Vera Nentwich
Kriminalroman
293 Seiten
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Vera Nentwich für das Rezensionsexemplar
Humorvoller Krimi
Klappentext:
Ohne jede Vorwarnung steht eines Morgens Bienes Cousine vor der Tür. Zu der Verwandtschaft väterlicherseits war ihr Kontakt bisher eher sperrig, aber jetzt bittet Cousine Franziska Biene um Hilfe. Ihr Bruder und Bienes Vetter Paul ist verschwunden. Da bleibt Sabine „Biene“ Hagen als Detektivin nichts anderes übrig, als zu helfen. Dumm nur, dass sie ihren Vetter kurze Zeit später im Müllcontainer seines Wohnhauses findet und aus dem Vermisstenfall ein Mord wird. Dabei wollte sie sich doch darum kümmern, ihre Beziehung zu Jochen wieder zu kitten. Die Ermittlungen führen Biene tief in Pauls Leben, das einige überraschende Seiten zu bieten hat. War der Vetter ein zu übereifriger Finanzbeamter und musste er deshalb sterben? Oder war sein Ehrgeiz im örtlichen Puzzleverein der Grund für das plötzliche Ableben?
Biene forscht wie gewohnt konsequent und mit vollem Einsatz nach. Unterstützt wird sie erneut von ihrem Kompagnon Jago Diaz Fernandez und von Oma Trudi, die nicht nur ein offenes Ohr hat, sondern immer auch mit dem Essen parat steht.
„Tote Vettern erben nicht“ ist mittlerweile schon der 9. Band der Reihe Biene Hagen von Vera Nentwich.
Die humorvollen Krimis der Autorin lese ich immer wieder gerne, egal ob Biene Hagen oder die Reihe Frau Appeldorn, es ist immer ein Lesevergnügen.
Sabine Hagen, genannt Biene ist Detektivin. Sie ist spontan und handelt oft aus dem Bauch heraus, was sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Mit dem Polizisten Jochen führt sie eine On-Off Beziehung.
In diesem Band wird es familiär.
Unverhofft steht Bienes Cousine Franziska vor der Tür. Zu diesem Zweig der Verwandtschaft hat Biene eigentlich keinen Kontakt. Doch Franziskas Bruder Paul ist verschwunden und Biene soll helfen ihn zu suchen.
Paul ist ein etwas schwieriger Charakter, der oft bei den Menschen aneckt. Doch, dass man ihn tot und wie Abfall in einem Müllcontainer entsorgt, das ist schrecklich. So übernimmt Biene die auch die Suche nach dem Mörder.
Vera Nentwich hat liebenswerte Charaktere erschaffen. Biene gefällt mir sehr gut. Jago, ihrem Partner in der Detektei ist auch ein liebenswerter Charakter.
Oma Trudi ist sympathisch und umsorgt Biene immer liebevoll. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck.
Als Handlungsort hat die Autorin den Niederrhein auserkoren. Eine eher ruhige Gegend, doch auch hier macht das Verbrechen nicht halt. Gut, dass mit Biene eine erfahrene Detektivin vor Ort ist.
Mit viel Humor macht Vera Nentwich den Krimi zu einem echten Wohlfühlkrimi.
Die Protagonisten wie auch die Handlungsorte werden gut beschrieben.
Der Fall wird durchaus spannend erzählt und immer wieder mit Humor aufgelockert. Die Dialoge sind manchmal zum Niederknien.
„Tote Vettern erben nicht“ ist wieder ein humorvoller Cosy-Crime den ich an einem Stück durchgelesen habe. Ich wünsche mir noch mehr Fälle mit der sympathischen Sabine Hagen.
