Alles wird Asche
Nele Neuhaus
Kriminalroman
557 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar
Spannender Taunuskrimi mit gewaltigen Ausmaßen
Klappentext:
Eine Frau stirbt in ihrer brennenden Villa in Kronberg im Taunus. Ein Bauunternehmer hängt kopfüber im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses, den Fuß in einem Seil verfangen und qualvoll erstickt.
Was zunächst nach Unfällen aussieht, entpuppt sich als eine brutale und raffinierte Mordserie.
Die Ermittlungen führen das erfahrene Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander in den Umkreis des tödlich verunglückten Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff, Entwickler eines bahnbrechenden KI-Chatbots. Während die beiden noch versuchen, das dichte Netz aus Loyalitäten in Brinkhoffs Softwarefirma und Familie zu entwirren, stoßen sie auf weitere Morde, die alle mit Brinkhoff zusammenhängen.
„Alles wird Asche“ ist schon der 12. Band der Taunuskrimi-Reihe von Nele Neuhaus.
Bei den Krimis von Nele Neuhaus spürt man immer, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Sie kennt sich an den Handlungsorten sehr gut aus. Sie kennt die Polizeiarbeit mittlerweile recht gut und weiß, wo sie sich Rat holen kann. So kommen ihre Bücher immer sehr authentisch bei ihren Leser*innen an.
Pia hat ihr Sabbatical vorzeitig beendet. Zwischen ihr und ihrem Mann kriselt es.
So ist Pia froh, wieder beim K11 einsteigen zu können.
Hier bekommt es das Team mit einem komplizierten Fall zu tun.
Pia begleitet ihren Ex-Mann Henning nach Frankfurt. Hier wurde ein Bauunternehmer in seinem Rohbau erhängt.
Da beim K11 in Frankfurt schon eine Vermisstenanzeige einging, arbeiten die Frankfurter und das K11 aus Hofheim zusammen.
Aus dem einen Mord wird eine Mordserie und das K11 muss den Täter stoppen. Die Hinweise führen zu einer Softwarefirma. Tech-Milliardär Patrick Brinkhoff, der eine bahnbrechende KI entwickelt hatte, ist vor einigen Jahren am Mount Everest tödlich verunglückt. Hängen die heutigen Taten mit dem verunglückten Patrick Brinkhoff zusammen?
Pia und Oliver ermitteln mit ihrem Team wie immer auf Hochtouren.
Doch sie finden kein Motiv und keine Spur des Täters. Immer wieder stoßen sie auf
Brinkhoffs Softwarefirma und die Brinkmann-Stiftung.
Nebenbei erfahren die Leser*innen auch wieder einiges aus dem Privatleben der Charaktere. In diesem Band vorwiegend aus dem Leben von Pia.
Nele Neuhaus hat mit ihrem neuen Krimi in puncto Spannung alle Register gezogen.
Die Autorin jongliert mit mehreren Erzählsträngen, bei denen man sich am Anfang manchmal fragt, wie die zur eigentlichen Geschichte gehören.
Nach und nach bekommt man ein immer komplexeres Bild und staunt, welche Ausmaße die ganze Geschichte annimmt.
Nele Neuhaus webt auch einige Informationen über die Entwicklung der KI und deren Können mit ein. Die Abschnitte sind interessant aufgemacht und sind auch für Laien wie mich gut verständlich.
Die Autorin legt immer wieder falsche Spuren. die man als Leser*in nur zu gerne aufnimmt, um sie dann wieder zu verwerfen.
Nele Neuhaus hat wie immer einen fließenden und gut verständlichen Schreibstil. Sie baut Spannung auf, die von Anfang bis Ende anhält.
In diesem komplexen Fall öffnet sie immer wieder neue Türen, aber am Ende ist jede Tür wieder geschlossen und alle Fragen sind beantwortet.
„Alles wird Asche“ war wieder ein Krimi mit Hochspannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt heißt es wieder warten, bis irgendwann hoffentlich der 13. Band erscheint.



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