Hotel Sardona
Martin Oesch und Ralph Weibel
Roman
295 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
3 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.
Hotel in den Schweizer Alpen
Klappentext:
Wo einst prominente Gäste logierten, liegt nun der Staub vergangener Tage: Das Hotel Sardona in den Schweizer Alpen hat seinen Glanz verloren. Drei entfremdete Geschwister, gezeichnet von sehr unterschiedlichen Brüchen in ihrem Leben, erben das Haus, unter der Bedingung, es wiederzueröffnen. Während sie gemeinsam um die Zukunft des Hotels ringen, brechen alte Konflikte auf und lange verdrängte Wahrheiten kommen ans Licht. Kann aus den Trümmern der Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft entstehen?
„Hotel Sardona“ von Martin Oesch und Ralph Weibel ist die Geschichte eines Hotels und dessen 3 neuen Besitzern.
Die Autoren haben recht unterschiedliche Charaktere ins Leben gerufen.
Benedikt Walser weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Er schickt seinen einzigen Verwandten einen Brief, indem er sie in sein Hotel Sardona in den Schweizer Alpen einlädt. Dort bekommen die 3 eine Schenkungsurkunde. Benedikt vermacht ihnen sein Hotel, mit der Auflage, es wieder neu zu eröffnen. Doch wenn die Geschwister das Hotel annehmen, müssen sie für die Renovierung viel Geld in die Hand nehmen. Geld, das sie nicht besitzen.
Walter sitzt seit einem Unfall auf einer Baustelle im Rollstuhl. Mit seiner Ehe steht es nicht zum Besten. Finanziell kommt er mehr schlecht als recht über die Runden.
Robert ist der Erfolgreiche der Geschwister. Nach außen hin sieht er auch wohlhabend aus. Fährt ein großes Auto und macht auch sonst einen auf dicke Hose. Nur in Wirklichkeit sieht es ganz anders aus.
Franziska ist gleich von dem Hotel begeistert. Sie lebt in Frankreich, hat einen Sohn, der beim Vater lebt und den sie nur selten sehen darf.
In dem Hotel leben außer Benedikt noch zwei Flüchtlinge, ein Mädchen und ein Bernhardiner.
Die Geschwister treffen sich nach langer Zeit wieder. Dass sie zerstritten sind, ist deutlich zu spüren. Die Leser*innen lernen jeden gut kennen. Ich habe zu keinem einen richtigen Zugang gefunden. Keiner konnte mir so richtig sympathisch werden.
Nach dem Abend, an dem Benedikt den Geschwistern das Hotel anbietet, ist er auch verschwunden.
Nach einiger Zeit einigen sich die Geschwister darauf, das Hotel anzunehmen. Jetzt beginnt die Planung, die eher etwas konstruktiv ist. Ob die Geschwister je das Geld zusammenbekommen, um das Hotel zu renovieren, ist fraglich.
Ich konnte die Handlungen, was die drei Geschwister angeht, nicht immer nachvollziehen.
Die beiden Autoren haben ein schönes Setting für die Geschichte gewählt. Ich konnte es mir gut vorstellen. Das verlassene Hotel, mit seinem prächtigen Entrée.
Die Geschichte wird auch recht kurzweilig erzählt. Die einzigen Bewohner sind zwei Flüchtlinge, was man als Leser*in von ihnen erfahren hat, das fand ich interessant.
Hier hätten die Autoren gerne etwas tiefer ins Detail gehen können.
„Hotel Sardona“ ist ein leichter Roman, den man zwischendurch einmal lesen kann.










Neueste Kommentare