Das stille Vermächtnis
Roswitha Böhm
Roman
240 Seiten
erschienen bei BoD – Books on Demand
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Roswitha Böhm für das Rezensionsexemplar
Schatten der Vergangenheit
Klappentext:
„Merle ist blind und sieht doch mehr als alle anderen. Ein uraltes Buch, ein nebeliger Morgen und ein Geheimnis, das die Zeit überdauert.“ Für Merle, die ihr Augenlicht schon früh verloren hat, ist die Welt der Bücher ein Ort der Zuflucht. Doch als sie gemeinsam mit Lennart, der selbst von seiner Vergangenheit gezeichnet ist, in ein uraltes Rätsel hineingezogen wird, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Legende. Was als harmlose Recherche beginnt, führt die beiden auf die Spuren einer Frau, deren Wissen so mächtig und gefährlich war, dass es vor Jahrhunderten versiegelt wurde. Während Merle und Lennart versuchen, die Puzzleteile zusammenzusetzen, werden sie selbst Teil eines Geheimnisses, das bis in die Gegenwart reicht.
„Das stille Vermächtnis“ ist eine tiefgründige und emotionale Geschichte von Roswitha Böhm.
Merle und Lennart werden auf ein lange gehütetes Familiengeheimnis aufmerksam.
Zusammen beginnen sie, dem nachzugehen, und stoßen dabei auf Elise, eine Frau aus der Vergangenheit. Sie besaß ein mächtiges, fast magisch anmutendes Wissen, das vor Jahrhunderten zum Schutz oder aus Furcht verborgen werden musste.
Die Charaktere werden alle gut beschrieben und sind die Stärke in diesem Roman.
Merle hat ihr Augenlicht schon in jungen Jahren verloren. Sie nutzt die Welt der Bücher und ein altes Antiquariat als ihren persönlichen Zufluchtsort.
Merle ist recht feinfühlig und hat ein besonderes Gespür für Stimmungen und Zwischentöne.
Lennart ist ein Mann, der von seinen eigenen Erlebnissen und einer schweren emotionalen Last aus der Vergangenheit geprägt ist. Er sucht Ruhe und Abgeschiedenheit. Auch er flüchtet sich gerne in das Antiquariat.
Elise, die Frau der Vergangenheit, ist eine wichtige Figur. Sie ist Trägerin von gefährlichem, fast magischem Wissen.
Roswitha Böhm erzählt die Geschichte in einem ruhigen Ton und in einem langsamen Tempo.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Sie findet genau die richtige Balance zwischen atmosphärischen Beschreibungen und vorantreibenden Dialogen.
„Das stille Vermächtnis“ ist ein Roman, der auf leisen Sohlen daherkommt. Ich wurde genauso schnell in die Geschichte hineingezogen wie Merle und Lennart in die Suche nach der Vergangenheit.

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