Sie auch

Alexandra Seese
Roman
403 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Alexandra Seese für das Rezensionsexemplar

Mystisch und spannend

Klappentext:
Verwitwet, abgebrannt und vom Rauswurf aus dem Familienanwesen bedroht – die ehemalige Sopranistin Christine steckt in der Bredouille. Ein Vorsingen an der Pariser Oper bietet die Chance auf Unabhängigkeit. Doch die Konkurrenz ist jünger und besser in Form. Ein Brief aus dem Jenseits könnte die Lösung bringen oder neue Schwierigkeiten aus alten Abhängigkeiten entfachen. Zwischen Absender und Empfängerin entfaltet sich ein intensiver Dialog über persönliche und tatsächliche Dämonen, über Täter und Opfer, Schuld und Mitschuld und darüber, wer wie weit bereit ist zu gehen, um ans persönliche Ziel zu gelangen. Sich Gaston Leroux‘ Klassiker Das Phantom der Oper als Vorgeschichte bedienend, spinnt Sie auch die weltweit bekannte Erzählung weiter und stellt sie zugleich kritisch in Frage.

„In ihrem Roman „Sie auch“ spinnt Alexandra Seese den Klassiker „Das Phantom der Oper“ weiter.

Die Autorin schickt ihre Leser*innen nach Paris und nach Perros-Guirec in das Jahr 1887.

Die Sopranistin Christine ist verwitwet und ziemlich mittellos. Sie lebt auf dem Familienanwesen ihres verstorbenen Mannes. Ihre Schwägerin gibt ihr indirekt die Schuld am frühen Tod ihres Bruders. Christine muss ihre Schwägerin erdulden, den sie bangt, sonst ihr Obdach zu verlieren.
Eine Anstellung an einem Opernhaus ist ihr auch verwehrt, die Konkurrenz ist jünger und hat mehr Chancen. Da erreicht sie ein Brief. Die wenigen Zeilen sind mit roter Tinte geschrieben und unterzeichnet mit Orfeo Gluck. Ein Schreck geht Christine durch Mark und Bein.
Zitat, Seite 13:
O.G. wie Operngeist; Gluck nach Willibald Gluck, dem Komponisten der Oper Orfeo und Euridice über den mystischen Sänger Orpheus, der in die Unterwelt hinabgestiegen war, um seine verstorbene Frau zurückzuholen.

Ab diesem Satz hat mich das Buch gefangen.
Zwischen der Geschichte um Christine, bekommen die Leser*innen immer wieder Briefe zu lesen, den zwischen Christine und dem Absender des Briefs entsteht ein Dialog. Ein Dialog über alte Dämonen und über Schuld.

Alexandra Seese hat ihre Charaktere gut gezeichnet. Sie sind facettenreich und interessant. Vor allem wirken die Protagonisten lebendig.
Die Autorin führt ihre Leser*innen in die Welt der Oper und gleichzeitig in eine mystische Welt.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sich zusätzlich noch eine gewisse Spannung.

Der Schreibstil von Alexandra Seese ist flüssig, gut verständlich und der Zeit der Handlung angepasst.
Mich hat die Geschichte schnell begeistert.

„Ich auch“ ist eine Geschichte für alle, die gerne literarische Literatur lesen.

Amok Alarm

Uli Black
Roman
293 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Uli Black für das Rezensionsexemplar

Sehr authentisch erzählte Geschichte

Klappentext:
H.C. Nachtnebel ist sechzehn, ein Mathegenie, ein Basketball-Ass und nach einem Verlust tief traumatisiert. Zwischen Leistungsdruck und Identitätssuche, Nähe und Rückzug, depressiven Episoden und Hochstimmung, versucht er, seinen Platz zu finden.
Als Keira auftaucht unangepasst, direkt, faszinierend, fühlt sich H.C. zum ersten Mal gesehen und geliebt, aber anders als von seinen Eltern. Doch was wie Rettung aussieht, wird schnell zum weiteren Riss im fragilen Gefüge seiner Welt. Von allen im Stich gelassen, gibt es für ihn nur noch einen Ausweg.

„Amok Alarm“ von ist ein Coming-of-Age-Roman von Uli Black.

Oft merkt man erst, was in einer Person vorgeht, wenn es zu spät ist. Dann heißt es, die Person war unauffällig, ruhig und freundlich.
So auch hier der Protagonist H.C. Nachtnebel. Nach außen hin wirkt H.C. eher ruhig, aber innerlich ist er explosiv wie eine Bombe. H.C. spielt sehr gut Basketball, hier kann er sein Trauma etwas kompensieren. Als sein Vorbild im Basketball stirbt, fällt H.C. in ein tiefes Loch, muss sogar ins Krankenhaus. Doch die Depression und seine Panikattacken bleiben.
Sein einziger Lichtblick ist Keira. Von ihr fühlt er sich gesehen, ein Gefühl, das er bei seinen Eltern nicht hat. Doch auch Keira ist nicht der gewünschte Rettungsring.

Uli Black beschreibt seinen Protagonisten H.C. Nachtnebel so authentisch, dass man denken könnte, er würde ihn wirklich kennen. H.C. wirkt lebendig und wie aus dem echten Leben entsprungen.
Die Gefühle und die Hilferufe von H.C. kommen gut zu den Leser*innen durch. Er ist ein junger Mensch mitten in der Pubertät, der dringend Hilfe bracht, aber es sieht niemand.

Der Autor behandelt in seiner Geschichte Themen wie Verlustängste, Traumatisierung, Überforderung, Wut und Gewalt.

Der Schreibstil von Uli Black ist flüssig und gut verständlich, die Sprache hat er dem Alter des Protagonisten hervorragend angepasst.

„Amok Alarm“ ist ein Roman, der mich sehr bewegt hat.

Die Kalimba der Zeit: Der verlorene Wald

C.F. Storms
Fantasy
148 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Gelungener Debütroman

Klappentext:
Der Verlorene Wald ist der Auftakt einer siebenteiligen Fantasyreihe in kompakter und lesefreundlicher Erzählweise. Phelan wächst im abgelegenen Birkesdorf auf, wo er als Kleinkind allein aufgefunden wurde. Kurz vor seinem zehnten Lebensjahr soll er in einem alten Ritual sein Tierzeichen erhalten. Doch der feierliche Moment kippt, als der Druide das Zeichen verkündet. Die Dorfbewohner reagieren mit Angst und Ablehnung, und Phelan flieht überfordert in den geheimnisvollen Verlorenen Wald. Dort begegnet er einer gesichtslosen Gestalt, die einen magischen Gegenstand bei sich trägt: die Kalimba der Zeit. Durch sie erfahrt Phelan die wahre Bedeutung seines Tierzeichens und dass sein Schicksal direkt mit dem Gleichgewicht der gesamten Welt verbunden ist.

„Die Kalimba der Zeit: Der verlorene Wald“ ist der 1. Band einer 7teiligen Fantasy-Reihe von C.F. Storms.

Im Mittelpunkt steht der 10-jährigen Phelan, ein Findelkind, dass in einem abgelegenen Dorf aufwächst. Jetzt steht er kurz davor sein Tierzeichen zu bekommen. Der Druide enthüllt das Zeichen, was Angst und Schrecken verbreitet. Daraufhin geht Phelan in den verlorenen Wald und seine Geschichte beginnt.

C.F. Storms erzählt kurz und klar die Geschichte. Der Autor fast das Wesentliche mit wenigen Worten zusammen. Keine langen Beschreibungen, nicht viele Worte die sich immer um dasselbe drehen. Dadurch ließt de Geschichte sich sehr schnell, es fehlt aber nichts, ich hatte schnell Bilder im Kopf.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, Phelan war mir auf Anhieb sympathisch. Auch die anderen Charaktere, wie z. B. Audrey mochte ich sehr. Nicht so sympathisch war mir Faol, er hat etwas Geheimnisvolles an sich das ich nicht einschätzen kann.

Wie die gesamte Erzählung, so ist auch die Beschreibung der Handlungsorte recht kurzgehalten. Es gibt Menschen, es gibt Götter und es gibt Fabelwesen und die Magie fehlt natürlich auch nicht.

„Die Kalimba der Zeit: Der verlorene Wald“ ist ein guter Einstieg in eine mehrteilige Fantasy-Reihe. Mir hat das Lesen viel Freude bereitet.

Flüsternde Erinnerungen

Monalishan Santhalingam
Psychothriller
323 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Monalishan Santhalingam für das Rezensionsexemplar

spannender Psychothriller

Klappentext:
Sieben Jahre ist es her, dass Jojo blutend im Wald gefunden wurde, allein. Seine Freunde? Spurlos verschwunden. Seine Erinnerungen? Ausgelöscht. Alarmiert durch eine bedrohliche Nachricht kehrt er nun in seine Heimatstadt zurück. Doch als erneut Menschen an derselben Stelle verschwinden, beginnt sich Jojo zu fragen: Was hat er damals wirklich in den Wäldern gesehen? Und was hat er getan? Während alte Schuld, neue Bedrohungen und verstörende Träume ihn jagen, stößt er auf eine Wahrheit , die besser im Waldboden geblieben wäre. Ein düsterer Psychothriller über Erinnerung, Schuld und dem Grauen, das im Harz lauert.

„Flüsternde Schuld“ ist ein spannender Psychothriller von Monalishan Santhalingam.
Für mich ist es das erste Buch des Autors und ich war sehr gespannt.

Im Mittelpunkt steht Jojo. Er ist Physiotherapeut und betreut unter anderem die Senioren in einem Pflegeheim. Doch dann stürzt eine Patientin während der Therapie.
Als auch noch ein Hilferuf seines Vaters kommt, zu dem er nur wenig Kontakt hat, wächst Jojo alles über den Kopf.
Er fährt kurzentschlossen in seine Heimatstadt zu seinem Vater.
Doch hier wird er von seinen Erinnerungen eingeholt.
Vor 7 Jahren ist er in einem blutend in einem Wald aufgewacht, ohne Erinnerung. Seine Freunde waren verschwunden.
Jetzt wo er in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist, verschwinden plötzlich wieder Menschen. Jojo will nach der Wahrheit suchen.

Monalishan Santhalingam baut schnell Spannung auf. Als Leserin begleitet man Jojo zu Beginn bei seiner Arbeit und dann in die Heimatstadt. Man erlebt das Verschwinden der Menschen an Jojos Seite. Man fragt sich zusammen mit Jojo was da passiert und was in der Vergangenheit passiere, ist, an die er sich nicht erinnern kann. Doch dann tauchen immer wieder Erinnerungsstücke auf und als Leserin ist man plötzlich bei den Ereignissen vor 7 Jahren dabei. Allerdings immer nur bruchstückehaft. So bleibt die Spannung erhalten.

Monalishan Santhalingam hat seine Protagonisten gut gezeichnet und lässt sie sehr lebendig wirken. Man spürt als Leser*in den psychischen Druck und die Verzweiflung die Jojo durchlebt.
Die Atmosphäre ist passend zur Geschichte recht düster. Mich hat es immer wieder im Nacken gekribbelt und ich war ständig auf der Lauer was passiert.
Der Schreibstil des Autos ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.

„Flüsternde Schuld“ war mein erstes Buch von Monalishan Santhalingam und er hat mich damit von seinem schriftstellerischen Können überzeugt. Es wird bestimmt nicht das einzige Buch des Autors sein, dass ich gelesen habe.

Der Meisterplan

Boris Simon
Ratgeber
266 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Boris Simon für das Rezensionsexemplar

Alte fernöstliche Weisheiten in die Moderne übertragen

„Der Meisterplan“ von Boris Simon ist ein Buch voller Gelassenheit und Balance.
Boris Simon vermittelt fernöstliche Weisheiten und Lebensgefühle so, dass auch Leser*innen die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben schnell Zugang zu diesem Buch finden.

Die alten Weisheiten werden sehr gut in unsere Zeit übertragen. So nutzt der Autor QR-Codes anhand denen man zu vertiefenden Videos und Übungen geführt wird.

Schnell wird „Der Meisterplan“ zu einem stillen Begleiter im Alltag. Jeden Tag einmal 15 Minuten Zeit sich selbst widmen und ein Abschnitt in diesem Buch lesen. Es gibt Stellen, an denen man seine eigenen Gedanken und Wünsche notieren kann. Hier kann man immer wieder hin zurückkehren.
So kann man Abschnitt für Abschnitt, Kapitel für Kapitel sich zu Gemüte führen und verinnerlichen. Je nach bedarf kann man einzelne Abschnitte wiederholen. Das Tempo liegt allein in der eigenen Hand.

Sehr gefallen haben mit auch die Illustrationen in dem Buch und der süße Pandabär.

„Der Meisterplan“ ist ein Buch, dass man nach einmaligen Lesen nicht einfach ins Regal stellt, sondern immer wieder zur Hand nimmt und ein Kapitel aufschlägt.

Mit Unverträglichkeiten Leben

Gabriele Kuppe
Gesundheitsratgeber
176 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Gabrielle Kuppe für das Rezensionsexemplar

Wertvoller Ratgeber für die Gesundheit

„Mit Unverträglichkeiten Leben: Alltag mit Glutensensitivität, Histaminintoleranz und Darmgesundheit“ von Gabriele Kuppe ist ein Ratgeber, der für viele Betroffene sehr nützlich sein kann.

Ich selbst leide unter einem Reizdarm und einer Laktoseintoleranz. Dazu kommen noch Kreuzallergien der Pollenallergie. Ich weiß also, was es heißt, darauf zu achten, dass es dem Darm gutgeht.

Heute gibt es viele Betroffene, sei es Glutensensitivität, Histaminintoleranz oder andere Unverträglichkeiten.

Gabriele Kuppe stellt den Leser*innen mit diesem Buch einen nützlichen Ratgeber zur Seite.
Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt wie Bluttest, Glutensensitivität, Histaminintoleranz, Darmgesundheit, Rezeptvorschläge, Ernährungsplan, Lebensmittelliste, Entspannungsvorschläge, Bezugsquellen, Buchtipps, Rezepte. So kann jeder die für sich in Frage kommenden Abschnitte auswählen. Die einzelnen Unverträglichkeiten werden kurz erklärt, das Thema Darmgesundheit wird angesprochen und es gibt ansprechende und gut umsetzbare Rezepte.

Gabriele Kuppe spricht in diesem Ratgeber aus eigenen Erfahrungen und Recherchen. Sie zeigt Zusammenhänge auf, um es anderen Menschen leichter zu machen.

„Mit Unverträglichkeiten Leben: Alltag mit Glutensensitivität, Histaminintoleranz und Darmgesundheit“ ist ein nützlicher Ratgeber für alle die mit Unverträglichkeiten belastet sind aber auch für Menschen, die einfach auf ihre Darmgesundheit achten möchten.

Das Stinktier von Hamburg

Jürgen Ehlers
Thriller
367 Seiten
erschienen bei BoD
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Jürgen Ehlers für das Rezensionsexemplar

Spannender und atmosphärischer Thriller

Klappentext:
Sylvia Schröder, 23 Jahre alt, Diebin und Lügnerin, fühlt sich verfolgt. Sie sucht Schutz in einer Beerdigungsgesellschaft und bittet den Wissenschaftler Patrick Pauli (35) um Hilfe. Pauli ahnt nicht, dass diese Hilfe nicht nur darin besteht, die ihm unbekannte junge Frau sicher nach Hause zu bringen. Sie hat gerade kein Zuhause. Sie zieht bei ihm ein. Für Patricks Freundin Michelle ist sie ein Stinktier. Entgegen ihren Behauptungen weiß Sylvia sehr wohl, wer der Mann ist, der sie verfolgt: Alexander Stubbe, erfolgreicher Geschäftsmann, Immobilienhändler, Serienmörder. Stubbe hatte vor drei Monaten auch Sylvia kurzfristig in seiner Gewalt. Was sie erlebt hat, verfolgt sie in ihre Träume. Sie ist die einzige Frau, der es gelungen ist, ihnen zu entfliehen. Allerdings zögert sie, sich an die Polizei zu wenden. Sylvia will kein Gerichtsverfahren mit unsicherem Ausgang. Sie will Rache. Aber Sylvia ist längst nicht mehr die Jägerin, sondern die Gejagte. Sylvias vermeintliche Freunde versuchen auf eigene Faust, Stubbe unter Druck zu setzen. Wenig später sind sie beide tot. Sylvia und Patrick ist klar, dass auch sie in höchster Lebensgefahr sind. Patrick und Sylvia geraten selbst unter Mordverdacht geraten. Ihnen bleibt nur die Flucht.

„Das Stinktier von Hamburg“ ist ein weiterer Hamburg-Thriller von Jürgen Ehlers.
Jürgen Ehlers hat mich mit seinen drei vorherigen Hamburg-Thrillern schon begeistert.
Kommissar Kastrup aus den vorherigen Geschichten ist nicht mehr dabei. Aber Sylvia treffen wir in diesem Thriller wieder.

So stehen auch Sylvia und Patrick im Mittelpunkt. Patrick ist etwas naiv und nimmt alles, was Sylvia erzählt als gegeben hin. Sylvia hingegen tischt Patrick glaubhaft Lügen auf. Alexander Stubbe ist ein Geschäftsmann und Serienmörder. Er ist hinter Sylvia her und macht somit auch Patrick, der Sylvia bei sich wohnen lässt das Leben schwer. Irgendwann wird die Lage so brenzlich, dass ihnen nur noch die Flucht bleibt.

Seine Charaktere sind facettenreich und lebendig.
Die Handlungsorte werden sehr anschaulich beschrieben. Wer schon einmal in Hamburg war, findet bestimmt bekannte Plätze.

Jürgen Ehlers baut sehr schnell Spannung auf, die er im Laufe der Geschichte immer mehr steigert. Sein Schreibstil ist atmosphärisch, locker und leicht verständlich.

Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Patrick und Sylvia erzählt aber auch die Gegenseite kommt zwischendurch zu Wort. Die Perspektivwechsel erzeugen zusätzliche Spannung.

Ich bin wieder ganz tief in die Geschichte eingetaucht. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Ich konnte das Buch nach wenigen Seiten, nicht mehr aus der Hand legen.

„Das Stinktier von Hamburg“ ist ein Thriller, der mich wieder begeistert hat.

Wer mich töten will

Sabine N. Trupp
Kriminalroman
333 Seiten
erschienen bei BoD
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an BoD für das Rezensionsexemplar

Absolute Leseempfehlung

Klappentext:
Liv will in Berlin neu anfangen. Doch als ihr Stiefvater Christian in Frankfurt ermordet wird, gerät ihr Leben aus den Fugen, und Kriminalhauptkommissar Lindmann ist davon überzeugt, dass nur sie als Täterin in Frage kommt. Von der Polizei gejagt, und von einem mysteriösen Stalker verfolgt, flüchtet Liv zu ihrem Geburtsort nach Nordengland, und erfährt eine böse Überraschung: bereits vor 18 Jahren soll sie bei einem tragischen Ereignis ums Leben gekommen sein. Liv hat allen Grund, an ihrer eigenen Identität zu zweifeln, und muss plötzlich um ihr nacktes Leben kämpfen.

„Wer mich töten will“ ist ein spannender Thriller von Sabine N. Trupp.

Liv Konley hat zurzeit eigentlich genug mit sich selbst zu tun, doch da bekommt sie die Nachricht, dass ihr Stiefvater Christian in Frankfurt ermordet wurde. Kriminalhauptkommissar Lindman ermittelt in dem Mordfall und sie hat eine Verdächtige, nämlich Liv. Liv die von einem Stalker verfolgt wird, wird jetzt auch von der Polizei verfolgt. Liv flüchtet nach Nordengland, wo sie geboren wurde. Aber auch da wartet eine unschöne Überraschung auf sie.

Sabine N. Trupp hat interessante Protagonisten gezeichnet und führt sie richtig lebendig durch die Geschichte. Liv ist mir schnell sympathisch gewesen, ihre Handlungen. Wenn sie auch manchmal etwas überstürzt anmuten, sind nachvollziehbar. Liv gerät in einen Strudel, der sie immer tiefer zu ziehen scheint.

Die Handlungsarten werden gut beschrieben, man kann sich alles genau vorstellen.

Der Schreibstil von Sabine N. Trupp ist flüssig, gut verständlich und vor allem fesselnd. Die Autorin baut schnell Spannung auf, die sie durch unvorhersehbare Wendungen weiter steigert.
Die Geschichte schreitet mit einem ordentlichen Tempo voran. Die kurzen Kapitel verleiten zum immer weiterlesen.

„Wer mich töten will“ ist ein spannender Thriller, den ich mit Begeisterung gelesen habe.

Die Schlange von Hamburg

Jürgen Ehlers
Thriller
326 Seiten
erschienen bei BoD
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Jürgen Ehlers für das Rezensionsexemplar

Spannender und atmosphärischer Thriller

Klappentext:
Der erste Tote liegt in der Hamburger S-Bahn, erstochen mit einem Schlangenmesser. Als wenig später ein zweites Opfer in einem anderen Zug gefunden wird, ahnt Kommissar Kastrup, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird. Er glaubt, dass die neue Mordserie mit einem Fall zusammenhängt, den sein Team im letzten Jahr bearbeitet hat. Aber der Mörder ist tot, und gegen Tote wird nicht ermittelt. Der Fall ist abgeschlossen. Oder doch nicht? Kastrup forscht weiter Als sein Vorgesetzter, ihn zu sich bittet, erwartet er deshalb eine Rüge. Doch es geht um ganz andere Dinge. Er ist angezeigt worden. Eine Verwandte behauptet, Kastrup habe seine Frau umgebracht. Immerhin erbt er alles. Ihr geschiedener Ehemann! Es gibt keinen Abschiedsbrief. Und die Anleitung zum Selbstmord, das Buch „Final Exit“, von dem seine Frau gesprochen hatte, ist nirgendwo zu finden.

„Die Schlange von Hamburg“ ist, nach „Der Wolf von Hamburg“ und „Die Hyäne von Hamburg“ der 3. Band der Kommissar Kastrup Reihe von Jürgen Ehlers.

Kommissar Kastrup bekommt es in diesem Band mit einem Mordreihe zu tun. Die Opfer wurden mit einem Schlangenmesser getötet. Das erste Opfer ist in einer S-Bahn zu finden. Bald darauf gibt es ein weiteres Opfer. Kommissar Kastrup weiß, dass er schneller sein muss als der Täter.
Allerdings gerät der Kommissar auch unter Mordverdacht. Er soll seine geschiedene Frau umgebracht haben und wird Erbe ihres Nachlasses.

Jürgen Ehlers hat mich mit „Die Schlange von Hamburg“ wieder genauso begeistert wie mit den vorherigen Bänden.

Seine Charaktere sind facettenreich und lebendig. Kommissar Kastrup und sein Team sind mir ja schon vom ersten Band gut bekannt und ich habe mich gefreut, sie wieder bei ihren Ermittlungen begleiten zu dürfen. Ich finde, besonders menschlich macht die Charaktere, dass man auch etwas von ihrem Privatleben mitbekommt. Es sind schließlich keine Maschinen die nur Arbeiten, sondern Menschen wie du und ich. Hier hat der Autor eine gesunde Mischung zwischen den Ermittlungen und dem Privaten gefunden. Auch auf Sylvia und weitere alte Bekannte werden die Leser*innen wieder stoßen.

Die Handlungsorte werden sehr anschaulich beschrieben. Wer schon einmal in Hamburg war, findet bestimmt bekannte Plätze.

Jürgen Ehlers baut sehr schnell Spannung auf, die er im Laufe der Geschichte immer mehr steigert. Sein Schreibstil ist atmosphärisch, locker und leicht verständlich. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

„Die Hyäne von Hamburg“ ist ein Thriller, der mich wieder begeistert hat.

Gerüchteküche – Reblandzunft

Ines Parizon
Cosy-Krimi
405 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an BoD für das Rezensionsexemplar

Der ideale Urlaubskrimi

Klappentext:
Obwohl Marie bereits genug mit ihren Nichten beschäftigt ist, wird die Kriminalhauptkommissarin ausgerechnet am Schmutzigen Donnerstag zu einem Leichenfund in der Offenburger Innenstadt gerufen. Sie kann die fünfte Jahreszeit nicht ausstehen, doch um dem Täter auf die Spur zu kommen, müssen sie und ihr Team nun im bunten Treiben der örtlichen Fastnachtsbräuche ermitteln.

„Gerüchteküche – Reblandzunft“ ist der 3. Band der Cosy-Krimireihe Gerüchteküche von Ines Parizon.

Im Mittelpunkt steht die Kriminalkommissarin Marie Müller. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Marie das Häuschen, in dem sie aufgewachsen ist in Zell-Weierbach, einer kleinen badischen Ortschaft geerbt. Nachdem sie und ihr Mann Andreas es liebevoll renoviert haben beschlossen Beide dort einzuziehen. Marie lässt sich von der Kriminalpolizei Hamburg zur Kriminalpolizei Offenburg versetzten. Für Andreas spielt es keine Rolle, wo er arbeitet. Er ist Versicherungssachverständigen und arbeitet meist im Homeoffice. Nur, wenn er einen Fall begutachten muss, dann muss er vor Ort sein.
Zell-Weierbach ist eine kleine, idyllische und verträumter Ortschaft, doch seit Marie zurückgekehrt ist, ist es in Zell-Weierbach gar nicht mehr so ruhig. Jetzt gibt es schon die 3. Leiche im Ort und die Gerüchteküche brodelt.

Marie ist mir schon im 1. Band auf Anhieb sympathisch gewesen. Sie ist taff und gleichzeitig locker. Ihre unkonventionelle Art gefällt mir gut. Auch ihr Kollege Raffael ist ein sympathischer Mann. Marie und Raffael verstehen sich auch schnell und arbeiten gut zusammen.

Auch privat lernt man Marie und ihren Mann Andreas kennen. Das Privatleben zieht sich wie ein roter Faden durch die Krimireihe.

In diesem Band müssen sich Marie und Andreas um ihre Nichten kümmern. Maries Schwester liegt nach einem Sturz mit einem Schienbeinbruch im Krankenhaus.
Zudem gibt es auch wieder einen Toten und Marie muss arbeiten. Zudem ist noch Fastnacht und die Kinder wollen sich ins Fastnachtsvergnügen stürzen, was Marie so gar nicht liegt. Zum Glück entdeckt Andreas seine Lieben zur Fastnacht.

Ines Parizon hat großartige Charaktere zum Leben erweckt. Die Handlungsorte beschreibt sie eingehend und man hat schnell Bilder im Kopf. So lässt die Autorin manchmal sogar ein Urlaubsgefühl entstehen für die, diese Region bekannt ist.
Die Autorin vermittelt ihren Leser*innen einiges von der Fastnachtstradition, die mir so gar nicht bekannt war.
Das Thema in diesem 3. Band ist etwas schwerer zu verarbeiten, es geht um Missbrauch, einem Thema, dem sich die Autorin nicht verschließen wollte und das sie gut lesbar in ihre Geschichte einfließen lässt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich. Der Dialekt, der in den Text mit einfließt, macht die Geschichte authentisch. So ist auch jedes Kapitel liebevoll mit einem Wort in badischen Dialekt (und Übersetzung) betitelt.
Die Ermittlungen sind spannend. Es ist für Marie, die im Ort aufgewachsen ist nicht einfach die Menschen die sie schon als Kind kannten zu befragen. Vor allem wenn es um Paul geht mit dem sie in ihrer Jugend eine enge Beziehung hatte und mit dem sich Andreas angefreundet hat.

Mit „Gerüchteküche – Reblandzunft“ ist Ines Parizon wieder ein spannender, unterhaltsamer Cosy-Krimi gelungen, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.
Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Band.