlich wird sein Wunsch erhört, der Mutter geht es besser.
Das bewegt Rudolf dazu sich vorzunehmen, später einmal köstliche Schokolade herzustellen.
Auch eine Frau hat Rudolf schon sehr früh im Blick. Doch Katharina hat einen anderen Mann für sich gewählt, was Rudolf nicht daran hindert für seine Auserwählte zu kämpfen.

Lisa Graf hat auch für ihre neue Familiensaga wieder akribisch recherchiert. Sie lässt ihre Leser*innen Rudolf Sprüngli begleiten. Man erlebt wie er seine Vorhaben in Angriff nimmt und wirklich beginnt feine Schokolade herzustellen.
Schon bald eröffnet Rudolf eine Schokoladenfabrik und bald darauf eine weitere Confiserie.
Sein Vater David beäugt alles mit großer Skepsis. Er ist neuen Dingen gegenüber nicht aufgeschlossen. Doch der Erfolg gibt Rudolf recht. Dabei geht nicht alles so einfach wie es sich anhört. Rudolf muss auch den einen oder anderen Rückschlag in Kauf nehmen.

Lisa Graf erzählt die Geschichte von der Entstehung der ersten Tafel Schokolade in der Schweiz mit viel Spannung. Ich bin schnell ganz tief in die Geschichte versunken und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Der flüssige und gut verständliche Schreibstil macht das Lesen zu einem Genuss.

Die Familie Lindt spielt in diesem ersten Band noch keine Rolle. Ich denke, die Leser*innen werden sie im 2. Band kennenlernen.

Als Anhang hat die Autorin den Lesenden noch eine Liste der wichtigsten Charaktere zur Verfügung gestellt und es gibt ein Glossar, dass uns die Schweizer Begriffe erklärt.

„Lindt & Sprüngli: Zwei Familien, eine Leidenschaft“ ist wieder eine großartige Familiensaga. Ich freue mich schon auf den 2. Band.

Wer mit den Wölfen heult

Kriminalroman
489 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Tessa Duncan Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannend und intelligent aufgebauter Kriminalroman

Klappentext:
Bei einem Einsatz anlässlich eines Banküberfalls schießt Police Sergeant Martin Gordon seinen Kollegen Clark Jarrett an. War das nur ein Versehen? Nicht zum ersten Mal gab es Konflikte zwischen den beiden Polizisten. Deren Vorgesetzter beauftragt Lily Brown, ein psychologisches Gutachten über Gordon zu erstellen. Doch noch bevor sie zu dem verschlossenen Mann durchdringen kann, begeht er Selbstmord. Er hinterlässt einen Brief mit der Botschaft: »Lily Brown wird herausfinden, was wirklich geschehen ist.« Lily kann sich zwar keinen Reim darauf machen, wird aber zu den internen Ermittlungen der Umstände von Gordons Tod hinzugezogen Dabei stößt sie auf ein unglaubliches Komplott innerhalb der Polizei.

„Wer mit den Wölfen heult“ ist der zweite Band der Reihe „Die Canterbury-Fälle“ von Tessa Duncan.

Die Autorin ist mir schon lange unter ihrem Klarnamen Marita Spang und dem Pseudonym Marie Lacrosse bekannt. Mit zahlreichen historischen Romanen hat die Autorin mich erfreut. Der erste Band als der Reihe „Die Canterbury-Fälle“ hat mir sehr gut gefallen und ich war schon sehr auf den zweiten Band gespannt.

Ihre Charaktere sind sehr interessant und lebendig.
Die Psychologin Lily Brown hat ihren Job bei der MET aufgegeben und unterhält jetzt zusammen mit Matt Rider eine psychologische Praxis.

Eine ihrer Patientinnen ist Jerry Hoover. Jerry Hofer ist schwanger und ihr erstes Kind ist am plötzlichen Kindstod gestorben. Jetzt hat sie Angst, dass sie auch ihr zweites Kind verlieren könnte. Lily macht ihr Mut und versucht ihr alle Sicherheitsvorkehrungen zu vermitteln, dass dies nicht noch einmal passiert. Manchmal scheint Jerry einsichtig und will alles richtig machen und manchmal ist sie stur und sagt auch den anstehenden Termin ab.

Martin Gorden wurde Lily von der Kent Police vermittelt. Martin hat bei einem Einsatz auf seinen Kollegen Clark Jarett geschossen. Er behauptet, dass er dachte, Clark sei in Gefahr und er habe auf den Täter gezielt. Doch Clark behauptet Martin habe gezielt auf ihn geschossen. Jetzt soll Lily Martin Gorden beurteilen. Bei den Sitzungen mit Martin erfährt Lily viel über sein Leben, dem Tod seiner Frau, seiner Tochter und auch über den schon lange wallenden Zwist zwischen Clark und Martin. Als Martin sich dann in einer spektakulären Kulisse selbst erschießt, will Lily mehr über die Hintergründe wissen und stellt verdeckt Ermittlungen an.

Man spürt, dass Tessa Duncan weiß, wovon sie schreibt, schließlich ist sie promovierte Psychologin. Ihre Kenntnisse in der Psychologie setzt die Autorin auch sehr gekonnt in der Geschichte ein.

Der Krimi ist in zwei Teile eingeteilt. Im ersten Teil lernt man die Charaktere erst gut kennen. Kann sich mit den Patientinnen vertraut machen. Dann begeht Martin Gorden Selbstmord. Im zweiten Teil versucht Lily Licht ins Dunkel zu bringen. Sie ahnt, dass die Lösung in der Vergangenheit liegt.
Auch Jerry Hoover kommt weiterhin in die Praxis von Lily. Lily hat Erfolg mit ihrer Behandlung, Jerry sieht der Geburt zuversichtlich entgegen.

Tessa Duncan baut nach und nach Spannung auf die sie bis zum Ende aufrecht hält.
Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.
Mit „Wer mit den Wölfen heult“ hat die Autorin keinen psychologisch intelligent aufgebauten Krimi veröffentlicht. Nach nur wenigen Seiten wurde ich wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen. So habe ich die 500 Seiten an zwei Abenden gelesen.

Mir war es eine Freude „Wer mit den Wölfen heult“ zu lesen und ich freue mich jetzt schon, wenn die Reihe weitergeht.