TELCHRON – In einem Land nach unserer Zeit

Markos Themelidis
Science-Fiction
311 Seiten
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Ein packender Endzeitroman -Auftakt

Klappentext:
Nach einer globalen Katastrophe liegt die Welt in Trümmern. Die Zivilisation ist zusammengebrochen, die Menschheit beinahe ausgelöscht. Verstreut und unorganisiert fristen die verbliebenen Menschen vielerorts ein kärgliches Dasein, unfähig, neue Strukturen aufzubauen.
Eine Ausnahme findet sich in einem Landstrich in Hessen, rund um den Taunus. In einer Handvoll Siedlungen betreiben die Bewohner Ackerbau und Viehzucht und leben in einfachen Verhältnissen, auf dem Stand des vorindustriellen Zeitalters. Eine militaristische Clique kontrolliert das Territorium. Sie nennen sich die Katharzisten und das Gebiet die Schutzzone. Hier gelten ihre Regeln. Wer gegen sie verstößt, muß mit gnadenloser Bestrafung rechnen.
So ergeht es dem jungen Landwirt Chris aus Altenhof, einem Dorf am Fuße des Feldbergs. Bei der Jagd in einem verbotenen Waldgebiet gerät er in einen Hinterhalt. Auf der Flucht stößt er auf den verborgenen Einstieg in einen schmalen Tunnel. Als letzte Zuflucht kriecht er hinein und macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Schutzzone für immer verändern könnte.

„TELCHRON – In einem Land nach unserer Zeit“ ist der 1. von 13 Bänden einer Endzeit-Roman-Serie von Markos Themelidis.
Der 2. Band erscheint schon am 23.11. danach wird alle 2 Monate ein weiterer Band erscheinen.

Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Man muss sich erst mit dieser Ausnahmesituation und den verschiedenen Charakteren vertraut machen. Aber einer so umfangreichen Reihe sollte man die Zeit geben, die sie braucht, um die Lesenden voll und ganz zu erreichen.

Nach einer globalen Katastrophe sind nur noch einzelne Orte dünn besiedelt. Die Regeln werden neu geschrieben. Ein bescheidenes Fleckchen Zivilisation gedeiht jedoch in einem Landstrich in Hessen, rund um den Taunus. Eine Clique, die sich Katharzisten nennt, will das Gebiet kontrollieren.

Markos Themelidis hat vielschichtige Charaktere zum Leben erweckt.
Chris ist eigentlich Landwirt. Jetzt wird er zum Bindeglied, das die Leser*innen praktisch an die Hand nimmt und durch die verbleibende Welt führt.
Er handelt aus einer Not heraus und sticht dabei in ein Wespennest. So wird der Landwirt zum Gejagten.
Die Katharzisten bringen eine bedrohliche Dynamik in die Geschichte.
Sie wollen die Ordnung, die verloren gegangen ist, um jeden Preis aufrechterhalten.

Der Schreibstil von Markos Themelidis ist flüssig und bildhaft.
Die Beschreibungen der Natur und der klaustrophobischen Tunnelanlagen sind bildhaft umgesetzt.

Ich habe bis vor kurzer Zeit in Frankfurt gelebt und so ist mir das Setting gut bekannt. Die bekannte Landmarken wie der Feldberg, das dichte Unterholz des Taunus und kleine, rekonstruierte Dörfer erzeugen bei mir ein Gefühl der Vertrautheit.
Die Atmosphäre, die Markos Themelidis schafft, lässt die Leser*innen das raue und entbehrungsreiche Leben vom Rest der Menschheit spüren.
Die permanente Bedrohung durch die Patrouillen der Katharzisten sorgt für Spannung.

Auch wenn der Anfang für mich etwas holprig war, ist „TELCHRON – In einem Land nach unserer Zeit“ ein vielversprechender Start der Endzeitreihe und macht Lust auf mehr.