Tod in heller Sommernacht

Lisa Sarah Brandstäter
Kriminalroman
478 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Finnland-Krimi

Klappentext:
Eine schöne Sommernacht in der Kleinstadt Porvoo bei Helsinki endet für die junge Studentin Lina tödlich. Ein Auto drängt sie von dem sandigen Waldweg ab und überfährt sie brutal. Die Polizei in dem idyllischen Küstenort nahe Helsinki bittet Kommissarin Leena Victor um Hilfe. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf ein Geflecht aus Widersprüchen, heimlichen Affären und perfekt platzierten Lügen. Als ein zweiter Mord den kleinen Ferienort erschüttert und eine junge Frau spurlos verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, und Leena Victor versucht, das Mosaik Stück für Stück zusammenzusetzen. Denn unter der gleißenden finnischen Mitternachtssonne lauert ein Täter, dessen Rachedurst noch lange nicht gestillt ist.

„Tod in heller Sommernacht“ ist der 2. Band der Krimireihe „Leena Victor ermittelt“ von Lisa Sarah Brandstäter.

Die Autorin hat lebendig und authentisch wirkende Charaktere geschaffen.
Das Ermittlerduo trägt den Roman mit viel psychologischer Tiefe.
Leena Victor ist eine starke, kompetente und zugleich einfühlsame Ermittlerin.
Sie wirkt menschlich und greifbar, auch weil sie neben dem Fall mit massiven Problemen im eigenen privaten Umfeld zu kämpfen hat.

Sebastian Nyberg ist Leenas Partner. Auch er hat Ecken und Kanten und seine privaten Probleme.

Die beiden Ermittler habe ich im 1. Band schon gut kennengelernt. Mir waren sie schnell sympathisch gewesen.

Der Schreibstil von Lisa Sarah Brandstäter ist flüssig, bildhaft und temporeich.
Die wechselnden Perspektiven lassen die Leser*innen ganz nahe an die Charaktere rankommen.

Auch der Handlungsort wird von der Autorin gut nähergebracht.
Die idyllische, historische Kleinstadt Porvoo nahe Helsinki mit ihren charakteristischen Holzhäusern dient als malerische Kulisse.
Die helle Sommernacht, in der es im Norden Europas nicht dunkel wird, wird den Leser*innen gut vermittelt.

„Tod in heller Sommernacht“ ist ein gelungener 2. Band. Ich freue mich jetzt schon auf den 3. Band „Tod im kalten Abendlicht“, der im Herbst 2027 erscheinen soll.

Mord in eiskalter Nacht

Lisa Sarah Brandstäter
Kriminalroman
457 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt einer neuen Skandinavien-Krimireihe

Klappentext:
Es war eine rauschende Feier. Am nächsten Tag liegt Kira Westerlund ermordet im Ehebett, geknebelt und mit einer Plastiktüte erstickt. Der Mord an der beliebten Moderatorin versetzt das friedliche Finnland in einen Schockzustand. Kriminalkommissarin Leena Victor hat bei Gewaltdelikten gegen Frauen landesweit die beste Aufklärungsquote, die eingerichtete Sonderkommission braucht sie eigentlich. Doch sie war Gast auf der Party und hat außerdem Urlaub. Leena weiß, dass Sauna, Eisbaden und ihr geliebtes Boxtraining warten müssen. Sie beginnt zu ermitteln, in alle Richtungen. Bis sie in einem der unendlichen nordischen Fichtenwälder vor einem beschaulichen Haus steht, das ihr seltsam bekannt vorkommt.

„Mord in eiskalter Nacht“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Lisa Sarah Brandstäter.

Kira Westerlund ist eine bekannte Moderatorin. Nach einer Party wird sie tot und gefesselt im Ehebett aufgefunden. Eine Sonderkommision wird eingerichtet.
Eigentlich wird Kriminalkommissarin Leena Victor für die Ermittlungen gebraucht. Sie ist sehr erfolgreich, wenn es um Gewaltdelikte gegen Frauen geht. Doch Leena war selbst Gast bei der Party und wird somit von den Ermittlungen ausgeschlossen.

Lisa Sarah Brandstäter hat ihre Protagonisten gut gezeichnet und lässt sie menschlich und lebendig wirken.
Im Vordergrund stehen die Frauen, alle haben eine schwierige Vergangenheit hinter sich.
Die Kriminalkommissarin Leena Victor, die trotz Ausschluss aus den Ermittlungen, auf eigene Faust ermittelt hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester Hanna. Der Vater der Schwestern war auch Polizist aber Alkoholabhängig. Die Kindheit der Schwestern war hat und steinig.

Im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser*in so einiges aus dem Leben von Leena und Hanna aber auch das Leben, Kira Westerlund und Lilli Rosengard werden beleuchtet. Jeder der Frauen hat ein schweres Päckchen zu tragen.
Dabei werden gesellschaftliche Tabuthemen wie Alkoholsucht, Essstörungen und Machtmissbrauch in die Geschichte eingewoben.

Lisa Sarah Brandstäter erzählt die Geschichte in einem ordentlichen Tempo, die Spannung hat früh eingesetzt und steigert sich im Laufe der Geschichte immer weiter. Durch unvorhergesehene Wendungen war es für mich schwer dem Täter auf die Spur zu kommen.
Die Autorin hat einen flüssigen, gut verständliche und vor allem fesselnden Schreibstil. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte.

„Mord in eiskalter Nacht“ ist ein spannender und unterhaltsamer Kriminalroman. Ich freue mich schon auf den 2. Band „Tod in heller Sommernacht“, der im Juli 2026 erscheinen soll.