Schlangengrube

Anna Jansson
Kriminalroman
478 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt von Susanne Dahmann
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Schweden Krimi

Klappentext:
Nach dem Brand eines Kinos wird im Lüftungsschacht die Leiche eines 18-Jährigen gefunden. Der junge Mann verschwand vor 40 Jahren, in derselben Nacht, als seine Klassenkameradin ermordet wurde. Kristoffer Bark beginnt zu ermitteln, bis ein anderer Fall zur Priorität wird: Auf einem Universitätsfest wurden mehrere Ehrengäste tödlich vergiftet. Bald lassen neue Informationen einen Zusammenhang zwischen dem Cold Case von 1985 und dem Anschlag erkennen, und Bark begreift, dass ihre Vergangenheit die Opfer auf verhängnisvolle Weise eingeholt hat. Aber auch er und sein Team müssen auf der Hut sein.

„Schlangengrube“ ist der 6. Band der Reihe Kristoffer Bark von Anna Jansson.
Eigentlich will Kristoffer Bark den Nachmittag mit seiner Freundin genießen. Doch ein neuer Fall macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. In einem Kino hat es gebrandet und danach wurde eine Leiche gefunden. Bei der Leiche handelt es sich um einen Mann, der vor Jahrzehnten verschwunden ist.
Kommissar Kristoffer Bark übernimmt mit seinem Team die Ermittlungen.
Doch ein zweiter Fall lässt ihm nicht allzu viel Raum den Ermittlungen nachzugehen. Bei einem Fest der Uni sterben einige der Gäste. Immer mehr Indizien sprechen dafür, dass der Fall der Leiche mit dem Tod der Gäste an der Uni zusammenhängt.

Anna Jansson baut schnell Spannung auf. Der Anschlag an der Uni ist gut ausgeklügelt. Der Fall der Leiche Im Kino ist mysteriös. Der Tote ist vor vielen Jahren verschwunden, gerade zu dem Zeitpunkt als eine Klassenkameradin ermordet wurde.
Dia Autorin lässt ihre Leser*innen im Laufe der Geschichte in den Kopf des Täters schauen, was manchmal ein Gänsehautgefühl verursacht.

Die Charaktere sind gut in Szene gesetzt. Kristoffer Bark und sein Team sind mir ja von den anderen Bänden her schon bekannt. Kristoffer Bark ist ein interessanter Charakter und hat viel Potenzial. Sein Privatleben wird immer wieder angeschnitten, in dem es problematisch zugeht.

Anna Jansson hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Es gibt zwar immer wieder einmal Stellen die ein paar Längen aufweisen. Die Spannung holt sie aber immer wieder ein.

„Schlangengrube“ ist ein spannender Krimi, den ich mit Freude gelesen habe.

Schloss Egeskov

Anne-Grethe Bjarup Riis und Thomas Rydahl
Historischer Roman
524 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt von Ricarda Essrich
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Dänisches Downton Abbey

Klappentext:
Fünen, Dänemark, 1874. Auf Schloss Egeskov herrscht große Aufregung: Graf Frederik soll heiraten. Doch die Verantwortung lastet schwer auf den Schultern des jungen Schlossherrn, während seine Schwester Jessie ganz andere Pläne hat. Sie will nach Paris, zum Studium an der Sorbonne. Doch dann kommt es zu einem tragischen Unfall, woraufhin die Bewohner des Schlosses von den Dienstboten bis zur Herrschaft großen Herausforderungen entgegensehen. Vor allem für Jessie wird sich alles ändern.

„Schloss Egeskov“ von Anne-Grethe Bjarup Riis und Thomas Rydahl entführt die Leser*innen nach Dänemark in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Es ist der 1. Band der „Egeskov-Saga“ und ich war sehr gespannt.

Die Geschichte erzählt von Schloss Egeskov, seinen Bewohnern und die Dramen, die sich hinter den Mauern abspielen.

Der Schlossherr Graf Frederik steht kurz vor der Verlobung mit der jungen Komtesse Adele.
Die Schwester des Grafen, Baroness Jessie möchte gerne in Paris leben, zusammen mit dem Sohn des Pastors.

Auch die Angestellten haben Träume, die nur schwer zu verwirklichen sind.

Doch ein Unfall bringt das Leben der Adelsfamilie und das der Angestellten gehörig durcheinander.

Anne-Grethe Bjarup Riis und Thomas Rydahl geben den Leser*innen einen guten Einblick in das Leben auf Schloss Egeskov. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und so lernt man die Adelsfamilie und auch die Angestellten gut kennen.

Die Charaktere werden gut beschrieben und realistisch und lebendig dargestellt.
Auch das Schloss, das von Wasser umgeben ist, kann man sich anhand der Beschreibung gut vorstellen.

Der Vergleicht mit Dowton Abbey passt meiner Meinung nach sehr gut. Auch in dieser Geschichte haben die Leser*innen Einblick in das Leben der Adeligen und i das der Angestellten.

Der Schreibstil von Anne-Grethe Bjarup Riis und Thomas Rydahl ist flüssig und gut verständlich. Vor allem ist sie aus einem Guss, man spürt nicht, dass zwei Personen an dieser Geschichte geschrieben haben.

Einiges in der Geschichte entspricht der Realität und einiges ist Fiktion. Die beiden Autoren verweben Realität und Fiktion so fein zu einem großen Ganzen, dass man es nicht mehr zu Trennen vermag.

Ich habe „Schloss Egeskov“ mit Freude gelesen und bin schon auf den 2. Band gespannt.

Hörst du den Schrei?

Jørn Lier Horst und Jan-Erik Fjell
Kriminalroman
367 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Start einer neuen Krimireihe

Klappentext:
Fagernes, Norwegen: Krimi-Podcaster Markus Heger plant eine Serie über die vor fünfzehn Jahren verschwundene Leah. Obwohl ihre Leiche nie gefunden wurde, kam Leahs Vater Tobias für den Mord an ihr damals ins Gefängnis. Als nun eine Journalistin, die sich für den Fall interessierte, verschwindet, nimmt Markus die Ermittlung selbst auf. Und je tiefer er in die Abgründe der Vergangenheit eintaucht, desto überzeugter ist er, dass der wahre Täter noch frei herumläuft. Und dass dies noch lange nicht sein letztes Verbrechen gewesen ist.

„Hörst du den Schrei?“ ist der erste Band der norwegischen Krimireihe „Ein Fall für Podcaster Markus Hegerørn“ von Jørn Lier Horst und Jan-Erik Fjell.
Von Jan-Erik Fjell habe ich schon die „Anton-Brekke-Reihe“ gelesen. Auf die neue Reihe war ich schon gespannt.

Der Podcaster Markus Heger beschäftigt sich mit dem Fall der vor 15-Jahren verschwundenen Leah. Obwohl die Leiche nie gefunden wurde, geht die Polizei davon aus, dass, das Mädchen ermordet wurde. Dafür wurde ihr Vater verurteilt und sitzt im Gefängnis. Jetzt ist eine Journalistin, die sich auch mit dem Fall beschäftigt hatte, verschwunden. Markus Heger geht davon aus, dass der Vater unschuldig im Gefängnis sitzt und der wahre Mörder noch frei herumläuft. Jetzt nimmt er den Fall in die Hand.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Markus Heger gefällt mir gut, er ist clever und kann schnell gute Schlüsse ziehen. Er hat sich für seinen Podcast mit dem Fall Leah beschäftigt.
Die Journalistin Mathilde Wold gehört zu den Zuhörenden des Podcast und will mit Markus über den Fall sprechen. Doch dazu kommt es nicht. Nach der ersten kurzen Kontaktaufnahme wird die Journalistin vermisst.

Jorn Lier Horst und Jan-Erik Fjell erzählen den Fall, der ja eigentlich abgeschlossen ist recht spannend. Die Autoren bauen die Spannung schon früh auf und halten sie auch bis zum Ende aufrecht. Markus Heger ermittelt in dem von der Polizei erfolgreich abgeschlossenen Fall. Es tauchen immer neue Personen auf, die in den Fall involviert sein können. Immer wenn ich dachte, dem wahren Täter auf der Spur zu sein haben die Autoren wieder eine Wendung eingebaut und ich war so schlau wie vorher.
Die Lösung des Falls hat mich dann doch überrascht, aber wenn man 1+1 zusammenzählt, so ging es doch geplant in diese Richtung, nur das die Autoren ihren Leser*innen so einige Fallen gebaut haben, in die ich gerne getreten bin.
„Hörst du den Schrei?“ ist ein gelungener Auftakt für die neue Krimireihe. Ich bin schon jetzt auf den 2. Band gespannt.

Sturmschreie

Tina N. Martin
Thriller
572 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus dem Schwedischen von Leena Flegler
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller aus Schweden

Klappentext:
Eine stark verstümmelte Leiche wird im Fluss bei Harads gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Geflüchteten handelt, der in einem nahe gelegenen Abschiebelager untergebracht war, dann aber eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Als Idun Lind und Calle Brandt beginnen, Fragen zu stellen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Gleichzeitig versucht Nadira, ein Mädchen im Teenageralter, dem kriegsgebeutelten Syrien zu entkommen. Eine gefährliche Reise, bei der sie niemandem trauen kann.

„Sturmschreie“ von Tina N. Martin ist der 4. Band der Thriller-Reihe „Kommissarin Lind ermittelt“ aus Schweden.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Ermittler Idun Lind und Calle Brand. Calle ist oft etwas ruppig, arbeitet aber schon länger gut mit Idun zusammen.

Kriminalkommissarin Idun Lind arbeitet in der Abteilung für Kapitalverbrechen im nordschwedischen Luleå.
Sie ist eine toughe Ermittlerin, die so schnell nicht schreckt.
Mit ihrem Kollege Calle Brand arbeitete sie immer gerne und gut zusammen.
Calle Brand wurde im 1. Band angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Jetzt ist er aber wieder voll einsatzfähig.

Auch auf Tareq treffen wir wieder, er leitet eine Ermittlungseinheit bei der Abteilung Kapitalverbrechen in Stockholm. Er ist ein elegant gekleideter großer Mann mit dunklem Bart.

Die Ermittler gefallen mir gut und ich habe mich gefreut sie wiederzutreffen.

Die Geschichte ist ähnlich aufgeteilt wie beim 1. und 2. Band und hat auch wieder zwei, Erzählstränge.

In der Gegenwart sind die Leser*innen bei den Ermittlungen dabei.
Es wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Das Opfer wird als ein Flüchtling identifiziert, der zwar in einem Abschiebelager war, aber dann doch eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat. Je mehr Calle und Idun in die Ermittlungen einsteigen, auf so viel mehr Schweigen stoßen sie.

Der zweite Erzählstrang erzählt von Nadira, eine Syrerin, die im Krieg viel gelitten hat.
Sie wagt die Flucht, doch wie man sich denken kann, ist der Weg steinig und schwierig. Von der Familie getrennt, stößt sie überall auf Misstrauen und Ablehnung.

Die Ermittlungen sind schwierig und gehen nur langsam voran. Das Schicksal des Opfers wie auch das von Nadira, haben mich berührt. Vor allem die Rückblenden, in denen man Nadira besser kennenlernt, sind recht emotional.

Der Schreibstil von Tina N. Martin ist fesselnd, flüssig und gut verständlich.
Die einzelnen Szenen werden von der Autorin so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann.
Mit ihren Ermittlern hat die Autorin großartige Charaktere geschaffen. Idun Lind finde ich besonders sympathisch.
Es macht Spaß zu rätseln, wer der Täter ist, aber auch als ich einen Verdacht hatte, war mir das Motiv bis zum Ende unklar.

Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus der Feder von Tina N. Martin.

Nur der Tod findet dich

Sandra Brown
Thriller
509 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Christoph Göhler
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner

Klappentext:
Jeder Cop kennt ihn: den einen ungeklärten Fall, der einen Gesetzeshüter noch Jahre später verfolgt. Für Detective John Bowie ist dieser Fall das Verschwinden von Crissy Mellin. Die Teenagerin tauchte nie wieder auf, und Bowie quält noch immer der Gedanke, wie schlampig die Ermittlungen damals waren. Als die verstörend schöne Beth Collins aufkreuzt und behauptet, Crissy wäre das Opfer eines Serienkillers, wirft es Bowie gehörig aus der Bahn. Sein Instinkt warnt ihn davor, sich auf Beth und ihre Theorie einzulassen, doch falls sie recht hat, wird in vier Tagen das nächste Mädchen sterben.

„Nur der Tod findet dich“ ist der neue Thriller von Bestsellerautorin Sandra Brown.
Von Sandra Brown habe ich schon einige Thriller gelesen und bin nie enttäuscht worden.

Das Verschwinden von Crissy Mellin, die nie gefunden wurde, ist für Detective John Bowie ein Fall, den er nie vergisst. Als er die Journalistin Beth Collins kennenlernt und sie behauptet, Crissy wäre das Opfer eines Serienkillers gewesen, bringt ihn das völlig aus der Fassung.
Zusammen graben Bowie und Beth den Fall noch einmal aus.

Die Charaktere haben mit gleich gut gefallen.
Beth Collins ist Journalistin und produziert True-Crimes. Dabei hat sie sich auch mit dem Cold Chase um das Verschwinden von Crissy Mellin beschäftigt.

Detective John Bowie kann den Fall des Verschwindens von Crissy nicht vergessen. Er ist ein engagierter Polizist, der sich über die ungenügenden Ermittlungen seinerzeit aufregt. Er ist ein gutaussehender Mann mit einer gewissen Anziehungskraft. Dieser Anziehungskraft kann auch Beth nicht widerstehen.

Wie von ihr gewohnt, erzählt Sandra Brown die Geschichte sehr spannend. Man kann bald ahnen, dass es mehrere Opfer gibt, aber einen Zusammenhang der Taten oder eine Beziehung zwischen den Opfern ist nicht so schnell ersichtlich. Der Blutmond spielt eine Rolle, aber auch das bleibt erst mal im Dunkel.
Die kleine Liebesgeschichte lockert das Ganze etwas auf.

Sandra Brown hat einen flüssigen, gut verständlichen und vor allem fesselnden Schreibstil. Ich konnte das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen.

„Nur der Tod findet dich“ ist ein spannender Thriller, so wie man es von Sandra Brown kennt.

Der Tote mit dem Silberzeichen

Robert Galbraith
Kriminalroman
1248 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt aus den Englischen von Wulf Bergner / Christoph Göhler / Kristof Kurz
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender und komplexer Kriminalroman

Klappentext:
Im Tresorraum eines Silberhändlers wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen verurteilten Einbrecher handelt. Doch Decima Mullins, die Privatdetektiv Comoran Strike um Hilfe bittet, ist überzeugt davon, dass es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt, der unter mysteriösen Umständen verschwand. Je tiefer Strike und seine Geschäftspartnerin Robin Ellacott in den Fall eintauchen, desto undurchsichtiger wird er. Denn der Silberladen neben der Freemasons‘ Hall ist kein gewöhnliches Geschäft: Er hat sich auf Freimaurersilber spezialisiert. Und es werden noch weitere Männer vermisst, die auf das Profil der Leiche passen könnten. Neben dem komplizierten Fall steht Strike vor einem weiteren Dilemma. Robins Beziehung zu ihrem Freund Ryan scheint immer ernster zu werden. Doch Strikes Wunsch, ihr endlich seine Gefühle zu gestehen, ist größer denn je.

„Der Tote mit dem Silberzeichen“ ist der 8. Band der Cormoran-Strike-Reihe von Robert Galbraith.
Wie mittlerweile die meisten wissen, steckt hinter Robert Galbraith J.K. Rowling.

Die Geschichte ist recht komplex, wie der Umfang des Buchs auch vermuten lässt.
Trotzdem haben sich die knapp 1300 Seiten schnell gelesen. Nach kurzer Zeit wurde ich wie durch einen Sog in das Buch hineingezogen und habe die Welt um mich herum fast vergessen.

Das Privatdetektiv-Team besteht aus Cormoran Strike und Robin Ellacott.

Cormoran Strike ist in Cornwall aufgewachsen. Nach seiner erfolgreichen Karriere bei der Armee hat er sich dazu entschlossen eine Privatdetektei in London zu eröffnen.
Er macht dem Klischee eines Privatdetektivs alle Ehren.
Dabei ist er nicht unbedingt ein Sympathieträger.
Einer Affäre ist er nie abgeneigt. Für seine Geschäftspartnerin Robin hegt er Gefühle, die er ihr aber nicht offenbart.

Robin Ellacott ist die zweite Hälfte der Detektei.
Sie ist in Yorkshire geboren und aufgewachsen.
Sie ist eine ziemlich taffe Frau.
Ihre Leidenschaft für Psychologie hilft ihr bei der Arbeit ungemein.
Die Beziehung zu ihrem Freund Ryan, scheint ernst zu sein.

Im Tresorraum eines Silberhändlers wird eine Leiche gefunden, die Identität der Leiche ist nicht bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Einbrecher handelt.
Doch Decima Mullins, ist davon überzeugt, dass es sich bei der Leiche um ihren vermissten Freund handelt. Sie bittet Cormoran Strike und Robin Ellacott um Hilfe. Der Fall wird viel komplexer als anfangs gedacht. Es gibt verschiedene Ansatzpunkte und Fährten, die, die Leser*innen zusammen mit dem Detektiventeam verfolgen.

J.K. Rowling oder Robert Galbraith, wie sie sich bei dieser Reihe nennt, versteht es die LeserInnen über knapp 1300 Seiten in Atem zu halten.
Ihre Charaktere sind recht facettenreich und werden eingehend beschrieben.
Auch das rege Privatleben nimmt immer wieder einige Seiten in Anspruch und es ist spannend, es über mehrere Bände hinweg zu verfolgen.
Dazu ist es natürlich gut, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat.
Man kann sich ein detaillierteres Bild der Protagonisten machen.
Die Fälle sind allerdings immer abgeschlossen, dazu braucht man keine Vorkenntnisse.

Der Fall ist spannend und komplex. Die Suche nach der Identität des Opfers und nach der Suche des Motivs und des Täters nimmt einige Zeit in Anspruch.
Robert Galbraith alias J.K. Rowling hält einige lose Fäden in der Hand. Die er über Irrwege weiterspinnt. Es geht aber kein Faden verloren, alles wird nach verschiedenen Wendungen aufgelöst.

Wer Robert Galbraith alias J.K. Rowling kennt, weiß, dass sie sich nicht nur mit dem hauptsächlichen Fall beschäftigt. Es gibt einige Nebenschauplätze, ob alle nötig sind, sei dahingestellt.
Es ist aber sehr realistisch, dass sich eine Detektei nicht nur mit einem Fall beschäftigt.

„Der Tote mit dem Silberzeichen“ ist ein Kriminalroman, der die Leser*innen einiges abverlangt. Die Spannung lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. So haben sich die fast 1300 Seiten doch recht schnell gelesen.

Der Dorfladen – Wie das Schicksal spielt

Anne Jacobs
Historischer Roman
606 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Der Dorfladen ist das Herzstück des Dorfs

Klappentext:
Dingelbach am Fuße des Taunus, 1927. Unruhige Zeiten stehen den drei Schwestern vom Dorfladen bevor. Während Frieda, die mittlere Tochter, in ihrem ersten Theaterengagement Höhen und Tiefen durchlebt, ist Ida, die jüngste, glücklich verliebt in ihren Florian und setzt damit das angestrebte Abitur aufs Spiel. Florians Nähe zur KPD erweist sich jedoch für sie beide als Desaster, Ida kehrt zurück nach Dingelbach. Hier erwartet die dritte Schwester, die brave Herta, ein uneheliches Kind, was für viel Aufruhr im Dorf sorgt. Werden die drei dennoch ihr Glück finden?

„Der Dorfladen – Wie das Schicksal spielt“ von Anne Jacobs ist der 3. Band der Trilogie rund um den Dorfladen.
Die Autorin hat schon einige Historische Romane veröffentlicht. Mit ihrer Reihe „Die Tuchvilla“ hat sie große Bekanntheit erreicht.
Die Dorfladen-Saga hat mir bisher sehr gut gefallen und ich freue mich, die Charaktere wieder zutreffen.

Anne Jacobs hat ihre Charaktere gut gezeichnet. Die Familie Haller war mir schon im 1. Band schnell sympathisch.
Der Dorfladen, der von der Mutter Haller geführt wird, ist das Herzstück des Dorfes. Hier kommen die Einwohner nicht nur zum Einkaufen hin, hier trifft man sich und erfährt die Neuigkeiten des Dorfs.

Herta ist die älteste und vernünftigste der drei Schwestern. Sie ist meist still und unterstützt ihre Mutter im Dorfladen. Doch jetzt erwartet ausgerechnet Herta ein uneheliches Kind. Das sorgt für Aufruhr im Dorf.

Frieda ist die mittlere Schwester
Sie ist spontan und neugierig. Ihr Wunsch, Schauspielerin zu werden, scheint in Erfüllung gegangen zu sein. Doch es gibt Höhen und Tiefen, die Frieda durchleben muss.

Ida ist die jüngste Schwester
Sie ist intelligent und wissbegierig. Ida geht in Frankfurt aufs Gymnasium. Sie ist in Florian verliebt und vergisst darüber hinaus das Lernen für das Abitur. Nur ist Florian, mit seiner Nähe zur KPD der Richtige für Ida?

Es gibt aber noch viel mehr interessante und liebenswerte Charaktere.

Nach wenigen Seiten war ich wieder tief in die Geschichte versunken. Da war er wieder, der geliebte Kaffeeklatsch im Dorfladen. Hier werden die Neuigkeiten ausgetauscht.
Die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben. Die Schauplätze sind der Taunus, wo der Dorfladen beheimatet ist und Frankfurt.
Die Atmosphäre im Dorf wird den Leser*innen gut vermittelt.
In diesem Buch geht Anne Jacobs zwar auch auf die politische Situation und die Studentenunruhen ein, aber die Gefühle und Hoffnungen der Charaktere stehen deutlich im Vordergrund.

Die Autorin hat ihre Sprache, in der sie die Geschichte erzählt, gut auf die Zeit der Handlung abgestimmt. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.

„Der Dorfladen – Wie das Schicksal spielt“ ist das Ende der Trilogie. Da auf der Tuchvilla-Saga auch mehr Bände geworden sind als zu Beginn geplant, hege ich die Hoffnung, die Familie Haller doch noch einmal wieder zutreffen.

Eisland

Kim Faber / Janni Pedersen
Thriller
489 Seiten
Übersetzt von Franziska Hüther
erschienen im Blanvalet Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner

Klappentext:
Nach sieben Jahren wird der Mörder eines elfjährigen Jungen aus dem Gefängnis entlassen, weil es Zweifel an seiner Schuld gibt. Signe Kristiansen und Martin Juncker von der Kopenhagener Polizei haben damals ermittelt und sind nach wie vor von der Schuld des Mannes überzeugt. Entgegen den Anweisungen ihrer Vorgesetzten nehmen sie die Ermittlungen wieder auf. Als ein paar Tage nach der Entlassung ein Staatsanwalt verschwindet, ist es ihre Kollegin Nabiha Khalid, die auf eine brisante Verbindung zwischen den Fällen stößt.

„Eisland“ ist nach mittlerweile schon der 5. Band der spannenden Juncker & Kristiansen Reihe von Kim Faber und Janni Pedersen.

Das Autorenpaar Kim Faber und Janni Pedersen haben für ihr Thriller-Reihe spannende und aktuelle Themen aufgegriffen und zu einer Geschichte vereint.

Die Protagonisten hat man ja in den vorherigen Bänden schon gut kennengelernt.
Und ich freue mich immer wieder, sie wieder begleiten zu dürfen.

Auch in diesem Band hat es den Anschein, dass man es mit mehreren Fällen zutun bekommt.
Ein Mörder wird nach 7 Jahren aus dem Gefängnis entlassen, da es Zweifel an seiner Schuld gibt. Signe Kristiansen und Martin Juncker, die damals ermittelt haben, sind nach wie vor von der Schuld des Mörders überzeugt. Sie wollen dafür sorgen, dass der Mörder seine gerechte Strafe bekommt.
Einige Tage nach der Entlassung des vermeintlichen Mörders, verschwindet ein Staatsanwalt. Gibt es hier Parallelen? Nabiha Khalid eine Kollegin von Signe Kristiansen und Martin Juncker, findet eine Spur und spielt plötzlich eine große Rolle in den Ermittlungen.

Das Autorenpaar versteht es Spannung aufzubauen.
Man ist von Anfang an mitten im Geschehen. Es geht nicht nur darum neue Beweise gegen den Mörder zu finden, sondern um das Verschwinden des Staatsanwalts und viele andere Kleinigkeiten.

Die Geschichte schreitet in einem gewaltigen Tempo voran.
Die Spannung beginnt also fast auf der ersten Seite und zieht sich durch das gesamte Buch.

Die Charaktere sind sympathisch und entwickeln sich im Laufe der Bände immer weiter. Nabiha Khalid hat mir auch gut gefallen. Bei ihr bin ich noch sehr gespannt, was die nächsten Bände bringen.

Der Schreibstil der Autoren ist fesselnd und rasant.
Man wird wie von einem Sog in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Fälle sind immer in sich abgeschlossen, doch ziehen sich die privaten Aspekte wie ein roter Faden durch die Bände und ich denke, es ist schöner, wenn man sie der Reihe nach liest.

Jetzt freue ich schon auf den nächsten Fall mit Juncker & Kristiansen.

Unter der Erde

Sara Strömberg
Kriminalroman
462 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Übersetzt von Leena Flegler
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Krimi aus Schweden

Klappentext:
Heftige Regenfälle läuten das Ende des Sommers in Åre ein. Das führt schließlich zu einem Erdrutsch mit tragischen Folgen. Zeitgleich wird in Stockholm das Armband des vor Jahren in den Bergen verschwundenen Schafzüchters Jonte Andersson gefunden. Neugierig geworden, beginnt Vera zu recherchieren. Doch die Suche nach der Wahrheit reißt alte Wunden auf und bringt eine schreckliche Vergangenheit ans Licht, die alle Beteiligten ins Unglück stürzen wird …

„Unter der Erde“ ist der 2. Band der Reihe „Ein Fall für Vera Bergström“ von Sara Strömberg. Schon der 1. Band „Im Unterholz“ hat mir gut gefallen.

Es gibt gleich zwei Ereignisse, die Journalistin Vera Bergström interessieren.
In Åre gab es nach heftigen Regenfällen einen Erdrutsch und in Stockholm ist der Armreif des seit Jahren vermissten Schafzüchters Jonte Andersson aufgetaucht. Jetzt heißt es die Hintergründe und Wahrheiten herauszufinden. Die Suche nach der Wahrheit führt in die Vergangenheit und deckt Ungeahntes auf.

Sara Strömberg erzeugt sehr schnell Spannung und eine dunkel und geheimnisvoll Atmosphäre.

Die Protagonisten sind gut gezeichnet und interessant. Vera Bergström ist mir aus dem 1. Band schon gut bekannt und ich habe mich gefreut, sie wieder bei einem Fall begleiten zu dürfen.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, was sie besonders spannend macht. Es kommen die Journalistin Vera und Stina, die Schwester des Vermissten Schafzüchters Jonte zu Wort zwischendurch begleitet man auch Claes, bei dem ich zu Anfang nicht wusste welche Rolle er spielt.
Die wechselnden Perspektiven machen die Geschichte interessant und spannend.

Die Nachforschungen bringen ungeahntes zu Tage, was vielleicht besser in der Versenkung geblieben wäre.

Der Schreibstil von Sara Strömberg ist flüssig und gut verständlich. Es hat etwas gedauert bis ich die komplexe Handlung ganz erfasst habe, doch dann konnte ich das Buch kaum zur Seite legen.

„Unter der Erde“ ist ein guter und spannender Schwedenkrimi den ich gerne gelesen habe.

Nordkap

Cai Marin
Thriller
600 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Meine Bewertung:
3 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Mir fehlte etwas Spannung

Nordnorwegen. Blutüberströmt liegt ein kleiner Junge am Ufer. Kurz darauf fordern unerklärliche Vorgänge vor der Küste des Europäischen Nordmeers weitere Opfer. Während Kriminaloberrat Simen Sundby und sein Team noch vor einem Rätsel stehen, erhalten sie unerwartete Unterstützung von dem Apnoetaucher Eric und dem Aktivisten Cai. Alle Spuren führen zu einem geheimen Forschungsstandort. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse, und Simen Sundby wird klar, dass hinter den Kulissen ein gnadenloser Machtkampf tobt, der ganz Norwegen erschüttern wird.

„Nordkap“ ist das Debüt von Cai Marin.

Der Autor schickt als Ermittler Simen Sundby ins Rennen. Sundby hat seine eigene Methode Fälle zu lösen. Seine Aufklärungsquote spricht führ ihn. Da Besondere an Sundby, er hört zu und hört auch auf Das, was zwischen den Zeilen gesagt wird.
Hier bekommt er es mit einem schwierigen Fall zu tun. Am Anfang ist da nur der kleine Junge, der blutüberströmt am Ufer gefunden wird. Aber dabei bleibt es nicht.

Ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Es sind recht viele Personen und man muss sich da erst einmal zurechtfinden. Auch bei den verschiedenen Handlungssträngen ist es am Anfang nicht leicht den Überblick zu behalten.

Der Handlungsort, Norwegen und das Nordkap werden gut beschrieben.
Auch die Unterwasserwelt, die der Apnoetaucher Eric erlebt wird, sehr gut vermittelt.

Der Fall an sich ist spannend. Nur zwischendurch zieht die Geschichte sich immer wieder etwas in die Länge. Wenn es zum Beispiel um Militärisches geht, da bin ich immer wieder rausgekommen.

Der Schreibstil von Cai Marin ist an sich angenehm zu lesen, nur schweift der Autor manchmal zu sehr ab, was die Spannung dann mindert.

„Nordkap“ hat mich nicht richtig überzeugt, sollte es einen weiteren Band geben, da werde ich mein Glück noch einmal versuchen.