Hildur – Das Tal der Schuld
Satu Rämö
Kriminalroman
426 Seiten
erschienen im Heyne Verlag
Übersetzt aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar
Hildur ermittelt wieder
Klappentext:
Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir unterstützt die Bauern in den Westfjorden beim alljährlichen Schafabtrieb in den Bergen. Dabei stoßen sie in einem einsamen Tal auf eine tote Frau. Es handelt sich um eine Deutsche, die für eine Hotelkette aus Reykjavík arbeitete. Was zunächst nach einem Wanderunfall aussieht, entpuppt sich als Mord. Tante Tinna fällt eine Parallele zu Hildurs allererstem Mordfall vor 25 Jahren auf. Hat derselbe Täter nun erneut zugeschlagen? Während Hildur versucht, die Spuren aus der Vergangenheit mit denen aus der Gegenwart zu verbinden, sucht auch Tinna nach Antworten. Sie will wissen, was aus ihrer Schwester Hulda wurde, die Anfang der Siebziger aus Island verschwand.
„Hildur – Das Tal der Schuld“ ist der 5. Band der Hildur-Reihe von Satu Rämö.
Im Mittelpunkt steht die Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir.
Hildur ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden und leitet die Abteilung für vermisste Kinder in schwach besiedelten Gebieten. Da die Westfjorde recht dünn besiedelt sind und wenig Verbrechen geschehen, hilft Hildur auch bei allen anfallenden Polizeiarbeiten.
Hildur surft gerne, auch im Winter liebt sie es, in der kalten See die Wellen zu beherrschen.
Leiterin der Polizeistation in Isafjördur ist noch Elisabet Baldursdóttir, kurz Beta genannt. Beta, die aus privaten Gründen nach Reykjavik gezogen ist, hat sich bereit erklärt, die Stelle der Leiterin noch einmal für ein Jahr zu übernehmen. Bis dahin ist der finnische Polizist Jakob so weit um sich auf die Stelle zu bewerben, und Beta wird zurück nach Reykjavik gehen.
Jakob hat mit einem Auslandspraktikum bei der Polizei in Isafjördur angefangen und ist mittlerweile heimisch geworden. Bekannt ist Jakob dafür, dass er immer und überall sein Strickzeug auspackt und wunderschöne Islandpullover strickt. Mittlerweile ist er in einer festen Beziehung und auch sein Sohn lebt bei Jakob.
Mir sind die Charaktere seit dem 1. Band sympathisch und ich freue mich immer wieder, wenn ich sie begleiten darf.
Der Fall ist wieder spannend und Hildur stellt Parallelen zu einem alten Fall fest.
Auch damals ist eine junge Frau tot aufgefunden worden. Es wurde allerdings als Unfall eingestuft. Daran zweifelt Hildur heute.
So gibt es immer wieder einmal zurück in die Vergangenheit.
In der Gegenwart ermittelt Hildur im heutigen Fall. Eine junge Deutsche, die in Island lebt, wurde tot aufgefunden. Bei dem näheren Betrachten des Umfelds erfährt Hildur, dass die Frau vor kurzem ein Kind geboren und ausgesetzt hat. Was hat die Frau dazu bewogen?
Der Fall wird wieder sehr spannend erzählt. Als Leser*in wechselt man zwischen den Ermittlungen und der Vergangenheit.
Satu Rämö hat einen sehr fesselnden und flüssigen Schreibstil. Ihre Charaktere sind sympathisch und richtig lebendig.
Die Charaktere begleite ich jetzt schon im 5. Band und sie sind mir durchweg sympathisch.
Das Buch ist aber noch so viel mehr als ein Krimi.
Die Autorin beschreibt Island mit großer Hingabe. Die raue Natur, die Naturgewalten, die dünne Besiedlung der Westfjorde. All das kann man sich anhand der Beschreibung sehr gut vorstellen.
„Hildur – Das Tal der Schuld“ hat alles, was ein guter Krimi braucht. Einen spannenden Fall, tolle Charaktere und ein interessantes Setting.
Ich freue mich sehr, dass die Reihe weitergeht, und hoffe auf einen 6. Band.

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