Charles Lewinsky
Roman
413 Seiten
erschienen im Diogenes Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar
Eine interessante Geschichte
Klappentext:
Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten, aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er wider Willen seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.
„Eine andere Geschichte“ ist der neue Roman von Charles Lewinsky.
Im Mittelpunkt steht der alternde Filmproduzent Curtis Melnitz. Kenner der Romane von Charles Lewinsky werden sagen: „Melnitz, den Roman kenne ich doch“. Ja, aber wie der Titel schon sagt, es ist eine andere Geschichte.
Curtis Melnitz wird von Albträumen geplagt, kaum eine Nacht kann er richtig schlafen. Um Schlaftabletten zu bekommen, die ihm einen geruhsamen Schlaf ermöglichen, muss er einem Psychiater seine Lebensgeschichte erzählen. Eine Geschichte zwischen zwei Welten. Zwischen der Traumfabrik des Films und dem realen Leben.
Wie von Charles Lewinsky gewohnt, hat er seine Charaktere gut gezeichnet. Ich konnte schnell eine Verbindung zu Curtis Melnitz aufbauen.
Auch der Psychiater Dr. Cowan ist ein Charakter, der die Geschichte bereichert.
Charles Lewinsky hat einen klaren und gut verständlichen Schreibstil. In seinen Geschichten ist er sehr wandelbar. Ich habe einige Bücher des Autors gelesen und war immer begeistert.
Für diese Geschichte hat sich Charles Lewinsky eine reale Person auserkoren. Curtis Melnitz hat wirklich gelebt und war unter anderem auch Filmproduzent in Hollywood.
Ich fand es sehr interessant, die Geschichte zu lesen. Besonders die Besuche bei Dr. Cowan. Die Gespräche waren gehaltvoll und oft mit Humor versehen. Melnitz hat viel aus seinem Leben in Hollywood und von der Filmwelt erzählt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, direkt bei den Gesprächen als stiller Zuhörer dabei zu sein.
„Eine andere Geschichte“ unterscheidet sich wirklich von den Romanen, die Charles Lewinsky bisher veröffentlicht hat.
Ich habe das Buch mit Freuden gelesen.
