Hinterm Horizont geht’s weiter

Lars Haider
Kriminalroman
284 Seiten
erschienen bei Hoffmann und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

An einem Abend gelesen-Suchtgefahr

Klappentext:
Diese Nachricht trifft die Hamburg News wie ein Schlag: Der alte Chefredakteur tritt ab – und sein Nachfolger scheint geradezu versessen darauf, die ganze Redaktion umzukrempeln. So soll Lukas Hammerstein plötzlich über die Reichen, Schönen und Mächtigen der Stadt berichten. Tatsächlich gewähren einflussreiche Hamburger dem Reporter gern Zutritt zu ihren Gemächern, man zeigt, was man hat, lädt zur Abendgesellschaft mit Hausmusik und Kulinarik. Doch immer häufiger verunglücken Hammersteins Gastgeber tödlich, mal stürzt einer betrunken die Treppe hinab, mal rast einer gegen den Baum. Alles Zufall? Mit Dackeldame Finchen und Partner in Crime Udo Lindenberg an seiner Seite beweist Hammerstein wieder einmal den richtigen Riecher.

„Hinterm Horizont geht’s weiter“ von Lars Haider ist der 3. Band der Reihe Hammerstein ermittelt.
Ich kenne die beiden vorherigen Bände nicht, bin aber gut in die Geschichte reingekommen.

Mit dem neuen Chefredakteur zieht der Umbruch bei den Hamburg News ein. Die Zuständigkeiten werden neu verteilt und einigen Mitarbeitern wird gekündigt. Ab sofort geht es nur noch um Profit. Lukas Hammerstein soll ab sofort nur noch von den Schönen und Mächtigen berichten. Lukas Hammerstein hat sich einen Namen in Hamburg gemacht und bekommt, zu einigen Prominenten zutritt. Doch nachdem Hammerstein mit den Prominenten Kontakt hatte verunglücken einige von ihnen. Zufall? Hammerstein geht dem nach, natürlich mit Dackeldame Finchen und Kumpel Udo Lindenberg.

Im Mittelpunkt steht der Reporter Lukas Hammerstein. Seinen Beruf liebt er, nur mit dem neuen Chefredakteur fällt ihm das schwer. Er ist Anfang 40 ist verheiratet und hat einen Sohn. Meist an seiner Seite die Dackeldame Finchen. Einer seiner besten Freunde ist Udo Lindenberg.
Mir war Hammerstein schnell sympathisch. Auch seine Kollegin Katja Woitek, die das Polizeiressort innehat mochte ich gleich.

Lars Haider hat seine Protagonisten gut konzipiert und führt sie gekonnt durch die Geschichte. Ein besonderes Highlight für mich ist Udo Lindenberg. Seine Musik begleitet mich seit meiner Jugend.
Der Fall wird spannend erzählt. Einige Hamburger Promis kommen ums Leben. Das sorgt
für Aufmerksamkeit.
Als Kulisse hat der Autor sich die Hansestadt Hamburg ausgesucht. Die Örtlichkeiten werden auch immer gut beschrieben. Zwischendurch bekommen die Leser*innen einen Einblick in die Welt der Redakteure und Journalisten. Umbruch und Sparmaßnahmen sind ja im Moment überall zu feinden.
Der lockere Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich habe das Buch an geheimem Stück gelesen.

„Hinterm Horizont geht’s weiter“ ist ein unterhaltsamer Krimi, den ich gern gelesen habe und der mir Lust auf die zwei vorherigen Bände gemacht hat.

Verwerfungen

Su Turhan
Kriminalroman
344 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung und Humor hervorragend vereint

Klappentext:
Nach einer behördlichen Entscheidung ist die Soko Migra Geschichte. Oberkommissarin Isabel Vierkant kämpft in München in der neuen Mordkommission um Anerkennung.

Zeki Demirbilek erholt sich derweil in Istanbul von allem, was der beinahe tödliche Angriff auf ihn mit sich gebracht hat. Doch die Nähe zu seiner Exfrau und großen Liebe Selma bekommt ihm nicht gut, zumal sie aus Istanbul flieht, um in Kopenhagen eine Ausstellung zu organisieren.

Während Zeki mit sich ringt, erhält er Besuch von seinem langjährigen Freund, dem Antiquitätenhändler Robert Haueis. Der will eine kürzlich aus seinem Münchner Geschäft gestohlene Medusenstatue zurückhaben. Die Replik einer verschollenen Statue, die 1204 von Kreuzfahrern aus der Kleinen Hagia Sophia nach Venedig gebracht wurde, wird verbotenerweise bei einer Istanbuler Auktion angeboten.

Doch die Jagd nach der Medusa fordert dem erfahrenen Kommissar alles ab und offenbart mächtige Gegner aus höchsten Kreisen, die vor nichts zurückschrecken, um die Statue in ihren Besitz zu bringen.

Auch das alte Migra-Team beteiligt sich bei der Jagd. Die Blutspur der Medusa reicht bis nach München, wo Isabel und Pius für ihren Pascha die Villa eines Verdächtigen durchsuchen und auf eine weitere Leiche stoßen.

„Verwerfungen“ ist der 8. Band Kommissar Pascha-Reihe von Su Turhan.
Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können auch gut einzeln gelesen werden.

Kommissar Pascha alias Zeki Demirbilek braucht, nach einem fast tödlichen Angriff auf ihn Abstand und sucht in Istanbul Erholung. Seine Kollegin Oberkommissarin Isabel Vierkant ist in der neuen Mordkommission in München. Zeki überlegt sogar in Istanbul zu bleiben. Doch da ist immer noch seine Ex-Frau, der er nicht so nahe sein will.
Robert Haueis, ein Antiquitätenhändler und Freund von Zeki ist eine Medusenstatue gestohlen worden und er such Hilfe bei Zeki. Aus der gestohlenen Statue wird schnell ein internationaler Fall und Zekis alte Kollegen sind wieder mit von der Partie.

Auch wenn ich die vorherigen Bände nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Der Autor gibt da, wo es nötig ist Hilfestellungen damit man auch ohne Vorkenntnisse weiß, was passiert ist.

Zeki Demirbilek war mir schnell sympathisch. Auch wenn er eine Auszeit sucht, ist er an erster Stelle immer noch Ermittler. Der Fall nimmt schnell viel größere Ausmaße an als gedacht. Bald trifft man Zekis alte Kollegen, die mit an dem Fall arbeiten.
Die Protagonisten sind recht unterschiedlich was die Geschichte facettenreich macht.

Su Turhan hat einen spannenden Fall kreiert, der es seinen Charakteren recht schwer macht eine Lösung zu finden.
Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und flüssig. Sein Humor sitzt am rechten Fleck.

„Verwerfungen“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi der immer wieder durch Humor aufgelockert wird.

Der Spieler

Inge Löhnig
Kriminalroman
442 Seiten
erschienen im Penguin Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar

Dühnfort ist zurück

In diesem Band wird die Abteilung für Operative Fallanalyse von der norwegischen Polizei um Hilfe gebeten. Ein deutsches Rentnerehepaar ist in einem Fjord vor ihrem Ferienhaus ertrunken. Alles sieht nach einem Unfall aus. Doch der gefundene Spielstein von einem Tikal Spiel kommt Dühnfort wie ein Zeichen eines Täters vor. Dühnfort beginnt zu recherchieren. Er findet Fälle, bei denen er einen Zusammenhang sieht. Da die zuständigen Ermittler ihm nicht glauben und ihre Fälle nicht in diese Richtung lenken, fängt Dühnfort selbst an zu Ermittel: Das bringt ihm großen Ärger ein. Und Dühnfort fragt sich, ob der Wechsel vom K11 nicht ein Fehler war.
Auch privat sieht es bei Dühnfort zurzeit nicht rosig aus. Ihre Münchner Wohnung ist gekündigt. Gina will unbedingt in dem Viertel wohnen bleiben. Dühnfort hingegen träumt von einem Häuschen mit Garten im Grünen. Auch bei der kommenden Einschulung von Chiara ist sich das Ehepaar uneinig und es kommt zu einem größeren Streit.


Der Spieler ist der 10. Band der Kommissar-Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig
Ich mag Kommissar Tino Dühnfort gerne. Er ist sympathisch, ehrgeizig und intelligent.
Bei seinen Fällen hat er immer den richtigen Riecher. Durch seinen Wechsel in die Abteilung für Operative Fallanalyse ist er allerdings nur beratend tätig.
Natürlich fällt ihm das schwer, wie gerne wäre er dabei, wenn es um die Ermittlungen und die Spurensuche geht.

Rund um Tino hat Inge Löhnig ein Kollegium geschaffen die sich mittlerweile gut ergänzen.
Die Abteilung für Operative Fallanalyse steht nicht nur der Münchner Kriminalpolizei zur Verfügung so, dass der Leser auch bei den Ermittlungen in anderen Städten dabei ist.

Darüber hinaus ist Tino ein toller Ehemann und Vater. Er liebt seine Frau Gina, die in der Abteilung für Altfälle arbeitet. Inge Löhnig hat Gina Angelucci eine eigene Reihe gewidmet, mittlerweile sind schon 2 Bände erschienen, die genauso spannend sind, wie die Bücher der Dühnfort Reihe. Ich hoffe sehr, dass auch diese Reihe weitergeht.
Die Tochter der Beiden, die kleine Chiara ist der ganze Stolz ihrer Eltern, sie ist aber auch zum knuddeln.
Ich mag es, wenn sich der Inhalt nicht nur auf die Ermittlungen beschränkt, sondern die Charaktere auch ein Privatleben haben. In den Büchern von Inge Löhnig ist es immer eine gute Mischung zwischen Beruflichem und Privatem.

Inge Löhnig versteht es die richtige Atmosphäre zu schaffen und die Leser*innen in Atem zu halten.
Es werden am Anfang drei Handlungsstränge eröffnet die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch je weiter man liest, desto mehr nähern sich die Handlungsstränge an, bis sie am Ende ganz ineinander verflochten sind.
Der Schreibstil von Inge Löhnig ist wie immer sehr flüssig und der Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Buch.

Auf „Der Spieler“ habe ich vier Jahre gewartet und jetzt ist es in zwei Tagen ausgelesen.
Ich hoffe sehr, dass es auch bald einen 11. Band geben wird.

Tode, die wir sterben

Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson
Kriminalroman
395 Seiten
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar

Spannender Beginn einer neuen Krimireihe

Klappentext:

Bei einem Drive-by-Shooting im Brennpunktviertel Hermodsdal wird ein Teenager erschossen. Polizeiführung und Presse legen sich schnell fest: ein weiterer tragischer Tiefpunkt in den landesweit eskalierenden Drogenbandenkriegen. Der undankbare Fall wird an den frischverwitweten Kommissar Jon Nordh und die strafversetzte nordschwedische Ermittlerin Svea Karhuu delegiert.

Schnell geraten die beiden zwischen die Fronten der brutal geführten Revierkämpfe um schnelles Geld, Macht, Ehre und Vergeltung. Als der beste Freund des toten Jungen untertaucht, sieht es nach einem Verrat aus. Doch nach einem weiteren Mord überschlagen sich die Ereignisse und das ungleiche Ermittlerpaar muss innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Team zusammenwachsen. Nordh und Karhuu kämpfen dabei nicht nur gegen einen unerbittlichen Gegner, sondern auch mit der Bürde der jeweils eigenen Vergangenheit.

„Tode die wir sterben“ ist der Beginn einer neuen Reihe von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson.
Die beiden Autoren haben nach dem 10. Band mit den Kommissarinnen Nyström und Forss jetzt die Ermittler Svea Karhuu und Jon Nordh ins Rennen geschickt.

Der Handlungsort der neuen Reihe ist Malmö.


Kommissar Jon Nordh ist Mitte 40 und hat als Kommissar schon einige Erfahrungen gesammelt. Erst vor kurzem ist seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen und er steht mit seinen beiden Kindern alleine da. Außer seiner Frau saß noch sein Kollege, Partner und bester Freund im Wagen. Daraus zieht Jon Nordh die Erkenntnis, dass seine Frau und sein bester Freund eine Affäre hatten.

Svea Karhuu ist Mitte zwanzig und sehr ehrgeizig. Sie hat einen schiefgelaufenen Einsatz als Undercover-Ermittlerin hinter sich und wird nach Malmö versetzt. Bei diesem Einsatz musste sie einen Polizisten erschießen was noch immer sehr auf ihr lastet.

Die beiden Ermittler sind recht unterschiedlich und haben auch erst einmal ihre Schwierigkeiten miteinander klarzukommen.
Aber es hilft nichts, sie müssen sich zusammenraufen.

Ein 13-jähriger Junge wird erschossen aufgefunden. Für die Ermittlungen wird ein Spezialteam denen Karhuu und Nordh angehören zusammengestellt.
Die Ermittlungen führen ins Banden-Milieu und die Ermittler befinden sich inmitten sich bekriegender Banden. Weitere Morde geschehen und die Ermittler geraten immer mehr unter Zeitdruck.

Voosen und Kerstin Signe Danielsson haben hier den Startschuss für eine spannende neue Krimireihe gegeben.
Ihre Charaktere wirken sehr lebendig. Die Ermittler reiben sich aneinander auf. Jeder hat aus der Vergangenheit sein Päckchen zu tragen. Ich als Leserin habe immer gehofft, dass die Beiden ihre Differenzen beseitigen und der Ton zwischen ihnen ein anderer wird. Meist liegt es an Nordh, der durch den Verlust und dem Betrug seines Partners gezeichnet ist und das seine neue Partnerin spüren lässt.

Der Fall wird spannend und mit einigen Wendungen erzählt. Die Spannung setzt ziemlich schnell ein und hält auch bis zum Ende des Krimis an.
Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und gut verständlich.

„Tode die wir sterben“ hat mich sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band „Schwüre, die wir brechen“, der im August 2025 erscheinen soll.

Harz aber herzlich

Peter Godazgar und Alexandra Kui
Kriminalroman
397 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Ermittlungen mit Humor

Klappentext:
Ein durchbrochenes Geländer, eine seltsam verdrehte Leiche am Abhang. Dabei wollte Ariane an ihrem ersten Arbeitstag in Düsterode im Harz nur eine frauenfeindliche Kritzelei beseitigen, schließlich gehört auch das zu ihren Aufgaben als Sensitivity-Managerin des Tourismus-Verbands. Als Polizeihauptmeister Andreas mit seinem Hund Frau Krause am Tatort ankommt, sind zwei Dinge schnell klar: Ariane und Andreas sind wie Feuer und Wasser, Stadt und Land, Tofu und Bratwurst, Bier und Kombucha. Und statt den Harz diverser und wertschätzender für alle zu machen, hat Ariane es mit ganz neuen Herausforderungen zu tun, denn irgendjemand sorgt dafür, dass Menschen sterben. Der Tote im Wald wird jedenfalls nicht der letzte sein. Von wegen «Glück auf» im Harz. Andreas und Ariane ermitteln. Und Frau Krause auch.

„Harz aber herzlich“ ist der Auftakt eine Krimireihe von Peter Godazgar und Alexandra Kui.

Nach gescheiterter Ehe tritt Ariane Höft von Holten eine Stelle als Sensitivity-Managerin des Tourismusverbandes in Düsterode im Harz an. Ariane möchte in Harz für mehr Diversität werben. Das kommt in dem kleinen Ort nicht besonders gut an.
Bei einer Bergwanderung, bei der sich Ariane einige Blasen an den Füßen holt, entdeckt sie eine Leiche. Völlig aufgelöst meldet sie den Fundort der Polizei. Der einzige Polizist im Ort ist Andreas Anton. Zusammen mit seiner Hündin Frau Krause kommt er zum Tatort. Wohl oder übel muss Andreas die Ermittlungen übernehmen aber auch Ariane ermittelt.
Und es wird nicht bei einer Leiche bleiben.

Die Charaktere sind zum Teil ziemlich skurril.
Ariane Höft von Holten kommt aus Hamburg und hat sich gerade von ihrer Ehefrau getrennt. Sie hat eine Stelle beim Tourismusverband, wird da aber nicht gerade herzlich aufgenommen.

Polizeihauptmeister Andreas Anton ist ein Schwergewicht, er bringt 124 Kilo auf die Waage. Begleitet wird er immer von seiner Hündin Frau Krause.
Für kleine Delikte spricht er gerne Verwarnungen aus. Das hat ihm den Spitznamen „Waldorfbulle“ eingebracht. Andreas ist eher harmoniebedürftig und versteht Spaß. Doch, dass sein Sohn in Hamburg mit einem Mann zusammenlebt das versteht Andreas nicht. Hier braucht er dringend Nachhilfe.

Mit Andreas und Ariane treffen zwei grundverschiedene Menschen zusammen. Dazu kommen die Bewohner von Düsterode, die man nicht allzu ernst nehmen darf.
Mit viel schrägem Humor erzählen die beiden Autoren die Geschichte.
Es gibt mehrere Tote und die Ermittlungen sind schwierig und spannend.
Peter Godazgar und Alexandra Kui beschreiben ihren fiktiven Handlungsort und den Harz anschaulich.
Mit Humor wird die Geschichte immer wieder aufgelockert.

„Harz aber herzlich“ ist ein gelungener Auftakt der Krimireihe und ich freue mich auf weitere Bände.

Die Gewalt des Sturms

Anna Johannsen / Elke Bergsma
Kriminalroman
315 Seiten
erschienen im Edition M Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Anna Johannsen für das Rezensionsexemplar

Die Suche nach dem Maulwurf geht weiter

Klappentext:
Hauptkommissarin Lina Lübbers ist nach wie vor fest entschlossen, den Maulwurf in den eigenen Reihen zu enttarnen, als es in Aurich zu einem Tötungsdelikt kommt. Der Inhaber einer Anwaltskanzlei wird brutal ermordet aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass er Opfer eines Raubüberfalls wurde.

Linas Kollegin Kea Siefken sieht sich nur wenig später mit einem weiteren Fall konfrontiert: Der Inhaber einer Spedition wurde auf einem abgelegenen Feldweg von einem unbekannten Autofahrer überfahren, doch war es wirklich ein Unfall?

Je tiefer die beiden Ermittlerinnen graben, desto mehr Ungereimtheiten tun sich auf. Zudem gerät ihr Kollege Hauke Behrends als Informant des niederländischen de Jong-Clans zunehmend an seine Belastungsgrenze – und plötzlich ist im Dickicht der Herausforderungen jeder im Team mit der Frage konfrontiert, wem seine Loyalität gilt.

„Die Gewalt des Sturms“ ist der zweite Band der Lina Lübbers & Kea Siefken Trilogie von Anna Johannsen und Elke Bergsma.
Von Anna Johannsen habe ich schon viele spannende Krimis gelesen, die Trilogie ist das erste Werk, dass ich von Elke Bergsma lese. Ich war schon beim ersten Band neugierig wie die beiden Autorinnen zusammen harmonieren.

Die Charaktere der beiden Autorinnen gefallen mir gut. Besonders natürlich die beiden Kommissarinnen Kea Siefken und Lina Lübbers. Die beiden sind sehr verschieden und haben sich nach ersten Missstimmungen gut zusammengerauft.

Lina Lübbers ist eigentlich in Osnabrück tätig, in Aurich soll sie nach einem Maulwurf fanden. Das bedeutet, sie kennt schon vor Dienstantritt ihre neuen Kollegen aus den Akten. Nachdem sie den ersten größeren Fall erfolgreich gelöst haben, ist Lina dem Maulwurf aber noch nicht auf die Spur gekommen.

Es geht in diesem Band um zwei Mordfälle. Kea und Lina übernehmen zusammen mit einem Team je einen der Fälle. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto mehr sieht es danach aus, dass die Fälle doch zusammen hängen.
Die Ermittlerinnen kommen auch wieder dem niederländischen de Jong-Clan etwas näher.
Die beiden Autorinnen erzählen die Geschichte aus der Ich-Perspektive der beiden Kommissarinnen. Dabei wechseln sich die Kapitel mit den Kommissarinnen ab. Aber keine Angst, man kommt nicht durcheinander. Die Kapitel sind mit dem Namen der Kommissarin überschrieben und man weiß immer, wo man zu Hause ist.
Ich habe mich schon im ersten Band schnell an die Ich-Perspektive gewönnt. Ich finde es sehr spannend die Charaktere so zu begleiten. Man bekommt alles hautnah mit, kann sich richtig in die Person hineinversetzten, kann spüren, was sie fühlen und lesen, was sie denken. Ich finde, es ist eine interessante Erfahrung einen Krimi mit dieser Perspektive zu lesen.

Die beiden Autorinnen harmonieren sehr gut zusammen. Man merkt beim Lesen nicht, dass zwei Personen an der Geschichte geschrieben haben. Mich würde interessieren wie sie das gemacht haben. Ist jeder in die Rolle einer Ermittlerin geschlüpft?

Anna Johannsen und Elke Bergsma haben in diesem Krimi die Handlungsorte sehr gut beschrieben. Die Ermittlungen werden auch spannend geschildert.
Der Fall wird am Ende zur Zufriedenheit gelöst. Linas Auftrag ist auch im zweiten Band noch nicht vollständig beendet.

„Die Gewalt des Sturms“ ist wieder ein spannender und unterhaltsamer Krimi der Lust auf mehr macht.
Der dritte Band „Die Kraft der Ebbe“ soll schon im Dezember erscheinen. Ich freue mich schon darauf.

Dunkles Wasser

Charlotte Link
Kriminalroman
574 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Auch der 5. Band ist äußerst spannend

Klappentext:
Eine stürmische Nacht an der Westküste Schottlands. Zwei Familien, die in einer Bucht zelten, werden im Schlaf von mehreren vermummten Männern überfallen. Die Gewalt eskaliert, am Ende überlebt nur Iris, die älteste Tochter einer der Familien, weil es ihr gelingt sich zu verstecken. Die Kilbride-Morde, wie sie von da an genannt werden, können nicht aufgeklärt werden. Viele Jahre später wird Iris plötzlich von einem unheimlichen Stalker verfolgt. Kurz darauf verschwindet ihre Freundin auf einer gemeinsamen Ferienreise spurlos. Opfer eines Verbrechens, das eigentlich Iris galt? Zufällig trifft Iris auf Ex-Inspector Caleb Hale. Zusammen mit Kate Linville beginnt er zu ermitteln und gerät, auch persönlich, immer tiefer in einen Albtraum.

Dunkles Wasser ist der 5. Band der Kate-Linville-Reihe von Charlotte Link.

Iris fühlt sich verfolgt und ihre Freundin verschwindet plötzlich bei einer gemeinsamen Reise. Hatte der Täter es eventuell auf Iris abgesehen? Als Iris sich dem früheren Inspector Caleb Hale anvertraut, fängt dieser zusammen mit Kate Linville an, nach der Freundin zu suchen.
Iris ist die einzige Überlebende eines Mordfalls, der die Kilbride-Morde genannt wird und nie aufgeklart wurde.
Kate und Caleb haben das Gefühl, dass die beiden Fälle zusammenhängen.

Die Hauptakteure der Geschichte sind mittlerweile ja schon gut bekannt.
Inspector Kate Linville ist hochbegabt und hat eine einzigartige Kombinationsgabe.
Sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten ist eine Freude und wie immer mit viel Spannung verbunden.

Caleb Hale wirkt sehr selbstsicher. Doch innerlich ist er Ängsten und Selbstzweifel ausgeliefert, die er mit Alkohol zu bekämpfen versucht. Kate hat er bei der Arbeit kennengelernt. Als sie endlich zur North Yorkshire Police wechselt ist, um mit Caleb zusammenzuarbeiten wurde dieser suspendiert.

Die Geschichte hat mehrerer Handlungsstränge und führt auch immer wieder zurück in das Jahr 2008 wo die Kilbride-Morde geschahen. Geschickt jongliert Charlotte Link mit den verschiedenen Handlungssträngen. Je weiter man liest, desto mehr nähern sich die Handlungsstränge an, bis sie am Ende total miteinander verwebt werden.

Charlotte Link hat die tolle Begabung ihre Handlungsorte sehr atmosphärisch zu Beschreiben.
Die düstere und neblige Atmosphäre bei den Rückblenden zur Westküste Schottlands ruft großen Nervenkitzel hervor.

Charlotte Link versteht es wie nur wenige Autor*innen schon nach wenigen Seiten Spannung zu erzeugen und über das ganze Buch aufrecht zu halten.
Dabei stellt sie ihren Leser*innen immer sehr gekonnt Fallen, erfindet Irrwege und führt sie auf die falsche Fährte.
So bleibt die Frage nach dem Täter und natürlich auch die Spannung bis zum Ende erhalten.

Für mich ist Charlotte Link eine der besten Autorinnen für Kriminalromane Made in Germany und ich freue mich auf jedes neue Buch von der Autorin.

Salute – Der letzte Espresso

Friedrich Kalpenstein
Kriminalroman
315 Seiten
erschienen im Edition M Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sterne

Vielen Dank an Friedrich Kalpenstein für das Rezensionsexemplar

Mord am schönen Gardasee

Klappentext:
„Und wer zahlt jetzt die Zeche?“
Diese Frage kommt Paul Zeitler als Erstes in den Sinn, als der letzte Gast in seinem kleinen Café in Bardolino nicht mehr am Tisch sitzt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass er ihn kurz darauf tot im Waschraum auffinden wird. Die örtliche Polizeidirektion nimmt die Ermittlungen auf.

Paul Zeitler, ehemaliger Hauptkommissar aus München, hat es an den Gardasee verschlagen, nachdem er aufgrund einer Suspendierung den Dienst bei der Polizei quittiert hat. Nicht etwa, um dort Urlaub zu machen, er ist seinem geheimen Wunsch gefolgt, ein eigenes Café zu eröffnen. Als in diesem ein Mord passiert, muss er erkennen, dass in ihm doch noch ein Mann des Gesetzes steckt.

Commissario Lanza ist nicht erfreut darüber, dass Zeitler ebenfalls in dem Fall ermittelt. Für ihn ist der deutsche Auswanderer ein möglicher Verdächtiger. Wer also hat den Mann umgebracht und warum ausgerechnet in Zeitlers Café?

„Salute – Der letzte Espresso“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe von Friedrich Kalpenstein.

Friedrich Kalpenstein habe ich durch seine Krimireihe mit Kommissar Tischler kennen- und seine Bücher lieben gelernt.
Jetzt verschlägt es den Autor von Bayern an den schönen Gardasee. Wer jetzt denkt, dass es am Gardasee ruhiger zugeht, der irrt. Auch hier hat ein Mörder zugeschlagen.

Im Mittelpunkt steht Paul Zeitler. Der ehemalige Kommissar hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert und ein Café in Bardolino am Gardasee eröffnet. Dass er einmal einen Toten in den Waschräumen findet, damit hat er nicht gerechnet. Jetzt hofft Zeitler, dass der hiesige Kommissar den Fall schnell aufklärt, denn der Mord hat schon die Presse auf den Plan gerufen.
Gewöhnlich lässt die Katze das Mausen nicht und genauso wenig kann Zeitler das Ermitteln lassen. Dabei gehört er zu den Verdächtigen von Commissario Lanza.

Mit „Salute“ beginnt Friedrich Kalpenstein eine neue Krimireihe. Seine Charaktere sind wieder sehr facettenreich und sympathisch.

Paul Zeitler der ehemalige Kommissar aus Deutschland führt ein bei den Touristen beliebtes Café. Er wird von Leone immer mit den köstlichsten Backwaren beliefert. Mir ist beim Lesen das Wasser im Munde zusammengelaufen.
Paul Zeitler spricht nur ein paar Brocken Italienisch und kommt mit er deutschen Sprache erstaunlich gut zurecht. Klar, die meisten Touristen kommen aus Deutschland und seine Kollegen ringsum verstehen die Sprache auch.

Commissario Lanza mag es gar nicht, wenn Paul Zeitler sich in seinen Fall einmischt. Für ihn ist Zeitler verdächtig. Der Commissario kommt etwas kauzig rüber wird aber im Laufe der Geschichte zugängiger.

Auch mit der Reporterin Antonia Romana hat Paul Zeitler erst einmal einen heftigen Zusammenstoß. Aber auch seine Meinung über die Reporterin wird sich mit der Zeit bessern.

Das ist das Personal, dass die Leser*innen hoffentlich über viele Bände begleiten dürfen.

Der Handlungsort in dieser Reihe ist der Gardasee. Bei den Beschreibungen bekommt man richtig Fernweh.

Friedrich Kalpenstein baut in seinem Krimi schnell Spannung auf und es ist auch bis zum Ende ein Rätsel wer der Täter ist.
Mit seinem flüssigen und gut verständlichen Schreibstil, den er gerne mit einer Prise Humor würzt fliegen die Seiten nur so dahin. Ich habe das Buch an zwei Abenden ausgelesen.

Jetzt freue ich mich schon darauf, dass die Reihe weitergeht.

Den Tod belauscht man nicht

Ninni Schulman
Kriminalroman
445 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Übersetzt aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt einer neuen Krimireihe

Klappentext:

Schweden im Sommer 1983. Die gescheiterte Polizistin Ingrid Wolt versucht fern der schwedischen Hauptstadt den Neuanfang als Privatdetektivin. Sie kommt gerade zur rechten Zeit: Konnte bis vor Kurzem nichts die Idylle in der Kleinstadt Våmhus trüben, überschattet nun das unaufgeklärte Verschwinden eines Jungen das Leben. Die örtliche Polizei bleibt trotz Mangel an Beweisen überzeugt davon, dass der Junge ertrunken ist; die Mutter des Jungen will sich damit nicht abfinden und engagiert Ingrid, die in das enge Geflecht nachbarschaftlicher Beziehungen eindringt und dabei immer tiefer in einen dunklen Abgrund gerät.

„Den Tod belauscht man nicht“ ist ein spannender Schwedenkrimi von Ninni Schulman.

Die Polizistin Ingrid Wolt will in der schwedischen Provinz einen Neuanfang starten. In der Hauptstadt Stockholm, wo sie als Polizistin tätig war, hält sie nach einem Gefängnisaufenthalt nichts mehr.
Ingrid muss dringend einen Job finden damit sie ihre Tochter, die bei einer Pflegefamilie untergebracht ist, zu sich holen kann.
Da erfährt Ingrid von einer Tragödie, die vor einem Jahr geschah.
Ein Junge, 12 Jahre alt ist verschwunden. Die Polizei geht davon aus, da die Kleider des Jungen am Wasser lagen, dass er ertrunken ist.
Die Mutter will sich mit dem Ergebnis nicht zufriedengeben.
So kommt es, dass Ingrid als Privatermittlerin Licht in diesen Fall bringen will.

Die Leser*innen lernen als erstes Ingrid kennen. Sie kommt in der Kleinstadt Våmhus an und bezieht ihr gemietetes Haus.
Nach und nach lernen die Leser*innen dann auch die Vergangenheit von Ingrid kennen.
Wir begleiten Ingrid bei den Ermittlungen. Sie hört sich bei den Bewohnern der Kleinstadt um und stößt auf einige Bewohner, die ein Geheimnis verbergen.
Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden zum Sommer 1982.
Bei diesen Kapiteln wechselt die Autorin die Perspektive und erzählt aus der Sicht von Mattias, dem verschwundenen Jungen. Mattias hinkt in allem den gleichaltrigen Kindern hinterher. So fühlt er sich als Außenseiter und streift gerne alleine durch die Gegend.

Ninni Schulman hat interessante Charaktere gezeichnet und ihnen Leben eingehaucht.
Am meisten hat mich Mattias berührt. Die Schilderungen des Jungen gingen mir oft sehr nahe. Seine Einsamkeit hallte in den Sätzen wider. Auch Ingrid ist ein interessanter Charakter. Es ist spannend über ihre Vergangenheit zu lesen.

Die Autorin beschreibt das Leben in der Kleinstadt recht authentisch. Die Dorfgemeinschaft hält zusammen und machen die Ermittlungen nicht einfach. Bei näherem Hinsehen spürt man, dass nicht alles so ist wie es nach außen scheint.

Ninni Schulman erzeugt schnell Spannung und hält sie auch über das gesamte Buch aufrecht. Dabei ist nicht nur die aktuelle Ermittlung spannend, sondern auch die Erzählungen vom Mattias vor seinem Verschwinden. Genauso spannend ist die eingestreute Vergangenheit von Ingrid.

Ninni Schulman hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil. Ich bin schnell tief in die Geschichte eingetaucht. Das Schicksal von Mattias hat mich nicht losgelassen.

Die Autorin beendet die Geschichte mit einem starken Cliffhanger. Jetzt bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band „Das Paradies verrät man nicht“ der im Juli 2025 erscheinen soll.

Am Samstag wird abgerechnet

Davide Longo
Kriminalroman
600 Seiten
Übersetzt aus dem Italienischen von Barbara Kleiner und Felix Mayer
erschienen im Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Ermittlungen in einem Bergdorf im Piemont

Klappentext:

In einem verlassenen Alpendorf wird ein Filmproduzent und Bruder eines ehemaligen Democrazia-Cristiana-Politikers tot in seinem Jaguar aufgefunden. Seine Frau, eine frühere Schauspielerin, in die eine ganze Generation verliebt war, ist spurlos verschwunden. Für die Ermittlungen muss sich Commissario Arcadipane, eigentlich Turiner, in dem einsamen Bergdorf, das aus einer Handvoll Häuser besteht, niederlassen. Dort warten misstrauische Bewohner und ein Rätsel auf ihn, das ihm Kopfzerbrechen bereitet.
Ein zu komplizierter Fall, um nicht seinen alten Freund und Mentor Corso Bramard um Hilfe zu bitten sowie die ebenso undisziplinierte wie unverzichtbare Isa Mancini. Beide befinden sich gerade in einer schwierigen Phase ihres Lebens. Möchten sie gemeinsam die Wahrheit ans Licht bringen, wird es nötig sein, in alten Geheimnissen und neuen Machenschaften zu wühlen und ein komplexes Geflecht aus politischen Intrigen zu entwirren. Und am Samstag wird abgerechnet.

„Am Samstag wird abgerechnet“ ist der 4. Band der Reihe „Bramard und Arcadipane ermitteln“ von Davide Longo.

Commissario Arcadipane muss in einem Bergdorf mit nur wenig Häusern sein Domizil aufschlagen und ermitteln. Das Opfer ist ein Filmproduzent und Bruder eines Politikers.
Die Frau des Opfers, eine frühere Schauspielerin ist verschwunden. Hier heißt es mit Vorsicht zu ermitteln, da die Medien sehr schnell hellhörig werden.
Der Fall ist sehr kompliziert und so holt sich Arcadipane wieder Corso Bramard an seine Seite.

Die Ermittler sind aus den vorherigen Bänden bekannt und gefallen mir gut.

Der Autor geht immer in größerem Umfang auf seine Charaktere ein. So begleitet man Arcadipane nicht nur bei seinen Ermittlungen, sondern verfolgt auch dessen Privatleben.

Dieser Fall ist sehr kompliziert. Das Opfer ist kein Unbekannter.
Bramard und Arcadipane sind ein eingespieltes Team und nehmen die Herausforderung den Täter zu finden an.
Die Handlungsorte stehen in einem starken Kontrast zueinander.
Das Bergdorf mit seinen wenigen, verschlossenen Einwohner und die Metropole Rom.

Der Autor spricht aktuelle Themen an, wie zum Beispiel Umweltschutz oder eher Raubbau an der Umwelt.
Hier verliert der Autor ich allerdings manchmal zu sehr in diese Nebenschauplätze so, dass die eigentlichen Ermittlungen zu sehr in den Hintergrund verschwinden.
Das erschwert dann den Lesefluss und man verliert schnell den roten Faden.

Von diesem Kritikpunkt abgesehen ist „Am Samstag wird abgerechnet“ ein spannender und tiefgründiger Kriminalroman, den ich gerne gelesen habe.