Das Schicksal der Herzogin

Johanna von Wild
Historischer Roman
408 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sibylla, Herzogin von Württemberg

Klappentext:
Sibylla von Anhalt wächst Mitte des 16. Jahrhunderts unbeschwert auf Schloss Dessau auf, teilt das Interesse ihrer Stiefmutter an Heilkräutern und heiratet Friedrich von Mömpelgard. Für beide ist es eine Liebesheirat und die Familie wächst schnell. Doch bald trübt sich das Glück. Als Friedrich Herzog von Württemberg wird, kommt es nicht nur zwischen den Eheleuten, sondern auch mit den Landständen zu Spannungen. Sibyllas einzige Lichtblicke sind die Arzneikammer und die heimlich erblühende Liebe zum Arzt von St. Catharina.

„Das Schicksal der Herzogin“ von Johanna von Wild ist ein historischer Roman über Sibylla von Württemberg.

Johanna von Wild schickt ihre LeserInnen in das 16. Jahrhundert. Die junge Sibylla von Anhalt wächst behütet auf Schloss Dessau auf und lernt von ihrer Stiefmutter alles über Heilkräuter.

Wir lernen Sibylla schon bei ihrer Geburt kennen und begleiten ihren Lebensweg. Sie ist das 4. Kind und wächst in liebevoller Umgebung auf. Schon als Kind lernt sie Friedrich von Mömpelgard kennen. Sein Zuhause ist nicht so liebevoll wie das von Sibylla.
Sibylla und Friedrich heiraten aus Liebe, nicht weil die Eltern die Kinder einander versprochen haben. Die Ehe ist glücklich und die Familie wächst. Erst als Friedrich Herzog von Württemberg wird, ändert sich das. Sibylle ist als Herzogin von Württemberg auf einmal der Unbill ihres Ehemannes ausgesetzt. Sie leidet sehr unter der Veränderung ihres Mannes.
Sibylla findet zurück zu ihren Heilkräutern und lernt den Arzt von St. Catharina kennen.

Johanna von Wild erzählt den Lebensweg von Sibylla emotional und interessant. Mir hat es viel Freude gemacht, Sibylla auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben.
Vom kleinen Kind wird sie zur liebenden Frau und später zur Herzogin von Württemberg.
Die Ränkespiele und die Machtkämpfe am Hof setzten ihr zu, dazu kommt noch, dass ihr Ehemann sich sehr verändert und es auch mir der Treue nicht mehr so genau nimmt.

Mir war Sibylla schnell sympathisch und ich habe sie gerne begleitet. Ich habe mit ihr gelacht und mit ihr geweint.

Auch das 16. Jahrhundert wird von Johanna von Wild gekonnt widergespiegelt. Man fühlt sich schnell in diese Zeit versetzt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich.

Am Anfang ist ein Personenverzeichnis, in dem die realen Persönlichkeiten markiert sind. Das finde ich bei historischen Romanen immer sehr hilfreich.

Mit ihrem Roman „Das Schicksal der Herzogin“ hat mich Johanna von Wild wieder einmal begeistert.

Polarblut-Tödliches Leuchten

Tuva Brø
Kriminalroman
329 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

ielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

Spannung aus Norwegen

Klappentext:
In der eisigen Dunkelheit von Tromsø erschüttert ein brutaler Mord die verschneite Idylle. Der erfolgreiche Tourismusunternehmer Glen Solberg wird vor seinem Haus tot aufgefunden, mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe hingerichtet. Noch bevor Anta Thorsen und Hans Vigeland von der Polizei Tromsø Antworten finden können, geschieht ein zweiter Mord. Tief im Schnee, in einer abgelegenen Hütte, wird ein Mann in einen Hinterhalt gelockt und erstochen – ausgerechnet in einer Nacht, in der die Nordlichter besonders hell über den Himmel tanzen. Zwei Tote. Zwei Tatorte. Und es gibt nur stumme Zeugen: die Polarlichter.

„Polarblut – Tödliches Leuchten“ ist ein spannender Kriminalroman aus Norwegen von Tuva Brø.

Die Autorin nimmt ihre Leser*innen mit nach Norwegen, bis hin zum Polarkreis.
Hier geht die Sonne im Sommer nicht unter und im Winter ist es fast den ganzen Tag dunkel, dafür kann man immer wieder die herrlichen Polarlichter sehen.

Der Tourismusunternehmer Glen Solberg wird in ihrem Haus durch einen Kopfschuss ermordet. Anta Thorsen und Hans Vigeland von der Polizei Tromsø nehmen die Ermittlungen auf. Ihnen stehen die Polizisten Harald, Olav und Hedda zur Seite.
Bald schon gibt es einen zweiten Mord. Und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren,
Doch die Ermittler haben es selten mit so brutalen Morden zu tun.

Tuva Brø erzählt die Geschichte mit viel Spannung. Die Atmosphäre ist durch die Dunkelheit im Winter recht düster. Einzig die Polarlichter bringen etwas Licht in die Dunkelheit.
Die Landschaft und die Polarlichter am Himmel werden von der Autorin anschaulich beschrieben.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Anta Thorsen und Hans Vigeland sind keine gesichtslosen Protagonisten, die Leser*innen lernen sie gut kennen und bekommen auch einen Einblick in ihr Privatleben.
Sie gefallen mir gut und haben viel Potenzial für weitere Fälle. Ich hoffe ja, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Krimireihe handelt.

Tuva Brø hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Sie erzeugt Spannung, die sie auch über die gesamte Geschichte aufrechterhält.

„Polarblut – Tödliches Leuchten“ ist ein spannender Kriminalroman, der sich gut in die skandinavische Krimiwelt einreihen kann.

grün, tot, weiß

Anja Goerz und Eric Niemann
Kriminalroman
300 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

ielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eine Insel unter Mordverdacht

Klappentext:
Am Fuß der Hummerklippen wird der erfolgreiche Krimiautor Christian Gröger ermordet aufgefunden, der sich für die Recherche zu seinem neuen Buch auf Helgoland aufhielt. Bei ihren Ermittlungen stoßen die nach einem Burnout frisch in den Dienst zurückgekehrte Hauptkommissarin Herma Bahnsen und ihr junger Kollege Jan Tesdorp bald auf ein unfertiges Manuskript, das brisanter nicht sein könnte: Darin enthüllt Gröger die dunklen Machenschaften einflussreicher Helgoländer, von Korruption bis Schmuggel. Plötzlich steht die ganze Insel unter Mordverdacht.

„grün, tot, weiß“ ist der 1. Band der neuen Krimireihe „Herma und Jan ermitteln“ von Anja Goerz und Eric Niemann.

Der Krimiautor Christian Gröger ist zwecks einer Recherchereise auf Helgoland. Dann wird seine Leiche am Fuß der Hummerklippen gefunden.
Hauptkommissarin Herma Bahnsen, die nach einem Burnout gerade ihren Dienst wieder antritt übernimmt den Fall. Zusammen mit ihrem Kollege Jan Tesdorp ermittelt sie. Die Ermittler finden ein unfertiges Manuskript, von hoher Brisanz. Darin legt der Autor so einige dunkle Machenschaften der einflussreichen Helgoländer offen. Jetzt steht praktisch die ganze Insel unter Mordverdacht.

Anja Goerz und Eric Niemann bauen in ihrem Krimi schnell Spannung auf und halten diese auch bis zum Ende aufrecht. Mit etwas Humor lockern sie die Geschichte immer wieder auf.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Die Ermittler gefallen mir gut und haben Potenzial für viele weitere Fälle.
Auch die Helgoländer in ihrer Verschwiegenheit und manchmal etwas rauen Art werden gut in Szene gesetzt.
Auch der Handlungsort wird gut beschrieben.

Der Schreibstil von Anja Goerz und Eric Niemann ist flüssig und gut verständlich. Vor allem ist er aus einem Guss, man spürt beim Lesen nicht, dass 2 Autoren an der Geschichte gearbeitet haben.

„grün, tot, weiß“ ist ein gelungener Auftakt der neuen Krimireihe. Ich freue mich schon auf den 2. Band.

FördeBlut

Andreas Schmidt
Kriminalroman
345 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.

Spannender Küsten-Krimi

Klappentext:
Ein regnerischer Dienstagmorgen in Husum: Die siebzehnjährige Lotta Koopmann ist spurlos verschwunden. Zeitgleich wird auf einer einsamen Landstraße zwischen Fockbek und Rendsburg der Programmierer Jannick Molander brutal hingerichtet. Kristin Voss, eine scharfsinnige Kriminalhauptkommissarin aus Flensburg mit einem unbestechlichen Instinkt, übernimmt mit ihrem Partner Lars Reimers die Ermittlungen. Bald stehen die beiden vor einem Rätsel, das sie tief in die dunklen Abgründe Schleswig-Holsteins führt. Es wird klar: Hier geht es um weit mehr als der erste Blick vermuten lässt.

„FördeBlut ist der 3. Band der Reihe Kommissarin Kristin Voss von Andreas Schmidt.
Auch dieser Band ist wieder ein intelligent konstruierter Krimi und hat ein schönes Setting.
Andreas Schmidt hat sympathische Charaktere zum Leben erweckt.
Kommissarin Kristin Voss war mir gleich im 1. Band sympathisch. Sie hat sich mittlerweile in Flensburg gut eingelebt. Ihr Job bei der Kripo Flensburg gefällt ihr. Mit den Kollegen kommt sie gut zurecht. Ihr Chef, Jens Beck hält große Stücke auf sie. Nur der vorlaute Kollege Max Paulsen macht ihr und den Kollegen das Leben manchmal schwer.
Auffallend sind seine T-Shirts mit „lustigen“ aber auch mal frauenfeindlichen Sprüchen.
Auch Lars Reimers, ein Kollege aus Eckernförde ist auch ein liebenswerter Charakter. Er leistet wieder Amtshilfe und Kristin genießt die Zusammenarbeit mit Lars. Auch privat sind die beiden ein gutes Team.

Es gibt gleich mehrere Fälle. Die siebzehnjährige Lotta Koopmann ist verschwunden. Sie war auf einer Geburtstagsparty und sollte auch dort übernachten. Wie es aussieht, hat sie die Party früher verlassen und seither hat sie niemand mehr gesehen.
Zeitgleich wird der Programmierer Jannick Molander auf der Landstraße in seinem Auto erschossen.
In beiden Fällen wird getrennt voneinander ermittelt.
Kristin Voss und Lars Reimers ermitteln im Umfeld von Jannick Molander. Bald gibt es mehrere Verdächtige. Sein Vater ist nicht gut auf Jannick zu sprechen, seinen Aussagen, seine Aussagen zeugen von Verachtung. Im beruflichen Umfeld gibt es auch Ungereimtheiten. Jannick hat an einer geheimen Verschlüsselungssoftware gearbeitet.

Auch im Fall der vermisste Lotta kommen die Ermittler nur schwer voran. Niemand hat das Mädchen nach der Party gesehen. In ihrem Zimmer machen die Ermittler eine unglaubliche Entdeckung.

Andreas Schmidt hat einen angenehmen und spannenden Schreibstil.
Das Lesen des Krimis, den Ermittlungen zu folgen und zu rätseln, wer der Täter ist,
hat mir großen Spaß gemacht. Das schöne Setting beschreibt Andreas Schmidt eindringlich so, dass man sich die Umgebung gut vorstellen kann und auch ein bisschen Lust auf Urlaub verspürt.

Andreas Schmidt spannt den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte. Die Auflösung und das Motiv sind am Ende überraschend und schlüssig.

Mit „FördeBlut“ ist Andreas Schmidt wieder ein spannender und unterhaltsamer Krimi gelungen.

Ich freue mich jetzt schon auf den 4. Band.

Der grosse Ufa-Bluff

Anton Leiss-Huber
Historischer Roman
262 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Nach einer wahren Begebenheit

Klappentext:
Februar, 1945. Eberhard Schmidt, Produktionsleiter der UfA, schmiedet einen kühnen Plan: Bevor die SS unliebsame Künstler loswerden kann, bringen sich einige von ihnen nach Mayrhofen in Sicherheit. In Tirol werden sie angeblich einen Film für den deutschen Endsieg produzieren. Doch was den Anschein eines Drehs hat, ist in Wirklichkeit ein Spiel mit dem Feuer. Das Team hat keinen Meter Film dabei! Während die Crew den Sieg der Alliierten herbeisehnt, entfacht sich zwischen den Schauspielern Luis Adrian und Lisa Lion ein ganz anderes Feuer.

„Der grosse Ufa-Bluff“ ist ein Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht von Anton Leiss-Huber.

Die Geschichte spiet mitten im 2. Weltkrieg. Vielen ist bekannt, dass, das Naziregime einige Schauspieler loswerden wollte. Stellvertretend für sie, stehen hier die fiktiven Schauspieler Luis Adrian und Lisa Lion, sowie eine Filmcrew.
Sie machen sich auf nach Mayrhofen, um da einen Film für den Endsieg zu drehen. Doch Filmmaterial ist nicht im Gepäck. Alles ist nur eine Inszenierung, um die Darsteller vor dem Naziregime zu retten.

Anton Leiss-Huber legt seiner Geschichte eine wahre und interessante Gegebenheit zu Grunde. Ich habe schon so viele Bücher gelesen, die sich mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt haben. Von dieser Geschichte wusste ich nichts und wahr sehr überrascht.
Man spürt, dass der Autor sehr genau recherchiert hat. Die Geschichte wird sehr realistisch erzählt. Man spürt die Angst und den Druck, ein falsches Wort und alles kann auffliegen.

Anton Leiss-Huber hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Die Dramatik rund um die Inszenierung der angeblichen Filmproduktion wird den Leserinnen gut vermittelt. Auch die Zeit der Handlung, das Hoffen, das der Krieg endlich zu Ende geht kommt gut bei den Leserinnen an.

„Der grosse Ufa-Bluff“ ist ein interessanter und unterhaltsamer Roman den ich mit Freude gelesen habe.

Lügen sind Rudeltiere

Michael Moser
Kriminalroman
465 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein gelungenes Krimidebüt

Klappentext:
Um über einen persönlichen Schicksalsschlag hinwegzukommen, besucht die PR-Beraterin Romy Sternek regelmäßig heimlich fremde Beerdigungen auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. In der Gemeinschaft der Trauernden findet sie Trost. Während der Beisetzung des Mordopfers Lukas Delbrück wird sie Zeugin eines tätlichen Angriffs. Da der ermittelnde Kommissar ihre Beobachtungen ignoriert, beginnt sie selbst Nachforschungen anzustellen. Dabei verstrickt sich Romy immer tiefer in ein Netz aus Intrigen und gefährlichen Lügen, bis sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt.

„Lügen sind Rudeltiere“ ist das Krimidebüt von Carla Eisfeldt.

Im Mittelpunkt steht die PR-Beraterin Romy Sternek. Nach einem Schicksalsschlag findet Romy Trost darin Beerdigungen zu besuchen und in der Gemeinschaft anderer Trauernden zu sehen, sie ist nicht allein. Bei der Beerdigung eines Mordopfers macht Romy eine Beobachtung und sie stellt Nachforschungen an.

Carla Eisfeldt baut schnell Spannung auf und hält sie auch bis zum Ende aufrecht. Dabei ist die Geschichte aber nicht brutal oder blutrünstig. Es ist ein Krimi den auch zartbesaitete Krimiliebhaber gut lesen können.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Romy Sternek, ist zwar nicht immer ehrlich, doch ich habe sie und auch ihre Nachbarin Margit schnell liebgewonnen.
Die Geschichte wird auch in der Ich-Perspektive aus Sicht von Romy erzählt. So ist man Romy sehr nahe und lernt sie sehr gut kennen.

Die Schauplätze werden von der Autorin sehr gut beschrieben. Ich habe über 60 Jahre in Frankfurt gelebt, bin erst vor ein paar Monaten weggezogen. Für mich war es schön, die Protagonisten zu den mir bekannten Schauplätzen zu begleiten.

Der Schreibstil vom Carla Eisfeldt ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich habe das Buch an 2 Abenden ausgelesen.

„Lügen sind Rudeltiere“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi. Ich wünsche mir mehr davon.

Skala des Bösen

Michael Moser
Kriminalroman
284 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Psychothriller vom Feinsten

Klappentext:
Ein perfider Plan, eine tödliche Lüge und eine Frau, die alles verliert. Lena hat als Anwältin gelernt zu kämpfen. Doch nichts hat sie auf diesen Tag vorbereitet: Ihre Familie ist verschwunden und sie steht unter Verdacht. Während die Polizei sie in die Enge treibt, ihre Kollegen sich von ihr abwenden und Freunde zu Feinden werden, wird ihr klar: Jemand inszeniert in ihrem Leben das perfekte Verbrechen. Ein Feind, der ihre tiefsten Ängste kennt. Aber wer? Und warum? Um ihre Familie zu retten, muss Lena tief in eine dunkle Welt eintauchen, aus der es vielleicht kein Zurück mehr gibt.

„Die Skala des Bösen“ von Michael Moser ist ein spannender Thriller.

Im Mittelpunkt steht die Anwältin Lena von Nierstein. Sie ist dabei alles, was sie sich aufgebaut hat zu verlieren. Lena arbeitet in einer namhaften Kanzlei. Ihr Mann Mark ist Künstler aber nicht besonders erfolgreich. Er versorgt den Haushalt und den gemeinsamen Sohn Luca. Doch nach einer Ausstellung, die wenig Zuspruch fand, ändert sich das Verhalten von Mark und es kommt häufig zu Streitigkeiten zwischen dem Paar.
Als die Familie mit dem Auto unterwegs ist und einen Stopp einlegen, steht Lena plötzlich allein da. Das Fahrzeug samt Insassen ist verschwunden. Es beginnt eine Suche nach Mark und Luca die sehr nervenaufreibend ist. Das schlimme, Lena steht unter Verdacht und die ganze Welt scheint sich gegen sie zu stellen.

Michael Moser versteht es Spannung aufzubauen. Manchmal musste ich atemlos innehalten, bevor ich weiterlesen konnte.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, gut verständlich und vor allem fesselnd.
Immer wieder führt Michael Moser Wendungen in die Geschichte ein, so dass es nicht möglich ist zu ahnen, wie alles zusammenhängt. Das Ende ist dann spektakulär und überraschend.
Es lässt auch vermuten, dass es einen weiteren Band geben wird. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei.

Tatort Kettenhofweg

Franziska Franz
True Crime
339 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

True Crime

Klappentext:
Am 15. August 1994 machen Ermittler der Frankfurter Mordkommission eine grausame Entdeckung. In einer Villa im Westend werden sechs Leichen gefunden – ein Mann und fünf Frauen, alle erdrosselt. Die Witwe Helga Lindemeyer wohnt gegenüber und beobachtet, wie die Leichen abtransportiert werden. Schon lange vor den Morden saß sie oft am Fenster und hatte die Villa im Blick. Dabei ahnte sie zunächst nicht, dass die beiden Hausbesitzer, Ingrid und Gabor Bartos, die auch unter den Toten waren, ein privates Bordell betrieben. Helga ist geschockt und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe der Morde erfahren.

„Tatort Kettenhofweg“ ist ein True Crime Kriminalroman von Franziska Franz.

Die Geschichte ist intelligent aufgebaut. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Witwe Helga Lindemeyer, die gegenüber der Villa Bartos wohnt. Frau Lindemeyer ist über 70 Jahre alt und manchmal etwas naiv. Ihr war nicht bekannt, was alle anderen anscheint, wussten. Ingrid und Gabor Bartos betreiben im Kettenhofweg ein Bordell. Frau Lindemeyer sind zwar die leichtbekleideten Mädchen aufgefallen, sie meinte allerdings erst es sind vielleicht die Töchter der Bartos oder sie putzen dort. Für Frau Lindemeyer war es ein Schock, als sie hörte, was in der Villa vor sich geht. Als dann am 15. August 1994 die Leichen in der Villa entdeckt wurden, bekam es Frau Lindemeyer mit der Angst zu tun, wollte aber auch mehr über die Hintergründe erfahren.

Die Protagonisten gefallen mir gut. Frau Lindemeyer ist eine sympathische ältere Frau. Sie trifft sich gerne mit ihrer Freundin im Café Mövenpick und ist einem kleinen Eierlikör nicht abgeneigt.

Die Leserinnen begleiten Frau Lindemeyer durch die Geschichte. Somit beginnt die Geschichte auch recht ruhig. Da man als Leserin mehr wissen als Frau Lindemeyer, wartet man schon darauf, was in der Villa vor sich geht.

Die Beobachtungen von Frau Lindemeyer werden gut beschrieben. Ich habe sie gerne durch die Geschichte begleitet. Ich selbst habe bis vor ein paar Monaten in Frankfurt gelebt, kann mich aber nicht an den Fall Kettenhofweg erinnern. Um so spannender war es für mich das Buch zu lesen.

„Tatort Kettenhofweg“ erzählt einen spektakulären Mordfall, der sich so in Frankfurt im Jahr 1994 zugetragen hat.

Das schwarze Geheimnis von Maulbronn

Norbert Weimper
Historischer Roman
291 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Intrigen und Machtspiele

Klappentext:
Kloster Maulbronn im Jahre des Herrn 1516. Der junge Anselm sucht das weltabgewandte mönchische Leben. Als die mächtige schwäbische Zisterzienserabtei bedroht wird, schickt ihn der Abt auf eine gefährliche Mission. Hohe weltliche Herren und der berüchtigte Magier Dr. Johann Faust kreuzen seinen Weg. Man trachtet ihm außerhalb und innerhalb der Mauern nach dem Leben. Doch Bruder Anselm muss sein geliebtes Kloster retten. Der versteckte Brief einer Seherin weist ihm den Weg zum Schwarzen Geheimnis.

„Das schwarze Geheimnis von Maulbronn“ ist ein interessanter Historischer Roman von Norbert Weimper.

In Mittelpunkt steht der junge Anselm. Er wurde mit 9 Jahren vor dem Tor des Klosters abgelegt. Jetzt 14 Jahre später entscheidet er sich, weiterhin das Leben eines Mönchs zu leben. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken auf und das Kloster wird bedroht. Um sein geliebtes Kloster zu retten, muss Anselm das Kloster verlassen.

Norbert Weimper schildert das Klosterleben Anfang des 16. Jahrhunderts sehr realistisch.
Die Charaktere wirken lebendig und sympathisch. Anselm war mir schnell sympathisch. Er ist bereit einiges auf sich zu nehmen, um das Kloster aus seinen Nöten zu retten.
So verlässt er das Kloster. Bald sieht Anselm sich Intrigen und Machtspielen ausgesetzt.

Die Leser*innen treffen in der Geschichte auch auf einige historisch Überlieferte Personen wie z. B. dem Herzog von Württemberg, dem Bischof von Speyer und dem bekannten Alchimist Dr. Faustus.
Das verleiht der Geschichte eine gewisse Authentizität.

Norbert Weimper hat einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil. Ich bin tief in die Geschichte eingetaucht.

„Das schwarze Geheimnis von Maulbronn“ ist ein Historischer Roman mit einem realen Hintergrund, den ich gerne gelesen habe.

Arrivederci Jesolo

Nadia Weiss
Kriminalroman
214 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar


Der perfekte Urlaubskrimi

Klappentext:
Ein heißer Sommertag in Jesolo Pineta. Urlauber plantschen im Meer, nur abgelenkt durch die Rufe der Gelati-Verkäufer. Nichts deutet darauf hin, dass nur einen Steinwurf vom Strand entfernt ein Mord geschehen ist. Der Tote ist der Star der diesjährigen Kunstbiennale im nahen Venedig. Die ehrgeizige Journalistin und Ex-Miss-Jesolo, Ambra Santoro, nimmt die Fährte auf, die direkt in das Herz der Lagune führt. Denn in der glamourösen Welt der Schönen, Reichen und Kunstsinnigen ist nichts so, wie es scheint.

„Arrivederci Jesolo“ von Nadia Weiss ist ein perfekter Krimi für den Urlaub.
Die Autorin entführt die Leser*innen an die Adriaküste in das schöne Urlaubsparadies Jesolo. Doch ganz so paradiesisch wird es nicht. Gleich zu Beginn wird ein Toter in einer Hüpfburg gefunden. Bei den Toten handelt es sich um den Star der diesjährigen Kunstbiennale im nahen Venedig.
Commissario Vialli übernimmt die Ermittlungen. An seiner Seite ist oft die Journalistin und Ex-Miss-Jesolo, Ambra Santoro zu finden. Gemeinsam decken sie ein Doppelleben des Künstlers auf. Auch gibt es bald Vermutungen wer der Täter sein kann. Doch die Beweise fehlen.

Nadia Weiss hat mit „Arrivederci Jesolo“ den perfekten Krimi für entspannte Stunden veröffentlicht. Der italienische Flair, die schöne Umgebung und die Touristenströme bringen einen beim Lesen richtig in Urlaubsstimmung.
Aber „Arrivederci Jesolo“ ist ein Krimi und lässt die Leser*innen bei den Ermittlungen von Commissario Vialli teilhaben.
Die Charaktere sind facettenreich und werden gut beschrieben. Schnell lernt man die zwei Seiten des Künstlers kennen und fragt sich, wer und von welcher seiner beiden Seiten hat ihn ermordet.

Nadia Weiss erzählt die Geschichte mit Spannung aber auch mit Humor, was eine gute Kombination für einen Urlaubskrimi ist.

So ist auch die Atmosphäre der Geschichte zum größten Teil entspannt.
Der Schreibstil von Nadia Weiss ist flüssig und gut verständlich.

„Arrivederci Jesolo“ ist ein Krimi zum einfach mal wegschmökern. Ich habe das Buch an einem Nachmittag gelesen.