Body Number One

Helen Fields
Thriller
364 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Christine Blum
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung vom Feinsten

Klappentext:
Ein junger Mann, erschlagen in einem Park. Ein Obdachloser, erstochen im Gewerbegebiet. Eine Hausfrau und Mutter, von einem rasenden Auto überfahren: In Edinburgh häufen sich innerhalb kürzester Zeit grausame Todesfälle. Jeder einzelne brutal, jeder einzelne rätselhaft. Es gibt nichts, was die grausamen Morde verbindet.
Die Mordkommission um Detective Sergeant Sam Lively ruft deshalb eine Frau zu Hilfe, die für ihre außergewöhnliche Intuition bekannt ist: Dr. Connie Woolwine, forensische Profilerin mit einem untrüglichen Gespür für die dunkelsten Abgründe der menschlichen Psyche. Gemeinsam mit dem Ermittlerteam sucht sie lange nach einem roten Faden. Bis die zufällige Beobachtung eines Patienten im St. Columba Hospital eine neue Perspektive eröffnet.

„Body Number One“ ist ein spannender Thriller von Helen Fields.

Rätselhafte und grausame Mordfälle in Edinburgh, halten die Mordkommission rund um das Team von Detective Sergeant Sam Lively auf Trapp. Die Opfer wurden erschlagen, erstochen und überfahren. Es gibt anscheinen keine Verbindung zwischen den Opfern. Da die Ermittlungen nicht zielführend sind, holt Detective Sergeant Sam Lively sich Unterstützung durch die forensische Profilerin Dr. Connie Woolwine.

Helen Fields hat wieder einmal tolle Protagonisten ins Rennen geschickt. Detective Sergeant Sam Lively ist ein guter Ermittler, der mir den Eindruck vermittelt hatte, als ob er außer den Mordfällen, noch andere Probleme mit sich herumschleppt.
Die Profilerin Dr. Connie Woolwine fand ich sympathisch. Ihre ruhige und überlegte Art hat mir gut gefallen.

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge. Einmal sind die Leser*innen bei den Ermittlungen dabei. Die stellen sich als äußerst schwierig heraus. Doch die zufällige Beobachtung eines Patienten im St. Columba Hospital, sorgt für eine neue Sichtweise. Ein Wendepunkt in den Ermittlungen ist erreicht.

Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit Dr. Beth Waterfall. Sie ist die Freundin von Detective Sergeant Sam Lively. Ihre Tochter war Opfer eines Stalkers, den man nie gefasst hat. Und es hat den Anschein, als hätte der Stalker auch noch nicht aufgegeben.

Helen Fields erzählt die Geschichte in einem rasanten Tempo. Dabei zieht sie den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte. Die Autorin lässt die Leser*innen in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele schauen.

Helen Fields hat einen flüssigen, gut verständlichen und vor allem fesselnden Schreibstil. Dazu kommt noch die düstere Atmosphäre, die, die Autorin schafft.
Nach wenigen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

„Body Number One“ ist wieder ein sehr spannender Thriller, den ich an zwei Abenden gelesen habe.

Sturmschreie

Tina N. Martin
Thriller
572 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus dem Schwedischen von Leena Flegler
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller aus Schweden

Klappentext:
Eine stark verstümmelte Leiche wird im Fluss bei Harads gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Geflüchteten handelt, der in einem nahe gelegenen Abschiebelager untergebracht war, dann aber eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Als Idun Lind und Calle Brandt beginnen, Fragen zu stellen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Gleichzeitig versucht Nadira, ein Mädchen im Teenageralter, dem kriegsgebeutelten Syrien zu entkommen. Eine gefährliche Reise, bei der sie niemandem trauen kann.

„Sturmschreie“ von Tina N. Martin ist der 4. Band der Thriller-Reihe „Kommissarin Lind ermittelt“ aus Schweden.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Ermittler Idun Lind und Calle Brand. Calle ist oft etwas ruppig, arbeitet aber schon länger gut mit Idun zusammen.

Kriminalkommissarin Idun Lind arbeitet in der Abteilung für Kapitalverbrechen im nordschwedischen Luleå.
Sie ist eine toughe Ermittlerin, die so schnell nicht schreckt.
Mit ihrem Kollege Calle Brand arbeitete sie immer gerne und gut zusammen.
Calle Brand wurde im 1. Band angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Jetzt ist er aber wieder voll einsatzfähig.

Auch auf Tareq treffen wir wieder, er leitet eine Ermittlungseinheit bei der Abteilung Kapitalverbrechen in Stockholm. Er ist ein elegant gekleideter großer Mann mit dunklem Bart.

Die Ermittler gefallen mir gut und ich habe mich gefreut sie wiederzutreffen.

Die Geschichte ist ähnlich aufgeteilt wie beim 1. und 2. Band und hat auch wieder zwei, Erzählstränge.

In der Gegenwart sind die Leser*innen bei den Ermittlungen dabei.
Es wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Das Opfer wird als ein Flüchtling identifiziert, der zwar in einem Abschiebelager war, aber dann doch eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat. Je mehr Calle und Idun in die Ermittlungen einsteigen, auf so viel mehr Schweigen stoßen sie.

Der zweite Erzählstrang erzählt von Nadira, eine Syrerin, die im Krieg viel gelitten hat.
Sie wagt die Flucht, doch wie man sich denken kann, ist der Weg steinig und schwierig. Von der Familie getrennt, stößt sie überall auf Misstrauen und Ablehnung.

Die Ermittlungen sind schwierig und gehen nur langsam voran. Das Schicksal des Opfers wie auch das von Nadira, haben mich berührt. Vor allem die Rückblenden, in denen man Nadira besser kennenlernt, sind recht emotional.

Der Schreibstil von Tina N. Martin ist fesselnd, flüssig und gut verständlich.
Die einzelnen Szenen werden von der Autorin so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann.
Mit ihren Ermittlern hat die Autorin großartige Charaktere geschaffen. Idun Lind finde ich besonders sympathisch.
Es macht Spaß zu rätseln, wer der Täter ist, aber auch als ich einen Verdacht hatte, war mir das Motiv bis zum Ende unklar.

Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus der Feder von Tina N. Martin.

Das Tonum

Mirco Deflorin
Thriller
250 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Mirco Deflorin für das Rezensionsexemplar

Wenn alte Mauern sprechen

Klappentext:
Ein Kloster. Eine verschwundene Novizin. Ein Gesang, der nicht von Menschen stammt. Kommissarin Hannah Kronauer wird mitten in der Nacht zum Kloster Säben gerufen. Schwester Marie ist verschwunden – spurlos nach der Abendandacht. Die Nonnen schweigen. Doch Hannah hört etwas in den alten Mauern: ein tiefes, vibrierendes Summen, das sich wie ein lebendiges Wesen durch das jahrhundertealte Gemäuer zieht. Das Tonum. Was als routinemäßige Vermisstenermittlung beginnt, entwickelt sich zu einem alptraumhaften Wettlauf gegen die Zeit. In den verborgenen Archiven des Klosters entdeckt Hannah Aufzeichnungen über akustische Experimente, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Mönche, die mysteriöse Frequenzen erforschten. Rituale, die niemals hätten durchgeführt werden dürfen. Und dann sind da noch die anderen Verschwundenen. Drei Jugendliche. Alle innerhalb weniger Monate. Alle spurlos. Als moderne Wissenschaft auf uralte Geheimnisse trifft, muss Hannah erkennen: Manche Türen sollten für immer verschlossen bleiben. Doch das Tonum ist bereits erwacht – und es hungert. Ein atmosphärischer Mystery-Thriller, der die Grenzen zwischen Wissenschaft und Übernatürlichem verwischen lässt.

„Das Tonum – Frequenz des Abgrunds“ ist ein spannender Thriller von Mirco Deflorin.

Im Kloster Säben wird eine Novizin als vermisst gemeldet. Kommissarin Hannah Kronauer nimmt sich dem Fall an. Das Kloster wirkt auf Hannah Kronauer geheimnisvoll und mysteriös. Es ist, als würde den Mauern Töne entspringen.
Was wie ein gewöhnlicher Vermisstenfall beginnt, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit.

Mirco Deflorin ist es in seinem Thriller gelungen moderne Wissenschaft, mittelalterliche Experimente und Übernatürliches in einer Geschichte zu vereinen. Die Atmosphäre der Geschichte ist geheimnisvoll und mysteriös. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, es müsste etwas aus den alten Gemäuern springen.

Der Autor stellte sich die Frage, warum die alten Baumeister ihre Kathedralen nach mathematischen Prinzipien erbauten. Steckt da ein Geheimnis dahinter, dass in unserer modernen Welt verloren ging?
Aus dieser Frage heraus hat Mirco Deflorin einen spannenden Thriller gestrickt.

Die Kommissarin Hannah Kronauer gefällt mir gut. Man kann deutlich spüren, dass ihr die mysteriöse Atmosphäre auch suspekt ist. Sie kann es sich nicht erklären, aber sie hat das Gefühl geheimnisvolle Töne in den Mauern zu hören.

Mirco Deflorin hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Die Spannung setzt früh ein und steigert sich im Laufe der Geschichte.
Die wissenschaftlichen Experimente waren mir nicht immer ganz klar geworden, was der Geschichte aber nicht geschadet hat.

„Das Tonum – Frequenz des Abgrunds“ ist ein spannender Thriller den ich gerne gelesen habe.

Nur der Tod findet dich

Sandra Brown
Thriller
509 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Christoph Göhler
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner

Klappentext:
Jeder Cop kennt ihn: den einen ungeklärten Fall, der einen Gesetzeshüter noch Jahre später verfolgt. Für Detective John Bowie ist dieser Fall das Verschwinden von Crissy Mellin. Die Teenagerin tauchte nie wieder auf, und Bowie quält noch immer der Gedanke, wie schlampig die Ermittlungen damals waren. Als die verstörend schöne Beth Collins aufkreuzt und behauptet, Crissy wäre das Opfer eines Serienkillers, wirft es Bowie gehörig aus der Bahn. Sein Instinkt warnt ihn davor, sich auf Beth und ihre Theorie einzulassen, doch falls sie recht hat, wird in vier Tagen das nächste Mädchen sterben.

„Nur der Tod findet dich“ ist der neue Thriller von Bestsellerautorin Sandra Brown.
Von Sandra Brown habe ich schon einige Thriller gelesen und bin nie enttäuscht worden.

Das Verschwinden von Crissy Mellin, die nie gefunden wurde, ist für Detective John Bowie ein Fall, den er nie vergisst. Als er die Journalistin Beth Collins kennenlernt und sie behauptet, Crissy wäre das Opfer eines Serienkillers gewesen, bringt ihn das völlig aus der Fassung.
Zusammen graben Bowie und Beth den Fall noch einmal aus.

Die Charaktere haben mit gleich gut gefallen.
Beth Collins ist Journalistin und produziert True-Crimes. Dabei hat sie sich auch mit dem Cold Chase um das Verschwinden von Crissy Mellin beschäftigt.

Detective John Bowie kann den Fall des Verschwindens von Crissy nicht vergessen. Er ist ein engagierter Polizist, der sich über die ungenügenden Ermittlungen seinerzeit aufregt. Er ist ein gutaussehender Mann mit einer gewissen Anziehungskraft. Dieser Anziehungskraft kann auch Beth nicht widerstehen.

Wie von ihr gewohnt, erzählt Sandra Brown die Geschichte sehr spannend. Man kann bald ahnen, dass es mehrere Opfer gibt, aber einen Zusammenhang der Taten oder eine Beziehung zwischen den Opfern ist nicht so schnell ersichtlich. Der Blutmond spielt eine Rolle, aber auch das bleibt erst mal im Dunkel.
Die kleine Liebesgeschichte lockert das Ganze etwas auf.

Sandra Brown hat einen flüssigen, gut verständlichen und vor allem fesselnden Schreibstil. Ich konnte das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen.

„Nur der Tod findet dich“ ist ein spannender Thriller, so wie man es von Sandra Brown kennt.

Schattenspiel

Ellen Gerretzen
Thriller
472 Seiten
erschienen im Selfpublishing
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an die Literaturagentur Schoneburg für das Rezensionsexemplar

Spannend und atmosphärisch

Klappentext:
Ein Mord in Berlin. Eine Spur nach Spanien. Und ein Ex-Kommissar, der sich seiner gefährlichsten Ermittlung stellen muss. Als Hauptkommissar Wolfgang nach einem Mordfall in Spanien endlich glaubt, der Gewalt den Rücken kehren zu können, erreicht ihn in der Extremadura eine Nachricht, die alles verändert: Der potenzielle Käufer seines Hauses in Berlin und Neffe seines Freundes Javier, wurde brutal ermordet. Widerstrebend kehrt Wolfgang in die Hauptstadt zurück und findet sich mitten in einem Netz aus Lügen, alten Feinden und neuen Gefahren wieder. Zwischen Berliner Hinterhöfen, spanischen Patios und düsteren Erinnerungen muss er die Wahrheit ans Licht bringen, bevor ihn seine Vergangenheit endgültig einholt. Ein packender Kriminalroman voller Spannung, Atmosphäre und überraschender Wendungen.

„Schattenspiel“ von Ellen Gerretzen ist ein spannender Thriller.

Im Mittelpunkt steht Wolfgang, ein Ex-Kommissar. Er hat genug von Gewalt und Totschlag und freut sich auf ein ruhigeres Leben in Spanien. Doch da erreicht ihn eine Nachricht aus Berlin. Der Neffe seines Freundes Javier wurde ermordet. Widerstrebend kehrt Wolfgang nach Berlin zurück.

Wolfgang gefällt mir als Ermittler sehr gut. Er ist ein authentischer und normaler Ermittler, ohne irgendwelche Sucht- oder Gewaltprobleme. Er hat nach all den Jahren einfach genug von der Gewalt. Als Leser*in spürt man allerdings seine innere Zerrissenheit, als es heißt, noch einmal nach Berlin zurückzukehren und den Mörder von Javier zu finden. Dabei droht die eigene Vergangenheit Wolfgang einzuholen.

Ellen Gerretzen beschreibt die Schauplätze sehr anschaulich. Da ist einmal das quirlige Berlin mit seinen dunklen Hinterhöfen, wo es anmutet, als ob überall die Gefahr lauert.
Dann die Weite und die Ruhe Spaniens. Genau das, wonach Wolfgang sich sehnt. Es ist, als wären es zwei Welten.

Die Handlung an sich wird spannend geschildert. Jede Spur, die sich auftut, wirft Fragen auf. Jede Wendung ergibt einen neuen Verdächtigen. Es ist schnell klar, dass es nicht nur um den Mordfall geht. Es geht auch um Wolfgangs Vergangenheit.

Ellen Gerretzen hat einen flüssigen, gut verständliche und vor allem fesselnden Schreibstil.
Ich bin wie durch einen Sog tief in die Geschichte hineingezogen worden.

„Schattenspiel“ ist ein spannender Thriller, den ich mit Freude gelesen habe.

Die Tiefe – Versunken

Karen Sander
Thriller
348 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Unheimlich spannend

Klappentext:
Auf der Suche nach dem Wrack eines Wikingerschiffs entdecken Hobbytaucher vor der Küste ein gesunkenes Segelboot, unter Deck die Leichen einer Familie. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussieht, entpuppt sich rasch als grausames Verbrechen: Alle vier wurden erschossen. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bricht seinen Urlaub ab, um die Ermittlungen zu leiten.
In den nächsten Tagen und Wochen geschehen weitere Morde, doch die Taten hängen scheinbar nicht zusammen. Bis sich herausstellt, dass in allen Fällen rätselhafte anonyme Briefe an die Angehörigen geschickt wurden. Kryptologin Mascha Krieger entschlüsselt die Briefe und findet heraus, dass es um Rache geht. Doch es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, die Hinweise auf den Täter liefern könnte.
Tom und Mascha müssen alles geben, um diesen Fall zu lösen.

„Die Tiefe – Versunken“ ist der 7. Band der Reihe Engelhardt & Krieger ermitteln und gleichzeitig der 1. Band der neuen Staffel „Die Tiefe“.
Für mich ist es der 1. Band der Reihe und ich musste mich erst einmal mit den Ermittlern vertraut machen.

Mascha Krieger ist Kryptologin beim LKA Schwerin. Sie wurde einmal in den Innendienst strafversetzt, da sie ihre Position für private Ermittlungen missbraucht hatte. Für den Innendienst ist Mascha allerdings eine zu gute Ermittlerin,

Tom Engelhardt ist Kriminalhauptkommissar und lebt in Sellnitz. Er hat einen fünfjährigen Sohn, seine Frau, die auch Polizistin war, ist bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Nach dem Tod seiner Frau, hat Tom sich von Berlin an die Ostsee versetzten lassen. Hier wagte er einen Neuanfang.

Die beiden Ermittler bekommen es gleich mit mehreren Morden zu tun. Eine schwere Lage, bei der dünnen Personaldecke. In einem gesunkenen Segelboot werden die Leichen einer Familie gefunden. Es mutet nach einem Unfall an, doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Leichen erschossen wurden. Es tauchen immer wieder Tote auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Also müssen die Ermittler gleich in mehreren Tötungsdelikten ermitteln. Doch dann stellt sich heraus, dass die Angehörigen aller Opfer anonyme Briefe erhalten haben. Also doch alles derselbe Täter?

Die Story ist ziemlich komplex. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, Karen Sander hält mehrere Fäden in der Hand. Die Geschichte wird passend zu den verschiedenen Handlungssträngen auch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Kapitel sind oft kurz und enden nicht selten mit einem Cliffhanger, bevor der Schauplatz wieder gewechselt wird. Das führt dazu, dass man immer weiterlesen muss, ich konnte das Buch nach kurzer Zeit nicht mehr zur Seite legen.
Dazu kommt noch der fesselnde Schreibstil von Karen Sander. Die Autorin baut schnell Spannung auf, die sie auch bis zum Ende und darüber hinaus aufrechterhält. Denn es wird am Ende der Geschichte nicht alles aufgelöst.
Im 2. Band dieser Staffel „Die Tiefe – Verblendet“, der am 20. Februar 2026 erscheinen soll, geht es weiter. Ich fiebere dem Band jetzt schon entgegen.

Welcome Home

Arno Strobel
Thriller
347 Seiten
erschienen im Fischer Verlag
5 von 5 Sternen

Pageturner

Zum Inhalt:
Das Ehepaar Ines und Marco Winkler mit ihrer Tochter Emilia waren mir schnell sympathisch. Wie aufregend und erfreulich, endlich ins eigene Haus ziehen zu können. Die Winklers haben hierfür einen engen Finanzplan gestrickt, aber da auch Ines wieder arbeiten wird, dürfte das kein Problem sein.
Mit dem Ehepaar Mannstein, die in der Nachbarschaft wohnen, haben sie direkt einen guten Kontakt. Auch die anderen Bewohner der Siedlung Auf Mons scheinen nett zu sein. Die Winklers sind davon überzeugt, alles richtig gemacht zu haben.
Doch in der Nacht, hat Ines das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden.
Auch sieht sie im Nebenhaus einen Schatten, doch das Haus ist noch unbewohnt.
Am nächsten Morgen wird im Nachbarhaus eine tote Frau gefunden.
Langsam steigt ein ungutes Gefühl in Ines und Marco auf. Marco tauscht sämtliche Schlösser im Haus aus. Trotzdem gibt es noch seltsame Vorkommnisse, eine plötzlich offene Schlafzimmertür, ein Schatten, der am Badezimmer vorbeihuscht. An den Türen und Schlössern sind keine Spuren zu finden, dass jemand im Haus war. Die Winklers scheinen überreizt zu sein und sich alles nur eingebildet zu haben.
Doch als Leser*in weiß man, man hält ein Buch von Arno Strobel in Händen und da wird das Unmögliche möglich.

„Welcome Home“ ist der neue und spannende Thriller von Arno Strobel. Schon nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte wieder gefangen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Der Autor hat wieder einmal recht unterschiedliche Charaktere entwickelt. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch und wirken lebendig.
Die Atmosphäre in der Siedlung Auf Mons ist gut und harmonisch. Doch schon nach dem Auffinden der ersten Toten wird sie bedrückend und spucky.
Nach dem zweiten Opfer wird einem klar, der Täter muss aus der Siedlung kommen.
Nach einer Weile hatte ich auch einige Verdächtige, mir wollte aber kein Motiv einfallen und so ging es mir dann auch bis zum Ende.

Mit seinem neuen Psychothriller „Welcome Home“ ist Arno Strobel wieder ein spannender Thriller gelungen.
Er führt seine LeserInnen wieder einmal gekonnt an der Nase herum.
Zwischen den einzelnen Kapitel gibt es immer wieder Passagen aus Sicht einer anderen Person, ohne, dass man weiß, wer dahintersteckt.
Der temporeiche und spannende Schreibstil des Autors machten es mir fast unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.
Jetzt freue ich mich schon, wenn Ende Februar im „Ungelöst – Die erste Zeugin“, der Auftakt einer neuen Reihe erscheint.

Starck und die zweite Frau

Christian Jaschinski
Thriller
396 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein mysteriöser und spannender Thriller

Klappentext:
Ex-Staatsanwalt Andreas Starck versucht noch immer, seine Unschuld zu beweisen, nachdem er vor fünf Jahren einem Komplott zum Opfer fiel und ins Gefängnis musste. Mithilfe des Investigativ-Journalisten Tom Finder, der schon seit längerer Zeit versucht die versteckten Konten der Reichen und Mächtigen aufzudecken, erkennt er die Verbindungen bis in die höchsten Stellen der Justiz.
Um seinen Namen reinzuwaschen, muss Starck die wahre Identität Onkel Pablos aufdecken, einem der mächtigsten Mafiabosse Europas. Dessen Einfluss ist jedoch viel weitreichender, als Starck sich je hätte vorstellen können. Hilfe erhält er unverhofft von der Diebin Vanessa Conrad. Doch kann er ihr wirklich vertrauen?
Als sie in Pablos Fänge geraten, müssen sie sich unter Lebensgefahr ihrer Vergangenheit und ihren verdrängten Traumata stellen. Kann Starck sich rehabilitieren und seiner Tochter einen Schritt näherkommen?

„Starck und die zweite Frau“ ist der 2. Band einer Thriller-Trilogie von Christian Jaschinski.
Der 2. Band schließt direkt an den 1. Band an und es ist gut, wenn man den 1. Band gelesen hat.

Im Mittelpunkt steht der frühere Staatsanwalt Andreas Starck. Fünf Jahre saß Starck unschuldig im Gefängnis. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm Goldbarren und Bitcoin-Konten entdeckt. Die wurde als Bestechungsgelder eingeordnet. Dabei war der Staatsanwalt nur einer Organisation zu nahegekommen und diese hat versucht ihn und seine Familie auszurotten.
Im ersten Band schon, ist Starck der Organisation, die hinter seiner Verleumdung steckt, schon etwas nähergekommen. Jetzt setzt er alles dran, um die Identität des Kopfes Onkel Pablo aufzudecken. Dabei hilft ihm die Hackerin Vanessa Conrad. Starck versucht alte Freunde mit ins Boot zu holen, bis er eine kleine Gruppe zusammen hat. Aber kann er wirklich jedem vertrauen?

Christian Jaschinski erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Die Nachbarin Moira St. John-Smythe beobachtet das Haus oft aus ihrem Fenster. Ich denke da spiet Neid mit, da die Starcks wohlhabend sind.
Ihr Sohn Jobst Stukenbröker und Starck kennen sich seit Kindertagen. Stuckenbröker ist davon überzeugt, dass Starck zu Recht im Gefängnis gesessen hat und beobachtet in skeptisch. Starck versucht Stukenbröker von seiner Unschuld zu überzeugen.

Die Kapitel sind recht kurz, immer wieder wechselt der Handlungsort und die Perspektive. Die Spannung, die in der Luft liegt, ist fast greifbar. Man kann nicht immer unterscheiden, wer gut und wer böse ist, und bekommt auch da die eine oder andere Überraschung.

Die Geschichte wird spannend und in einem ordentlichen Tempo erzählt. Einzig die trockenen Erklärungen über Bitcoin-Konten, die Transaktionen und wie das alles genau funktioniert n haben meinen Lesefluss etwas gestört.

Starck ist in diesem Band seinem Ziel wieder etwas nähergekommen, doch das Ende ist noch lange nicht erreicht.

Der 3. Band „Starck und das 3. Leben“ soll im Dezember 2026 erscheinen. Auf das Ende der Trilogie bin ich sehr gespannt.

Die Spur der Ratten – Hörbuch

Christian Sünderwald
Sprecher Gerrit Petersen
Hörbuch – Thriller
Länge: 16 Stunden und 6 Minuten
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Mainwunder für das Rezensionsexemplar

Spannende Geschichte, großartig gelesen

Rezension zu dem Hörbuch „Die Spur der Ratten von Christian Sünderwald
Sprecher: Gerrit Petersen
Klappentext:
70 Jahre ruhte ein dunkles Geheimnis im Gleichgewicht der Mächte, bis zwei Männer sich aufmachten, der Spur der Ratten zu folgen … Ulrich Faßmann, charismatischer Selfmade-Millionär und leidenschaftlicher Schatzsucher aus Leipzig, stößt bei seinen Recherchen auf ein uraltes Dokument. Es weist auf ein verschollenes Schiff mit einem milliardenschweren Schatz hin. Viele versuchten bislang, das Wrack zu finden, doch einige bezahlten die Suche mit ihrem Leben, während andere auf rätselhafte Weise spurlos verschwanden. Gemeinsam mit seinem Partner Wilhelm von Berg, einem alten erfahrenen Seemann, macht er sich dennoch auf die Suche. Beide ahnen nicht, dass sie dabei ins Visier des Geheimdienstes der katholischen Kirche und einer skrupellosen Organisation ehemaliger NS-Funktionäre geraten, die vor nichts zurückschrecken, um ihr dunkles Geheimnis zu bewahren. Käme die Wahrheit ans Licht, müssten bedeutende Teile der jüngeren Geschichte neu geschrieben werden. Eine Jagd auf Leben und Tod über mehrere Kontinente beginnt, bei der die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem zunehmend verschwimmen.

„Die Spur der Ratten“ ist ein spannender Thriller und zugleich das Thriller Debüt von Christian Sünderwald.

Die Geschichte ist spannend. Der Ausgangspunkt liegt 70 Jahre zurück.
Der Millionär Ulrich Faßmann stößt auf ein altes Dokument, das von einem versunkenen Schiff erzählt, das einen kostbaren Schatz birgt. Als leidenschaftlicher Schatzsucher macht er sich dran das Wrack zu finden. Was Faßmann nicht weiß, dass es Genspieler gibt, die das Finden des Schiffes unbedingt verhindern wollen. Bisher ist keiner, der nach dem Schiff gesucht hat, lebend wieder aufgetaucht.
Es beginnt eine spannende Schatzsuche, die zu mehreren Kontinenten führt.

Christian Sünderwald kann schnell Spannung erzeugen. Als Leser*in hat man schnell viele offene Fragen. Man kann sich nicht vorstellen, dass die Kirche und gleichzeitig auch politische Funktionäre das Auftauchen des Schiffes verhindern wollen. Welche geheime und kostbare Fracht birgt das Schiff?
Ich habe die Jagt mit Spannung verfolgt, die zu verschiedenen Kontinenten führt.

Der Schreibstil von Christian Sünderwald ist gut verständlich. Der Autor beschreibt die einzelnen Szenen und Handlungsorte genau, man hat schnell ein Bild vor Augen.
Die vielen Wendungen haben den Spannungsbogen über das gesamte Buch aufrecht gehalten.

Ich habe das Hörbuch gehört, es wird von Gerrit Petersen sehr gut gelesen. Mit seiner Stimme unterstützt er die Spannung noch zusätzlich. Ein gutes Buch ist ohne einen guten Sprecher, als Hörbuch verloren. Hier passt einfach alles. Ich habe Gerrit Petersen gerne und aufmerksam zugehört.

Dunkler Sog

Leo Born
Thriller
416 Seiten
erschienen bei Bastei Lübbe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.


Spannende Ermittlungen zwischen Frankfurt und dem Schwarzwald

Klappentext:
Kommissarin Mara Billinsky kommt nicht zur Ruhe: In einem Frankfurter Altenheim stirbt ein ehemaliger Arzt einen qualvollen Vergiftungstod und er ist nicht das einzige Opfer des brutalen Mörders. Als kurz darauf die verstümmelte Leiche einer Journalistin entdeckt wird, führt eine düstere Spur Mara und ihren neuen Kollegen Tobias Cronberg in ein kleines Dorf im Schwarzwald. Cronberg will sich um jeden Preis beweisen – doch er tappt in eine grausame Falle. Zurück in Frankfurt, gejagt von Selbstzweifeln und einem übermächtigen Feind gerät Mara immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Verrat und hasserfüllter Rache.

„Dunkler Sog“ ist schon der 10. Band der Mara Billinsky Reihe von Leo Born.
Auch dieser Band hat wieder alles, was ein guter und spannender Thriller braucht.
Es ist eben ein echter Leo Born.

Jetzt ist es so weit, Mara bekommt einen neuen Partner an die Seite gestellt. Zusammen ermitteln sie im Mordfall in einem Altenheim, wo ein Arzt im Ruhestand ermordet wurde. Bei den Recherchen stößt Mara auf ähnliche Fälle im Schwarzwald. Kurzentschlossen fährt sie mit ihrem neuen Partner Tobias Cronberg in den Schwarzwald, um dort die Ermittlungen voranzutreiben. Von Zusammenarbeit kann keine Rede sein. Mara macht wie üblich ihr Ding und Tobias Cronberg fühlt sich aufs Abstellgleis gestellt.

Wie immer hat Leo Born seine Charaktere gut gezeichnet und lässt sie lebendig wirken. Der Star seiner erfolgreichen Krimireihe ist unbestritten Mara Billinsky.
Mara ist eine etwas eigensinnige Ermittlerin, die sich von der Masse an Ermittlern, die es in den zahlreichen Krimis und Thrillern gibt, deutlich abhebt. Sie hat Ecken und Kanten, ist stur aber vor allem hat sie Biss. Bei ihren Ermittlungen geht sie bis an die Grenze des Erlaubten und manchmal auch darüber hinaus. Aber deswegen lieben wir sie ja auch.
Durch ihr Äußeres, schwarz gefärbtes Haar, mit Kajal schwarz umrandeten Augen, schwarze Kleider und Tattoos stößt sie bei ihren Mitmenschen oft auf Ablehnung.
Mittlerweile hat sie sich bei der Polizei einen Namen gemacht. Aber nicht alle ihre Kollegen mögen Mara.

Bis vor kurzem hat Mara mit ihrem Kollegen Jan Rosen sehr gut zusammengearbeitet. Jan ist das genaue Gegenteil von Mara, aber er ist auch ihr Ruhepol. Jan ist in die Abteilung für Internet-Kriminalität gewechselt. Seitdem ist Mara allein auf weiter Flur. Aber sie ist sowieso kein Teamplayer.

Doch das soll sich jetzt ändern. Tobias Cronberg wird der neue Mann an der Seite von Mara Billinsky. Doch an ihrer Seite ist er wenig zu finden, dazu lässt es Mara nicht kommen.

Der Fall ist schwierig. Mara kommt nicht weiter. Ein tote Arzt in Frankfurt und ähnliche Fälle im Schwarzwald. Trotz Unterstützung bei der Recherche von Jan Rosen läuft sie wie gehen eine Wand. So niedergeschlagen und voller Selbstzweifel habe ich Mara noch nie erlebt. Nach alle dem war ihr Leo Born in den vorherigen 9 Bänden zugemutet hat braucht sie eigentlich dringend eine Auszeit. Ich hätte Mara manchmal gerne in den Arm genommen und getröstet. Aber das wäre nicht ihr Ding gewesen.

Leo Born hat wieder einmal eine spannungsgeladene Atmosphäre geschaffen. Dazu die mysteriöse Stimmung die im Schwarzwald herrscht. All das sorgt für ein Kribbeln im Nacken. Man ist immer darauf gefasst, dass etwas passiert, bis es dann auch wirklich passiert.
Das Ende hält dann für die Leser*innen noch eine Überraschung bereit. Damit hat Leo Born mir einen heimlichen Wunsch erfüllt.

Das Buch hat mich nach wenigen Seiten wieder in seinen Bann gezogen.
Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger.
Wie oft habe ich gedacht nur noch ein Kapitel und dann….
Aber Schlaf wird eh überbewertet. Ich habe es mir lieber mit „Dunkler Sog“ und einem roten Sizilianer gemütlich gemacht.

Die Mara Billinsky Reihe ist für mich eine der zurzeit besten deutschen Thriller-Reihen.
„Dunkler Sog“ wird somit auch wieder zu meinen Highlights des Jahres gehören.
Das Buch kann man auch lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Aber die Sucht wird irgendwann jeden befallen.

Jetzt heißt es wieder warten, bis der 11. Band der Reihe erscheint. Ich bin schon jetzt gespannt.