Katharina von der Lane
Historischer Roman
487 Seiten
erschienen im Goldmann Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar
Eine bewegende Familien-Saga
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt im dänischen Billund im Jahr 1924. Der Tischler Ole Kirk Christiansen steht nach einem schweren Schicksalsschlag und inmitten wirtschaftlicher Not vor den Trümmern seiner Existenz. Er muss seine vier Söhne allein durchbringen. Seine Zimmerei steht kurz vor dem Ruin. In dieser schweren Lage wagt er das Unmögliche: Er stellt seine Produktion vollständig auf Holzspielzeug um.
Parallel dazu entfaltet sich der Erzählstrang um Sofie Jørgensen, die anfangs in einem Kinderheim in Aarhus arbeitet. Der Roman nutzt geschickt zwei unterschiedliche Perspektiven, die im Laufe der Erzählung kunstvoll miteinander verschmelzen. Zusammen mit Sofie und Oles jungem Sohn Godtfred beginnt der beschwerliche Aufstieg einer Werkstatt, die mit bunten Holzautos, Tieren und schlichten Bauklötzen den Grundstein für die heutige Weltmarke LEGO legt.
„Lego – Die Welt ist voller Träume“ ist der 1. Band der Lego-Saga von Katharina von der Lane.
Hinter dem Pseudonym verbergen sich die beiden Autorinnen Christiane Omasreiter und Kathrin Polz.
Die Protagonisten sind eine Stärke der Geschichte.
Ole Kirk Christiansen ist ein Familienmensch, der sich nach einem Schicksalsschlag und dem Ruin seiner Tischlerei neu erfinden muss.
Von Trauer und Selbstzweifeln geplagt wagt Ole Kirk Christiansen einen Neuanfang.
Sofie Jørgensen arbeitet in einem Kinderheim in Aarhus und später in einem Mutter – und Kind – Heim. Als Haushälterin bei der Familie Christiansen bildet sie eine starke Frauenfigur und eine Stütze in dem Männerhaushalt.
Der erst zwölfjährige Godtfred hat einen unermüdlichen Fleiß.
Durch die Sichtweise des Jungen können die Leser*innen den Aufbau der Firma für die nächste Generation hautnah miterleben.
Katharina von der Lane hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Man spürt beim Lesen nicht, dass zwei Autorinnen an der Geschichte geschrieben haben. Sie liest sich wie aus einem Guss.
Gekonnt verwebt sie Autorinnen die historischen Anfänge eines weltbekannten Spielzeugimperiums mit einer fiktionalisierten, berührenden Familiengeschichte.
Man spürt, dass die Autorinnen gute Recherchearbeit geleistet haben. Sie lassen sich aber genug Platz für die künstlerische Freiheit, was die Familiengeschichte angeht.
Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, der mich jetzt schon ungeduldig auf den zweiten Band „Lego – Das Leben ist bunt“, der am 17.02.2027 erscheint, warten lässt.
