Die Frau des Blauen Reiters

Heidi Rehn
Historischer Roman
erschienen im Aufbau Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein Leben für die Kunst

Maria möchte ihre künstlerische Ausbildung an der renommierten Damenakademie in München absolvieren.
Dazu musste sie viel Überzeugungskraft ihren Eltern gegenüber aufbringen.
Doch sie hofft in München der Strenge Berlins zu entkommen.
Dort lernt sie den Maler Franz Marc kennen.
Maria fühlt sich als Künstlerin wahr- und ernst genommen.
Franz Marcs Begeisterung für die Kunst zieht sie in seinen Bann.
Trotz aller Warnungen, dass Franz Marc ein Frauenheld ist verliebt sie sich in ihn.
Beide inspirieren sich gegenseitig und suchen nach neuen Ausdrucksformen.
Bis eine neue Frau in das Leben von Marc Franz tritt.
Und das ist Marias verehrte Lehrerin an der Kunstakademie.

„Die Frau des Blauen Reiters“ von Heidi Rehn hat mir die Künstlerin Maria Marc sehr viel näher gebracht.
Ich wusste nicht welche faszinierende Frau hinter dem Namen steckt.
Franz Marc ist wohl jedem bekannt.
Von Maria Marc wusste ich bis zu diesem Buch fast nichts.
„Die Frau des Blauen Reiters“ ist gleichzeitig auch die Geschichte von Franz Marc, auch er nimmt in diesem Buch einen großen Platz ein.

Maria lernt den damals noch unbekannten Maler Franz Marc in München kennen, wo sie an der Kunstakademie studiert.
Trotzdem Franz als Frauenheld bekannt ist fühlt Maria sich zu ihm hingezogen.
Maria, der es an Selbstbewusstsein fehlt fühlt sich das erst Mal als Künstlerin ernst genommen.
Maria und Marc inspirieren sich gegenseitig.
Viele Kunstwerke sind auf ihren gemeinsamen Streifzügen durch die Natur entstanden.
Doch es ist ein langer Weg und ein harter Kampf bis aus Maria Franck Maria Marc werden kann.
Vorher geht Franz Marc noch eine Scheinehe mit Marie Schnür, einer Lehrerin von Maria ein.
Viel Zeit bleibt dem Paar leider nicht vergönnt.
1916 fällt Franz Marc im 1. Weltkrieg.
Von diesem Zeitpunkt an widmet sich Maria dem Nachlass von Marc Franz und sorgt so dafür, dass der Maler unvergessen bleibt.

Heidi Rehn hat mich wieder einmal mit ihrer Geschichte begeistert.
Es war mir ein großes Vergnügen in das Leben und Schaffen von Maria Marc einzutauchen und auch den Mensch hinter den Bildern kennenzulernen.
Die Autorin hat Maria aus dem Schatten von Franz Marc heraustreten lassen.
Sie ist so viel mehr als nur die Frau des Blauen Reiters.

Heidi Rehn erzählt die Geschichte von Franz und Maria Marc sehr authentisch.
Man spürt ihre Bewunderung für die Künstlerin und die hat sie auch in mir geweckt.
Nach ein paar Seiten war ich ganz in die Geschichte eingetaucht.
Heidi Rehn verwebt Realität und Fiktion gekonnt zu einem großen Ganzen.
Man kann sich gut vorstellen, dass sich das Leben von Maria Marc zu zugetragen hat.

„Die Frau des Blauen Reiters“ gehört für mich zu meinen Lesehighlights 2022.

Mademoiselle Oppenheim

Mina König
Historischer Roman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Mina König für die Leserunde auf www.lovelybooks.de

Eine beeindruckende Geschichte über eine beeindruckende Künstlerin

1933 reist die junge Meret Oppenheim nach Paris um sich als Künstlerin zu entfalten.
Meret gefällt das unbeschwerte Leben inmitten der Pariser Bohème.
Bald schon gehört sie einer Gruppe von Surrealisten an, die sich regelmäßig im bekannten Café de Flore treffen.
Zum engen Kreis der Surrealisten gehören Pablo Picasso, Joan Miró, Alberto Giacometti und André Breton.
Von dem bekannten Fotografen Man Ray wird Meret für das Kunstmagazin Minotaure fotografiert.
Mit Max Ernst hat Meret Oppenheim eine stürmische Affäre, die sie aber auch ihrer Kreativität beraubt. Meret fühlt sich Zusehens eingeengt und beendet die Affäre um sich wieder mehr ihrer Kunst zu widmen. Meret entwirft Schmuck und Accessoires für eine bekannte Designerin.
Sie experimentiert mit Alltagsgegenständen und findet ihr erstes Readymade.
Während Meret in Paris von ihrem Durchbruch als Künstlerin träumt ziehen in Europa dunkle Schatten auf die ihre Familie in Deutschland bedrohen.

„Mademoiselle Oppenheim“ ist eine beeindruckende Geschichte über eine beeindruckende Künstlerin von Mina König.

Das Buch beginnt 1933 als die junge Meret Oppenheim nach Paris gezogen ist um sich dort als Künstlerin zu entfalten.
Die LeserInnen begleiten Meret Oppenheim nur einige Jahre in ihrer Schaffenszeit.
Diese Zeit ist aber sehr turbulent und mit vielen Höhen und Tiefen versehen.
Mir war die Künstlerin vor diesem Buch unbekannt und ich bin Mina König dankbar, dass ich Meret Oppenheim näher kennenlernen durfte.
Mich hat die Geschichte inspiriert im Internet nach den Kunstwerken von Meret Oppenheim zu suchen und ich bin auf einiges, was auch in der Geschichte Erwähnung findet wird gestoßen.
Meret umgibt sich gerne mit ihren Freunden aus dem Kreis der Surrealisten die sich regelmäßig im Café de Flore treffen.
Hier stößt man auf bekannte Namen wie Pablo Picasso, Salvador Dali, Joan Miró, Alberto Giacometti, Marcel Duchamp und Max Ernst.

Neben der Künstlerin Meret Oppenheim lernt man auch den Menschen Meret Oppenheim kennen. Ihre liebevolle Beziehung zu ihrer Großmutter in der Schweiz hat mich sehr berührt. Auch die Sorge um ihre Eltern in Deutschland, obwohl sie sich mit ihrem Vater überworfen hatte ging mir nahe.
Für die jüdischen Menschen in der Bevölkerung wurde das Leben in Deutschland immer schwieriger.

Am Ende tat es mir leid Meret Oppenheim zu verlassen.
Den Zeitpunkt dafür hat die Autorin aber sehr gut gewählt.
So habe ich glücklich und zufrieden das Buch zugeklappt.

In einem Nachwort schreibt Mina König, dass die Geschichte eine fiktive Geschichte ist.
Es gibt allerdings ein Grundgerüst aus Meret Oppenheims Vita an das sie sich gehalten hat.
Ich muss Mina König ein großes Kompliment aussprechen.
Dieses Gerüst hat sie hervorragend mit Leben gefüllt.
Die Geschichte von Meret Oppenheim liest sich sehr authentisch. Meret ist mir im Laufe des Buches zu einer richtigen Freundin geworden.

Erzählt wird die Geschichte in einem unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil.
Die eingestreuten französischen Worte lassen die Geschichte noch authentischer wirken.

„Mademoiselle Oppenheim“ hat mir einige schöne Lesestunden geschenkt und wird zu meinen Highlights 2022 gehören.

Die Entdeckerin der Welt

Alexander Schwarz
Historischer Roman
erschienen im Aufbau Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar

Facettenreicher Roman über eine faszinierende Frau

Die Künstlerin Maria Sibylla Merian zieht nach ihrer Scheidung nach Amsterdam.
Sie möchte sich ihr eigenes Leben aufbauen.
Ihr Traum ist es eine Reise nach Südamerika und in die Tropen zu unternehmen.
Sie möchte die Natur erkunden, Raupen und Schmetterlinge erforschen.
Eine so lange Reise ist für eine alleinstehende Frau nicht ungefährlich.
Noch dazu ist die Überfahrt mit dem Schiff recht teuer.
So sucht Maria Sibylla Merian Geldgeber für ihr Abenteuer.
Dann bricht sie auf in das wohl größte Abenteuer ihres Lebens.

„Die Entdeckerin der Welt“ ist eine Hommage an eine faszinierende und mutige Frau von Alexander Schwarz.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt.
Der erste Teil erzählt von Maria Sibylla Merian’s Zeit in Amsterdam 1691-1699.
Frisch geschieden zieht Maria Sibylla Merian mit ihren Töchtern nach Amsterdam um ein eigenständiges Leben zu führen.
Sie gibt sich ganz ihrer Kunst und dem Studium der Schmetterlinge hin.
Doch in ihr schwillt der Traum von einer Reise nach Südamerika und in die tropischen Regenwälder.
Doch um den Traum zu erfüllen braucht es Geldgeber.
Ihre Töchter Johanna und Dorothea unterstützen sie. Sie geben zusammen Zeichenunterricht und fertigen Illustrationen an.
Auch hat Maria Sibylla Merian schon erfolgreich Bücher veröffentlicht.

Der 2. Teil erzählt von der Reise nach Surinam1699-1701.
Maria Sibylla Merian und ihre Tochter Dorothea wagen die abenteuerliche Reise.
Diesen Teil fand ich besonders interessant.
Es wird nicht nur von einer mutigen Frau erzählt die sich in einer Welt der Männer zu behaupten weiß.
Auch Flora und Fauna werden eingehend beschrieben.
Maria Sibylla Merian studiert die Schmetterlinge die sie immer Sommervöglein nennt.
Die LeserInnen begleiten sie bei der Überfahrt, bei der Erkundung des Regenwalds und bei so viel mehr.

Im 3. Teil kehren Maria Sybilla Merian und ihre Tochter im Jahr 1701 nach Amsterdam zurück.
Hier entsteht ihr Lebenswerk „ Metamorphosis insectorum Surinamensium“.

Alexander Schwarz hat Maria Sybilla Merian mit seinem Buch ein Denkmal gesetzt.
Maria Sybilla Merian war eine große Künstlerin und Naturforscherin, ich bin glücklich, dass ich sie in diesem Buch eine Zeitlang abgleiten durfte.
Das Buch ist sehr gut recherchiert.
Vor allem der Teil der Reise hat mich fasziniert.
Ich frage mich ob der Autor die Reise für Recherchezwecke selbst unternommen hat.
Die meisten Personen denen man in diesem Buch begegnet haben wirklich gelebt.
Alexander Schwarz vermittelt seinen LeserInnen mit einer bewundernswerten Leichtigkeit viele historische Daten und wissenswertes über die Flora und Faune der Tropen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.

„Die Entdeckerin der Welt“ ist ein Buch das mir große Freude bereitet hat und viel interessantes und wissenswertes vermittelt hat.

Der Rabbiner ohne Schuh

Barbara Bišický-Ehrlich
Biografische Erzählungen / Kurzgeschichten
erschienen im Gütersloher Verlagshaus
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Gütersloher Verlagshaus für das Rezensionsexemplar

Kuriose Geschichten aus dem Leben einer jüdischen Familie

Klappentext:

Der beste Frisör der Welt, Rinderzunge zum Frühstück, ein Rabbiner ohne Schuhe und über allem die Frage, was Karel Gott auf ihrer Hochzeit zu suchen hatte.
Barbara Bišický-Ehrlich erzählt vom ganz »normalen« Alltag einer jüdischen Familie in Deutschland.
Enge, meist schon zu enge Familienbande spielen darin ebenso eine wichtige Rolle wie die ewige Frage, ob der Kühlschrank auch wirklich voll genug ist. Augenzwinkernde Geschichten mit einer gehörigen Portion Selbstironie für Menschen, die endlich einmal wissen wollen, wie das so ist, als Jüdin in Deutschland …
Chaotisch und ein bisschen meschugge – eine jüdische Familie in Deutschland
Geschichten vom Leben, Lieben und darüber lachen
Augenzwinkernd, heiter und sehr wahr.

„Der Rabbiner ohne Schuh“ ist ein Buch mit 34 Anekdoten aus dem Leben der Autorin Barbara Bišický-Ehrlich.
Die Autorin erzählt mit einem Augenzwinkern von ihren Erfahrungen als Jüdin in Frankfurt am Main aufzuwachsen und zu Leben.

Die Autorin berichtet gekonnt von ihrem Leben.
Das Buch enthält Anekdoten aus der Kindheit dem Studium, der Planung und Umsetzung der Hochzeit bis hin zur Scheidung und einer Reise mit ihren Kindern nach Israel wo sie den besten Frisör der Welt kennenlernte.

Die Kurzgeschichten werden mit viel Charme und Humor erzählt. Man kann sich alles gut vorstellen, den „Singsang“ des Dialektes hat man schnell im Ohr.
Beim Lesen habe ich oft geschmunzelt.
Mir hat es sehr gut gefallen einen Einblick, wenn auch mit einem Augenzwinkern erzählt in das Leben einer jüdischen Familie zu bekommen.

#MS-Das kriegen wir wieder weg

Jasminka Vuković
Biografischer Roman
erschienen im Selfpublishing
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Jasminka Vuković für das Rezensionsexemplar

Ein berührendes Buch und ein Mutmacher für Betroffene

Mia studiert Tiermedizin. Plötzlich kann sie das Skalpell nicht mehr halten.
Die erste Diagnose ist Stress.
Doch die Symptome manifestieren sich.
In der Notaufnahme ergibt eine Untersuchung eine nicht erwartete und schreckliche Diagnose.
MS! Unheilbar!
Mia führt ihr Leben weiter. Studiert, reist nach London, verliebt sich in einen Sportstudenten.
Dann fängt es an Mia schlechter zu gehen. Medikamente schlagen nicht an. Mia wird ein Pflegefall.
Im Rollstuhl sitzend ist Mia auf die Hilfe anderer angewiesen.
Immer an ihrer Seite ihre Mutter.
Sie gibt die Hoffnung auf eine Besserung nicht auf. Begleitet Mia zu allen Therapien, sucht immer nach neuen Denkanstößen.

#MS-das kriegen wir wieder weg ist eine biografische Erzählung von Jasminka Vuković.
Das Buch erzählt die Geschichte ihrer Tochter Mia von den ersten Symptomen bis zur endgültigen Diagnose und darüber hinaus.
Es ist eine Geschichte voller Liebe und Hoffnung.
Es ist aber auch eine Geschichte voller Verzweiflung.

Jasminka ist immer für ihre Tochter da. Versucht ihr immer Hoffnung und Zuversicht zu geben und vor allem die Kraft die Mia benötigt um aus ihrem Teufelskreis wieder herauszukommen.
Immer wieder gibt es Hoffnung und immer wieder kommen Rückschläge.
Viele Freunde und Bekannte ziehen sich zurück.
Viele Menschen wissen nicht wie sie mit dem Schicksal anderer umgehen sollen.

Jasminka Vuković hat sich zu diesem Buch entschlossen, weil ihr genau so etwas ihr gefehlt hat.
Von einem betroffenen Menschen zu hören oder zu lesen.
So erzählt Jasminka auch ungeschönt und schonungslos die Geschichte ihrer Tochter Mia.
Den man muss der Wahrheit ins Auge sehen um dagegen anzukämpfen.

Mich hat das Buch sehr berührt und betroffen gemacht.
Ich bewundere Mia und Jasminka für ihre Stärke und ihren Mut.
Ich denke das Buch wird vielen Betroffenen und ihren Angehörigen Mut machen, die Krankheit in Angriff zu nehmen.

Die Liebenden von Bloomsbury-Virginia und die neue Welt

Stefanie H. Martin
Biografischer Roman
erschienen im Aufbau Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt einer interessanten Saga

Covertext:

London, 1903. Während ihre Schwester Vanessa Kunst studieren möchte, will die hochintelligente Virginia nur eines: schreiben – und zwar in einer neuen Form, der modernen Welt angemessen. Mit ihren Brüdern gründen sie eine Wohngemeinschaft in Bloomsbury, die schon bald zum Hort geistiger Freiheit und Inspiration wird. Doch die Gesellschaft ihrer Zeit sieht für unverheiratete Frauen kein Leben in Freiheit vor, und immer wieder verlangt man von Virginia, sich einen Ehemann zu suchen …

„Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit“ ist der Auftakt der Bloomsbury-Saga von Stefanie H. Martin.

Im Mittelpunkt stehen Virginia und ihre Schwester Vanessa.
Es ist eine Zeit in der Frauen noch wenig Rechte eingeräumt werden.
Alleine eine Wohnung beziehen ist undenkbar.
So ziehen Virginia und Vanessa, nach dem Tod ihres Vaters zusammen mit ihren Brüdern nach Bloomsbury.
Dort findet sich schnell die Bloomsbury Group zusammen.
Junge Menschen die über die Zeit und die nötigen Veränderungen philosophieren.
Sie möchten die Ketten die ihnen durch ihre Erziehung und durch die Politik auferlegt wurden sprengen.
Sie möchten frei Leben und Lieben, mehr Rechte für sich in Anspruch nehmen.
Aus den Mitgliedern der Gruppe gingen einige Literaten und bildende Künstler hervor.

Virginia ist eine sehr intelligente und feinfühlige junge Frau.
Sie hängt oft ihren Gedanken nach und hat auch manchmal depressive Phasen.
Gleichzeitig verfügt Virginia über eine Fantasie die sie beflügelt.
Virginia hat eine Abneigung gegen eine Beziehung zu Männern, was nicht heißt, dass sie nicht mit den Mitgliedern der Bloomsbury Group ein freundschaftliches Verhältnis führt.
Diese Abneigung verdankt sie ihrem Halbbruder Georg und dessen Missbrauch.
Zu ihrer Schwester Vanessa hat sie ein sehr enges Verhältnis.
Die Beiden brauchen sich gegenseitig. Sie sind wie zwei Magnete, sie ziehen sich an, stoßen sich aber auch ab.
Virginia verdiente ihr Geld mit schreiben, sie schreibt Artikel und Essays.
Ihr Schwager Clive Bell ermutigt sie zu ihrem ersten Roman.

Mit ihrem biografischen Roman „Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit“ gibt Stefanie H. Martin ihren LeserInnen eine tiefen Einblick in das Leben von Virginia Woolf.
Vieles war mir bisher unbekannt und so habe ich mit großem Interesse und mit Spannung dieses Buch gelesen.
Auch die Zeit der Handlung und die politischen Gegebenheiten werden von der Autorin gut eingefangen.
Dazu kommt der gut verständliche und unterhaltsame Schreibstil der das Lesen sehr angenehm macht.

Dem Roman muss eine große Recherchearbeit vorausgegangen sein.
Außer dem Leben von Virginia Woolf wird den LeserInnen auch Vanessa und die Mitglieder der Bloomsbory Group näher gebracht.
In einem Roman ist aber auch immer einiges an Fiktion enthalten.
Nicht jede Begegnung, nicht jedes Detail ist überliefert.
Stefanie H. Martin verknüpft in ihrem Roman Realität und Fiktion gekonnt zu einem großen Ganzen.
Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band
„Die Liebenden von Bloomsbury – Vanessa und die Kunst des Lebens“ der im Dezember erscheinen soll.