Im freien Fall

Urs Zingg
Kriminalroman
394 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Urs Zingg für das Rezensionsexemplar

Kriminalroman mit psychologiescher Tiefe

Klappentext:
Colin Mackenzie, Ex-Polizist, arbeitet im Sicherheitsdienst eines Kernkraftwerks an der Küste Cornwalls. Mit Laura an seiner Seite glaubt er, endlich zur Ruhe zu kommen – und die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen zu können.
Doch dann kommt ihre Tochter tot zur Welt.
Ein Flugzeug stürzt ab.
Und Laura verschwindet spurlos in den Highlands.
Was wie eine Reihe tragischer Zufälle wirkt, erweist sich als Beginn eines freien Falls. Colin bleibt nur eins: kämpfen, um Laura, um die Wahrheit und gegen eine Macht, die nicht zulässt, dass jemand ihre Verstrickungen ans Licht bringt.

„Im freien Fall“ ist ein neuer Colin-Mackenzie-Krimi von Urs Zingg.
Im Mittelpunkt steht Colin Mackenzie.
Colin ist eigentlich ein ehemaliger Polizist. Er hat den gefährlichen Polizeidienst aufgegeben und sucht in Cornwall als Sicherheitsmitarbeiter Ruhe und einen Neuanfang.
Laura Mackenzie möchte gemeinsam mit ihrem Mann Colin ein ruhiges Leben führen, bis die Schatten der Vergangenheit sie einholen. Sie ist der emotionale Ankerpunkt für Colin, doch ihre Rolle wandelt sich im Laufe der Geschichte von der Gefährtin zur zentralen Figur eines rätselhaften Verschwindens.
Die Tochter von Colin und Laura kommt tot zur Welt. Seither ist Laura gebrochen und kämpft mit psychischen Problemen. Eines Tages ist Laura verschwunden.
Collin tut alles Menschenmögliche, um Laura zu finden.

Die Charaktere sind interessant und lebendig. Colin ist keine strahlende Heldenfigur. Er wird von seinen Dämonen geplagt, die ihn wieder eingeholt haben.
Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und haben Tiefe.

Der Handlungsort ist zu Beginn Cornwall.
Später verlagert sich die Handlung in den Norden Schottlands, wo Colins Frau Laura spurlos verschwindet.
Die Handlungsorte werden anschaulich und atmosphärisch beschrieben.

Urs Zingg schreibt schnörkellos und präzise. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.
Die Spannung wird nicht durch billige Cliffhanger, sondern durch die schrittweise Enthüllung psychologischer Wahrheiten erzeugt.
Der Autor nutzt die Schauplätze nicht nur als Kulisse. Die Umgebung spiegelt oft den inneren Zustand der Charaktere wider, die Weite der Landschaft kontrastiert mit der Enge des moralischen Dilemmas.

„Im freien Fall“ ist kein blutrünstiger Krimi, sondern ein spannender Kriminalroman mit viel psychologischer Tiefe.
Ich habe das Buch mit Freude gelesen.

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