Gib mir das. Ich kann das. So, jetzt ist es kaputt

Alexander Krützfeldt
Ratgeber
241 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Hinfallen, aufstehen Krone richten und weiter

„Gib mir das. Ich kann das. So, jetzt ist es kaputt.“ von Alexander Krützfeldt ist ein Ratgeber über das Scheitern und das Weitermachen.
Schon alleine der Titel macht neugierig.

Alexander Krützfeldt erzählt in 32 Kapiteln, auf humorvolle Art von Ereignissen die zum Scheitern verurteilt waren.
Alexander Krützfeldt ist Journalist und Kolumnist und schreibt für namhaften Zeitungen wie das ZeitMagazin, die Süddeutschen Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Doch privat hat er nicht immer so ein glückliches Händchen. So renoviert er ein Haus alleine mit dem Wissen eines YouTube-Tutorials und die Kosten steigen ins Unermessliche.
Oder er macht seinen Motorradführerschein ausgerechnet bei dem Fahrlehrer, bei dem er, vor 20 Jahren 3x durch die Fahrprüfung gefallen ist.
Der Autor erzählt auch von seiner Arachnophobie. Er hat nicht nur Angst vor Spinnen, sondern vor allem was da kreucht und fleucht. So hat er auch mit der Natur nicht viel am Hut. Aber auch der Gang in den Keller verlangt ihm einiges ab. Seine Söhne bringen ihn dazu, dass er sich seiner Angst stellt.

Diese und viele andere kurze Geschichten sollen Mut machen sich von einem Scheitern nicht unterkriegen zu lassen. Vielmehr soll man nach dem Hinfallen, Wiederaufstehen und Weitermachen.

Alexander Krützfeldt erzählt die kurzen Geschichten in einem flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Dabei versieht er die Geschichten mit Humor und Selbstironie. Ich finde es beachtlich, wenn jemand so über seine Misserfolge erzählen kann, ohne etwas schönzureden. Vielmehr nimmt Alexander Krützfeldt sich selbst auf die Schippe.
„Gib mir das. Ich kann das. So, jetzt ist es kaputt.“ ist ein Ratgeber für alle die schon einmal gescheitert sind oder es noch werden. Ich habe das Buch mit einem Schmunzeln gelesen.

Starck und der erste Tag

Christian Jaschinski
Thriller
401 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein mysteriöser und spannender Thriller

Klappentext:
Als Andreas Starck aus dem Gefängnis freikommt, möchte er nur eines: endlich seine Tochter Greta wieder in die Arme schließen, die er jahrelang nicht gesehen hat. Doch das Recht dazu wird ihm verweigert.

Starck hat genug. Nicht nur wurde dem Ex-Staatsanwalt seine Frau genommen, jetzt versucht auch noch jemand, ihn der gemeinsamen Zukunft mit seiner Tochter zu berauben. Entschlossen beginnt er, den eigenen Fall neu zu untersuchen, unterstützt von einem eigenwilligen Kommissar. Doch zu spät merkt er, dass er damit mächtige Gegner verärgert

„Starck und der erste Tag“ ist der 1. Band einer Thriller-Trilogie von Christian Jaschinski.

Im Mittelpunkt steht der frühere Staatsanwalt Andreas Starck.
Die Geschichte beginnt mit Starcks Haftentlassung. Fünf Jahre saß Stark unschuldig im Gefängnis. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm Goldbarren und Bitcoin-Konten entdeckt. Die wurde als Bestechungsgelder eingeordnet. Dabei war der Staatsanwalt nur einer Organisation zu nahe gekommen und diese hat versucht ihn und seine Familie auszurotten.
Seine Frau wurde überfahren und starb. Mittlerweile ahnt Starck, dass es kein Unfall war. Seine kleine Tochter Greta kam zu einer Pflegefamilie. Jetzt möchte Starck alles dran setzten seine Tochter wieder in die Arme schließen zu können. Vorerst zieht er wieder bei seiner Mutter ein damit er einen festen Wohnsitz hat. Starck will Licht ins Dunkle bringen und herausfinden, wer hinter der Intrige gegen ihn steckt.
Außer Duncan, ein Mithänfling hat er keinen Menschen, dem er vertrauen kann.

Christian Jaschinski erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Die Nachbarin Moira St. John-Smythe beobachtet das Haus oft aus ihrem Fenster. Ich denke da spiet Neid mit, da die Starcks wohlhabend sind.
Ihr Sohn ist Kriminalbeamter und ermittelt wegen eines Einbruches im Hause Starck. Ich hätte Moira St. John-Smythe manchmal gerne geschüttelt, damit sie ihrem Sohn Jobst Stukenbröker von ihren Beobachtungen erzählt.
Jobst Stukenbröker und Starck kennen sich seit Kindertagen. Stuckenbröker ist davon überzeugt, dass Starck zu Recht im Gefängnis gesessen hat und möchte ihm zu gerne wieder etwas anhängen.
Dann gibt es da noch einige Kriminelle, einer der sich der Waran nennt, hat es auch auf Starck abgesehen. Starck ahnt nicht, in welcher Gefahr er sich befindet.

Die Kapitel sind recht kurz, immer wieder wechselt der Handlungsort und die Perspektive. Die Spannung, die in der Luft liegt, ist fast greifbar.
Man kann nicht immer unterscheiden, wer gut und wer böse ist.

Starck hat in diesem ersten Band schon einiges in Erfahrung bringen können, besonders über seinen verstorbenen Vater. Aber was seinen Fall angeht, liegt noch sehr viel im Verborgenen und wartet auf den 2. Band um der Lösung näherzukommen.

Der 2. Band „Starck und die 2. Frau“ soll im Dezember 2025 erscheinen.

Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume

Stefan Maiwald
Historischer Roman
369 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Aufregender Abschluss der Thalmeyer-Saga

Klappentext:
Selb in den 60er Jahren: Jana Thalmeyer, die Tochter der Porzellanmanufaktur-Geschäftsführerin Marie Thalmeyer, zieht es zum Jura-Studium nach München. Dort wird sie von einer neuen Zeit mitgerissen: Anti-Establishment-Proteste, Demonstrationen und Drogen bestimmen die neue Welt, in die die junge Frau eintaucht. Jana genießt die scheinbar unbeschwerte Zeit, doch schon bald gerät sie im wilden, glamourösen Schwabing in gefährliche Gesellschaft, Menschen, die Gewalt befürworten, Sabotageakte durchführen und sogar Attentate planen. Nach einem Streit überwirft sie sich mit ihrer Mutter.

Marie und ihre jüngere Schwester Sophie haben nicht nur überraschend Erfolg mit Luxusporzellan und einer besonderen Zusammenarbeit mit Paul Bocuse, sondern kriegen es auch mit einem neuen Gegner zu tun: Abel Metsch, der die Druckerei seines Vaters übernommen hat und die einflussreiche Oberfränkische Stimme herausgibt, plant üble Intrigen gegen die Familie Thalmeyer.

Als Marie lebensbedrohlich erkrankt, muss Jana sich entscheiden: Unterstützt sie ihre Familie und rettet das Porzellanerbe oder konzentriert sie sich weiter auf ihre eigenen Träume?

„Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume“ von Stefan Maiwald ist der 3. und letzte Band der Thalmeyer-Saga.

Die Protagonisten befinden sich jetzt in den 1960er Jahren, eine Zeit an die auch ich mich erinnern kann.
Marie und Sophie setzten weiterhin alles daran, die Porzellanmanufaktur am Leben zu halten. Dabei versuchen sie neue Wege zu gehen. Ihr Widersacher Abel Metsch spannt weiterhin seinen Intrigen gegen die Familie Thalmeyer.
Der Starkoch Paul Bocuse besucht die Porzellanmanufaktur und wartet mit einer Geschichte auf. Er unterstützt Marie und Sophie um ihr Luxusporzellan zu vertreiben.

Jana Thalmeyer, geht zum Studieren nach München. Hier erlebt sie eine ungewohnte Freiheit und wird mit Studentenunruhen und Drogen konfrontiert. Jana fühlt sich zu dieser ungewohnten Freiheit hingezogen was zu Unstimmigkeiten mit ihrer Mutter führt.

Stefan Maiwald hat für seine Familien-Saga starke Protagonisten gezeichnet.
Marie und Sophie gefallen mir sehr gut. Sie geben den Kampf um ihre Porzellanmanufaktur nicht auf. Auch Jana ist eine starke Persönlichkeit, die sich ausprobieren muss. Doch in München begibt sie sich auf gefährliches Terrain.

Die 1960er Jahre spiegelt der Autor gut wider. Ich kann mich selbst noch an die herrschenden Studentenunruhen erinnern. In München ging es ja manchmal hoch her.
Die Leser*innen treffen in der Geschichte auch auf bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Fernsehen. Das macht die beschriebene Zeit noch um einiges authentischer.
Auch der Mauerbau und die zahlreichen Fluchtversuche aus der DDR finden ihren Weg in die Geschichte.

Stefan Maiwald hat einem flüssigem und gut verständlichen Schreibstil, der mich ganz tief in die Geschichte eintauchen ließ.
Ich habe das Buch nach einigen Seiten kaum aus der Hand legen können.
„Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Träume“ war jetzt der letzte Band und ein großer Abschluss der Thalmeyer-Saga

Verwerfungen

Su Turhan
Kriminalroman
344 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung und Humor hervorragend vereint

Klappentext:
Nach einer behördlichen Entscheidung ist die Soko Migra Geschichte. Oberkommissarin Isabel Vierkant kämpft in München in der neuen Mordkommission um Anerkennung.

Zeki Demirbilek erholt sich derweil in Istanbul von allem, was der beinahe tödliche Angriff auf ihn mit sich gebracht hat. Doch die Nähe zu seiner Exfrau und großen Liebe Selma bekommt ihm nicht gut, zumal sie aus Istanbul flieht, um in Kopenhagen eine Ausstellung zu organisieren.

Während Zeki mit sich ringt, erhält er Besuch von seinem langjährigen Freund, dem Antiquitätenhändler Robert Haueis. Der will eine kürzlich aus seinem Münchner Geschäft gestohlene Medusenstatue zurückhaben. Die Replik einer verschollenen Statue, die 1204 von Kreuzfahrern aus der Kleinen Hagia Sophia nach Venedig gebracht wurde, wird verbotenerweise bei einer Istanbuler Auktion angeboten.

Doch die Jagd nach der Medusa fordert dem erfahrenen Kommissar alles ab und offenbart mächtige Gegner aus höchsten Kreisen, die vor nichts zurückschrecken, um die Statue in ihren Besitz zu bringen.

Auch das alte Migra-Team beteiligt sich bei der Jagd. Die Blutspur der Medusa reicht bis nach München, wo Isabel und Pius für ihren Pascha die Villa eines Verdächtigen durchsuchen und auf eine weitere Leiche stoßen.

„Verwerfungen“ ist der 8. Band Kommissar Pascha-Reihe von Su Turhan.
Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können auch gut einzeln gelesen werden.

Kommissar Pascha alias Zeki Demirbilek braucht, nach einem fast tödlichen Angriff auf ihn Abstand und sucht in Istanbul Erholung. Seine Kollegin Oberkommissarin Isabel Vierkant ist in der neuen Mordkommission in München. Zeki überlegt sogar in Istanbul zu bleiben. Doch da ist immer noch seine Ex-Frau, der er nicht so nahe sein will.
Robert Haueis, ein Antiquitätenhändler und Freund von Zeki ist eine Medusenstatue gestohlen worden und er such Hilfe bei Zeki. Aus der gestohlenen Statue wird schnell ein internationaler Fall und Zekis alte Kollegen sind wieder mit von der Partie.

Auch wenn ich die vorherigen Bände nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Der Autor gibt da, wo es nötig ist Hilfestellungen damit man auch ohne Vorkenntnisse weiß, was passiert ist.

Zeki Demirbilek war mir schnell sympathisch. Auch wenn er eine Auszeit sucht, ist er an erster Stelle immer noch Ermittler. Der Fall nimmt schnell viel größere Ausmaße an als gedacht. Bald trifft man Zekis alte Kollegen, die mit an dem Fall arbeiten.
Die Protagonisten sind recht unterschiedlich was die Geschichte facettenreich macht.

Su Turhan hat einen spannenden Fall kreiert, der es seinen Charakteren recht schwer macht eine Lösung zu finden.
Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und flüssig. Sein Humor sitzt am rechten Fleck.

„Verwerfungen“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi der immer wieder durch Humor aufgelockert wird.

Ewige Schuld

Arne Dessaul
Roman
291 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein Roman spannend wie ein Krimi

„Ewige Schuld“ von Arne Dessaul ist ein Roman, der sich wie ein Krimi liest.

Im Mittelpunkt steht Fritz Tiedemann. Ein Jugendlicher der immer ein Außenseiter ist. In seinem Heimatort, das an der Grenze zur DDR liegt gehört er nicht dazu, weil er in Wolfenbüttel auf das Gymnasium geht. In der Schule gehört er als Dorfbewohner auch nicht dazu. Auch Fritz Mitschülerin Freda von Hainberg hat keinen Kontakt zu ihren Mitschüler*innen. Doch das soll sich ändern, die beiden Außenseiter tun sich zusammen. Eine enge Freundschaft und Liebe beginnt.
Für Fritz ist klar, er wird Freda einmal heiraten.
Als er mit Elke, der Verlobte seines besten Freundes Helmut im Bett landet, schwört er sich das Verhältnis gleich wieder zu beenden. Doch nach jeden Treffen verabredet er sich wieder mit Elke.
Und immer wieder nimmt er sich vor das Verhältnis zu beenden. Schließlich ist Elke mit seinem Freund verlobt und er ist mit Freda zusammen. Aufs peinlichste bemüht, sorgt Fritz dafür, dass niemand von seinem Verhältnis mit Elke erfährt. Dann ist Elke eines Tages plötzlich verschwunden.
Zur gleichen Zeit stellt Fritz, aufgefordert von Freda Nachforschung über die Vergangenheit der Dorfbewohner an. Er ahnt nicht, was er damit auslöst.

Ich habe etwas Zeit gebraucht um in die Geschichte einzutauchen. Der Anfang konnte mich noch nicht überzeugen. Doch je weiter ich gelesen habe je mehr wurde ich in die Geschichte hineingezogen.

Die Protagonisten sind recht unterschiedlich. Fritz ist ein Jugendlicher der sich ausprobiert. Der plötzlich in zwei Beziehungen steckt und nicht fähig ist ehrlich zu sein und sich für eine Frau zu entscheiden. Sympathisch geworden ist er mir erst am Ende der Geschichte.

Der Roman ist im Jahr 1974 angesiedelt. Das letzte Kapitel springt in das Jahr 2014.
Hier bekommen die Leser*innen dann die Folgen des Jahres 1974 zu spüren.

Arne Dessaul erzählt die Geschichte zu Beginn in einem langsamen Tempo. Die Leser*innen können sich in Ruhe mit den Charakteren vertraut machen. Dann zieht der Autor das Tempo langsam an und die Geschehnisse werden auch interessanter.
Fritz genießt den Sommer 1974, ist aber auch hin- und hergerissen von allem, was ihm passiert.

Arne Dessaul hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Die Handlungsorte beschreibt der Autor authentisch. Vor allem die Atmosphäre des kleinen Dorfs, wo jeder jeden kennt und plötzlich ein Jugendlicher Fragen nach der Nazi-Vergangenheit stellt wird gut vermittelt.

Vom letzten Kapitel im Jahre 2014 war ich überrascht. Hier hat der Autor gut Resümee gezogen

„Ewige Schuld“ ist ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Hoffnung

Stefan Maiwald
Historischer Roman
388 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Die Thalmeyer-Saga geht aufregend weiter

Selb in den 50er Jahren: Marie Thalmeyer hat es geschafft, das Sorgerecht für ihre Tochter zurückzuerlangen, doch die Freude hält nicht lange. Die Porzellanmanufaktur steht nach einem Betrug kurz vor dem Ruin und die DDR öffnet die Grenzen für das Meißner Porzellan. Die Preise sind im freien Fall.

Maries Bruder Joachim lebt währenddessen immer offener seine Homosexualität aus. Er versucht mit Hilfe der Musik, die Narben des Krieges verblassen zu lassen und wird erfolgreicher Manager der Stars. Doch auch in der Welt der Reichen und Schönen lauern Gefahren .

Als der Erzfeind der Familie, der Papierfabrikant Karl Metsch, aus der Haft entlassen wird, flammt die Fehde erneut auf. Können Marie und Sophie Thalmeyer wieder alles zum Guten wenden?

„Die Porzellanmanufaktur-Zerbrechliche Hoffnung“ von Stefan Maiwald ist der 2. Band der dreiteiligen Thalmeyer-Saga.

Der 2. Weltkrieg ist beendet doch die Nachwehen des Kriegs sind noch überall zu spüren.
Marie Thalmayer widmet sich der Porzellanmanufaktur um damit ihr Leben zu finanzieren. Doch ihr Buchhalter hat sie über viele Jahre betrogen. Jetzt steht es um die Porzellanmanufaktur schlecht. Maria muss hart kämpfen um die Fabrik am Leben zu erhalten. Als die DDR die Grenzen für das Meißner Porzellan öffnet scheint der Kampf hoffnungslos zu sein. Privat kann Maria einen Erfolg verbuchen. Sie hat das Sorgerecht für ihre Tochter zurückbekommen.

Maries Bruder Joachim möchte den Krieg endlich hinter sich lassen und ins Filmgeschäft einsteigen. Seine Idee ist es die Krimis von Edgar Wallace zu verfilmen. All zu gerne möchte er die Hauptrolle übernehmen aber da ist auch noch der gutaussehend Joachim Fuchsberger.

Stefan Maiwald hat für seine Familien-Saga starke Protagonisten gezeichnet.
Am besten gefällt mir Maria. Sie ist eine sehr starke Frau die sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt.
Auch Joachim gefällt mir gut. Er hat sich sehr positiv entwickelt.
Auch die anderen Charaktere gefallen mir gut. Alle sind lebendig und fast alle sympathisch.

Man kann sich die Nachkriegsjahre mit der Entbehrung die vieler Orts noch herrscht gut vorstellen.
Man spürt aber auch, dass die Menschen nach vorn schauen und auf eine bessere Zukunft hoffen.

Stefan Maiwald spiegelt die Zeit der Handlung sehr gut wider, vor allem bekannte Namen wie z. B. Joachim Fuchsberger lassen die Zeit der Handlung authentisch erscheinen.
Mit seinem flüssigem und gut verständlichen Schreibstil lies der Autor mich ganz tief in die Geschichte eintauchen.
Ich habe das Buch nach einigen Seiten kaum aus der Hand legen können.

Jetzt freue ich mich schon sehr auf den 3. Band „Die Porzellanmanufaktur – Zerbrechliche Träume“ der die Leser*innen in die 60er Jahre führen wird und am 1. Oktober 2024 erscheinen soll.

Venezianischer Fluch

Daniela Gesing
Kriminalroman
275 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Voodoo-Zauber in Venedig

Commissario Luca Brassoni will eigentlich kürzertreten, als er einen scheinbaren Selbstmord auf den Tisch bekommt. Seine Frau, die Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti, geht jedoch schnell von Fremdeinwirkung aus, die junge Frau wurde offensichtlich gestoßen. Oder ist doch etwas dran an dem Fluch der mächtigen Hoteliersfamilie Perroni? Schließlich war das Opfer mit Carlo, dem Sohn der Familie, verlobt, der jedoch bereits einer anderen versprochen war, um die Geschäftsbeziehungen der Familie zu stärken. Hat jemand aus der Familie der jungen Liebe ein Ende gemacht? Und was hat es mit dem Fluch auf sich? Luca Brassoni und sein Team stoßen schnell auf Familiengeheimnisse, die nie ans Licht kommen sollten

„Venezianischer Fluch“ ist der 9. Band aus der Reihe Luca- Brassoni-Krimi von Daniela Gesing.

Das Buch ist mit seinen ca. 275 Seiten schnell gelesen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.

Der Fall ist spannend und komplex aufgebaut.
Commissario Luca Brasson und sein Team ermitteln auf Hochtouren.
Die Verlobte des Sohnes der Hotelfamilie Perroni wurde über die Accademia-Brücke gestoßen. Zuerst sah alles wie ein Selbstmord aus, doch Carla Sorrenti, die Gerichtsmedizinerin und Ehefrau von Commissario Brassoni findet schnell Anzeichen dafür, dass es kein Selbstmord war. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass das Opfer Angst vor einem Fluch hatte, auch auf dem Hotel soll ein Fluch lasten. Die angesehene Hotelfamilie soll mit Samthandschuhen angefasst werden, verweigert aber jede freiwillige Unterstützung der Polizei. Keine leichte Aufgabe für Commissario Brassoni und sein Team.

Die Protagonisten sind sympathisch, besonders Commissario Brassoni und das Team drumherum. Auch die Ehefrau und Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti ist sehr sympathisch.

Es macht Spaß die Entwicklung der Charaktere im Laufe der Bände mitzuerleben und auch immer wieder Einblicke in ihr Privatleben zu bekommen. So erwartet Carla Sorrenti ihr 2. Kind und der Commissario hat vor kürzer zutreten und auch einige Zeit in Elternzeit zu gehen.

Daniela Gesing kann sehr bildhafte Beschreiben was dazu führt,, dass man sich recht schnell an den Canale Grande versetzt fühlt.
Die eingestreuten italienischen Wörter machen das Ganze um so authentischer.
„Venezianischer Fluch“ ist ein unterhaltsamer und gleichzeitig spannender Krimi mit Urlaubsfeeling.


Allsberg 1985 – Der Duft der Veränderung

Hans von Rotenhan
Historischer Roman
402 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein spannender Abschluss der Schloss Allsberg Trilogie

„Allsberg 1985 – Der Duft der Veränderung“ ist der 3. und letzte Band der Schloss Allsberg-Trilogie von Hans von Rotenhan.

Die Handlung umfasst die Jahre 1985-2002.
Im Mittelpunkt steht wieder das Schloss Allsberg und seine Bewohner.
Zwischen dem 2. und dem 3. Band liegen nur wenige Jahre und man trifft liebgewonnene Charaktere wieder.
Katja und Enzo leben nun fest auf Schloss Allsberg. Zu ihrem Glück fehlt nur noch ein Kind aber dieser Wunsch bleibt ihnen wohl verwehrt.
Als Enzos Vater zusammen mit seiner jungen Geliebten bei einem Autounfall ums Leben kommt nehmen Katja und Enzo sich deren kleinen Tochter Anna an. Doch das Glück wehrt nicht lange und bei Enzo wird ein Hirntumor diagnostiziert.
Katja bittet ihre Schwägerin Giovanna mit deren Sohn Carlitos nach Allsberg zu ziehen um sie zu unterstützen. Anna und Carlitos wachsen gemeinsam auf und so wächst die nächste Generation in Schloss Allsberg auf.

Hans von Rotenhan hat auch mit dem 3. Teil eine schöne und fesselnde Geschichte geschrieben.
Die Charaktere führen gut durch die Geschichte und ich habe einige recht liebgewonnen.
Katja ist eine ganz besondere Frau. Sie ist stark und muss einige Schicksalsschläge meistern. Manchmal habe ich mich gefragt wie sie das alles wegsteckt.

Man erlebt mit, wie die nächste Generation in Schloss Allsberg aufwächst und langsam auch die Familiengeschäfte übernehmen.

Hans von Rotenhan hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Der Autor vermag es die Geschichte so zu erzählen, dass man als Leser*in das Gefühl hat mittendrin zu sein.
Er beschreibt die Zeit der Handlung sehr authentisch und lässt somit die 1980er, 1990er und die frühen 2000er Jahre wieder aufleben. Auch gewährt er seinen Leser*innen einen guten Einblick in die Gesellschaft.

„Allsberg 1985 – Der Duft der Veränderung“ ist ein toller Abschluss der Trilogie, die mich seit Band 1 sehr gefesselt hat.

Stella auf Eis

Angelika Hesse
illustriert von Edda Skibbe
Kinderbuch / Jugendbuch
297 Seiten
Altersempfehlung ab 9 Jahre
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Schöne Geschichte für die Vorweihnachtszeit

Klappentext:
Perfekter könnte die Winterzeit für Stella und ihre Freundinnen Nelly und Lou nicht beginnen: Profi-Eiskunstläuferin Katja Hübsch kommt für eine Weihnachtsaufführung in die Stadt und bietet gleichzeitig Eislauftraining an. Also runter von den Rollen und rauf auf die Kufen! Vielleicht springt am Ende ja sogar ein Mini-Auftritt für die Rolling Angels raus? Von Mamas Bedenken will Stella nichts wissen. Der wurde nämlich ein „eisiges Unglück“ vorausgesagt.
Dann passiert tatsächlich etwas, das Stellas Pläne gewaltig durcheinanderwirbelt. Und Schuld daran ist allein Skating Devils Anführer Eric! Muss sie seinetwegen etwa ihre gesamten Weihnachtsprojekte auf Eis legen?

„Stella auf Eis ist der 3. Band der Stella-Reihe von Angelika Hesse.
Schon Band 1 „Stella rollt an“ und Band 2 Stella voll in Schwung“ haben mir gut gefallen. Und auch der 3. Band ist wieder überzeugend.

Im Mittelpunkt steht Stella.
Mit ihrer Leidenschaft fürs Rollschulhaufen hat sie bestimmt schon einige junge Leser*innen angesteckt.
Es macht großen Spaß Stella und ihren Freundinnen Lou und Nelly zu begleiten. Genauso wie die Skating Devils mit ihrem Anführer Eric und ihren Skateboards und den Hockeyschlägern.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten sind die zwei Cliquen mittlerweile befreundet.
Doch kommt es immer wieder zu kleinen Streitigkeiten.

Im 3. Band geht es auf Weihnachten zu. Die Profi-Eiskunstläuferin Katja Hübsch kommt für eine Weihnachtsaufführung in die Stadt. Gleichzeitig bietet sie Eislauftraining an.
Da sind die Rolling Angels natürlich dabei und wechseln von Rollen auf Kufen.
Heimlich hoffen sie auf einen kleine Auftritt in der Weihnachtsaufführung.
Wenn da nicht die Skating Devils wären.

Angelika Hesse bringt ihren jungen Leser*innen die Weihnachtszeit auf eine schöne Weise näher.
Stella die ein besonderes Weihnachten haben möchte ist schon ganz im Bastelfieber und auch für die Weihnachtsfeier in der Schule plant sie schon.

Angelika Hesse verpackt die Geschehnisse kindgerecht in einer schönen und spannenden Geschichte.
Dabei animiert sie Kinder Freude am Sport zu haben. Vermittelt Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft.
Ihre Sprache hat die Autorin sehr gut der Zielgruppe angepasst.
Der Schreibstil ist gut verständlich und locker.

Dazu gibt es schön illustriert von Edda Skibbe

Empfohlen wird die Stella Reihe“ ab 9 Jahren aber auch ich als Erwachsene hatte meine Freude an diesen Büchern.

Allsberg 1980 – Der Klang der Vergangenheit

Hans von Rotenhan
Historischer Roman
401 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Die Trilogie geht aufregend weiter

Klappentext:

Ibiza, Herbst 1980: In einer kleinen, heruntergekommenen Finca trifft ein Telegramm ein, dass das Leben von Karl Tröger durcheinanderwirbeln soll. Karl, der mit dem Leben auf Schloss Allsberg abgeschlossen hat, wird von seinem Vater Georg aufgefordert, unverzüglich ins Schloss in Unterfranken zurückzukehren. Das Wort, das Karl jedoch wirklich alarmiert, lautet „bitte“.
Karl reist übereilt gemeinsam mit seiner Freundin Giovanna nach Allsberg. Sein Vater, der schon früh die Erbnachfolge regeln wollte, hatte Karls Bruder Anton alles überschrieben, ehe Georg und Anton im Streit auseinandergingen. Aus Rache will Anton nun alles tun, um Schloss Allsberg zu zerstören und das Vermögen in alle Winde zu verstreuen. Die Familie muss ihn aufhalten.
Als die Trögers von mehreren Schicksalsschlägen erschüttert werden, ist es die kluge Ziehtochter Katja, die sich um die zahlreichen Aufgaben auf Schloss Allsberg kümmern muss. Sie stellt sich den Schatten der Vergangenheit und bringt eine längst vergessene Schuld ans Licht. Findet sie hierbei auch ihr eigenes Glück?

„Allsberg 1980 – Der Glanz der alten Zeit“ ist der 2. Band der Schloss Allsberg-Reihe von Hans von Rotenhan.
Zwischen dem 1. und 2. Band liegen fast 90 Jahre.

Die Handlung umfasst die Jahre 1980-1981.
Im Mittelpunkt steht wieder das Schloss Allsberg und seine Bewohner.
Georg Tröger, der Schlossherr von Schloss Allberg hat sich mit seinem Sohn und Erben Anton zerstritten.
Anton versucht aus Rache das Erbe zu zerstören.
Karl der auf Ibiza lebt wird von seinem Vater gebeten in das Schloss Allberg zurückzukommen.
Derweil übernimmt Katja, Georgs Ziehtochter die Geschäfte.

Hans von Rotenhan hat auch mit dem 2. Teil eine schöne und lesenswerte Geschichte verfasst.
Die Geschichte ist chronologisch verfasst. In Erzählungen gibt es Rückblicke die den großen Zeitsprung zwischen dem 1. und 2. Band etwas schmälern.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Es gibt im Charakter der Protagonisten durchaus Parallelen zum 1. Band.

Hans von Rotenhan hat einen gut verständlichen und flüssigen Schreibstil.
Der Autor vermag es die Geschichte so zu erzählen, dass man als Leser*in das Gefühl hat mittendrin zu sein.
Der Autor beschreibt die Zeit der Handlung sehr authentisch und lässt somit die 1980er Jahre wieder aufleben. Auch gewährt er seinen Leser*innen einen guten Einblick in die Gesellschaft.

„Allsberg 1980 – Der Klang der Vergangenheit“ ist eine toller tolle Fortsetzung, die mich sehr gefesselt hat.
Ich freue mich schon sehr auf den 3. Band „Allsberg 1985 – Der Duft der Veränderung“ der am 1. Februar 2024 erscheinen soll.