Uli Black
Roman
293 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Uli Black für das Rezensionsexemplar
Sehr authentisch erzählte Geschichte
Klappentext:
H.C. Nachtnebel ist sechzehn, ein Mathegenie, ein Basketball-Ass und nach einem Verlust tief traumatisiert. Zwischen Leistungsdruck und Identitätssuche, Nähe und Rückzug, depressiven Episoden und Hochstimmung, versucht er, seinen Platz zu finden.
Als Keira auftaucht unangepasst, direkt, faszinierend, fühlt sich H.C. zum ersten Mal gesehen und geliebt, aber anders als von seinen Eltern. Doch was wie Rettung aussieht, wird schnell zum weiteren Riss im fragilen Gefüge seiner Welt. Von allen im Stich gelassen, gibt es für ihn nur noch einen Ausweg.
„Amok Alarm“ von ist ein Coming-of-Age-Roman von Uli Black.
Oft merkt man erst, was in einer Person vorgeht, wenn es zu spät ist. Dann heißt es, die Person war unauffällig, ruhig und freundlich.
So auch hier der Protagonist H.C. Nachtnebel. Nach außen hin wirkt H.C. eher ruhig, aber innerlich ist er explosiv wie eine Bombe. H.C. spielt sehr gut Basketball, hier kann er sein Trauma etwas kompensieren. Als sein Vorbild im Basketball stirbt, fällt H.C. in ein tiefes Loch, muss sogar ins Krankenhaus. Doch die Depression und seine Panikattacken bleiben.
Sein einziger Lichtblick ist Keira. Von ihr fühlt er sich gesehen, ein Gefühl, das er bei seinen Eltern nicht hat. Doch auch Keira ist nicht der gewünschte Rettungsring.
Uli Black beschreibt seinen Protagonisten H.C. Nachtnebel so authentisch, dass man denken könnte, er würde ihn wirklich kennen. H.C. wirkt lebendig und wie aus dem echten Leben entsprungen.
Die Gefühle und die Hilferufe von H.C. kommen gut zu den Leser*innen durch. Er ist ein junger Mensch mitten in der Pubertät, der dringend Hilfe bracht, aber es sieht niemand.
Der Autor behandelt in seiner Geschichte Themen wie Verlustängste, Traumatisierung, Überforderung, Wut und Gewalt.
Der Schreibstil von Uli Black ist flüssig und gut verständlich, die Sprache hat er dem Alter des Protagonisten hervorragend angepasst.
„Amok Alarm“ ist ein Roman, der mich sehr bewegt hat.
