Die Leuchtturmschwester

Lori Kilian
Roman
374 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Eine bewegende Reise zu den Äußeren Hebriden

Klappentext:
1923, Schottland: Nach Jahren fern der Heimat kehrt Eliza als Krankenschwester auf die windgepeitschten Äußeren Hebriden Schottlands zurück. Dort soll sie die abgelegen wohnenden Leuchtturmwärterfamilien versorgen – und sie hofft, ihrer Schwester Màiri wieder nahe zu sein. Doch die raue Inselwelt, das Misstrauen der Bewohner und die Erinnerungen an eine Nacht, die ihr Leben für immer veränderte, stellen sie auf die Probe. Dann begegnet sie Aidan, einem Arzt, der sich nach einem Kriegstrauma als Leuchtturmwärter in die Einsamkeit geflüchtet hat. Zwischen Stürmen, gefährlichen Einsätzen und stillen Stunden am Meer muss Eliza lernen, Schuld loszulassen – und entscheiden, ob sie den Mut hat, ihrem Herzen ein zweites Mal zu vertrauen.

In ihrem historischen Roman „Die Leuchtturmschwester“ entführt die Autorin Lori Kilian ihre Leser*innen nach Schottland in das Jahr 1923.
Inspiriert von den historischen Überlieferungen der mutigen „District Nurses“ zeichnet die Autorin ein tiefgründiges Bild von Schuld, Heilung und der ungezähmten Kraft des Meeres.

Lori Kilian hat starke Charaktere gezeichnet und lebendig werden lassen.

Eliza ist eine pflichtbewusste, innerlich zerrissene Protagonistin. Eine Frau, die trotz eigener seelischer Wunden unermüdlich für das Wohl anderer kämpft.

Màiri ist Elizas jüngere Schwester. Die Leser*innen lernen sie auf ihrer Hochzeit kennen. Und hier begegnen sich Eliza und Màiri auch nach längerer Zeit wieder. Ihr Verhältnis zueinander ist angespannt.

Aidan ist ein Leuchtturmwärter mit einem tiefen Trauma. In seinem Leben vor dem Krieg war er Arzt. Eliza fühlt sich zu ihm hingezogen und möchte erfahren, warum Aidan die Einsamkeit des Leuchtturms gewählt hat und nicht mehr als Arzt tätig ist.

Mir gefallen die Charaktere sehr gut und ich habe sie allesamt schnell ins Herz geschlossen.

Lori Kilian beschreibt den Handlungsort, die Äußeren Hebriden, sehr anschaulich. Ich konnte mir die raue Landschaft und das gewaltige Meer gut vorstellen. Im Gegensatz dazu sind die weiten weißen Strände ein toller Gegensatz.

Die Atmosphäre der Geschichte wechselt zwischen Melancholie und Hoffnung.
Der Leitsatz des Buches „Solange das Licht nicht erlischt, ist alles gut“ gefällt mir so gut, dass ich ihn hier erwähnen möchte.

Der Schreibstil von Lori Kilian ist flüssig und gut verständlich. Das schwere Leben auf den Äußeren Hebriden wird gut vermittelt.

„Die Leuchtturmschwester“ ist ein ergreifender und atmosphärischer Historischer Roman, den ich mit Freude gelesen habe.

Schlosshotel Fuschl

Caren Benedikt
Historischer Roman
393 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Atmosphärischer Roman

Klappentext:
Salzburger Land, Sommer 1955: Theresa von Reuschenberg, Hotelière mit Herz und Vision, steht vor dem Chaos. Die Festspiele laufen, »Sissi« wird gedreht, die High Society geht bei ihr ein und aus und plötzlich taucht ihr tot geglaubter Bruder Benedikt auf. Gezeichnet von der Kriegsgefangenschaft, fordert er seinen Anteil am Familienerbe. Während Theresa von finanziellen Schwierigkeiten geplagt um ihre Hotels kämpft, droht Benedikt, alles zu zerstören. Doch Theresa lässt sich ihre Liebe und Leidenschaft nicht nehmen und tut alles, um ihre Hotels, vor allem aber ihre Familie, beisammenzuhalten.

„Schlosshotel Fuschl“ ist ein atmosphärischer Roman von Caren Benedikt.
Die Autorin hat mir schon viele schöne Lesestunden geschenkt, auf das neue Werk war ich schon sehr gespannt.

Caren Benedikt entführt ihre Leser*innen ins Salzburger Land, in das Jahr 1955.
In diesem Roman erzählt die Autorin die Geschichte des Schlosshotels Fuschl und die der Familie von Theresa von Reuschenberg.

Die Charaktere sind das Herzstück des Romans.

Theresa von Reuschenberg leitet die Hotels Goldener Hirsch und das Schlosshotel Fuschl.
Die Festspiele verlangen Theresa einiges ab, denn die Menschen kommen von überall her.

Sophie, die Tochter von Theresa, muss kräftig mit anpacken. Geplant ist, dass Sophie eines Tages das Hotel weiterführen wird.
Doch Sophies Plan ist es, mit dem in Salzburg stationierten US-Soldaten James in die USA zu gehen.

Die 2. Tochter Marie hilft nur in den Semesterferien im Hotel. Sie studiert am Mozarteum und liebt es, den Gästen abends etwas vorzusingen.

Benedikt ist der Bruder von Theresa. Keiner rechnet mehr damit, dass Benedikt noch am Leben ist. Ist der Krieg doch schon länger beendet und von Benedikt gibt es keine Spur.
Doch als er plötzlich wieder auftaucht, fordert er seinen Teil des Erbes ein. Das stellt Theresa vor große Probleme.

Die Charaktere werden gut beschrieben und sind mir schnell sympathisch gewesen.
Die Autorin vermittelt gut das Leben in den 1950er Jahren. Die Menschen wollen wieder ausgehen, sich etwas gönnen. Das sieht man am Zulauf, den die Salzburger Festspiele haben.
Auch die jüngere Generation möchte sich nicht mehr in ein Leben pressen lassen. So hat Theresas Tochter Sophie ihre eigenen Pläne.
An Benedikt kann man spüren, welche Spuren der Krieg und eine lange Kriegsgefangenschaft hinterlassen haben.

Caren Benedikt beschreibt das Hotel und den Handlungsort sehr anschaulich. Man kann sich die schöne Landschaft und den Fuschlsee gut vorstellen.
Das Hotel und auch die Festspiele verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre.

Der Schreibstil von Caren Benedikt ist wie immer flüssig und gut verständlich.
Die Autorin verwebt einige reale Hintergrundinformationen in die fiktive Geschichte.
Dazu gibt es wie meist von Caren Benedikt im Anhang noch reichlich Informationsmaterial.

Inspiriert zu diesem Roman wurde die Autorin von Harriet Walderdorff, die in Salzburg das Hotel Goldener Hirsch führte und am Fuschlsee das Schlosshotel.

„Schlosshotel Fuschl“ hat mir wieder einmal die schönsten Lesestunden bereitet. Ich würde am liebsten noch weiterlesen.
Vielleicht entschließt sich Caren Benedikt ja zu einer Fortsetzung.

Sturmland

Miriam Georg
Historischer Roman
599 Seiten
erschienen Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein wunderbarer Start der Sturmland-Saga

Klappentext:
Niemand darf erfahren, wer Cora wirklich ist! Die Reedertochter muss aus ihrem alten Leben in Hamburg fliehen und nimmt unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin im Seebad Norderney an. Doch die Nordsee ist unberechenbar. Schon kurz nach ihrer Ankunft bringt Cora sich und ihre Schülerin Emmi in Lebensgefahr …

Der Tagelöhner Onnen beobachtet das Unglück. Kein Wunder, dass die unwissenden Badegäste ständig in Seenot geraten. Ausgerechnet mit dieser Gouvernante soll er nun zusammenarbeiten. Weil er dringend Geld braucht, nimmt er den Job an.

Von Tag zu Tag kommen Cora und Onnen sich näher. Doch Onnen hat eine Vergangenheit auf seiner Heimatinsel Borkum, die er fest in sich verschlossen hält. Und Cora hat Menschen in Hamburg, die sie verzweifelt zurückholen wollen.

Aber das darf nicht passieren. Niemand darf erfahren, wer Cora ist und was sie getan hat …

„Sturmland“ ist der erste Band der Sturmland-Saga von Miriam Georg.
Die Autorin hat mich schon mit einigen Romanen begeistert, und immer, wenn ein neuer Roman erscheint, bin ich schon ganz aufgeregt, dieses Buch zu lesen.

Cora ist die Tochter eines Reeders aus Hamburg. Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt Cora Hamburg, um eine Stelle als Gouvernante für die 10-jährige Tochter Emmi, die Tochter des Architekten Alexander Klaasen, anzutreten. Emmi soll sich auf Norderney erholen, die Seeluft ist gut gegen die Symptome der Tuberkuloseerkrankung.
Doch kurz nach dem Eintreffen auf Norderney, geraten Cora und Emmi in Gefahr.
Inselbewohner und der Tagelöhner Onnen sorgen für ihre Rettung. Onnen wird von Alexander Klaasen beschäftigt, um auf Emmi und Cora aufzupassen.
Onnen nimmt die Stelle nur an, weil er dringend Geld braucht. Die Gouvernante ist ihm unsympathisch. Und trotzdem nähern sich beide nach einiger Zeit an.

Miriam Georg hat interessante Charaktere entworfen und lebendig werden lassen.
Cora war mir vom ersten Augenblick an sympathisch. Sie ist eine wissbegierige und intelligente Frau. Das war in dieser Zeit und in den Kreisen, in denen Cora verkehrt ist, nicht üblich. Sie hat Hamburg verlassen und ein Geheimnis, von dem niemand erfahren darf, mitgenommen.

Auch Onnen ist ein wichtiger Charakter. Zu Beginn konnte ich ihn nicht einschätzen. Je länger ich ihm gefolgt bin, umso sympathischer wurde er mir. Auch Onnen hat ein Geheimnis. Von seinem Leben auf Borkum darf niemand erfahren.

Miriam Georg erzählt die Geschichte sehr interessant. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte auf Norderney. Die Autorin vermittelt ihren Leser*innen die Anfänge der Seenotrettung auf eine unterhaltsame und auch auf eine interessante Art.

Die beiden Charaktere Cora und Onnen stehen für die verschiedenen Gesellschaftsschichten. Cora kommt aus gutem Haus und hatte nie Geldsorgen. Onnen ist Tagelöhner und lebt quasi von der Hand in den Mund.

Die Zeit, die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, spiegelt die Autorin realistisch wider.
Der Schreibstil von Miriam Georg ist flüssig und gut verständlich. Gekonnt lässt sie die Spannung in der Geschichte stetig ansteigen.

„Sturmland“ ist ein Roman mit romantischen wie auch dramatischen Szenen. Ich freue mich schon auf den 2. Band „Salzwind“, der schon am 6. 10. erscheinen soll.

Das Restaurant der Träume

Julia Kröhn
Historischer Roman
437 Seiten
erschienen bei Bastei Lübbe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Julia Kröhn und an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar

Die Entstehung der Gastronomie

Klappentext:
Paris, 1765: Anne träumt von einem selbstbestimmten Leben, ihre kleine Schwester Aurore von Bildung und Freiheit. Der junge Benoît kennt den Hunger, aber auch den Duft von Rosmarin, Trüffel und Vanille wie kein Zweiter. Gemeinsam wagen sie das Ungeheuerliche: Sie wollen das erste Restaurant der Weltgeschichte eröffnen. Während in Frankreich alle Zeichen auf Revolution stehen, geraten ihre Lebenswege in den Strudel gesellschaftlicher Umwälzungen. Ein sinnlicher, packend erzählter Roman über die Geburt der Gastronomie, über Träume, Leidenschaft und den Mut, seinen Platz in der Welt zu behaupten.

„Das Restaurant der Träume“ von Julia Kröhn ist ein opulenter und atmosphärisch dichter historischer Roman. Das Buch widmet sich der revolutionären Geburtsstunde der modernen Gastronomie.

Im Mittelpunkt steht eine für das 18. Jahrhundert revolutionäre Idee: die Gründung des allerersten Restaurants der Weltgeschichte. Zu dieser Zeit speiste man entweder zu Hause oder musste in zwielichtigen Wirtshäusern essen, was als Tagesgericht angeboten wurde.
Das Restaurant, wie wir es kennen, mit gemütlichen Tischen und einer Speisekarte, auf der der Gast sich Gerichte auswählen konnte, gab es zu dieser Zeit nicht.
Das wollen Anne, Aurore und Benoît ändern. Drei junge Menschen, die von Selbstbestimmung und Freiheit träumen.
Während die drei jungen Menschen dabei sind, sich ihren Traum zu erfüllen, bricht das alte Frankreich zusammen.

Julia Kröhn spiegelt die Zeit der Französischen Revolution gekonnt wider.
Sie zeigt den harten Kontrast zwischen aristokratischer Dekadenz und dem Elend der Straße. Die Revolution bringt Terror und Hinrichtungen mit sich. Das prägt das Schicksal der Figuren.

Das Buch lebt von seinen drei starken, unterschiedlichen Protagonisten.
Anne: Eine junge Frau, die sich nicht in die gesellschaftlichen Zwänge drängen lassen will. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben. Sie bringt den unternehmerischen Mut in das Projekt ein.

Aurore: Annes jüngere Schwester. Sie brennt für Bildung, Philosophie und die Ideen der Aufklärung. Sie verkörpert den intellektuellen Geist der kommenden Revolution.

Benoît: Ein junger Mann, der die bittere Armut und den Hunger der Pariser Gassen am eigenen Leib erfahren hat. Er besitzt jedoch einen außergewöhnlichen Geschmackssinn. Er kennt Düfte wie Rosmarin, Trüffel und Vanille wie kein Zweiter. Er ist das kulinarische Herz des Restaurants.

Julia Kröhn glänzt mit einem bildhaften und fundierten Schreibstil.
Sie beschreibt die kulinarischen Kreationen so detailreich, dass man die Aromen von Kräutern und Brühen beim Lesen förmlich riechen kann.
Gleichzeitig webt die Autorin gekonnt all die Schrecken der Französischen Revolution in ihre Geschichte ein.
Der Schreibstil von Julia Kröhn ist flüssig, gut verständlich und mitreißend.
Besonders das letzte Drittel entwickelt durch die historischen Ereignisse eine immense Spannung.

Mit „Das Restaurant der Träume“ hat Julia Kröhn mir wieder einmal schöne Lesestunden geschenkt.

Die Reise der Pilgerin

Christiane Lind
Historischer Roman
368 Seiten
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Christiane Lind für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt der Pilgerinnen-Saga

Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt im mittelalterlichen Braunschweig. Die junge Leonore von Calven begibt sich scheinbar aus reinem Glauben auf eine beschwerliche Wallfahrt nach Jerusalem. Ihr Pilgergewand dient jedoch nur als Tarnung. Der wahre, hochbrisante Grund ihrer Reise muss unter allen Umständen im Verborgenen bleiben.
Auf dem gefährlichen Weg in die Heilige Stadt schließt sie sich einer Reisegruppe an. Fast jeder ihrer Begleiter hütet dabei eigene, dunkle Geheimnisse. Als die Lage eskaliert und Leonore in Lebensgefahr gerät, wird sie von dem muslimischen Karawanenführer Nadim gerettet. Diese schicksalhafte Begegnung wirft nicht nur ihre Mission, sondern auch ihr gesamtes christliches Weltbild über den Haufen. Es entspinnt sich eine hochemotionale, verbotene Liebesgeschichte zwischen den Fronten der Religionen.

„Die Reise der Pilgerin“ von Christiane Lind ist ein fesselnder historischer Roman, der seine Leser*innen direkt in die Epoche der Kreuzzüge entführt.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und richtig lebendig.
Leonore von Calven: Eine starke und mutige Frau, die sich nicht in die typische passive Frauenrolle ihrer Zeit drängen lässt. Ihre Entwicklung von der pflichtbewussten Tochter zur eigenständigen Denkerin ist glaubhaft dargestellt.

Nadim: Der sarazenische Karawanenführer bricht mit den typischen westlichen Vorurteilen der damaligen Epoche. Er ist gebildet, tolerant und zeigt Leonore die reiche Kultur des Orients.

Auch die Nebencharaktere sind farbenfroh und vielschichtig gezeichnet.

Die Handlungsorte werden von Christiane Lind anschaulich beschrieben.
Das mittelalterliche Braunschweig ist düster, von starren christlichen Konventionen und den Vorbereitungen auf den Kreuzzug geprägt.
Das Heilige Land und Jerusalem sind farbgewaltig, lebendig und voller Exotik. Die Autorin beschreibt die Gerüche, Märkte, die Gelehrsamkeit und die Hitze des Orients so bildhaft, dass man als Leser*in das Gefühl hat, selbst durch die Wüste zu reiten.

Der Schreibstil von Christiane Lind ist von der ersten Seite an fesselnd.
Die Autorin vermittelt ihren Leser*innen viel von ihrem historischen Wissen.

„Die Reise der Pilgerin“ ist ein interessanter historischer Roman, genauso, wie ich es gerne lese.

Schokoladenblut

Radka Denemarková
Historischer Roman
568 Seiten
erschienen bei Hoffmann & Campe
Übersetzt aus dem amerikanischen Tschechischen von Eva Profousová
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

ielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Eine Zeitreise durch das 19. Jahrhundert

Klappentext:
Mitte des 19. Jahrhunderts sitzt die Schriftstellerin Božena Němcová in ihrer kleinen Schreibstube und verfasst mit schwerer Hand ein patriotisches Märchen, an dessen Botschaft sie selbst nicht glaubt. George Sand, ihre französische Zeitgenossin, konnte sich den Zwängen der Konventionen widersetzen und schreibt mit leichter Feder Romane. Auf der anderen Seite des Atlantiks gründet J.D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, sein Imperium auf einem dickflüssig-braunen Rohstoff. In ihrem neuen Meisterwerk erzählt Radka Denemarková auf fulminante Weise die Geschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Protagonisten: weltumspannend, hochaktuell, brillant.

„Schokoladenblut“ ist eine interessante Zeitreise durch das 19. Jahrhundert von Radka Denemarková.
Im Mittelpunkt stehen die französische Schriftstellerin George Sand, die durch Männerkleidung und ein freies Leben die patriarchalen Normen ihrer Zeit herausfordert.
Die Schriftstellerin Božena Němcová, deren Werke heute noch zu den vielgelesenen Klassikern gehören.
Und J. D. Rockefeller als männliches Gegenstück.
Im Laufe der Geschichte tauchen immer weitere Namen bekannter Persönlichkeiten auf, wie z. B. Karolina Svetlá und George Eliot.

Die Handlung des Romans entfaltet sich als ein dichtes Bild, das das 19. Jahrhundert mit der Gegenwart verknüpft.

Die Frauen in diesem Roman stehen für das Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau. J. D. Rockefeller steht für Macht, Geld und Kapitalismus, der sich auf dem Rücken der Frauen, Armen und der Kolonien aufbaut.

Radka Denemarková hat ein gewaltiges Werk (568 Seiten) in einer gewaltigen Sprache veröffentlicht.
Die Charaktere werden gut beschrieben. Einige der Protagonisten sind historisch überlieferte Persönlichkeiten, andere sind fiktive Figuren. Der Roman hat sehr viele Protagonisten, die im Laufe der Geschichte ihren Auftritt haben. Manche bleiben länger, manche geben nur ein kurzes Gastspiel. Hier wäre ein Personenverzeichnis mit kurzen Angaben zu den Personen hilfreich gewesen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich, allerdings manchmal etwas sperrig. Ich habe Zeit zum Lesen gebraucht, die man dem Werk auch unbedingt zugestehen sollte. Die vielen Themen, die das Buch umfasst, und seine Komplexität fordern die volle Aufmerksamkeit der Leser*innen.

„Schokoladenblut“ ist kein leichter Roman, aber ich bin froh, mich auf dieses Werk eingelassen zu haben.

Der Club der Unbeugsamen

Kathryn Stockett
Historischer Roman
840 Seiten
erschienen im btb Verlag
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein atmosphärischer und berührender Roman

Klappentext:
Oxford, Mississippi, 1933. Während die Wirtschaftskrise die Welt in Atem hält, kreuzen sich in einer kleinen Stadt die Wege dreier ungewöhnlicher Frauen. Sie erkennen, dass sie gemeinsam etwas bewegen können, vielleicht sogar die Regeln ihrer Zeit verändern. Um ihre Ziele zu erreichen, gehen erstaunliche Risiken ein. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.
Die elfjährige Meg, deren Mutter einst an Weihnachten verschwand, hat auf die harte Tour gelernt, sich auf niemanden zu verlassen. Nun zählt sie zu den »großen Mädchen« im Waisenhaus und kämpft jeden Tag um ihre Würde. Birdie Calhoun, unverheiratet und unverblümt, ist nach Oxford gekommen, um ihre wohlhabende Schwester um etwas Geld zu bitten. Doch sie merkt schnell: Das High-Society-Leben ist nichts als ein Geflecht aus Lügen. Dann begegnet Birdie Charlie, einer Frau, die mit dem Rücken zur Wand steht. Als sich die Schicksale der drei kreuzen, schmieden sie einen kühnen Plan, um einzufordern, was ihnen zusteht. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben.

„Der Club der Unbeugsamen“ von Kathryn Stockett erzählt die Geschichte von 3 Frauen, die etwas verändern wollen.
15 Jahre nach ihrem großen Erfolg „Gute Geister“ ist nun endlich ein neues Buch von Kathryn Stockett erschienen.
„Gute Geister“ ist bis heute eins meiner Lieblingsbücher. Das neue Werk von Kathryn Stockett ist also ein MUSS für mich.

Drei ungewöhnliche Frauen treffen an einem Wendepunkt ihres Lebens aufeinander und spüren schnell, dass sie etwas bewegen, etwas verändern können.

Da ist Margot, genannt Mag. Sie lebt im Waisenhaus, wo sie von der Leiterin gerne schikaniert wird.
Birdie Calhoun ist 24 Jahre. Sie lebt bei ihrer Großmutter und ihrer Mutter. Durch die Wirtschaftskrise und ihre Folgen geht es ihnen finanziell schlecht. Sie soll zu ihrer Schwester Frances nach Oxford, um sie zu bitten, die Familie zu unterstützen.
Aber auch die wohlhabende Frances bekommt im Laufe der Geschichte die Wirtschaftskrise zu spüren.
Später taucht Charlie auf, die Mutter von Meg, die einst verschwunden ist und ihre Tochter zurückgelassen hat.

Kathryn Stockett zeichnet ein Bild quer durch die Gesellschaftsschichten. Es ist die Zeit, der Wirtschaftskrise, die bei allen Gesellschaftsgruppen zu spüren ist.
Die Autorin verarbeitet in ihrer Geschichte Themen wie Rassenunterschiede, Adoption und Armut.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und wirken lebendig. Ich habe die Frauen gerne begleitet und ihre Entwicklung miterlebt. Mir waren die Frauen schnell sympathisch. Die Geschichte ist in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Eine Zeit in der die Frauen noch ziemlich unterdrückt wurden. Es gab aber auch immer wieder Frauen, wie hier in der Geschichte, die über sich hinauswuchsen und etwas zu verändern versuchten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Meg und Birdie erzählt. Die Sicht der zwei unterschiedlichen Frauen macht die Geschichte recht kurzweilig.
Man bekommt beim Lesen schnell das Gefühl, die Frauen schon lange zu kennen.

Auch die verschiedenen Handlungsorte werden sehr anschaulich beschrieben.

Der Schreibstil von Kathryn Stockett ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Die Geschichte wird von der Autorin immer wieder mit Humor aufgelockert.
Man braucht also keine Angst vor dem Buch mit 840 Seiten zu haben. Die Seiten fliegen nur so dahin und plötzlich ist man am Ende der Geschichte angelangt.

„Der Club der Unbeugsamen“ ist für mich wieder ein echtes Highlight von Kathryn Stockett und wird sich bei meinen Lieblingsbüchern einreihen, wie schon „Gute Geister“.

Die Stimme der Gewalt

Ellin Carsta
Historischer Roman
287 Seiten
erschienen bei Tinte & Feder
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar

Familiensaga mit Suchtpotenzial

Klappentext:
Bernried am Starnberger See, 1944: Die Landung der Alliierten in der Normandie steht kurz bevor, doch die Familie von Falkenbach muss ihre eigenen Kämpfe ausfechten.
Paul-Friedrich von Falkenbach orchestriert eine waghalsige Rettungsaktion, um den Bruder von Viktor Sander vor dem skrupellosen Hauptsturmführer Alfred Breuer in Sicherheit zu bringen. An der italienischen Front erlebt Gustav von Falkenbach das sinnlose Sterben junger Soldaten und möchte nur eines, seine Familie wiedersehen.
Johannes Lehmann verhilft in Innsbruck gemeinsam mit Wilhelmine unter falschem Namen jüdischen Familien zur Flucht. Sie begeben sich dabei in immer größere Gefahr, mit dem Wissen, dass eine Gefangennahme ihr Todesurteil sein könnte. Werden ihre geheimen Aktivitäten unbemerkt bleiben?

„Die Stimme der Gewalt“ ist der 14. Band der Falkenbach Saga von Ellin Carsta.
Die Falkenbach Saga ist für viele Bände angelegt und ich freue mich immer wieder auf den nächsten Band.
Jedes Kapitel ist mit einem Gedanken eines Familienmitglieds der Familien Falkenbach oder Lehmann überschrieben. Diese Person steht dann im Mittelpunkt des Kapitels.
Durch die immerwährenden Perspektivwechsel ist die Geschichte so facettenreich und interessant.

Der Krieg schreitet fort und wir sind mittlerweile im Jahr 1944 angekommen.
Leopold Lehmann ist das erste Kriegsopfer, das nicht mehr nach Hause zurückkommt.

Auch auf Gut Falkenbach spürt man den Krieg immer mehr. Auch wenn die Familien nicht hungern müssen, fordert der Krieg doch seine Opfer.
Paul-Friedrich von Falkenbach und Wilhelm Lehmann überlegen weiterhin, wie man dem Nazi-Regime ein Ende setzen kann.
Ferdinand Lehmann führt weiterhin die Fabrik, in der Waffen hergestellt werden und das Arbeitslager. Jetzt soll auch noch die Panzerfaust in der Fabrik hergestellt werden. Eine Waffe als letzte Hoffnung, den Krieg doch noch zu gewinnen?

Ferdinands Frau Elisabeth ist wieder in die Villa eingezogen, doch das Verhältnis zwischen den Eheleuten bleibt kühl.

Paul-Friedrich von Falkenbach will versuchen, Viktor Sanders Bruder in Sicherheit zu bringen, bevor der Hauptsturmführer Alfred Breuer seine Drohungen noch zur Wahrheit werden lässt. Ein riskantes Unterfangen.

Auch auf Johannes Lehmann und Wilhelmine von Falkenbach treffen die Leser*innen wieder. Die beiden verhelfen jüdischen Menschen zur Flucht und begeben sich dabei in Gefahr.

Ellin Carsta erzählt die Geschichte in einem flüssigen und spannenden Schreibstil, sie vermittelt die Atmosphäre, die zu dieser Zeit in Deutschland herrscht, sehr gut. Außer der Familie und den Freunden trauen auch die von Falkenbachs und die Lehmanns niemandem mehr.
Das Land ist mitten im Krieg und man spürt deutlich die Auswirkungen, auch wenn es den Familien an nichts mangelt.
Nach außen lassen die Familien von Falkenbach und Lehmann sich nicht anmerken, was sie wirklich vom Krieg und ihren Verursachern halten. Gerade Paul-Friedrich ist immer darauf aus, dass man seine Treue gegenüber Hitler nicht anzweifelt. In der Geschichte bekommt man die Denkweise der Charaktere natürlich mit. Die Geschichte ist an einem Zeitpunkt angekommen, an dem ich mir immer mehr Sorgen um die Familien mache. Paul-Friedrich scheint zwar immer bestens informiert zu sein und immer das Ziel zu verfolgen, Unheil von den Familien fernzuhalten. Aber es gibt Gegner, die den Familien schaden wollen.

Auch der 14. Band war wieder sehr spannend erzählt.
Ich hoffe, Ellin Carsta lässt ihre Leser*innen die Familien noch einige Zeit begleiten.
Jetzt fiebere ich schon wieder ganz aufgeregt dem 15. Band entgegen.

Die Briefträgerin

Francesca Giannone
Historischer Roman
504 Seiten
erschienen im btb Verlag
Übersetzt aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

Eine beeindruckende Familiengeschichte

Klappentext:
Lizzanello, ein beschauliches Dorf, in dem sich alle kennen: Als Anna und Carlo hier 1934 frisch vermählt mit dem Bus aus dem Norden eintreffen, freut sich Carlo, endlich zurück in seiner Heimat zu sein. Doch Anna denkt darüber nach, was für ein Leben sie als Norditalienerin in dem kleinen Ort erwartet, in dem ganz eigene Gesetze herrschen. Allen Widerständen zum Trotz geht Anna mutig und entschlossen ihren eigenen Weg – und bringt als erste Briefträgerin frischen Wind nach Lizzanello. Über zwanzig Jahre lang, erst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, trägt sie die Post aus: Ansichtskarten von Emigranten, Briefe von Soldaten an der Front, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern. Und irgendwann muss sie sich fragen, wie lange sie eigentlich noch ihre eigenen
Gefühle verbergen kann, die sie seit Jahren für den Bruder ihres Ehemanns empfindet.

„Die Briefträgerin“ ist der große Erfolgsroman von Francesca Giannone.
Inspiriert wurde die Autorin vom Leben ihrer Urgroßmutter.
Wie man es sonst nur in Romanen liest, hat Francesca Giannone in ihrem Elternhaus eine 100 Jahre alte Visitenkarte, Briefe, Fotos und Dokumente ihrer Urgroßmutter gefunden. Damit war ihre Neugierde geweckt und sie begann zu recherchieren.

Die Geschichte beginnt mit dem Tod der Briefträgerin und dann wird ihre Geschichte erzählt.
Anna und Carlo sind frisch verheiratet, als sie 1934 von Norditalien zurück in die Heimat von Carlo, Süditalien, gekommen sind.
Anna ist eine selbstbewusste junge Frau und fragt sich, was sie hier in diesem kleinen Ort erwartet.
Sie nimmt sich vor, ihren eigenen Weg zu gehen, und wird Briefträgerin. Über Jahrzehnte bringt sie den Einwohnern von Lizzanello täglich die Post.
Dabei lernt sie die Bewohner des kleinen Orts und auch so manches Geheimnis immer besser kennen.
Auch Anna verbirgt ein Geheimnis: seit ihrer Ankunft in Lizzanello hegt sie Gefühle für Antonio, den Bruder ihres Ehemanns.

Francesca Giannone hat eine ganz wunderbare Art, die Geschichte zu erzählen. Die Autorin erzählt hier nicht vorwiegend die Geschichte von Anna, der Briefträgerin, sondern eine Familiengeschichte.
Ich wurde ganz schnell von der Geschichte und den Charakteren gefangengenommen.

Die Charaktere wirken lebendig. Anna ist mir schnell sympathisch gewesen. Je mehr ich gelesen habe, umso mehr hatte ich das Gefühl, Anna persönlich zu kennen.
Auch die anderen Charaktere Carlo und sein Bruder Antonio gefallen mir gut.
Die Bewohner des kleinen Orts lernt man durch Anna langsam kennen. Zu Beginn waren sie nicht begeistert, dass Anna die Stelle als Briefträgerin angetreten ist.

Der Schreibstil von Francesca Giannone ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Der Handlungsort Süditalien wird sehr anschaulich beschrieben. Das süditalienische Flair wird gut vermittelt.

„Die Briefträgerin“ wird ohne Zweifel zu meinen Jahreshighlights gehören.

Blüten für eine neue Welt

Thea Lehmann
Historischer Roman
411 Seiten
erschienen bei Tinte & Feder
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt der Seidenblumen-Saga

Klappentext:
Dresden 1865: Während in Sachsen immer mehr Schornsteine die Luft mit Ruß füllen, entwickelt sich in einer kleinen Grenzstadt ein völlig anderes Gewerbe. Hunderte von böhmischen Blumenmädchen fertigen in Sebnitz Seidenblumen. Die junge Carla ist eine von ihnen, doch sie träumt zwischen Stoffblumen und Kleister von mehr als dem bescheidenen Los einer einfachen Blumenarbeiterin. Mit dem Geschick ihrer Mutter und kühnen Ideen wagt sie es, die Grenzen ihrer Zeit zu überwinden.

Doch der Erfolg hat seinen Preis: Die Gesellschaft verurteilt eine Frau, die nach Selbstständigkeit strebt. Der einzige Mann, der sie auf ihrem Weg unterstützt, ihr Jugendfreund Raimund, bittet sie, mit ihm fortzugehen, denn sein Vater, der evangelische Pastor der Stadt, billigt keine Ehe mit einer katholischen Einwanderin. Carla will ihre Mutter nicht alleine zurücklassen und Raimund verspricht, wiederzukommen. Jahrelang hört Carla nichts von ihm, bis sie sich nach New York aufmacht, um neue Kunden zu gewinnen, und Raimund zu suchen.

„Blüten für eine neue Welt“ ist der 1. Band der Seidenblumen-Saga von Thea Lehmann.

Die Autorin entführt ihre Leser*innen nach Sachsen in das Jahr 1865.
Die Frauen haben zu dieser Zeit wenig Rechte. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung sind so gut wie unmöglich.
Das Blumenmädchen Carla träumt von alledem. Nur Raimund, ihr Jugendfreund, steht an ihrer Seite. Da sein Vater, ein evangelischer Pastor, einer Heirat mit einer katholischen Einwanderin nie zustimmen würde, möchte er mit ihr fortgehen. Doch Carla muss bei ihrer Mutter bleiben und so zieht Raimund allein in die Welt.
Dann führt ihr Weg sie nach New York, um neue Kunden für die Stoffblumen zu
akquirieren. Führt der Weg sie auch zu Raimund?

Thea Lehmann erzählt die Geschichte auf eine ruhige und fesselnde Art. Nach wenigen Seiten bin ich tief in die Geschichte eingetaucht.

Die Charaktere sind recht unterschiedlich, sympathisch und lebendig.
Natürlich war meine liebste Protagonistin Carla. Sie lässt Raimund ziehen, da sie ihre Mutter nicht alleine lassen kann. Die Kunst der Seidenblumen wird gut beschrieben. Carla liebt diese Arbeit und man konnte sich gut in sie hineinfühlen.

Die Zeit der Handlung wird realistisch widergespiegelt.

„Blüten für eine neue Welt“ ist ein toller Auftakt der Seidenblumen-Saga und macht Lust auf mehr.
Der 2. Band „Blüten des Lebens“ erscheint im Januar 2027.