Der Teufel trägt Prada

Lauren Weisberger
Roman
480 Seiten
erschienen im Second Chances Verlag
Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Regina Rawlinson und Martina Tichy
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar

Die Romanvorlage zum Film

Klappentext:
Andrea Sachs ist jung, ambitioniert und hat nicht die geringste Ahnung von Mode. Trotzdem landet sie als persönliche Assistentin bei der gefürchtetsten Frau der New Yorker Modewelt: Miranda Priestly , Chefredakteurin des legendären Magazins Runway . Ein Jahr durchhalten, dann stehen ihr alle Türen offen. So der Plan.

Die Realität? Absurde Aufgaben um drei Uhr morgens, Designer-Stilettos als Überlebensausrüstung und eine Chefin, deren eiskalte Perfektion keine Schwäche duldet. Zwischen Haute Couture und Demütigung verliert Andrea Stück für Stück das, was ihr wirklich wichtig ist: ihre Freundschaften, ihre Liebe, sich selbst.

„Der Teufel trägt Prada“ von Lauren Weisberger wurde vom Second Chances Verlag neu aufgelegt:

Wer den Film gesehen hat, der hat beim Lesen dieses Buchs schnell Bilder im Kopf.

Andrea Sachs tritt die Stelle als Assistentin bei Miranda Priestly an. Schnell ist klar, sie hatte ganz andere Erwartungen an diesen Job.
Genau wie sie stellen sich die meisten Menschen den Job ganz anders vor. Täglich mit der Modepäpstin zusammenzuarbeiten. Täglich die neueste und schönste Mode vor Augen zu haben. Der Job fordert aber auch so einiges von Andrea. Sie muss ihrer Chefin immer zur Seite stehen, wenn es nötig ist, auch nachts.

Lauren Weisberger hat ihre Charaktere gut gezeichnet. Aufgrund des Films hatte ich als Miranda Priestly immer Meryl Streep vor Augen.

Die Autorin vermittelt den Glamour und den Hype der Modewelt sehr gut.

Der Schreibstil von Lauren Weisberger ist flüssig und gut verständlich.
Der Humor der Autorin besticht durch seine Bissigkeit.

Das Buch habe ich bei Ersterscheinung schon einmal gelesen. Da jetzt bald die Fortsetzung „Die Rache trägt Prada“ erscheint, war es mir eine große Freude, den 1. Band noch einmal in seiner Neugestaltung zu lesen.

Upside down – Die Welt steht Kopf

N.R. Walker
Roman
350 Seiten
erschienen im Second Chances Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Nina Restemeier
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Second Chances Verlag für das Rezensionsexemplar

Absolut lesenswert

Klappentext:
Jordan O’Neill hat genug von Schubladen. Als schüchterner Bibliothekar fühlt er sich ohnehin schon oft fehl am Platz. Doch als ihm klar wird, dass das Label „asexuell“ vieles in seinem Leben erklärt, gerät seine sorgfältig sortierte Welt aus den Fugen.
Hennessy Lang weiß längst, wer er ist. Nach einer Trennung und einigen gescheiterten Beziehungen steht er offen zu seiner Asexualität und gründet in Surry Hills eine neue Selbsthilfegruppe. Dort begegnet er Jordan, der noch nach Antworten sucht und nicht weiß, wo er hingehört.
Zwischen vorsichtiger Nähe, leisen Gesprächen und großen Fragen versucht Hennessy, Jordan zu zeigen, dass sich sein Leben vielleicht nicht auf den Kopf gestellt hat, sondern endlich richtig herum steht.

„Upside down – Die Welt steht Kopf“ ist ein intelligenter und humorvoller Roman von N.R. Walker.

Im Mittelpunkt steh Jordan O’Neill, er ist Bibliothekar und sehr zurückhaltend, was seine Mitmenschen angeht. Erst als er Hennessy Lang trifft, scheint sein Leben in eine andere Bahn zu springen. Beide bezeichnen sich als asexuell und können plötzlich zusammen über das Thema reden.

N.R. Walker hat hier ein Thema aufgegriffen, über das ich in Büchern bisher noch nichts gelesen habe.
Die Geschichte ist so schön romantisch, ohne in Erotik abzudriften. Das hat mir besonders gut gefallen.
Mit viel Humor wird das Ganze immer wieder aufgelockert.

Die Charaktere werden gut beschrieben und sind lebendig. Ich mochte Jordan und auch Hennessy sehr gerne.
Es war schön ihnen zu folgen, bei den Gesprächen dabei zu sein und die Entwicklung zu erleben, die Jordan durchlebt. Denn sein Leben fühlt sich plötzlich an, wie auf den Kopf gestellt.

„Upside down – Die Welt steht Kopf“ ist ein schöner Roman über Liebe und Gefühle ohne jeglichen Spice.

Eine tödliche Partie

KJ Charles
Kriminalroman
280 Seiten
erschienen im Second Chances Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Nina Restemeier
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Second Chances Verlag für das Rezensionsexemplar

Kriminalroman mit Herz und Humor

Klappentext:
Meisterschützin Patricia Merton freut sich darauf, mit ihrem Bruder an der Jagdgesellschaft ihres alten Freundes Jimmy Lord Witton teilzunehmen. Dass die anwesenden Gentlemen ihre Schießfertigkeit undamenhaft finden, ist ihr dabei völlig egal. Nicht egal ist ihr jedoch die bezaubernde Fenella Carruth. Ein Dilemma, denn sie ist Jimmys Verlobte und damit für Pat tabu.
Als ein Gast der Gesellschaft ermordet aufgefunden wird, bleibt Pat keine Wahl: Mit Hilfe von Fenella will sie den Mörder finden, um Jimmys Ruf zu schützen. Dabei merkt Pat schnell: Fenellas Charme ist mindestens ebenso gefährlich wie die Intrigen und Geheimnisse, die das Haus durchziehen und einen Schatten auf die aufblühende Liebe der beiden werfen. Pat muss sich fragen: Kann sie ihrer neuen Freundin wirklich trauen? Denn auf Rodington Court haben alle etwas zu verbergen.

„Eine tödliche Partie“ von KJ Charles, ist ein Cosy-Crime mit Herz und Humor.

Im Mittelpunkt stehen Patricia und Fenella. Patricia ist zusammen mit ihrem Bruder bei einer Jagdgesellschaft, die ihr Freund Jimmy Lord Witton ausrichtet, eingeladen. Dort fällt Patricia schon durch ihr undamenhaftes Verhalten auf.
Fenella Carruth, auch ein Gast der Jagdgesellschaft fällt Patricia angenehm auf. Sie spürt in ihrer Nähe ein Kribbeln, doch leider ist Fenella die Verlobte des Gastgebers.
Als einer der Gäste ermordet aufgefunden wird, will Patricia zusammen mit Fenella den Mörder finden.

KJ Charles lässt die Geschichte ruhig beginnen. Die Leser*innen könne sich erst einmal mit den Charakteren und den Gegebenheiten vertraut machen. Schnell spürt man, dass Patricia sich von Fenella angezogen fühlt.

Nach fast der Hälfte des Buches gibt es einen Toten. Hier setzt jetzt zusätzlich zu der vorher schon guten Unterhaltung auch Spannung ein.

Die Charaktere erden alle gut beschrieben und sind sympathisch. Patricia mit ihrer unkonventionellen Art hat mir besonders gefallen.

Der Handlungsort und die Jagdgesellschaft werden bildhaft beschrieben, ich konnte mir alles gut vorstellen.

Bei der Suche nach dem Mörder kommen schnell Miss‑Marple Vibes auf.

KJ Charles hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil, der immer wieder mit Humor versetzt wird.

„Eine tödliche Partie“ ist ein unterhaltsames Cosy-Crime, den ich an einem Stück gelesen habe.