Joss Keel
Thriller
406 Seiten
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Joss Keel für das Rezensionsexemplar
Ein genialer Plan der außer Kontrolle gerät
Klappentext:
Der Roman erzählt die Geschichte zweier Menschen, die ein genialer Versicherungsbetrug verbindet: Stefan Kellner, IT-Sicherheitsingenieur in Düsseldorf, der nicht mehr lange zu leben hat. Statt zu kapitulieren, trifft er eine radikale Entscheidung zur Absicherung seiner Familie: Er kontaktiert die Hackerin Alena Novak mit der Aufgabe, die wesentlichen Spuren seines Lebens in der digitalen Welt neu zu schreiben.
Mit dem obskuren Notar Dr. Bürkli in Vaduz konstruiert Alena eine perfekte Operation. Doch ihr System wird zum Monster. Denn eine experimentelle Gentherapie kann Stefan retten ein Wendepunkt, der alles infrage stellt: Stefan muss sterben, damit der Betrug sich rechnet.
Über zehn Monate verschränken sich die Perspektiven der Beteiligten zu einem vielschichtigen Bild unserer Gegenwart: Versicherung, Medizin, Justiz. Dabei berührt der Roman die Frage, was Wahrheit noch bedeutet, wenn sich nahezu alles – Verträge, Daten, Erinnerungen – manipulieren lässt. Und wer dann noch zwischen Wirklichkeit und Inszenierung unterscheiden kann.
„Programmierte Lügen“ von Joss Keel ist ein Thriller, der sich das Thema KI vorgenommen hat.
In seiner Geschichte verknüpft Joss Keel auf raffinierte Weise ein zutiefst menschliches Schicksal mit den kühlen Mechanismen des Cyber-Betrugs.
Hochaktuell und spannend beschreibt der Autor das Szenario.
Die Charaktere, die Joss Keel ins Leben gerufen hat, bewegen sich in einer moralischen Grauzone.
Stefan Kellner ist IT-Sicherheitsingenieur in Düsseldorf und hat nur noch 3 Jahre zu leben. Stefan will seine Familie abgesichert wissen, was ihn zu einer kriminellen Tat treibt.
Alena Novák ist eine der besten Hackerinnen Europas. Offiziell lebt sie als unauffällige Lektorin. Sie wird mit den unkontrollierbaren Konsequenzen ihres eigenen Algorithmus konfrontiert.
Die Gegenspieler und Strippenzieher finden sich vom eiskalten Komplizen Alex über zwielichtige Notare bis hin zu mächtigen Tech-Konzernen.
Der Schreibstil von Joss Keel ist dynamisch und packend. Man merkt, dass der Autor tief in die Materie von KI-Systemen und Cyberkriminalität eingetaucht ist. Fachbegriffe werden verständlich in die Erzählung eingebunden, ohne den Lesefluss zu stören.
Durch den Wechsel der Perspektiven über einen baut der Autor eine immense psychologische und dramaturgische Spannung auf.
„Programmierte Lügen“ ist weit mehr als ein klassischer Wirtschaftskrimi oder Tech-Thriller. Es ist ein erschreckend realistisches Szenario.
Ich habe das Buch mit Spannung gelesen.
