Venezianische Feindschaft

Daniela Gesing
Kriminalroman
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Gefährliches Venedig

Venedigs bekanntester Juwelier Fabio Caliano wurde, als er eine Lieferung Diamanten entgegen nehmen wollte von einem der Wachleute beraubt und niedergeschossen.
Auch der zweite Wachmann wurde erschossen.
Commissario Luca Brassoni von der venezianischen Polizei ermittelt zusammen mit seinem Kollegen Maurizio Goldini in diesem Fall.
Wie immer an seiner Seite, sein Hund Picco.
An erster Stelle steht die Suche nach dem Wachmann.
Doch auch für ihn geht die Geschichte nicht gut aus.
Jetzt stellt sich die Frage wo die Juwelen geblieben sind.
Und ob es einen Zusammenhang zu dem Überfall vor einigen Jahren gibt, bei dem Fabio Calianos Vater ums Leben kam.
Auch die Rolle der Ehefrau gibt Rätsel auf.
Carla Sorrenti, die Ehefrau Brassonis ist die leitende Gerichtsmedizinerin.
Sie versorgt Commissario Brassoni mit wichtigen Informationen.
Immer wieder fällt das Wort „Feindschaft“
Wer hasst die Familie Caliano so, dass er sie vernichten will? Patrizia Bertuzzi, die Signora Vice Questore steht unter Druck und verlangt eine schnelle Aufklärung des Falles.

„Venezianische Feindschaft“ ist das 7. Band aus der Reihe mit den sympathischen Commissario Luca Brassoni von Daniela Gesing.

Das Buch ist mit seinen ca. 268 Seiten schnell gelesen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Der Fall ist spannend und komplex aufgebaut.
Es gibt einige Verdächtige, es bleibt aber bis zum Ende offen wer der wahre Täter ist.

Die Protagonisten sind sympathisch.
Es macht Spaß die Entwicklung der Charaktere im Laufe der Bände mitzuerleben und auch immer wieder Einblicke in ihr Privatleben zu bekommen.

Die bildhafte Beschreibung sorgt dafür, dass man sich recht schnell an den Canale Grande versetzt fühlt.
Die eingestreuten italienischen Wörter machen das Ganze um so authentischer.

„Venezianische Feindschaft“ ist ein unterhaltsamer und gleichzeitig spannender Krimi mit Urlaubsfeeling.


Poppy: Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu

Kristine Getz
Thriller
erschienen im Ullstein Verlag
Übersetzt aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Wie viel darf man von sich preisgeben

Klappentext:

Emer Murphy, krankgeschriebene Kommissarin bei der Polizei Oslo, soll sich erholen und an ihre Psychopharmaka gewöhnen. Durch die Medien erfährt sie von einer Entführung: Das zweijährige Mädchen Poppy ist verschwunden, nachdem seine Mutter, eine berühmte Influencerin, ein Bild der Tochter vor dem Haus der Großeltern gepostet hat. Der Fall berührt etwas in Emer. Entgegen der ärztlichen Empfehlung beginnt sie, wieder zu arbeiten. Um ihre außergewöhnliche Intuition wieder spüren zu können, setzt sie ihre Medikamente ab und riskiert einen Rückfall. Sie begreift als Erste, dass bei dieser Entführung nichts ist, wie es scheint. Und gleichzeitig erinnert Poppy sie an etwas, das sie längst vergessen wollte.

„Poppy: Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu “ ist der Debütroman von Kristine Getz und der erste Band der neuen Emer-Murphy-Reihe.

Das Thema ist aktuell, brisant und spannend.
Es stellt sich die Frage, wie viel darf ich im Internet von mir preisgeben und wird hoffentlich so manchen nachdenklich stimmen.

Lotte Wiig ist Influencerin, sie verdient Geld damit, dass sie bestimmte Produkte im Internet postet.
Damit nicht genug, sie veröffentlicht auch Bilder von ihrer zweijährigen Tochter.
Ein beliebtes Motiv das viele Likes einbringt.
Bis eines Tages das Mädchen verschwunden ist.

Die Kommissarin Emer Murphy ist krankgeschrieben als sie von der Entführung durch die Medien erfährt.
Emer ist eine Ermittlerin die mir gut gefällt. Sie ist willensstark und lässt sich nichts vormachen.
Doch zur Zeit sind ihre Empfindungen stark durch Psychopharmaka die sie einnehmen soll gestört.
Emer Murphy lässt die Medikamente kurzerhand weg und stürzt sich in den Fall des vermissten Mädchens.

Kristine Getz erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.
Am Anfang lässt sie ihren LeserInnen Zeit sich mit den Protagonisten vertraut zu machen.
Man erfährt viel vom Alltag der Familie Wiig.
Und man lernt Emer Murphy kennen, die zu Beginn durch die Medikamente zugedröhnt ist.
Bei mir wechselten die Gefühle zu den Charakteren immer zwischen Sympathie und Antipathie, je nach dem aus welcher Perspektive es gesehen wird.
Auf jeden Fall hat jeder von ihnen ein schweres Päckchen zu tragen.

Mit ihrem Thriller „Poppy: Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu “ geht die Autorin an die Grenzen des psychisch erträglichen.
Die Atmosphäre ist durchweg dunkel.
Beim lesen wechselnden meine Gefühle zwischen Wut, Trauer und Angst. Ich hatte fast durchweg einen Kloß im Hals.
Das Buch hat aber solch eine Sogwirkung, dass ich es trotz allem nicht aus der Hand legen konnte.

„Poppy“ ist ein äußerst spannender Thriller mit sehr viel psychologischen Tiefgang.
Ich möchte ihn allen Thrillerfans empfehlen. Man muss aber in der Verfassung sein dieses Buch lesen zu können.

Nur Du und Ich

Laure van Rensburg
Thriller
erschienen im Ullstein Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Marie Rahn
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Wem kann man trauen?

Steven und Ella. Ein erfahrener Literaturprofessor und eine junge Collegestudentin.
Es soll ihr erster gemeinsamer Urlaub werden. Drei Tage in einem einsamen Ferienhaus auf Long Island.
Nur sie Beide. Lange Spaziergänge und Abende am Kamin.
Doch dann zieht ein Schneesturm auf und sie sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Es stellt sich heraus, dass beide ein Geheimnis hüten – und nur einer von ihnen wird das Wochenende überleben.

„Nur Du und Ich“ ist ein spannender Thriller von Laure van Rensburg.

Die Geschichte fängt mit dem Ende an. Man bekommt einen Einblick in das Haus und erfährt, dass dort eine schreckliche Bluttat stattgefunden hat.
Dann springt die Geschichte zum Anfang.
Das Liebespaar Steven und Ella fahren zu einem Wochenendurlaub in einem Ferienhaus nach Long Island.

Das Paar ist sehr unterschiedlich. Ella ist eine junge Studentin, etwas tollpatschig und eher ein Mäuschen.
Steven hingegen wirkt souverän, ist ein erfahrener Literaturprofessor und 20 Jahre älter als Ella.

Das Haus liegt recht einsam, Handyempfang gibt es so gut wie gar nicht.
Die Atmosphäre ist unheimlich, immer wieder hören sie Geräusche im Haus, denken sich aber nichts böses dabei.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ella und Steven und manchmal noch von einer dritten, namenlosen Person erzählt.
In Rückblenden erfährt man einiges über die Vergangenheit von Ella und Steven.
Die Protagonisten waren mir abwechselnd sympathisch und unsympathisch. Ich konnte mir nicht recht klar werden ob ich sie mag.

Laure van Rensburg baut ihre Geschichte langsam auf. Am Anfang sieht alles noch nach einem ruhigen Wochenende aus, doch dann kommt nach und nach Spannung auf.
Das Ende war dann allerdings vorhersehbar und nicht mehr überraschend.

„Nur Du und Ich“ ist ein spannender Thriller der sein Hauptaugenmerk lediglich auf zwei Personen legt und damit Spannung und Nervenkitzel erzeugt.

Die Spur – Er wird dich finden

Jan Beck
Thriller
erschienen im Penguin Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner

In Lissabon wird die Leiche einer jungen Frau gefunden.
Das Opfer wurde wie eine Statue aufgestellt.
Wenige Tage später wird die nächste Leiche gefunden.
Diesmal am Kapitelplatz in Salzburg, wieder wird das Opfer als Staue aufgestellt.
Zwischen den Opfern scheint es keinerlei Zusammenhänge zu geben.
Europols Topermittler Inga Björk und Christian Brand übernehmen diesen Fall und folgen den Spuren quer durch Europa.
Erste Spuren führen sie zu einem ehemaligen Eliteinternat.
Hier gibt es ein Geheimnis das viele Jahre in der Vergangenheit begraben liegt.
Gelingt es den Ermittlern den nächsten Mord zu verhindern?

„Die Spur“ ist der dritte Thriller aus der Björk und Brand Reihe von Jan Beck.
Schon die ersten beiden Bände haben mich begeistert. Um so mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut und wurde natürlich nicht enttäuscht.
Da es sich immer um abgeschlossene Fälle handelt kann man die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen.

Die Charaktere sind interessant.
Inga Björk von Europol gefällt mir ausgesprochen gut.
Sie ist Super-Recogniserin, wenn sie einmal ein Gesicht gesehen hat vergisst sie es nie.
Ihre unkonventionelle Art und auch ihre Angewohnheit nicht viele Worte zu machen sondern zu handeln ist bemerkenswert.

Auch Christian Brand gefällt mir gut. Er war in einer Spezialeinheit in Österreich.
Auch er hat eine unkonventionelle Art.
Seine Erlebnisse versucht er in der Malerei zu verarbeiten.
An der Seite von Inga Björk läuft er immer wieder zu Hochtouren auf.
Ich finde die zwei sind ein sehr gutes Team.

Der Fall ist recht kompliziert aufgebaut.
Es gibt 3 Opfer die in verschiedenen europäischen Städten gefunden werden.
Die Identität der Opfer ist am Anfang unklar und es finden sich auch keine Zusammenhänge zwischen den Taten. Nur, dass es ein und dieselbe Handschrift ist.

Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, immer mit dem Namen der handelten Person überschrieben.
Am Anfang lernt man so zu Beginn die Charaktere sehr gut kennen. Die wechselnde Sichtweise baut aber auch eine enorme Spannung auf.
So endet ein Kapitel nicht selten gerade dann wenn es am spannendsten ist und man wird erst einmal an andere Handlungsorte mit anderen Personen geführt. Natürlich ist auch hier wieder reichlich Spannung im Spiel.
Es gibt immer wieder Rückblenden und man kann sich schnell denken, dass hier der Schlüssel des Ganzen liegt.

Lange habe ich gerätselt wie die verschiedenen Personen und Handlungsstränge zusammen passen.
Je weiter man in das Buch eintaucht so mehr kristallisiert sich ein Zusammenhang heraus.
Doch bei weitem hatte ich nicht geahnt welche Ausmaße die Zusammenhänge haben.

„Die Spur“ ist ein Thriller der Extraklasse. Jan Beck baut enorm viel Spannung auf und gewährt seinen LeserInnen einen Blick in die Abgründen der menschlichen Seele.
Wenn man richtig in die Geschichte eingetaucht ist kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Also seid gewarnt, die Nächte werden kurz.

Frisch ermittelt – Der Fall Vera Malottke

Christiane Franke / Cornelia Kuhnert
Kriminalroman
erschienen im Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannend und humorvoll

Martha Frisch ist Mitte 50 und Witwe.
Eine Kundin ihrer Heißmangelstube wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden.
Es ist die Edelprostituierte Vera Malottke. Dass sorgt natürlich für reichlich Klatsch und Tratsch.

Die Polizei ist nicht besonders engagiert, hat schnell einen Sündenbock gefunden.
Dabei handelt es sich um einen Freund des Opfers der gerade aus dem Gefängnis gekommen ist.
Zu Vera Malottkes Kunden gehörten viele namhafte Herren der Stadt.
Aus diesem Grund soll der Fall still und leise abgeschlossen werden.
Martha stört sich daran, dass die Polizei die Honoratioren der Stadt unbehelligt lassen möchte und nicht weiter nach einem Täter sucht.
Martha beschließt gemeinsam mit ihrem Großneffen, dem Wachtmeister Hans Frisch, und ihrer Enkelin Annemieke den wahren Täter zu finden.

„Frisch ermittelt – Der Fall Vera Malottke“ von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert ist der Auftakt einer Krimireihe.

Den beiden Autorinnen ist es gelungen einen spannenden Krimi mit viel Lokalkolorit und einer Portion Humor zu kombinieren.

Die Geschichte spielt in Ostfriesland im Jahr 1958.
Martha Frisch ist mir gleich sympathisch gewesen. Eine moderne und aufgeschlossene Frau mit einer Portion Neugierde und Gerechtigkeitssinn.
Martha kann nicht verstehen, dass die Polizei nicht richtig im Mordfall ihrer Kundin, der Edelprostituierten Vera Malottke ermittelt. Nur weil sie den Honoratioren der Stadt nicht auf den Schlips treten wollen.
So nimmt sie selbst Ermittlungen auf und wird zur Hobbydetektivin.

Der Fall ist spannend es gibt verschiedene Verdächtige und immer wieder wird man als LeserIn in die Irre geführt.
Auch die Zeit der Handlung bringen die Autorinnen sehr authentisch zum Ausdruck.
Man kann es heute kaum noch glauben, dass Frauen damals die Erlaubnis des Ehemannes brauchten wenn sie arbeiten wollten.
Auch was die Mode und die Ausdrucksweise betrifft fühlt man sich in die 1950er Jahre zurückversetzt.

Der Schreibstil der Autorinnen ist flüssig und leicht verständlich.
Durch die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven lernt man die Protagonisten gut kennen.
Die Kapitel sind recht kurz und so liest sich das Buch in Windeseile.

„Frisch ermittelt – Der Fall Vera Malottke“ ist ein gelungener Auftakt einer Krimireihe der ich gerne treu bleibe.

Das Letzte, was du hörst

Andreas Winkelmann
Thriller
erschienen im Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an www.vorablesen.de für das Rezensionsexemplar.

Spannender Thriller mit einigen Längen

Sarah ist wie viele andere auch dem Podcast „Hörgefühlt verfallen.
Jede neue Folge sehnt sie herbei und konzentriert sich auf die Worte von Marc Maria Hagen.
Seine Stimme erreicht den tiefsten Grund der Seele.
Doch den Mensch hinter der Stimme kennt man nicht.
Keiner weiß was hinter den Kulissen von „Hörgefühlt“ passiert.
Und plötzlich lauert der Tod und die Stimme ist das Letzte was du hörst.

„Das Letzte, was du hörst“ von Andreas Winkelmann gehört zu keiner Reihe, es ist ein eigenständiger Thriller.

Im Mittelpunkt steht der Podcast „Hörgefühlt“ Marc Maria Hagen hat eine markante Stimme mit denen er seine Hörer einlullt. Mit seinem Psychogerede trifft er viele mitten ins Herz.
Sein Geld verdient er mit überteuerten Seminaren die er zu seinem Podcast anbietet.

Die Journalistin Roya möchte mehr über den Podcast und den Menschen der dahintersteht wissen.
Da sie keine Chance hat an Marc Maria Hagen ran zukommen hat sie eine Hörerin interviewt.
Doch die begeht Selbstmord und das Letzte was sie hörte war „Hörgefühlt“.

Kommissarin Carola Barreis wird zum Fundort der Toten gerufen.
Carola Barreis hat schon viel zu viele Leichen in ihrer Dienstzeit gesehen. Und immer wieder kommen neue hinzu.
Sie sehnt sich nach ihrem Ruhestand.
Mit ihr hatte ich so meine Probleme. Um es mit ihren Worten auszudrücken „ich mag sie nicht“.
Das hat sich allerdings in der zweiten Hälfte des Buches gegeben und am Ende war sie mir sogar sympathisch.

So erging es mir auch mit den anderen Protagonisten, ich hatte mit allen am Anfang so meine Schwierigkeiten. Bei den Meisten hat sich das gelegt oder in Sympathie gewandelt.

Der Plot ist spannend und interessant.
Trotzdem hat sich die erste Hälfte des Buches für mich etwas gezogen.
In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte eine Wendung an und ab diesem Zeitpunkt habe ich das Buch verschlungen.

Andreas Winkelmann lässt seine LeserInnen auch bei „Das letzte was du hörst“ in die Abgründe der menschlichen Seele schauen.
Die Rückblicke in die Vergangenheit die zwischen den Kapitel eingestreut sind verursachen Gänsehaut.
Trotz einiger Längen zu Beginn ist „Das Letzte was du hörst“ ein interessanter und spannender Thriller.

Der Dieb der süßen Dinge

Andrea Camilleri
Hörbuch
Kriminalroman
Sprecher: Bodo Wolf
Übersetzt aus dem Italienischen von Christiane von Bechtolsheim
erschienen bei Lübbe Audio
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Lübbe Audio für das Rezensionsexemplar

Unterhaltsamer Sizilien Krimi

Vor der Küste Siziliens wird ein Fischer auf seinem Boot erschossen.
Der Geschäftsmann Lapecora wird im Fahrstuhl seines Wohnhauses im Küstenstädtchen Vigàta erstochen.
Commissario Montalbano ermittelt in beiden Fällen.
Als er einen Dieb auf frischer Tat ertappt kommt er der Schönheit Karima auf die Spur.
Ist Karima die Verbindung zu den beiden Fällen?

„Der Dieb der süßen Dinge“ von Andrea Camilleri ist der 3. Band einer 25teiligen Krimireihe aus Sizilien.
Das Hörbuch zu diesem Krimi ist bei Lübbe Audio ganz neu erschienen.

Mit Commissario Montalbano hat Andrea Camilleri ein Unikum erschaffen.
Der Commissario ist sympathisch und gleichzeitig kauzig und schroff.

Der Fall wird spannend erzählt.
Der Krimi fängt langsam an und steigert das Tempo schnell.
Wenn man glaubt die Spannung und das Tempo sind an ihrem Höhepunkt angekommen, gibt es immer wieder Szenen zur Entspannung in denen die Kulinarik ihren Platz findet.
Mit seinem Humor lockert der Autor die Geschichte immer wieder auf und bringt einen zum Schmunzeln.

„Der Dieb der süßen Dinge“ ist ein spannender Krimi in dem der Flair Siziliens den LeserInnen anschaulich vermittelt wird.
Gesprochen wird das Hörbuch von dem Schauspieler Bodo Wolf der auch zahlreichen internationalen Schauspielern seine Stimme leiht.
Die Stimme von Bodo Wolf ist sehr angenehm, er bringt das Italienische in dem Krimi sehr gut rüber.
Die Geschichte wird mit ihm erst richtig lebendig.

Der Fall wird spannend erzählt.
Der Krimi fängt langsam an und steigert das Tempo schnell.
Wenn man glaubt die Spannung und das Tempo sind an ihrem Höhepunkt angekommen, gibt es immer wieder Szenen zur Entspannung in denen die Kulinarik ihren Platz findet.
Mit seinem Humor lockert der Autor die Geschichte immer wieder auf und bringt einen zum Schmunzeln.

„Der Dieb der süßen Dinge“ ist ein spannender Krimi in dem der Flair Siziliens den LeserInnen anschaulich vermittelt wird.

Gesprochen wird das Hörbuch von dem Schauspieler Bodo Wolf der auch zahlreichen internationalen Schauspielern seine Stimme leiht.
Die Stimme von Bodo Wolf ist sehr angenehm, er bringt das Italienische in dem Krimi sehr gut rüber.
Die Geschichte wird mit ihm erst richtig lebendig.

Bretonische Nächte

Jean-Luc Bannalec
Kriminalroman
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar

Krimi mit Urlaubsfeeling

Kadegs 89-jährige Tante verstirbt. Für einige kommt ihr Tod nicht unerwartet, hat sie doch in letzter Zeit eine Reihe von Vorzeichen des Todes erkannt.
Als Kadeg noch einmal zum Anwesen seiner Tante kommt, wird er im Dunkeln niedergeschlagen und schwer verletzt.
Erschrocken vom tätlichen Angriff auf einen seiner Mitarbeiter setzt Dupin alles daran mit seinem Team gegen den Angreifer zu ermitteln.
Je intensiver Dupin sich mit der weitläufigen Familie Kadegs und der Vergangenheit der Tante befasst, je mehr Merkwürdigkeiten tauchen auf.
Kadegs Tante war Hobby-Ornithologen und hat ihre Erkundungen in einem Heft notiert.
Gerüchte über die Sichtung eines ausgestorbenen Vogels, tauchen auf.
Hat Kadegs Tante etwas entdeckt was besser im Verborgenen geblieben wäre?

„Bretonische Nächte“ ist bereits der 11. Band der erfolgreichen Krimireihe mit Kommissar Dupin von Jean-Luc Bannalec.
Für mich ist die Reihe die Mutter aller französischen Krimis. Mit Kommissar Dupin hat meine Leidenschaft für die mittlerweile vielen Krimis die ihren Handlungsort in französischen Regionen beheimatet haben angefangen.

Der 11. Band ist für Kommissar Dupin ein sehr persönlicher Fall.
Wurde doch ein Mitarbeiter aus seinem Teams tätlich angegriffen.
Nach einiger Zeit wird klar, dass die Ermittlungen weit über den tätlichen Angriff auf Kadeg hinausgehen.

Kommissar Dupin ist mir vom 1. Band an sympathisch.
Er liebt gutes Essen und gute Getränke.
Er braucht seinen Kaffee wie die Luft zum atmen.
Wenn er an einem Fall arbeitet ist er wie besessen.
Er muss den Täter finden und zwar schnell.

Der Fall ist wieder spannend geschrieben.
Auch bei diesem Fall gibt es einige Verdächtige.
Nur ist es sehr schwer ihnen auf die Schliche zu kommen.
Der Spannungsbogen hält sich von Anfang bis zum Ende aufrecht.
Das Buch ist aber so viel mehr als ein Krimi. Es sprich alle Sinne an.
Die Beschreibung der Landschaft ist einzigartig.
Dieser Fall führt Kommissar Dupin an die Côte des Légendes.
Wie kann es anders sein, es ist eine der schönsten Gegenden der Welt.
Das Anwesen von Kadegs Tante, eine alte Abtei wird sehr anschaulich beschrieben.
Die Bedeutung des Apfels in der Bretagne und was man alles ihm machen kann lässt einen das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Auch der 11. Band der Dupin Reihe hat mich wieder einmal begeistert und ich hoffe, dass es noch viele weitere Bände mit dem sympathischen Kommissar geben wird.

Der Mann in den Dünen

Anna Johannsen
Kriminalroman
erschienen im Edition M Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Anna Johannsen für das Rezensionsexemplar.

Entführung auf Sylt

Lena Lorenzen ist aus ihrer Elternzeit zurück und bekommt es gleich mit einem aufregenden Fall zu tun.
Reinhardt Doormann, ein Reeder aus Hamburg wird vermisst.
Der Reeder ist von einem Spaziergang am Strand nicht nach Hause gekommen, die Familie macht sich Sorgen.
Blutspuren, die am Strand gefunden werden lassen auf ein Gewaltverbrechen schließen.
Da kommt auch schon eine Nachricht der Entführer.
Lena Lorenzen die mit ihrem Kollegen Johann Grasmann nach Sylt gekommen ist übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall.
Sie versucht sich ein Bild der Familie zu machen, wobei nicht alle Familienmitglieder kooperativ erscheinen.
Auch die Vergangenheit von Reinhardt Doormann beleuchtet Lena und erfährt, dass der Reeder, nach einer Wanderung auf dem Jakobsweg zu dem Schluss gekommen ist sein Leben zu ändern.
Und das sollte nicht nur sein Privatleben betreffen.

„Der Mann in den Dünen“ ist bereits der 9. Fall der sympathischen Inselkommissarin von Anna Johannsen.
Lena Lorenzen ist eine erfolgreiche, starke und gleichzeitig sympathische Ermittlerin die sich nicht immer nur Freunde macht.
Seit Lenas letztem Fall ist einige Zeit vergangen.
Mittlerweile liegen 14 Monate Elternzeit hinter ihr.
Jetzt sitzt Lena im Kieler Landeskriminalamt am Schreibtisch.
Lena vermisst den Außendienst, sie will wieder an die Front.
Nach einem Gespräch mit ihrer Vorgesetzten bekommt sie auch gleich einen heiklen Fall auf Sylt übertragen.
Der Reeder Reinhardt Doormann ist entführt worden.
Lena beleuchtet die Familie und die Vergangenheit des Reeders.
Dabei stößt sie auf einige Ungereimtheiten und auf einigen Widerstand im Kreise der Familie Doormann.
Privat ist Lena hin und her gerissen.
Für einen Schreibtischjob ist sie einfach nicht gemacht.
Aber schon nach kurzer Zeit auf Sylt spürt sie, wie sie ihren Sohn Bent und ihren Mann vermisst.

Anna Johannsen ist es auch beim 9. Band der erfolgreichen Krimireihe gelungen die Spannung von Anfang bis zum Ende aufrechtzuerhalten.
Ihre Kommissarin ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich freue mich immer, wenn wieder ein Treffen mit der taffen Lena Lorenzen ansteht.
Im Privatleben von Lena ist wieder einiges passiert.
Lena ist inzwischen Mutter geworden.
Jetzt heißt es für sie den Spagat zwischen Beruf und Familie hinzubekommen, was gar nicht so einfach ist wie sie schnell feststellen muss.

Anna Johannsen schafft genau die richtige Mischung zwischen Ermittlungsarbeit und dem Privatleben von Lena Lorenzen.
Es macht Freude die Entwicklung von Lena mitzuerleben, ihren kleinen Sohn kennenzulernen und bei ihrem Neustart nach der Elternzeit dabei zu sein.
Der leichtverständliche und unkomplizierte Schreibstil der Autorin macht das Lesen zu einem Genuss.
Ganz nebenbei vermittelt die Autorin ihren LeserInnen auch immer wieder schöne Eindrücke von der Inselwelt in der Nordsee.

Viel zu schnell hat sich der Krimi wieder einmal gelesen, einmal angefangen kann man das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt heißt es warten bis der 10. Fall der Inselkommissarin erscheint.

Das Chalet

Ruth Ware
Thriller
erschienen im dtv Verlag
Übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Mysteriös und spannend

Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups haben sich ein Chalet in den französischen Alpen gemietet.
Es soll ein Übernahmeangebot eines großen Unternehmens besprochen werden.
Es herrscht eine angespannte Stimmung, denn es wird mit Sicherheit nicht nur Gewinner geben.
Das Chalet ist nach einem Lawinenabgang von der Außenwelt abgeschnitten.
Es gibt keinen Handyempfang, die Stromversorgung ist zusammengebrochen.
Nach und nach werden Mitglieder der Gruppe ermordet, andere verschwinden.
Da niemand Zugang zum Chalet hat muss der Täter ein Mitglied der Gruppe sein.

„Das Chalet“ ist wieder ein mysteriöser und spannender Thriller von Ruth Ware.
Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich mit den vielen verschiedenen Charakteren zurechtzufinden, wenn man sich mit den einzelnen Personen angefreundet hat geht das Lesen dann recht zügig.

Die Autorin erzählte die Geschichte aus Sicht von Erin und Liz, zwei Charaktere die im Chalet sitzen und die LeserInnen am Geschehen teilhaben lassen.
Die Autorin hat für ihre Geschichte die Präsenz gewählt und so meint man mitten in der Gruppe zu sitzen.

Mich hat die Geschichte etwas an Agatha Christie erinnert, denn der Mörder muss ein Mitglied der Gruppe sein. Nach dem Lawinenabgang kommt kein anderer in das Chalet rein und es kommt niemand raus.

Der Schreibstil von Ruth Ware ist spannend, fesselnd und gut verständlich.
Sie baut die Spannung langsam auf und steigert sie recht bald so, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will.

„Das Chalet“ ist eine klare Leseempfehlung für alle Freunde von guten Thrillern.