Ein Ort, der sich Zuhause nennt (Winter-Frauen-Trilogie)

Astrid Ruppert
Roman / Familiensaga
erschienen im dtv Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

Schöner Abschluss einer grandiosen Familiensaga

Charlotte Winter hat sich wie ihre Mutter Lisette der Mode verschrieben.
Sie arbeitet in einer Schneiderei, in einer der besten der Stadt.
Charlotte kann sich mit den Veränderungen die im Land vor sich gehen nicht identifizieren.
Dazu kommt noch eine unerwartete Begegnung.
Charlotte steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben und weiß das dieser Schritt eine Menge Mut erfordert.

Maya kennt ihre Großmutter Charlotte nur als ruhige und zufriedene Frau.
Erst jetzt merkt Maya und ihre Mutter Paula wie wenig sie vom Leben ihrer Großmutter und Mutter wirklich wissen.

„Ein Ort, der sich Zuhause nennt“ ist der dritte und letzte Band der Winter-Frauen-Trilogie von Astrid Ruppert.
Im Mittelpunkt der Trilogie stehen Lisette, Charlotte, Paula und Maya. vier Generationen Frauen der Familie Winter.

Auch dieser Band hat wieder mehrerer Zeitebenen.
Die Autorin entführt ihre LeserInnen in die schwersten Jahre der deutschen Geschichte.
Hier wird aus dem Leben von Charlotte erzählt.
Für mich ganz klar die Heldin der Familie Winter.
Genau wie Paula und Maya hätte ich hinter der ruhigen und besonnenen Charlotte nie eine Frau mit so viel Mut und einer solchen Vergangenheit erahnt.
Wie viele Menschen die den Krieg erlebt haben, hat Charlotte ihrer Tochter und ihrer Enkelin nicht alles was sie in den Kriegsjahren erlebt hat erzählt.
Den Beiden wird erste jetzt bewusst wie wenig sie die wahre Charlotte kennen.

Astrid Ruppert erzählt ihre Familiensaga über vier Generationen.
So unterschiedlich die Frauen der Familie Winter auch sein mögen, eins haben alle gemeinsam, keine will sich irgendwelchen Zwängen beugen. Jede der Frauen hat ihre eigene Vorstellung vom Leben und möchte sich selbst verwirklichen.

Alle vier Frauen überzeugen durch ihre Willenskraft und ihre Stärke.
Ich muss es noch einmal sagen, Charlotte ist meine heimliche Heldin.
Ich mag alle vier Frauen, alle waren mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Hinter Charlotte hatte ich aber nie so eine aufregende Geschichte vermutet.
Der dritte Band ist wirklich ein krönender Abschluss.

Astrid Ruppert erzählt sehr einfühlsam und facettenreich. Sie vermittelt ihren LeserInnen viel über die jeweilige Zeit und die Veränderungen im Laufe der Jahre.
Aber auch viel über die komplizierte Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
Nach ein paar Seiten hat auch der dritte Band mich wieder richtig gefesselt, ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
Die Winter-Frauen-Trilogie ist für mich eine der besten Familiensagas die ich je gelesen habe.

Wilde Jahre (Winter-Frauen-Trilogie)

Astrid Ruppert
Roman / Familiensaga
erschienen im dtv Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Winter-Frauen haben mich auch im 2. Band begeistert

Paula ist es in dem kleinen hessischen Dorf in dem sie lebt zu eng.
Sie verspricht sich mehr vom Leben als das was ihre Mutter Charlotte ihr vorlebt.
Beeinflusst von der Musik der Beatles will Paula Sängerin werden.
So zieht es Paula nach England wo sich viele Künstler tummeln. Dort trifft sie auch ihre große Liebe.
Als Paula schwanger wird, nimmt sie sich vor ihr Leben völlig anders zu gestalten.

Maya die weiterhin nach ihren Wurzeln sucht möchte zu ihrem 30. Geburtstag endlich etwas über ihren Vater erfahren.
Dabei lernt sie eine ganz neue Seite ihrer Mutter kennen.
So unterschiedlich Mütter und Töchter der Familie Winter sind so besonders ist ihr Verhältnis zueinander.

„Wilde Jahre“ ist der zweite Band der Winter-Frauen-Trilogie von Astrid Ruppert.
Im Mittelpunkt der Trilogie stehen Lisette, Charlotte, Paula und Maya. vier Generationen Frauen der Familie Winter.

Die Autorin entführt ihre LeserInnen hier in die wilden 1960er und 1970er Jahre.
Da ich Ende der 1950er Jahre geboren bin, habe ich aus dieser Zeit auch einiges mitbekommen.
Besonders die Musik und die verrückte Mode ist mir in Erinnerung geblieben.
Auch einige der hier verwendeten Zitate sind mir nur zu gut bekannt.
Maya begibt sich auf eine diese Zeitreise. Sie reist nach England um die Spuren ihrer Mutter nachzuverfolgen.

Das Ende lässt noch einige Fragen offen. Es folgt ja auch noch ein dritter Band in dem wir dann in die Zeit von Charlotte zurückblicken können.

Astrid Ruppert erzählt ihre Geschichte über vier Generationen.
So unterschiedlich die Frauen der Familie Winter auch sein mögen, eins haben alle gemeinsam, keine will sich irgendwelchen Zwängen beugen. Jede der Frauen hat ihre eigene Vorstellung vom Leben und möchte sich selbst verwirklichen.

Astrid Ruppert erzählt die Geschichte sehr einfühlsam und facettenreich. Sie vermittelt ihren LeserInnen viel über die jeweilige Zeit und die Veränderungen im Laufe der Jahre.
Aber auch viel über die komplizierte Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
Nach ein paar Seiten hat auch der zweite Band mich wieder richtig gefesselt, ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
Jetzt liegt der 3. Band bereit zum lesen.

Leuchtende Tage (Winter-Frauen-Trilogie)

Astrid Ruppert
Roman / Familiensaga
erschienen im dtv Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

Gelungener Auftakt der Winter-Frauen-Trilogie

Lisette Winter möchte Mode entwerfen. Doch ihre Eltern legen ihr Steine in den Weg. Ein Mädchen aus gutem Haus ist nicht berufstätig. Ihre Liebe gehört dem Schneidergesellen Emile. Auch das würden die Eltern nie erlauben.
So verlässt Lisette heimlich ihr Elternhaus um sich im Rheingau ihr eigenes Leben aufzubauen.
Lisette und Emile machen sich schon bald einen Namen der für Reform-Mode steht.
Hundert Jahre später begibt sich Lisettes Urenkelin Maya auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.
Maya entdeckt die Geschichte der Frauen der Familie Winter.

„Leuchtende Tage“ ist der erste Band der Winter-Frauen-Trilogie von Astrid Ruppert.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lisette, Charlotte, Paula und Maya. Vier Generationen Frauen der Familie Winter.

Die Autorin entführt ihre LeserInnen in das Jahr 1906 nach Wiesbaden.
Hier wächst Lisette gut behütet in einem gutsituierten Elternhaus auf.
Doch Lisette möchte nicht einfach nur lernen wie sie später einmal ihrem Ehemann den Haushalt führt.
Auch der Zwang immer in ein Korsett eingeschnürt zu sein widerspricht ihr.
Sie träumt von Freiheit in jeglicher Hinsicht.
Frei von Zwängen, frei ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und frei von der ewig einzwängenden Mode.
Diesen Traum von Freiheit versucht sie sich mit dem Schneidergesellen Emile zu erfüllen.

Liesetts Urenkelin Maya hadert auch mit ihrem Leben.
Als Übersetzerin lebt sie in Frankfurt und hat nur mäßigen Erfolg.
Mit ihrer Mutter hat sie wenig Gemeinsamkeiten.
Es ist wohl ein Fluch in der Familie, dass Töchter und Mütter so gegenteilige Vorstellungen haben.
Maya möchte etwas ändern und sucht nach ihren Wurzeln.
Dabei deckt sie die Geschichte der Frauen in ihrer Familie auf.

Astrid Ruppert erzählt ihre Geschichte über vier Generationen.
So unterschiedlich die Frauen der Familie Winter auch sein mögen, eins haben alle gemeinsam, keine will sich irgendwelchen Zwängen beugen. Jede der Frauen hat ihre eigene Vorstellung vom Leben und möchte sich selbst verwirklichen.

Astrid Ruppert erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Sie vermittelt ihren LeserInnen viel über die jeweilige Zeit und die Veränderungen im Laufe der Jahre. Man erfährt auch viel über die Zwänge und vor allem über die Mode.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
Nach ein paar Seiten hat die Geschichte mich richtig gefesselt, ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
Jetzt stecke ich schon im 2. Band und bin schon wieder hin und weg.

Die Wege der Söhne

Ellin Carsta
Historischer Roman
erschienen bei Tinte & Feder
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Ellin Carsta für die Buchverlosung.

Es wird immer interessanter

„Die Wege der Söhne“ ist der 4. Band der Falkenbach Saga von Ellin Carsta, die schon mit ihrer Hansa Saga große Erfolge gefeiert hat.
Auch die Falkenbach Saga ist für viele Bände angelegt und ich fiebere jedem Band entgegen.

Standen im 1. Band die Väter, 2. Band die Töchter, im 3. Band die Familie Vordergrund, so sind es jetzt die Söhne.
Ich finde diese Titel und die Aufteilung nach Familienmitgliedern sehr gelungen.

Zwischen dem Ende des 3. Band und dem Beginn des 4. Band ist nicht viel Zeit vergangen.
Das Verhältnis zwischen Wilhelm und seinem Sohn Leopold scheint sich zu bessern.
Gustav von Falkenbach hat mit seiner Arztpraxis mittlerweile Erfolg.
Ferdinand kommt vom Stützpunkt nach Gut Falkenbach zurück um dort ins Waffengeschäft einzusteigen.
Für alle drei ist der Weg geebnet, doch schlagen sie auch den richtigen Weg ein?

Paul-Friedrich von Falkenbach zieht weiterhin die Fäden im Hintergrund und hält, wenn nötig schützend seine Hand über die Familien von Falkernbach und Lehmann.

Ellin Carsta erzählt die Geschichte in einem flüssigen und spannenden Schreibstil, sie vermittelt die Atmosphäre die zu dieser Zeit in Deutschland herrscht sehr gut.
Je weiter die Zeit voran schreitet so interessanter wird die Familien-Saga.
Es werden viele prekäre Themen angesprochen, sei es die Judenverfolgung, die Verfolgung der Kommunisten oder gar die Zwangssterilisation was mich besonders betroffen gemacht hat.

Wir Leser wissen ja welchen Weg das Land einschlägt. Die Charaktere glauben zu dieser Zeit noch nicht so recht an einen erneuten Krieg.

Ich bin schon sehr gespannt auf den 5. Band, in dem endlich die Frauen im Vordergrund steht.
Ich freue mich jetzt schon, wenn ich weiterlesen kann.

Dallmayr – Der Traum von schönen Leben

Lisa Graf
Historischer Roman
erschienen im Penguin Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Lebendig und authentisch mit viel historischem Hintergrund

Für Anton und Therese Randlkofer hat sich ein Traum erfüllt.
Das Ehepaar ist Inhaber des bekannten Feinkostgeschäfts Dallmayr in der Münchner Dienerstraße.
Wer es sich leisten kann geht zu Dallmayer um sich mit feinen Köstlichkeiten zu versorgen.
Die einfacheren Bürger schauen sich die prachtvollen Schaufenster an und träumen von einem schönen Leben.
Als Anton Randlkofer in der Blüte seines Lebens unverhofft stirbt steht seine Frau Therese alleine da mit dem Geschäft.
Ihre Kinder sind noch zu jung um das Geschäft zu führen.
Antons Bruder Max bietet seine Hilfe an, doch Therese weiß, dass Max das Geschäft gerne selber übernehmen möchte.
Therese nimmt den Kampf auf und führt das Geschäfte alleine weiter.
Dabei stehen ihr treue Mitarbeiter zu Seite.
Doch dann kommt ein lange und gut gehütetes Geheimnis ans Licht und droht Therese den Boden unter den Füssen weg zu ziehen.

„Dallmayr – Der Traum vom schönen Leben“ ist der Auftakt einer mehrteiligen Reihe um die Familie Randlkofer und das bekannte Delikatessengeschäft Dallmayr von Lisa Graf.
Der erste Band umfasst die Jahre 1897-1899.
Anton und Therese Dallmayr führen ihr Geschäft gemeinsam und das mit großem Erfolg.
Der älteste Sohn Hermann macht eine Kaufmannslehre bei Antons Bruder Max und soll einmal das Geschäft übernehmen.
Doch dann stirbt Anton unverhofft und Therese führt das Geschäft alleine weiter. Dabei muss sie sich einigen Intrigen ihres Schwagers stellen der mit Neid und Missgunst auf den Erfolg blickt.
Unterstützung findet Therese bei ihren Angestellten die immer hinter ihr stehen.
Die Kunden lieben Therese und holen sich oft Rat und neue Rezepte bei ihr.

Auch die Angestellten werden sehr gut in Szene gesetzt. Besonders hat es mir Ludwig der Lehrbub angetan. Wie oft er mich zum Schmunzeln gebracht hat kann ich gar nicht zählen.

Auch Balbina, die Nichte von Therese ist ein toller Charakter. Sie lebt schon einige Jahre bei den Randlkofers und führt den Haushalt. Sie war es auch die Anton während seiner Krankheit gepflegt hat.
Balbina mochte ich fast am liebsten. Mit ihr habe ich oft mitgelitten.

Alle Charaktere werden sehr lebendig dargestellt.
Auch die Geschichte klingt sehr authentisch und lebendig.
Mir ist klar, dass Lisa Graf und Therese Randlkofer sich nie begegnet sind, doch liest sich die Geschichte so, als hätte Therese selbst ihr Leben der Autorin anvertraut.
Eine Geschichte so den LeserInnen zu vermitteln ist schon eine Kunst.

Jetzt habe ich den ersten Band ausgelesen und bin richtig wehmütig. Doch die Leseprobe zum zweiten Band tröstet mich etwas.
Es wird mit Sicherheit genauso interessant weitergehen Den Therese hat ja noch so viel vor.

Amissa – Die Vermissten

Frank Kodiak
Thriller
erschienen im Droemer Knaur Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Achtung Hochspannung

„Amissa“ ist eine Organisation die nach vermissten Menschen sucht.
Doch wenn der Preis stimmt besorgt sie auch jede beliebige Person.
Die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius tun sich in ihren Ermittlungen recht schwer.
Dann will eine Frau Beweise haben.
Doch die Zeugin ist plötzlich tot.
Als er nach Hause kommt ist Rica verschwunden und Jan bekommt eine Mitteilung, dass er seine Frau nie wiedersieht, wenn er weiter versucht gegen Amissa vorzugehen.
Wenn Jan weiter ermittelt wird Rica der zur Prostitution gezwungen, wenn er mit den Nachforschungen aufhört wird sie getötet.
Wie wird Jan sich entscheiden?

„Amissa – Die Vermissten“ ist der zweite Band der Kantzius-Reihe von Frank Kodiak.
Ich kann nur sagen in einem Kodiak steckt ein echter Winkelmann.

Die Spannung und das Tempo ist unvergleichbar. Schon der erste Band hat mich gefesselt, beim zweiten Band ging es mir nach ein paar Seiten genauso.

Amissa ist eine Organisation die weltweit nach vermissten Personen sucht.
Doch mittlerweile scheint die Organisation in der Hand von Kriminellen zu sein. Die besorgen für die richtige Summe jeden Menschen den du haben willst.

Die beiden Ermittler sind einmal Jan, ehemals Polizist, heute Privatermittler.
E steckt oft in einem Zwiespalt zwischen Strafe und Gerechtigkeit. Doch bisher hat seine Vernunft immer gesiegt.

Die zweite Ermittlerin ist Rica. Sie ist bei Amissa beschäftigt und hat eine sehr hohe Erfolgsquote, was sie auch ihrem Mann Jan und ihren Hackerfreunden zu verdanken hat.

Die Charaktere sind interessant und haben alle eine etwas schwierige Vergangenheit.
Ich finde sie sympathisch und habe in diesem Band sehr mit ihnen gelitten.

Die Story wird von Frank Kodiak spannend und in einem ungeheuren Tempo erzählt.
Der Autor versteht es sehr gut wie er seine LeserInnen in Atem halten kann.
Das Buch ist noch einmal um einiges spannender als der erste Band.
Die Geschichte kommt actiongeladen daher und ist sicher nichts für schwache Nerven.

Nach dem Ende bin ich jetzt schon sehr gespannt auf den dritten Band.

Erbarmen

Jussi Adler.Olsen
Thriller
erschienen im dtv Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt einer erfolgreichen Thriller-Reihe

Im März 2002 verschwindet die Politikerin Merete Lynggaard spurlos von der Fähre von Rødby nach Puttgarden.
Ist die Frau von der Fähre gefallen? War es ein Unfall?

An ihrem Geburtstag hört Merete eine Stimme aus einem Lautsprecher die ihr gratuliert.
Seit 126 Tagen ist sie eingesperrt und die Stimme droht ihr, dass das Licht jetzt für 1 Jahr eingeschaltet bleibt wenn sie nicht den Grund für ihre Gefangenschaft nennen kann.
Warum wird Merete gefangen gehalten?
Weiß sie den Grund?

„Erbarmen“ ist der erste Band der erfolgreichen Carl-Mørck-Reihe von Jussi Adler-Olsen.
Mittlerweile ist gerade der 9. Band „Natrium Chlorid“ erschienen was ich zum Anlass nehme mich mit der Thriller-Reihe zu befassen.
Ich muss sagen der Erfolg kommt nicht von ungefähr.
Mich hat der erste Band begeistert und in Atem gehalten.

Nachdem bei einem Einsatz ein Kollegen von Carl Mørck getötet und ein anderer so schwer verletzt wurde, dass er im Rollstuhl sitzt, bekommt Carl Mørck die Leitung des Sonderdezernats Q in Kopenhagen.
Dort laufen alle Altfälle zusammen und landen auf seinem Schreibtisch.
So auch der Fall, der verschwundenen Politikerin Merete Lynggaard mit dem sich Carl Mørck als erstes befasst.

Der Ermittler macht mir am Anfang einen recht unmotivierten Eindruck. Aber wer kann ihn das verdenken nach dem er bei einem Einsatz praktisch beide Kollegen verloren hat.
Man spürt aber schnell, dass er ein hervorragender Ermittler ist der sich an einem Fall festbeißen kann. Mir war er schnell sympathisch geworden.

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge.
Einmal Merete Lynggaard die gefangen gehalten wird und einmal Carl Mørck der das Sonderdezernat Q übernimmt und sich dem Fall der verschwundenen Politikerin zuwendet.

Die LeserInnen sind dem Ermittler immer etwas voraus. Man weiß beim lesen ja, dass Merete Lynggaard noch lebt und das sie gefangen gehalten wird.

Jussi Adler-Olsen baut eine enorme Spannung auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Sein Schreibstil ist leicht verständlich. Er macht nicht viele Worte, hält sich nicht groß mit Beschreibungen der Handlungsorte auf sondern kommt immer schnell zum Punkt.

In das Privatleben von Carl Mørck bekommen die LeserInnen immer mal kurze Einblicke. Es dominiert aber nicht das Geschehen sondern steht mehr im Hintergrund.

Da es ja mittlerweile 9 Bände gibt habe ich die nächste Zeit noch einiges vor.
Ob ich es schaffe bis der 10. Band erscheint? Mal schauen.

Winterland

Kim Faber / Janni Pedersen
Thriller
erschienen im Blanvalet Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe aus Dänemark

In der kleinen dänischen Stadt Sandsted wird ein Mann erschlagen aufgefunden. Von seiner Ehefrau fehlt jede Spur.
Es gibt am Tatort auch keine Spuren und es gibt kein Motiv für die Tat.
Martin Juncker übernimmt sie Ermittlungen. Er gilt als eine der Besten.
Der Ermittler ist vor kurzem von Kopenhagen nach Sandsted strafversetzt worden. Jetzt leitet er in der Provinzstadt die kleine Polizeistation.

Junckers ehemalige Kollegin Signe Kristiansen arbeitet hingegen immer noch in Kopenhagen.
Signe freut sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Familie. Doch dann explodiert eine Bombe auf dem Weihnachtsmarkt.
Signe übernimmt die Ermittlungen die sehr schwerfällig von statten gehen
Doch dann erreicht sie ein anonymer Tipp der sie auf eine neue Spur bringt, die ihre schlimmsten Befürchtungen übersteigen.

„Winterland“ ist der Auftakt einer vielversprechenden Thriller-Reihe aus Dänemark.
Das Autorenpaar Kim Faber und Janni Pedersen haben für ihr Debüt eine Reihe spannender und aktueller Themen aufgegriffen und zu einer Geschichte vereint.

Die Ermittler sind interessant.
Martin Junker wurde gerade auf Grund eines Fehlers von Kopenhagen in sein Heimatort aus dem er vor fast 40 Jahren weggezogen ist strafversetzt.
Hier leitet er die kleine Polizeistation und hat Zeit sich um seinen Demenzkranken Vater zu kümmern.
Doch dann wird ein Mann brutal ermordet und seine Ehefrau ist verschwunden. Vorbei ist es mit der Langeweile.

Signe Kristiansen ist in Kopenhagen tätig. Signe freut sich auf beschauliche Weihnachten. Doch da kommt es zu einem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt.
Signe übernimmt die Ermittlungen.
Es stellt sich raus, dass viel mehr hinter dem Anschlag steckt als sie erwartet hat.

Man lernt die beiden genialen Ermittler nach und nach gut kennen. Beide haben privat so ihre Probleme was sie recht menschlich und nahbar macht.
Die Themen die in die Geschichte einfließen sind aktuell und durchaus auch politischer Natur.

Die beiden Fälle wechseln sich im Buch ab. Nach einer Zeit finden sich aber Parallelen und die früheren Kollegen finden wieder zusammen und ermitteln gemeinsam.

Der Schreibstil der Autoren ist fesselnd und rasant. Es geht in einem gewaltigen Tempo vorwärts.
Dabei nehmen die Ermittlungen oft eine neue Richtung ein und man kann als LeserInn seinen Verdacht wieder verwerfen.
Die Autoren spannen den Spannungsbogen somit über das gesamte Buch.
Man wird wie von einem Sog in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Das Ende ist noch einmal sehr turbulent.
Nicht alle Fragen wurden beantwortet. Dafür gibt es ja schon bald den 2. Band “Todland“.
Ich bin schon sehr gespannt.

Der Himmel über Amerika – Esthers Entscheidung

Karin Seemayer
Historischer Roman
erschienen im Aufbau Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley de. und an den Aufbauverlag für das Rezensionsexemplar

Auch der 2. Band hat mich begeistert

Esther ist die Enkelin von Rebekka und Daniel, den Helden des ersten Band.
Esther lebt bei ihren Eltern und Großeltern auf dem Mühlenhof in Pennsylvania.
In der Gemeinde der Amish wird deutsch gesprochen. Die Amish leben gerne unter sich und halten sich abseits der einheimischen Bevölkerung.
Auch als der Sezessionskrieg ausbricht und das Land spaltet halten sich die Mitglieder der Amish Gemeinde raus. Ihnen ist es verboten in den Krieg zu ziehen.
Doch der Krieg geht auch am Mühlenhof nicht spurlos vorbei. Eines Tages kommen Soldaten der feindlichen Armee und plündern den Hof.
Kurz darauf findet Esther einen der Soldaten schwer verwundet auf ihrem Land.
Die Familie kümmert sich um den Verwundeten und pflegt ihn gesund. Dabei entwickelt sich eine zarte Liebe zwischen Esther und dem Soldaten.
Doch die Liebe muss geheim bleiben sonst droht Esther die Ausgrenzung aus der Gemeinde.

„Der Himmel über Amerika – Esthers Entscheidung ist der 2. Band der Amish-Saga von Karin Seemayer.

Die Autorin hat mich schon mit dem 1. Band „Der Himmel über Amerika – Rebekkas Weg“ und vielen anderen Romanen begeistert.
Dabei schwimmt sie nicht mit dem Mainstream sondern findet immer eine Nische mit einem interessanten Thema.
Dafür bin ich ihr sehr dankbar.

Die Autorin schenkt bemerkenswerten Charakteren das Leben.
In diesem Buch ist es Esther. Eine junge Frau die nur das Leben in der Amish Gemeinde kennt. Sie wächst behütet auf, erfüllt alle ihre Pflichten. Doch sie weiß auch, dass sie keinen der jungen Männer aus der Gemeinde heiraten will.
Dann verliebt sie sich in den Soldaten Jack, en sie verwundet gefunden hat und gesund pflegt.
Die beiden Charaktere waren mir gleich sehr sympathisch. Esther hat viel von ihrer Großmutter Rebekka die Heldin des 1. Band.

Ben, Esthers Bruder hat hingegen viel von Daniel seinem Großvater. Er engagiert sich vor dem Sezessionskrieg für die Underground Railroad und hilft so geflüchteten Sklaven auf dem Weg in die Freiheit.
Von dieser Organisation habe ich schon gehört und auch das Buch „Underground Railroad von Colson Whitehead gelesen.

Karin Seemayer entführt ihre Leser*innen mit ihrer Geschichte in eine ganz andere Welt.
Eine Welt die mir vor dem 1. Band völlig fremd war.
Ich bin dankbar dafür, dass die Autorin mir hier einen Einblick in die Gemeinschaft der Amish gewährt hat.
Karin Seemayer vermittelt die Informationen auf eine unterhaltsame Art und Weise.
Ihr Schreibstil ist leicht verständlich und fließend zu lesen.
Einmal angefangen möchte man das Buch nicht aus der Hand legen.

Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung „Der Himmel über Amerika –Leahs Traum“ der im Juni 2022 erscheinen wird.

Fräulein Gold – Die Stunde der Frauen

Anne Stern
Historischer Roman
erschienen im Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Einfach nur emotional und spannend geschrieben

Mittlerweile ist Hulda Gold leitende Hebamme in der Frauenklinik Berlin Mitte.
Auch in der Klinik liegen Hulda die Patientinnen sehr am Herzen.
Hier muss sie sich in einer Welt die vorwiegend aus Männern besteht behaupten.
Doch zu einem der Ärzte entsteht eine Verbindung.
Hulda fühlt sich zu Dr. Johann Wenckow hingezogen.
Diese Verbindung stößt bei den Eltern von Dr. Wenckow auf Widerstand. Schließlich stammt die Familie aus der besseren Gesellschaft.
Hulda selbst fühlt sich zwischen Schöneberg wo sie weiterhin das Fräulein Hulda ist und dem Viertel an der Havel mit seinen Villen hin- und hergerissen.

„Fräulein Gold-Die Stunde der Frauen“ ist der 4. Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ von Anne Stern.
Im Mittelpunkt steht natürlich Hulda Gold. Hulda ist einfach ein toller Charakter, den die Autorin mit sehr viel Hingabe kreiert hat.
Für die Zeit, mittlerweile sind wir im Jahre 1925 angekommen, ist Hulda eine bemerkenswerte Frau.
Sie ist nicht verheiratet und verdient sich ihren Lebensunterhalt selbst. Sie ist selbstbewusst und stark, ich möchte mich nur ungern mit ihr anlegen. Und sie ist liebenswert, hat für ihre Patientinnen immer ein liebes Wort und hilft wo die Not zu groß ist.
Mittlerweile ist sie an der Frauenklinik in Berlin Mitte leitende Hebamme.
Ihre Beziehung mit dem Kommissar hat Hulda hinter sich gelassen. In der Frauenklinik lernt sie den Arzt Dr. Johann Wenckow kennen. Zwischen den Beiden entsteht eine Verbindung.
Johann kommt allerdings aus den besseren Kreisen wo Hulda nicht akzeptiert wird.
An Hand dieser Verbindung zeigt Anne Stern deutlich auf, wie groß die Unterschiede zwischen arm und reich sind.
Die Autorin beschreibt das Leben in den einfachen Viertel und in den besseren Viertel sehr anschaulich und authentisch.
Man spürt die Unterschiede und die fehlende Akzeptanz sich näher mit dem „einfachen Volk“ einzulassen.
Auch die Zeit in der dieser Roman spielt wird sehr deutlich vermittelt. So golden waren die 1920er Jahre nicht.

Das Ende der Geschichte ist dann hoch dramatisch. Ich habe schon Angst bekommen, dass es der letzte Band der Reihe ist.
Doch zum Glück befindet sich am Ende eine Leseprobe zum 5. Band „Fräulein Gold-Die rote Insel“
Jetzt beginnt die Vorfreude.