Tod auf der Elbe

Frank Goldammer
Historischer Kriminalroman
381 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Sehr interessanter Auftakt der Gustav Heller Reihe

Klappentext:
Als Gustav Heller, Kriminalrat der Königlichen Polizei in Dresden, den Sommertag 1879 mit einem Ausritt an der Elbe beginnen will, zerreißt ein infernalischer Knall die Stille. Auf dem Fluss ist der Kessel eines Frachtdampfers explodiert, Tote und Verletzte treiben im Wasser. Beherzt reitet Heller in den Fluss und zieht einen Schwerverletzten an Land. Der mutige Retter wird wenig später zum Ermittler in einem diffizilen Fall von Sabotage, Erpressung und Mord. Zwei Dampfschiffreedereien kämpfen erbittert um die königliche Schifffahrtslizenz auf der Elbe. Hellers hartnäckigen Nachforschungen erregen den Unwillen seines Vorgesetzten. Als auch seine Familie in Gefahr gerät, sucht Heller kurzerhand Hilfe beim sächsischen König

„Tod auf der Elbe“ ist der 1. Band einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer.

Ich habe mich sehr gefreut und war gespannt, als ich gesehen habe, dass Frank Goldammer jetzt eine Krimireihe mit Max Hellers Großvater, dem Kriminalrat Gustav Heller, startete.
Gustav Heller hat man schon „In Zeiten des Verbrechens“ kennengelernt. In diesem Buch hat Max seinen Großvater, mit dem seine Eltern kaum Kontakt pflegen, besser kennengelernt.

Gustav Heller ist ein sehr starker Mann mit einem großen Gerechtigkeitsgefühl.
Nur sein Assistent Adelbert Schrumm und seine Frau Helene wissen ihn zu nehmen.
Mit seinem Sohn Albert ist er sehr streng. Natürlich möchte er nur das Beste für Albert, aber das erkennt man nicht immer. Seine Tochter Johanna hingegen vergöttert er, was daran liegt, dass Johanna eine angeborene Herzschwäche hat und ihr Zimmer nur selten verlassen kann.

Gustav Heller sieht, als er nach Dresden ins Polizeirevier ritt, dass ein Dampfschiff auf der Elbe explodiert. Als er einen um Hilfe rufenden Mann in der Elbe entdeckte, sprang er kurzerhand in den Fluss, um den Mann zu retten. Das war aber nur der Anfang einer Kette von Geschehnissen. Es folgt der Mord an einer Familie, ein Brand in einem illegalen Dorf und einiges mehr.
Gustav Heller ist überzeugt, dass alles zusammenhängt. Leider ist er der Einzige und steht mit seinem Assistenten ziemlich allein da.
Auch wenn die Stadträte und sein Vorgesetzter es nicht so sehen, ermittelt Heller und bringt sich damit in eine schwierige Situation.

Gekonnt hat der Autor die Zeitenwende geschafft und geht mit seiner neuen Krimireihe zurück zu Gustav Heller.
Auch wenn Gustav Heller etwas schwierig ist, finde ich ihn als Protagonist sehr interessant.
Er hat sehr innovative Gedanken darüber, was die Ermittlungen erleichtern könnte.
Die Polizei und die Spurensicherung waren zu dieser Zeit lange nicht so ausgerüstet wie heute.
Interessant war auch die Beschreibung von Dresden im Jahr 1879. Die Fortbewegung war, wenn nicht zu Fuß, dann mit Pferd oder Kutsche. Genau wie heute trieb es die Menschen in die Stadt. Dresden wurde immer größer und es gab nicht genug Arbeit für alle. Daher war auch die Armut groß. Es gab illegale Ansiedlungen von Hütten, die geduldet wurden.
Die Beschreibung des historischen Dresden hat mir sehr gut gefallen.
Wenn man, wie ich auch gerne historische Romane liest, ist das ein großes Lesevergnügen.

Frank Goldammer hat mich wieder einmal mit seiner Geschichte begeistert.
Als treue Leserin der Max-Heller-Reihe habe ich auch die Geschichte seines Großvaters mit Spannung gelesen.
Frank Goldammer beschreibt die Handlungsorte sowie die Zeit der Handlung sehr eingängig. Man kann sich schnell ein Bild davon machen.
Der Autor hat einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil.
Ich bin schnell tief in die Geschichte eingetaucht.

Jetzt freue ich mich, wenn es einen neuen Fall für den Kriminalrat Gustav Heller geben wird.

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