Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer – Der Auftakt

Charlotte von Feyerabend
Historischer Roman
313 Seiten
erschienen im Droemer Knaur Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

ielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Ich bin begeistert

Klappentext:
Deutschland, Anfang des 19. Jahrhunderts: eine Zeit, in der Frauen keine Rechte haben und von der Geneigtheit der Männer abhängig sind. Doch einige Damen finden sich zusammen, um ihr Geschick in die eigenen behandschuhten Hände zu nehmen. Sie gründen einen Geheimbund um Bettina von Arnim: die Liga der sagenhaften Frauenzimmer. Ihr gemeinsames Ziel: die Gesellschaft zu verändern. Nur in der Wahl ihrer Mittel sind sie sich nicht immer einig: Einige beeinflussen geschickt die öffentliche Wahrnehmung, indem sie den Märchensammlern Grimm ihre feministisch eingefärbten Versionen unterjubeln. Andere jedoch würden lieber gleich eine Revolution anzetteln.
Als zwei ihrer Verbündeten unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen, wird die Suche nach der Wahrheit zu einem Rennen gegen die Zeit. Denn die Politik wird von Männern gemacht, die bereit sind, Veränderungen mit allen Mitteln zu verhindern – wenn nötig, auch mit Gewalt. Und die Frauen haben eine Verräterin in ihrer Mitte.
„Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer – Der Auftakt“ ist der 1. Band der feministischen historischen Romanreihe von Charlotte von Feyerabend.

Charlotte von Feyerabend entführt ihre Leser*innen in das 19. Jahrhundert.
Frauen werden meist nur als schmückendes Beiwerk gesehen. Den Frauen wurden wenig Rechte zuteil, sie hatten sich um das Heim zu kümmern und es den Männern so angenehm wie möglich zu machen.
Doch das war nicht im Sinne von allen Frauen. So haben sich einige mit Bettina von Arnim zusammengeschlossen und einen Geheimbund gegründet. Sie etwas verändern, sie wollten, dass die Frauen gesehen werden. Eine gefährliche Vorgabe, denn zwei der Mitglieder kommen ums Leben.

Charlotte von Feyerabend hat mit „Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer“ einen interessanten und spannenden historischen Roman veröffentlicht.
Der Geschichte steht ein umfassendes Personenregister vor, in dem die Personen ausführlich vorgestellt werden. Viele Namen von historischen Persönlichkeiten sind hier zu finden.
Genau so etwas liebe ich, einen historischen Roman, in dem reale Persönlichkeiten auftreten.

Charlotte von Feyerabend führt ihre Charaktere gekonnt durch die Geschichte.
Ihre Charaktere sind lebendig und zum größten Teil sympathisch.
Die Frauen, die sich zusammenschließen, sind mutig und möchten selbstbestimmt leben. Mehr noch, sie wollen in der Männerwelt etwas verändern. Sie waren unsere Vorreiter und verdienen Bewunderung.

Charlotte von Feyerabend hat einen flüssigen, gut verständlichen und vor allem fesselnden Schreibstil.
Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet. Die Zeit der Handlung wird realistisch widergespiegelt.

„Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer – Der Auftakt“ ist ein fesselnder historischer Roman. Ich hoffe, es folgen noch einige Bände mit den sagenhaften Frauenzimmern.

Liebesrausch

Charlotte von Feyerabend
Roman-Biografie
311 Seiten
erschienen im Droemer Knaur Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Das zügellose Leben von Anaïs Nin

Paris, 1931. Als Anaïs Nin den zwölf Jahre älteren Henry Miller trifft, wird ein Feuer entfacht: Beide inspirieren sich nicht nur literarisch, zwischen ihnen brennt auch eine ungezügelte Leidenschaft. Das Leben mit allen Sinnen zu fassen, alle Schranken zu sprengen und dafür die perfekten Worte zu finden, das streben beide an, koste, was es wolle. Sie tanzen auf den rauschendsten Festen und lassen ihrer Fantasie freien Lauf.
Doch während sich Henry voll und ganz den Exzessen hingibt, führt Anaïs auch eine konventionelle Ehe mit Hugo, der sie über alles liebt und finanziell für sie und ihre Künstlerfreunde sorgt. Den emotionalen Spagat zwischen Hemmungslosigkeit und Konventionen kann Anaïs nur in ihren berühmt-berüchtigten Tagebüchern verarbeiten: Gehören Erotik und Sinnlichkeit in den Mittelpunkt des Lebens? Und darf man dafür die Menschen belügen, die einen lieben?

„Liebesrausch“ von Charlotte von Feyerabend, ist eine Roman-Biografie über die Schriftstellerin Anaïs Nin.

Charlotte von Feyerabend entführt ihre Leser*innen nach Paris der 1930er Jahre.
Hier lernen wir die Schriftstellerin Anaïs Nin kennen. Sie ist mit dem Filmproduzenten Ian Hugo verheiratet, der sie und auch ihre Künstlerfreunde finanziert.
Als Anaïs den Schriftsteller Henry Miller kennenlernt, inspirieren die beiden sich literarisch. Doch dabei bleibt es nicht. Sie feiern Feste und geben sich einer hemmungslosen Leidenschaft hin.

Charlotte von Feyerabend setzt Anaïs Nin mit dieser Roman-Biografie ein Denkmal. Bisher war Anaïs Nin mir unbekannt, von Henry Miller hingegen, habe ich einige Romane gelesen.
Anaïs Nin war eine Vorreiterin von sexueller Freiheit. Sie selbst führte ein zügelloses und skandalöses Leben. Ihr Leben hielt sie in Tagebücher fest, die durch einen Zufall in die Hände von Charlotte von Feyerabend gefallen sind. Was muss man da als Autorin machen, natürlich eine Geschichte schreiben.
Und das hat Charlotte von Feyerabend auch hervorragend gemeistert. Ich bin tief in das Leben der zwei Charaktere eingetaucht.
Charlotte von Feyerabend hat einen flüssigen, gut verständlichen und vor allem fesselnden Schreibstil. Sie hat mir Anaïs Nin nähergebracht und ich habe mir vorgenommen einmal ein Werk von ihr zu lesen.

„Liebesrausch“ gibt tiefe Einblicke in das (Liebes)leben von Anaïs Nin. Ich habe es mir großer Freude gelesen.