Die unsichtbare Farbspur
Toni Moldabegga
Fantasy
385 Seiten
erschienen im Pankolin Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Wenn die Welt Risse bekommt
Klappentext:
Milo wächst auf einer einsamen Bergspitze auf. Zusammen mit seinen Eltern, zwei begabten Luftsyntagiern, die das Wetter beeinflussen können. Das kann Milo zwar noch nicht, aber dafür duftet der strahlend blaue Himmel für ihn nach frischgebackenem Brot. Diesen Sommer soll er also herausfinden, wer und was er in Zukunft sein möchte. Zwölf Wochen Orientierungsreise, gemeinsam mit den anderen Jugendlichen seines Jahrgangs. Kann nicht so schwer sein. Das denkt Milo jedenfalls, bevor er auf Dylan und Elani trifft. Bevor er merkt, dass die beiden nicht nur Spass und gute Laune, sondern auch Ärger bedeuten. Zu dritt stoßen sie auf etwas, das es auf Panelima eigentlich nicht geben dürfte: Warnungen, die niemand erklärt. Pflanzen, die verrückt spielen. Jugendliche mit schier unmöglichen Kräften. Und auf ein ungewöhnlich lautes Schweigen, das eigentlich gar nicht zu ihrer gläsernen Welt passt. So werden plötzlich nicht nur Milo und seine Freunde auf die Probe gestellt. Sondern mit ihnen ihre ganze Welt. Denn es gibt Geheimnisse auf Panelima. Und manche werden besser bewacht als andere.
„Die unsichtbare Farbspur“ ist der Debütroman von Toni Moldabegga. Es ist ein feinfühliger Fantasy-Roman, der auch in das Genre Coming-of-Age passt.
Toni Moldabegga hat facettenreiche Charaktere ins Leben gerufen. Die Dynamik der Protagonisten ist die Stärke der Geschichte.
Die drei wichtigsten Charaktere sind Milo, Dylan und Elani.
Milo ist ein sanfter und umgänglicher Jugendlicher. Er nimmt Farben über Gerüche wahr. Für ihn duftet ein strahlend blauer Himmel beispielsweise nach frisch gebackenem Brot.
Dylan ist die Wagemutige der drei. Sie bringt Schwung und Humor in die Gruppe.
Elani hat einen scharfen Verstand. Sie ist sehr wissbegierig und handelt rational.
Die drei bilden zusammen eine starke Gemeinschaft. Sie ergänzen sich gut, sind aber nicht immer einer Meinung.
Der Schreibstil von Toni Moldabegga ist flüssig und gut verständlich. Seine bildhaften Beschreibungen lassen Bilder im Kopf entstehen.
Mit feinem Humor lockert Toni Moldabegga die geheimnisvolle Dynamik immer wieder auf.
Der Schauplatz der Geschichte ist Panelima, eine gläserne, tief naturverbundene Welt.
Die Welt wird durch die Syntagie bestimmt. So gibt es zum Beispiel Luftsyntagier, wie Milos Eltern. Sie können das Wetter und die Bedingungen der Atmosphäre bestimmen.
Die Erdsyntagier sind für das Wachstum zuständig, egal ob Pflanzen oder Architektur.
Die Jugendlichen müssen während einer Orientierungsreise ihre spezielle syntagische Begabung finden, um ihren Platz in der Gemeinschaft aufzunehmen.
„Die unsichtbare Farbspur“ ist ein ungewöhnlicher Fantasyroman, der die Leser*innen in eine sinnliche Welt entführt.

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