Das Vermächtnis von Murano

Jessica Amankona
Historischer Roman
555 Seiten
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Schöner und detailliert geschilderter historischer Roman

Klappentext:
Murano, 1893: Eine gute Partie zu machen interessiert Orietta Volpato wenig. Als rebellische Tochter einer venezianischen Glasbläserfamilie träumt die Zwanzigjährige vielmehr davon, eines Tages den Betrieb der Familie zu übernehmen. Ihr großes Idol ist die einflussreiche Salondame Sibilla Veridiani. Orietta tut alles dafür, eine der heißbegehrten Eintrittskarten zum Maskenball der Veridiani anlässlich des Karnevals zu ergattern. Kurz bevor sie ihrem schillernden Traum ganz nah ist, trifft sie bei einer Gondelfahrt auf einen mysteriösen Fremden, der ihr Herz ungewohnt höherschlagen lässt. Doch dann verspielen ihre Brüder die Manufaktur, und Orietta ist die Einzige, die das Erbe ihrer Familie jetzt noch retten kann. Trifft sie die falsche Entscheidung, könnte nicht nur ihr Leben in tausend Scherben zerspringen.

„Das Vermächtnis von Murano“ ist der Debütroman von Jessica Amankona.
Schon alleine das Cover hat mich dazu inspiriert, das Buch zu lesen.

Jessica Amankona entführt ihre Leser*innen nach Venedig in das späte 19. Jahrhundert.
Auf der Insel Murano lebt die Glasbläserfamilie Volpato.
Im Mittelpunkt steht die 20-jährige Tochter Orietta. Eine für diese Zeit rebellische junge Frau, die weiß, welchen Weg sie gehen möchte.
Orietta legt keinen Wert darauf, eine gute Partie zu machen. Vielmehr möchte sie so viel wie möglich lernen, ihr Wissen bereichern. Ihr Traum ist es, eines Tages die Glasmanufaktur der Eltern zu übernehmen. Doch als Frau hat sie da wenig Chancen. Als ihre Brüder eines Tages die Glasmanufaktur verspielen, setzt Orietta alle dran, das Geschäft doch noch zu retten.

Ich habe etwas gebraucht, um mich mit der Geschichte vertraut zu machen. Doch nach etwa einem Drittel der Geschichte waren mir die Charaktere vertraut und ich konnte der Geschichte gut folgen.

Jessica Amankona beschreibt ihre Charaktere sehr genau und lässt sie richtig lebendig wirken. Auch die Handlungsorte werden sehr gut beschrieben. Man kann sich das alte Venedig und die Insel Murano sehr gut vorstellen.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Orietta. So taucht man richtig in das Leben der jungen Frau ein. Ich habe mit ihr gefühlt. Habe die schönen Momente genossen und hätte sie bei den traurigen Momenten gerne in den Arm genommen und getröstet.

Die Autorin führt ihre Leser*innen auch in die Welt der Glasbläser. Ich fand das interessant und bin gerne in die Geschichte eingetaucht.

Natürlich darf in so einem Roman auch die Romantik nicht fehlen und auch die hat Jessica Amankona gut in Szene gesetzt.

Für mich hatte die Geschichte eine gewisse Spannung. Sie war zu keiner Zeit vorhersehbar. Ich war immer gespannt, welchen Weg Orietta einschlägt.

„Das Vermächtnis von Murano“ ist ein historischer Roman, den ich gerne gelesen habe und in den ich ganz tief eingetaucht bin.

Venezianische Feindschaft

Daniela Gesing
Kriminalroman
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Gefährliches Venedig

Venedigs bekanntester Juwelier Fabio Caliano wurde, als er eine Lieferung Diamanten entgegen nehmen wollte von einem der Wachleute beraubt und niedergeschossen.
Auch der zweite Wachmann wurde erschossen.
Commissario Luca Brassoni von der venezianischen Polizei ermittelt zusammen mit seinem Kollegen Maurizio Goldini in diesem Fall.
Wie immer an seiner Seite, sein Hund Picco.
An erster Stelle steht die Suche nach dem Wachmann.
Doch auch für ihn geht die Geschichte nicht gut aus.
Jetzt stellt sich die Frage wo die Juwelen geblieben sind.
Und ob es einen Zusammenhang zu dem Überfall vor einigen Jahren gibt, bei dem Fabio Calianos Vater ums Leben kam.
Auch die Rolle der Ehefrau gibt Rätsel auf.
Carla Sorrenti, die Ehefrau Brassonis ist die leitende Gerichtsmedizinerin.
Sie versorgt Commissario Brassoni mit wichtigen Informationen.
Immer wieder fällt das Wort „Feindschaft“
Wer hasst die Familie Caliano so, dass er sie vernichten will? Patrizia Bertuzzi, die Signora Vice Questore steht unter Druck und verlangt eine schnelle Aufklärung des Falles.

„Venezianische Feindschaft“ ist das 7. Band aus der Reihe mit den sympathischen Commissario Luca Brassoni von Daniela Gesing.

Das Buch ist mit seinen ca. 268 Seiten schnell gelesen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Der Fall ist spannend und komplex aufgebaut.
Es gibt einige Verdächtige, es bleibt aber bis zum Ende offen wer der wahre Täter ist.

Die Protagonisten sind sympathisch.
Es macht Spaß die Entwicklung der Charaktere im Laufe der Bände mitzuerleben und auch immer wieder Einblicke in ihr Privatleben zu bekommen.

Die bildhafte Beschreibung sorgt dafür, dass man sich recht schnell an den Canale Grande versetzt fühlt.
Die eingestreuten italienischen Wörter machen das Ganze um so authentischer.

„Venezianische Feindschaft“ ist ein unterhaltsamer und gleichzeitig spannender Krimi mit Urlaubsfeeling.