Ulf Kvensler Thriller 377 Seiten Übersetzt aus dem Schwedischen von Sabine Thiele erschienen im Penguin Verlag Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Psychothriller
Zum Inhalt Marcus passiert das, was wohl jeder Autor fürchtet. Nach einem Bestseller kommt nichts mehr. Er bringt einfach keine gute Geschichte mehr zu Stande. Da wird er von Ernst, einem Bekannten aus einem Schreibseminar kontaktiert. Er hat einen Kriminalroman geschrieben und möchte den, unter einem Pseudonym veröffentlichen. Marcus bietet seine Hilfe an und reicht das Manuskript an seine Agentin weiter. Die Agentin ist der Meinung, dass das Manuskript von Marcus ist. Sie ist überzeugt davon, dass es ein Bestseller werden wird. Auch der Verlag ist davon überzeugt. Das Buch soll allerdings unter dem Namen von Marcus erscheinen. Der eigentliche Autor ist angetan von der Idee, dass Marcus das Buch unter seinem Namen veröffentlicht. Das Buch wird tatsächlich ein Bestseller. Doch dann kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen Marcus und Ernst. Ernst stellt immer mehr Forderungen an Marcus. Und Marcus verstrickt sich in einem Gerüst aus Lügen. Bis das Unvermeidbare passiert.
„Die Klippe“ ist der neue Thriller von Ulf Kvensler. Nachdem mich „Der Ausflug“ und „Die Insel“ mich gefesselt hatten, war ich auf das neue Werk gespannt.
Ulf Kvensler beginnt die Geschichte ruhig. Die Leser*innen ahnen zwar schnell, dass es zwischen Marcus und Ernst kein gutes Ende nehmen wird. Aber bis dahin dauert es eine Weile. Als es dann zu den Unstimmigkeiten zwischen den beiden Charakteren kommt, baut der Autor eine düstere Atmosphäre auf. Auch zwischen Marcus und seiner Frau wird die Stimmung immer schlechter und man ahnt, dass auch das kein gutes Ende nehmen kann.
Zwischendrin gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit und die Leser*innen erfahren, wie sich Marcus und Ernst bei einem Schreibseminar kennengelernt haben.
Ulf Kvensler hat seine Protagonisten sehr gut gezeichnet, sie wirken richtig lebendig.
Der Schreibstil von Ulf Kvensler ist flüssig und gut verständlich. Bei diesem Buch dauert es allerdings etwas, bis die Spannung einsetzt. Auch zwischendrin gibt es immer wieder einmal Stellen, die etwas langatmiger sind.
„Die Klippe“ ist kein actiongeladener Thriller, eher ein ruhiger Psychothriller, wo man auch viel zwischen den Zeilen lesen kann.
Corina Bomann Roman 574 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Fesselnd und atmosphärisch
Klappentext: Als Isabel die beeindruckenden Hallen des schottischen Rosewell Castle betritt, spürt sie, dass hier ihre Chance auf ein neues Leben wartet. Absolviert sie die Ausbildung zur Butleresse erfolgreich, wird ihr Einlass gewährt in die glamouröse Welt der Lords und Ladys, sogar das Königshaus stünde ihr offen. Der Weg an die Spitze ist steinig, doch schon bald bietet ihr Garrett Hayes, der Musterschüler, seine Hilfe an. Dankend nimmt sie an, ohne zu ahnen, dass Garrett einen unmoralischen Plan verfolgt. Eines Tages findet Isabel in der Bibliothek das Foto einer Frau, die ihrer verstorbenen Großmutter Bonnie erstaunlich ähnlich sieht, hatte ihre Großmutter etwa eine Schwester? Und was hatte diese mit Rosewell Castle zu tun? Isabel beginnt, Nachforschungen anzustellen, und stößt auf eine höchst dramatische Liebesgeschichte aus dem Jahr 1969, die enger mit ihrem eigenen Leben verwoben ist, als sie erahnt.
„Die Geheimnisse von Rosewell Castle“ ist der 1. Band einer Dilogie von Corinna Bomann. Ich habe bisher alle Bücher von Corinna Bomann gelesen und mich schon auf den neuen Roman gefreut.
Diesmal entführt die Autorin ihre Leser*innen in die Welt der Butler und Butleressen. Rosewell Castle ist die Schule für angehende Rosewell Castle. Wenn man hier seinen Abschluss macht, steht einem die Welt des Adels offen.
Isabel hat ihre Arbeitsstelle verloren, auch ihr Freund hat sich von ihr getrennt. Jetzt braucht Isabel einen Neuanfang, und so bewirbt sie sich an der berühmten Schule, um eine Ausbildung als Butleresse zu machen. Wenn man auf Rosewell Castle seinen Abschluss als Butler oder Butleresse schafft, steht einem die Welt der Häuser des Adels offen. Der Weg dorthin ist steinig. Unterstützung findet Isabell durch den attraktiven Garrett Hayes. Im Archiv der Bibliothek entdeckt Isabel ein Foto von einer Frau. Einer Frau, die ihrer verstorbenen Großmutter sehr ähnlich sieht. Isabel fragt sich, ob ihre Großmutter eine Schwester hatte, die sie nicht kennt. Der Gedanke lässt Isabel nicht mehr los und sie stellt Nachforschungen an,
Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge. In der Gegenwart begleiten die Leser*innen Isabel in Roswell Castle und bei ihren Nachforschungen nach der Frau auf dem Foto.
Der zweite Handlungsstrang führt die Leser*innen in die Vergangenheit. Hier lernen wir Giselle kennen. Die junge Frau bekommt eine Stelle als Hausdame auf Hallingham Hall.
Corinna Bomann erzählt die Geschichte wieder sehr unterhaltsam und fesselnd. Mir gefallen beide Handlungsstränge sehr gut. Wobei die Gegenwart im Vordergrund steht. Die Leser*innen erfahren so einiges über die Ausbildung zum Butler oder zur Butleresse. Ich habe mir das nicht so schwierig vorgestellt. Aber klar, wenn man in einem hohen Hause arbeiten möchte, muss jeder Handgriff sitzen. Auch das Verhalten gegenüber den Arbeitgebern muss standesgemäß sein.
Auch die Vergangenheit um Giselle ist interessant. Auch sie hat es als Hausdame auf Hallingham Hall nicht einfach. Ich würde gerne noch mehr über Giselle erfahren.
Corinna Boman hat wieder großartigen Charakteren das Leben geschenkt. Sie erzählt den Weg zweier Frauen unabhängig voneinander. Als Leser*in ahnt man natürlich, dass die Wege am Ende zusammenführen. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg.
Die Handlungsorte werden von Corinna Bomann anschaulich beschrieben. Ich konnte mir das ehrwürdige Rosewell Castle gut vorstellen.
Der Schreibstil von Corinna Bomann ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich bin schnell, tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt bin ich auf die Fortsetzung gespannt. „Die Schatten über Hallingham Hall“ wird im November erscheinen.
Volker Klüpfel Kriminalroman 341 Seiten erschienen im Penguin Verlag Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Humor trifft auf Spannung
Klappentext:
Wir unterbrechen das Programm für einen Reiseruf: Frau Gabriele Zorn, unterwegs mit einem blauen Audi in Richtung Süden, wird gebeten, sich sofort mit ihrem Ehemann in Verbindung zu setzen!« Kaum hören Möchtegern-Schriftsteller Tommi und Putzfrau Svetlana den Reiseruf im Radio, rast die Gesuchte auch schon im Auto an ihrem Camper vorbei. Sofort heften sie sich an ihre Fersen und spüren den Wagen auf einem Rastplatz auf. Doch die Frau ist verschwunden. Natürlich wittert Svetlanas Spürnase sofort ein Verbrechen. Ehe Tommi sich’s versieht, stecken sie mitten in ihrem nächsten Kriminalfall. Dabei kommen sie nicht nur schier unglaublichen Verbrechen auf die Spur, sondern begeben sich auch tief in die Abgründe menschlicher Beziehungen. Als Tommi ein bisschen zu tief gräbt, gerät er plötzlich selbst in Lebensgefahr
„Mord ist die beste Beseitigung“ ist der 2. Band der humorvollen Krimireihe „Svetlana und Tommi ermitteln“ von Volker Klüpfel. Der Autor ist wohl den meisten bekannt durch die kultige Krimireihe mit Kommissar Kluftinger, die er mit Michael Kobr schreibt. Hier jetzt der 2. Band seiner Solo-Reihe.
Dazu hat Volker Klüpfel die unterschiedlichsten Charaktere ins Rennen geschickt. Die ukrainische Putzfrau Svetlana ist einfach eine geniale Protagonistin. Sie liebt russische Literatur und Sprichwörter. Ihr verdrehtes Deutsch wird so einmalig wiedergegeben, dass man immer wieder schmunzeln muss. Ich habe Svetlana gleich ins Herz geschlossen. Sie weiß auf alles eine Antwort und hat ein großes Herz.
Tommi ist ein Möchtegern-Schriftsteller. Nachdem er den Thriller, den er schreiben wollte, erst einmal zur Seite gelegt hat, möchte er sich jetzt im Genre Romantasy versuchen. Auch hier hat Thommi die haarsträubendsten Ideen. Wegen einer Finanzflaute lebt er im Wohnwagen, den er von seinem Vater samt Putzfrau geerbt hat. Sein Vater ist in ein Altenheim gezogen und mischt da den Laden auf. Tommi trauert immer noch seiner Freundin nach, die vorübergehende Auszeit dauert jetzt schon ein Jahr.
Zusammen mit Svetlana hört er einen Reiseruf und kurz darauf fährt er neben dem gesuchten PKW. Als Svetlana und Tommi auf einen Parkplatz fahren, steht der Wagen der gesuchten Frau verlassen da. Von der Frau keine Spur. Kurz darauf erscheint der Ehemann der vermissten Frau und bittet Tommi, nach der Frau zu suchen.
Bei seinem Krimi stellt Volker Klüpfel eindeutig den Humor in den Vordergrund. Man hat zu Beginn Zeit, sich wieder mit den Charakteren vertraut zu machen und die sind Volker Klüpfel auf einzigartige Weise gelungen. Das Miteinander zwischen Tommi und Svetlana ist freundschaftlich und herzlich. Svetlana ist zwar Tommis Putzfrau, aber ich würde sie eine Freundin nennen. Ohne sie wäre er doch manchmal völlig aufgeschmissen. Nach einigen ruhigeren Kapiteln zieht der Autor das Tempo an und die Leser*innen sind genau wie die Charaktere mitten in einer Ermittlung.
Der Schreibstil von Volker Klüpfel ist flüssig und gut verständlich. Die Ermittlungen werden spannend und humorvoll geschildert.
Mir hat der 1. Band „Wenn Ende gut dann alles“ schon gut gefallen. Mit dem 2. Band „Mord ist die beste Beseitigung“ hat Volker Klüpfel noch einmal eine Schippe draufgelegt.
Ellen Sandberg Roman 409 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Absolutes Highlight
Klappentext: »Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.« Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.
„Die Riesinnen“ von Hannah Häffner ist eins der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei Frauen aus drei Generationen, die unterschiedlich nicht sein könnten. Doch eins haben sie gemeinsam, sie sind sehr groß und dürr, sie sind die drei Riesinnen.
Es beginnt mit Lieselotte. Sie lebt im Schwarzwald, in dem kleinen Dorf Wittenmoos. Von weitem erkennt sie schon jeder, denn sie ist groß, größer als jeder andere und hat eine rote Mähne. In die Dorfgemeinschaft mag sie sich nicht einfügen.
Nach einiger Zeit wechselt die Perspektive zu Cora. Von Lieselotte wird nur noch als Mutter gesprochen. Cora führt die Dorfmetzgerei. Sie ist alles andere als still, möchte am liebsten aus der enge des Dorfs ausbrechen. Auch sie ist groß, größer als alle anderen.
Dann wechselt die Perspektive zur dritten Frau im Bund, zu Eva, der Tochter von Cora. Wie kann es anders sein, auch Eva ist sehr groß. Eva ist in ihrem Wesen wieder ganz anders. Sie sucht den Weg hinaus aus dem Dorf. Aber es zieht sie auch wieder zurück, zurück zu ihren Wurzeln.
Hannah Häffner beschreibt drei unterschiedliche Frauen, die doch viele Gemeinsamkeiten haben. Mir war jede von ihnen sympathisch. Die Handlungsorte, das Dorf im Schwarzwald werden sehr anschaulich beschrieben. Ich hatte schnell Bilder im Kopf. Auch die Zeit der Handlung, die mit den drei Generationen fortschreitet, wird gut eingefangen.
Hannah Häffner hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Sprache ändert sich mit jeder der drei Frauen. Zu Beginn, als Lieselotte im Mittelpunkt stand möchte ich die Sprache fast poetisch nennen. Die Autorin hat mit dem Wechsel der Frauen und somit der Generation auch den Ton in der Geschichte geändert. Das hat mir sehr gut gefallen.
Nach nur wenigen Seiten wurde ich wie durch einen Sog in die Geschichte katapultiert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe mir in diesem Buch so viele schöne Sätze markiert, die ich einfach nicht vergessen möchte.
„Die Riesinnen“ ist eine absolute Leseempfehlung, bei mir wird das Buch sicher zu meinen Jahreshighlights zählen.
Maria Grund Thriller 384 Seiten Übersetzt aus dem Schwedischen von Sabine Thiele erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Spannender Thriller mit geheimnisvoller Atmosphäre
Klappentext: Småland, Spätsommer 1996: Die Abendsonne taucht den kleinen schwedischen Ort Augu in goldenes Licht. Doch die Idylle trügt, denn in der Dunkelheit der Nacht geschieht ein brutales Verbrechen. Eigentlich wollte die junge Polizistin Sanna nach Gotland ziehen und dort ein neues Leben beginnen, doch dieser Fall hält sie davon ab, ihre Koffer zu packen. Anhaltspunkte gibt es wenige, die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, aber bei näherem Hinsehen bekommt das friedliche Bild der Gemeinde tiefe Risse. Die Bewohner von Augu hüten dunkle Geheimnisse, und noch bevor Sanna das Geflecht aus Lügen entwirren kann, gibt es weitere Opfer. Das Grauen beginnt erst.
„Krakenkind“ ist der 4. Band der „Berling-und-Pedersen-Reihe“ von Maria Grund. Die Autorin wurde bereits für ihr Debüt „Fuchsmädchen“ von der Swedish Crime Fiction Academy ausgezeichnet.
Die Geschichte beginnt recht ruhig. Die Leser*innen haben genügend Zeit sich mit den Charakteren und den Örtlichkeiten vertraut zu machen.
Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich abwechseln und die Geschichte facettenreich machen.
Die Polizistin Sanna steckt mitten in den Vorbereitungen ihres Umzugs nach Gotland. Doch der Fall in dem ermittelt werden muss, es geht an ein Verbrechen an einer Frau, lässt Sinna innehalten, erst muss dieser Fall gelöst werden, dann kann Sina sich ihrem Umzug widmen.
Die Hauptrolle in dieser Geschichte, hat diesmal eine ganze Gemeinde. In Augu stoßen die Ermittler auf ein Geflecht aus Lügen und dunkle Geheimnisse. Die Ermittlungen gehen dadurch recht schleppend von statten.
Maria Grund schreibt in einem spannenden Schreibstil. Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte zu spannen. Maria Grund hat die verschiedenen Handlungsstränge fest in der Hand und verknüpft sie am Ende auf eine überzeugende Weise.
Die Atmosphäre in den Thrillern der Autorin, hat immer etwas Dunkles und Geheimnisvolles an sich.
Ihre Charaktere hat die Autorin mit viel psychologischem Geschick entworfen und verlangt ihnen immer einiges ab.
Die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben.
Wie schon „Fuchsmädchen“, „Rotwild“ und „Krähentochter“ ist auch „Krakenkind“ wieder ein überaus spannender Thriller.
Jan Beck Thriller 474 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Pageturner
Klappentext: Simon Dorn, nach dem Tod seiner bisherigen »Sponsorin« Karla Hofbauer finanziell am Abgrund, wird über das Internet von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Was als Hilferuf beginnt, entpuppt sich als Teil eines perfiden Spiels. Als sie den Kontakt abbricht, bittet Dorn Lea Wagner, bei der Klientin nach dem Rechten zu sehen. Doch die Frau ist tot – verdurstet, und das schon mehrere Wochen zuvor. Neben der Leiche steht ein Computer, auf dem eine KI läuft, die im Namen der Toten mit Dorn kommuniziert hat. Dorn sieht eine Verbindung zu einem ungelösten Fall, bei dem ein Täter seine Opfer in seinem Beisein verdursten ließ. Lange Zeit war der Mörder untergetaucht. Ist er nun zurück? Und warum wenden sich die Toten ausgerechnet an Simon Dorn?
„Dorn – Ruf der Toten: Zimmer 203“ ist der 2. Band der „Simon Dorn und Lea Wagner Reihe“ von Jan Beck.
Kriminalpsychologe Simon Dorn hat nach zahlreichen persönlichen Schicksalsschlägen, schon vor einiger Zeit seinen Polizeidienst beendet und sich in das leerstehende Hotel Dornwald in Bad Gastein zurückgezogen. Dort setzt er heimlich seine Arbeit fort. Zimmer für Zimmer verwandelt er das Dornwald in einen Schaukasten ungelöster Mordfälle.
Die Geschichte hat verschiedene Handlungsstränge, die langsam zusammenlaufen.
Als ihn ein Hilferuf erreicht und die bekannte Psychologin Dr. Susanne Roth um Kontaktaufnahme über Telegram bittet, ist Dorn skeptisch. Doch da er in Geldnot ist, kommt das großzügige Honorar gerade recht. Dr. Susanne Roth möchte mit Dorn über Gewalterfahrung sprechen, die sie allen Anschein gerade erfährt. Doch dann bricht der Kontakt ab. Dorn bittet Lea Wagner nach der Psychologin zu schauen. Als die Psychologin tot aufgefunden wurde, stellt sich heraus, dass sie schon zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme, mit Dorn nicht mehr gelebt hatte. Die Psychologin war an einem Stuhl gefesselt und verdurstet. Mit im Raum ein großer Computer.
Dorn kann sich an einen alten und ungelösten Fall erinnern. Damals sind 2 Menschen auf diese Art ums Leben gekommen. Dieser Fall ist bei Dorn im Zimmer 203 beheimatet.
Gleichzeitig wird der Arzt Dr. Michael Bergmann auf seinem Heimweg entführt. Auch er wacht auf, an einem Stuhl gefesselt und muss sich einem Verhör stellen.
Lea Wagners Bruder hat ernste Probleme. Ein korrupter Polizist ist hinter ihm her und er fürchtet um sein Leben. So verängstigt hat Lea ihren Bruder noch nie gesehen. Lea bringt ihren Bruder außer Reichweite und versteckt ihn bei Dorn im Dornwald. Wer Dorn kennt, ahnt das ihm das alles andere als gelegen kommt.
Die Charaktere sind wieder sehr facettenreich. Kriminalpsychologe Simon Dorn hat aufgehört für die Polizei zu Arbeiten und sich in einem alten stillgelegten Hotel seiner Familie verkrochen. Er hat viele Schicksalsschläge durchleben müssen. Im 1. Band wird nur angekratzt, was es damit alles auf sich hat. Auch in diesem Band erfahren die Leser*innen nicht allzu viel Neues über Dorn. Das ist wohl Stoff, der über mehrere Bände entblättert wird. Einzig für Karla Hofbauer vom Cold Case Management war er noch beratend tätig. Jetzt ist auch sie tot, wie so viele die im Kontakt zu Simon Dorn standen. Ein Grund mehr für ihn sich im Hotel zu verkriechen.
Kriminalpolizistin Lea Wagner fühlt sich auf ihrer Dienststelle missverstanden. Warum hat sie als Frau nicht dieselben Chancen wie ein Mann? Mit ihren Alleingängen macht sie sich keine Freunde. Ihr Vorgesetzter ist nicht gerade gut auf sie zu sprechen.
Das sind die wichtigsten Charaktere, die uns in dieser Reihe begleiten werden. Ich finde Simon und Lea sind interessante und eigenwillige Charaktere. Lea scheint sehr spontan zu sein, sie handelt, ohne viel darüber nachzudenken.
Der Fall wird von Jan Beck sehr spannende erzählt. Der Autor erzeugt gleich zu Beginn mit der Entführung von Dr. Bergmann Spannung. Die Leserinnen sind bei dem Verhör des Arztes unmittelbar dabei und ahnen viel schneller als Dorn oder Lea Wagner um was es hier geht. Die Ausmaße sind aber auch den Leserinnen nicht bekannt.
Das Thema Entwicklung einer KI ist sehr aktuell und Jan Beck zeigt in diesem Thriller auf, wo so etwas hinführen kann, wenn die KI in die falschen Hände gerät. Eine KI kann nicht selbstständig zwischen gut und böse unterscheiden. Sie ist nur so gut wie ihre Programmierer.
Jan Beck beschreibt seiner Charaktere und die Handlungsorte sehr anschaulich. Vor allem das Hotel Dornwald hatte ich genau vor Augen. Das Hotel, dass langsam zu einer Ruine verkommt und dringend einige Instandhaltungsarbeiten benötigte. Dazu hat Dorn aber kein Geld.
Der Autor hält die verschiedenen Fäden fest in der Hand und führt sie langsam bis zum Ende der Geschichte zusammen, ohne einen zu verlieren.
Der Schreibstil von Jan Beck ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich konnte das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen.
„Dorn – Ruf der Toten: Zimmer 203“ ist ein spannender Thriller, der die Leser*inne in Atem hält. Mir hat der 2. Band noch besser gefallen als der 1. Band.
Ellen Sandberg Roman 344 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Die Geister der Vergangenheit
Klappentext: Sie darf das nie erfahren. Du hast es mir versprochen!“ Wie ein Faustschlag trifft dieser Satz die 22-jährige Pia an Heiligabend, als sie ein Streitgespräch ihrer Eltern belauscht. Als sie kurz darauf herausfindet, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde, bricht ihre bis dahin gekannte Welt vollends zusammen. Schon ihr Leben lang fühlte sie sich anders, seltsam fremd, als ob ein Tabu sie umgibt. Nun scheint all das bestätigt. Auf der Suche nach Antworten fährt Pia nach Wasserburg am Inn, dem Heimatort ihrer leiblichen Mutter. Der Raureif hängt tief in den winterlichen Inn Auen und durch das mittelalterliche Städtchen tanzen schauerliche Gestalten, die nach altem Brauch die Geister vertreiben sollen. In den Rauhnächten, so sagt man, drängen alte, gut gehütete Geheimnisse wieder an die Oberfläche. Und je näher Pia der Wahrheit über ihre Mutter kommt, desto enger ziehen die Geister der Vergangenheit ihre Kreise um sie. Bis Pia in tödlicher Gefahr schwebt.
„Rauhnächte“ ist ein spannender und fesselnder Roman von Ellen Sandberg.
Im Mittelpunkt steht Pia. Sie fühlt sich schon ihr ganzes Leben lang fehl am Platz. Ihr fehlt die Wärme in der Familie. Als sie bei einem Streit ihrer Eltern erfährt, dass sie adoptiert ist, will sie nach ihrer leiblichen Mutter suchen. Sie fährt nach Wasserburg am Inn, wo ihre Mutter gelebt hat und durch einen Unfall ums Leben kam.
Als Leser*in begleitet man Pia auf der Suche nach ihrer Herkunft. Schnell ist klar, wer ihre Mutter ist, nur wer der Vater ist, scheint ein großes Geheimnis zu sein. Auch der Unfall ihrer Mutter ist für Pia rätselhaft. Auf einer zweiten Zeitebene geht es zurück in die Vergangenheit und man lernt Pias Mutter kennen und erlebt auch, wie sie ums Leben gekommen ist. So wird die Gegenwart von der Vergangenheit eingeholt und es kommt ein ungeahntes Geheimnis zu Tage.
Ellen Sandberg erzählt eine Familiengeschichte mit Abgründen. Die Geschichte spielt in den 12 Rauhnächten. Ein alter Glaube sagt, dass in den Raunächten sich die Türen zwischen dieser Welt und dem Jenseits öffnen. So wird man auch in der Geschichte mit den Perchten konfrontiert, das sind schaurige, behaarte Gestalten, die, die Geister vertreiben wollen. Dazu kommen noch die Dunkelheit und Kälte, mir sind beim Lesen Schauer über den Rücken gelaufen.
Ellen Sandberg hat mit diesem Roman wieder einmal bewiesen, dass sie einfach gut Geschichten erzählen kann.
„Rauhnächte“ ist eine interessante und fesselnde Geschichte. Die Autorin wurde durch das Märchen vom „Fuxerl“ von Ilona Picha-Höberth inspiriert. Das Märchen ist am Ende der Geschichte auch abgedruckt.
Lisa Graf Historischer Roman 470 Seiten erschienen im Penguin Verlag Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Ein Genuss wie Schokolade
Klappentext: Bern 1863: Kurz bevor die Räder einer vorbeifahrenden Kutsche den kleinen Tagträumer Rudolphe Lindt auf dem Marktplatz erfassen, wird er von einem bildhübschen Blumenmädchen gerettet. Von diesem Augenblick an ist klar: Der junge Lindt hat überlebt, um Großes zu vollbringen! Doch nicht etwa so, wie es sich seine Familie wünscht. Der Sohn eines Apothekers wird zum Schulabbrecher und stürzt sich in das Abenteuer. In Bern eröffnet er schließlich eine Schokoladenfabrik und schafft etwas Einzigartiges, das ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert: Der Junge, der einst eine herbe Enttäuschung für seine Familie war, revolutioniert die Schokoladenherstellung. Während Rudolphe Lindt das Conchieren erfindet, richten sich die Blicke der Welt auf ihn. Vor allem Chocolatier Sprüngli kann nicht glauben, was er vollbracht hat.
„Lindt & Sprüngli: Zwei Rivalen ein Traum“ ist der 2. Band der Lindt & Sprüngli Saga von Lisa Graf. Schon das Buchcover verführt einen, es in der Buchhandlung einfach in die Hand zu nehmen. Die Autorin hat mich schon mit ihrer Dallmayr Saga begeistert und auch der 1. Band, der Lindt & Sprüngli Saga hat mich begeistert.
Die Autorin entführt ihre Leser*innen nach Zürich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und in die süße Welt der Schokolade.
Die Familien Sprüngli hat man im 1. Band schon kennengelernt, im 2. Band steht die Familie Linst im Vordergrund. Rudolphe Lindt hat den Traum, aus Schoko etwas ganz Besonderes zu machen. Er geht zu seinem Onkel nach Zürich. Hier kann er in eine Welt von Schokolade eintauchen. Rudolphe erfindet das Conchieren, mit dem man die Schokolade noch zartschmelzender machen kann. Aber auch bei der Familie Sprüngli tut sich einiges.
Lisa Graf hat auch für ihre neue Familiensaga wieder akribisch recherchiert. Sie lässt ihre Leser*innen in die süße Welt der Schokolade eintauchen.
Hat man im 1. Band mehr von der Entstehung der Confiserie Sprüngli erfahren, so geht es in diesem Band mehr um Rudolph Lindt und seine Erfindung. Aber auch die Familie Sprüngli verlieren wir nicht aus den Augen. Als Leser*in begleiten wir die Charaktere sogar ins Café Sprüngli.
Lisa Graf erzählt die Geschichte in einem ruhigen, aber auch spannenden Ton. Die Fabriken und die Orte, an denen sie ansässig sind, werden gut beschrieben. Ich bin nach wenigen Seiten wieder ganz tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dabei hatte ich die ganze Zeit den süßen Duft von Schokolade in der Nase. Der flüssige und gut verständliche Schreibstil macht das Lesen zu einem Genuss.
Als Anhang hat die Autorin den Lesenden noch eine Liste der wichtigsten Charaktere zur Verfügung gestellt und es gibt ein Glossar, dass uns die Schweizer Begriffe erklärt.
„Lindt & Sprüngli: Zwei Rivalen ein Traum“ ist eine großartige Fortsetzung des 1. Bands. Ich freue mich schon auf den 3. Band „Lindt & Sprüngli: Zwei Dynastien ein Vermächtnis“. Der im Herbst 2026 erscheinen soll.
Maria Nikolai Historischer Roman 471 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Eine wunderschöne Geschichte
Klappentext: Little Germany, Manhattan, 1904: Eine verheerende Katastrophe hat das deutsche Viertel in Schockstarre versetzt. Trotz des schweren Schicksalsschlags, der auch sie getroffen hat, kämpfen Lissi und Julia weiter für ihre Bäckerei und ihr persönliches Glück. Doch bald schon zeichnet sich ab, dass Little Germany nie mehr die Heimat sein wird, zu der es für sie geworden war. Noch einmal müssen die beiden jungen Frauen von vorn beginnen und eröffnen »Lissi’s Kleine Konditorei« auf der 86th Street in Yorkville. Wie ein aufstrebender Stern am German Broadway erobert die schwäbische Confiserie schnell die Herzen aller. Währenddessen müssen sich Julia und Lissi ihrer Vergangenheit stellen, denn zwei Männer aus ihrem alten Leben treiben sie nicht nur in ein Gefühlschaos, sondern stellen auch ihre Zukunft infrage. Zur selben Zeit beginnt der Prozess gegen die Verantwortlichen der Tragödie auf dem East River.
„Little Germany-Der Geschmack von Freiheit“ ist der 2. Band der „Bäckerinnen von Manhattan“ Dilogie von Maria Nikolai. Die Autorin hat mich schon mit einigen Büchern begeistert. Auch der erste Band „Little Germany – Der Duft der Neuen Welt“ hat mich völlig begeistert. Das Thema, deutsche Auswanderer in den USA finde ich interessant. Der zweite Band schließt auch direkt an den ersten Band an.
Im Mittelpunkt stehen Lissi und Julia. Die beiden Frauen haben den Schritt gewagt, einen Neuanfang in der neuen Welt zu suchen. Ihr Erfolg in Little Germany spricht für sich. Doch nach einer Katastrophe ist Little Germany nicht mehr das, was es war. Die Trauer um viele Tote steckt tief in den Menschen. Einige wandern aus Little Germany aus. So auch Lissi und Julia. Noch einmal wagen sie den Neuanfang in Yorkville. Hier eröffnen sie Lissi’s Kleine Konditorei. Und wieder spricht der Erfolg für sich. Bald ist die kleine Konditorei nicht mehr wegzudenken. Doch Ruhe kehrt bei Lissi und Julia nicht ein, die Vergangenheit beginnt sie einzuholen.
Maria Nikolai kann einfach toll Geschichten erzählen. Schon „Die Schokoladenvilla“ und die „Bodensee-Saga“ haben mich total begeistert. Für die neue Geschichte braucht es nur ein paar Seiten und ich war wieder von der Geschichte gefangen. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig. Ich mag es die beiden Frauen zu begleiten und ihre Entwicklung zu erleben. Beides sind mutige Frauen und auch wenn sie aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft kommen, stellt das kein Problem für sie dar.
Maria Nikolai beschreibt die Handlungsorte sehr anschaulich. Ich habe noch nie von „Little Germany“ in New York gehört und finde es sehr interessant darüber zu lesen. Das deutsche Backwaren in Amerika gut ankommen ist bekannt. In dieser Geschichte nach Amerika versetzt zu werden und das Entstehen mitzuerleben ist wunderbar. Die Beschreibung der duftenden Backwaren hat mich in der Nase gekitzelt. Die Atmosphäre von Little Germany und dann in Yorkville wird von der Autorin sehr gut vermittelt. Auch das Entsetzen nach der Katastrophe, die historische belegt und die Trauer die, die Menschen überfällt ist wird gut vermittelt.
Die Zeit der Handlung wird, auch wieder an realen Ereignissen, wie z. B. die Bandenkriege gut beschrieben. Maria Nikolai hat einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil. Einmal in die Geschichte eingetaucht konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
„Little Germany-Der Geschmack von Freiheit“ ist eine wunderschöne Geschichte, die ich mit großer Freude gelesen habe.
Corina Bomann Historischer Roman 601 Seiten erschienen im Penguin Verlag 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Für Liebe und Freiheit
Klappentext: Karlskrona 1910. Dank ihrer Freundschaft und ihres Mutes haben Marlene und Liv gemeinsam eine Zuflucht geschaffen: Der malerische Rosenhag ist ein Ort, an dem Frauen einander helfen, sich gegenseitig unterstützen und Geheimnisse austauschen – ganz gleich, welche Herkunft sie auch haben mögen. Doch als ein Mann aus Marlenes Vergangenheit plötzlich in ihrem wohl geordneten Leben auftaucht, scheint alles, woran sie einst glaubte, nicht mehr gültig. Und auch das zarte Band zu Oskar könnte nun zerreißen. Liv hingegen ist bereit, sich neu zu verlieben. Wäre da nicht ihr grausamer Ehemann Sten Boregard, der mit allen Mitteln versucht, ihr Leben aus den Angeln zu reißen. Mit Zuversicht wollen die Frauen in eine selbstbestimmte Zukunft schreiten, aber ihnen werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Können sie ihren Gegnern endlich gemeinsam die Stirn bieten? Oder müssen sie ihre Träume ein für alle Mal aufgeben?
„Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht nach Freiheit“ ist der 2. Band der neuen Schweden-Saga von Corina Bomann. Die Autorin hat mich schon mit unzähligen Büchern begeistert. Zuletzt mit ihrer Waldfriede-Saga. Der erste Band der neuen Saga hat mir auch wieder gut gefallen und endlich halte ich Band 2 in den Händen.
Die Autorin nimmt ihre Leser*innen mit nach Karlskrona in das Jahr 1910 Der 2. Band, schließt direkt an Band 1 an.
Im Mittelpunkt stehen wieder Liv und Marlene. Die zwei Frauen haben mit Rosenhag einen Zufluchtsort für Frauen geschaffen. Liv und Marlene träumen von der Freiheit auch für Frauen. Doch Sten, Liv’s Mann, macht es ihnen schwer. Zwischen Marlene und Oskar spinnt sich ein ganz zartes Band. Marlene ist bereit sich langsam und vorsichtig auf eine neue Liebe einzulassen. Doch als ein Mann aus ihrer Vergangenheit auftaucht, gerät ihr Leben ins Wanken.
Corina Bomann hat mich wieder einmal mit ihrer Geschichte begeistert. Die Autorin hat so einen fesselnden Schreibstil, dass ich überhaupt nicht aufhören konnte zu lesen. Corina Bomann gibt tiefe Einblicke in die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, wo die Frauen kaum eigene Entscheidungen treffen konnten. Die Protagonisten werden gut beschrieben und sind sehr sympathisch. Mir sind Liv und Marlene schon im ersten Band ans Herz gewachsen.
Wie gewohnt, beschreibt die Autorin auch die Handlungsorte sehr anschlich. Ich hatte sehr schnell Bilder im Kopf.
Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von Liv und Marlene erzählt, was die Beziehung, zu den Charakteren noch vertieft. „Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht nach Freiheit“ führt die Geschichte aus dem ersten Band wunderbar weiter.
Die Schweden-Saga Band 1 Die Frauen vom Rosenhag – Traum vom Neubeginn Band 2 Die Frauen vom Rosenhag – Sehnsucht nach Freiheit
Neueste Kommentare