Silberküste

Alexander Oetker
Kriminalroman
323 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Ermittlungen im dicken Winter

Klappentext:
Auf einer entlegenen Waldstraße wird eine Frau angefahren und stirbt. Die Krankenschwester hatte einen gewalttätigen Ehemann, der sofort ins Visier von Commissaire Luc Verlain gerät. Doch schon bald wird klar: Die mutige Frau ermittelte im Fall einiger verdächtiger Todesfälle unter alten Menschen, die in den kleinen Strandorten entlang der Côte d’Argent, der Silberküste, ihren Lebensabend verbrachten. Lucs Team muss kurz vor Weihnachten alle Register ziehen – die Spur führt sie in ein Kloster im Landesinneren, in dem ein sehr charmanter Priester seine Fäden zieht. Ein rätselhafter und berührender Fall im schneereichsten Winter, den die Aquitaine seit Jahrzehnten erlebt hat.

„Silberküste“ ist mittlerweile schon der 11. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.

Luc Verlain der smarte Kommissar, ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police nationale in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten, bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

Die Leiche einer Frau wird gefunden. Eine Krankenschwester, die sich in den kleinen Dörfern um die alten und kranken Menschen kümmert. Jetzt wurde sie von einem Auto erfasst und einfach im Wald abgelegt. Für Luc Verlain ist schnell klar, das war kein Unfall, das war Mord.
Zusammen mit seiner neuen Partnerin Rose Schillinger übernimmt er die Ermittlungen.
Je tiefer die Ermittler in den Fall eindringen, umso tiefer wird der Graben, der sich vor ihnen auftut.

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. Der Winter und die Kälte, die selten für diese Gegend sind, sind fast auf der Haut zu spüren.
Im Gegensatz dazu die Stille und die kleinen Orte ganz ohne Touristen, sorgen für eine heimelige Atmosphäre.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und nur mit nicht ganz regulären Mitteln lassen sie sich in die richtigen Bahnen leiten.

Yacine Zutouna, der im letzten Band einen tödlichen Schuss abgegeben hat, muss sich jetzt vor Gericht verantworten.
Anouk und auch Luc müssen als Zeugen aussagen.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. So treffen die Leser*innen auch wieder auf Rose Schillinger, die jetzt fest zum Team gehört und die Krimireihe bereichert.

Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu, immer weiterzulesen.

Natürlich fehlt auch die Kulinarik nicht. Denn auch während der Ermittlungen muss Luc und sein Team essen und trinken.

„Silberküste“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 12. Band, „Dünenfeuer“, der am 3. März 2027 erscheinen soll.

Signora Commissaria und die Insel der Träume

Alexander Oetker
Kriminalroman
272 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Bravo, Bravisimo

Klappentext:
Mord in der Modewelt: Als die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in Santa Croce eine Leiche im Kofferraum entdeckt, führt die Spur direkt in das glamouröse Imperium eines Florentiner Stardesigners. Das originellste Ermittlerteam der Toskana um Giulia Ferrari, den blinden Polizisten Enzo und Luigi, den Barista mit Kripo-Vergangenheit, stürzt sich in einen brisanten Fall voller Intrigen, Affären und Erpressung, während die Commissaria zugleich um ihre totgeglaubte Schwester kämpft, die nach zwanzig Jahren plötzlich wieder in ihr Leben tritt. Ein wendungsreicher, sinnlicher Krimi voll italienischer Sonne zwischen High Fashion, dem langen Arm der Mafia und köstlicher toskanischer Küche.

„Signora Commissaria und die Insel der Träume“ ist eigentlich der 4. Band der Reihe Giulia Ferrari ermittelt. Der 1. Band „Signora Commissaria und die dunklen Geister“ ist unter dem Pseudonym Pietro Bellini bei Droemer Knaur erschienen.

Von Alexander Oetker lese ich die Südfrankreich-Krimis sehr gerne. Mit dieser Reihe macht der Autor einen Abstecher in die Toskana. Auch hier kommen Spannung und das gute Essen nicht zu kurz.

Seine Charaktere sind wieder recht unterschiedlich und gefallen mir sehr gut.
Besonders die Gruppe der Ermittler.

Commissaria Giulia Ferrari hat ihr Elternhaus, das seit 20 Jahren leer stand, wieder bezogen. Sie hat das Haus hergerichtet und den Garten bepflanzt. Sie lebt nach langer Zeit wieder in dem Haus, in dem so viele Erinnerungen hängen, vor allem an ihre liebe Schwester.

Luigi Batista war einst der beste Commissario von Florenz. Heute betreibt er eine Cafébar und hilft nur noch im Notfall bei der Polizei aus. An seiner Seite ist immer sein Hund Tulipan.

Enzo Aleardi ist bei der Polizei meist für die Recherche verantwortlich. Er ist blind und es ist erstaunlich, wie sicher er sich an seinem Arbeitsplatz bewegt. Die Commissaria und Enzo sind mittlerweile liiert.

Der Fall ist recht kompliziert. Im Kofferraum von Signora Cavali wird bei einer Verkehrskontrolle eine Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um David Giotti, den Sohn des reichen und bekannten Florentiner Stardesigners. Natürlich ist Singiora Cavali die Verdächtige Nummer 1, doch sie bestreitet, von der Leiche im Kofferraum gewusst zu haben.
Enzo Aleardi bittet Luigi Batista um Hilfe, da Commissaria Giulia Ferrari im Moment nicht im Dienst ist.

Die Commissaria weilt zur gleichen Zeit auf Sardinien, in der Hoffnung, ihre Schwester nach all den Jahren wiederzufinden.

Alexander Oetker baut gleich zu Beginn Spannung auf. Es macht Freude, dem Ermittlerteam bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu schauen.
Dabei lockert der Autor seine Geschichte immer wieder durch Zwischenmenschliches auf, bei dem man die Charaktere besser kennenlernt.
Ich finde das Ermittlerteam einfach genial. Alle drei gefallen mir sehr gut. Manchmal musste ich schmunzeln, wenn Giulia und Luigi sich unterhalten.

Ein Highlight ist auch, wie Alexander Oetker Florenz beschreibt. Erst vor ein paar Jahren habe ich die Stadt besucht und hatte schnell wieder Bilder im Kopf.

Alexander Oetker lässt in der Geschichte den Tag immer mit der Heimkehr von Luigi enden. Seine Frau Carla erwartet ihn schon und es gibt ein leckeres Essen. Das Rezept ist immer zum Nachkochen abgedruckt.

„Signora Commissaria und die Insel der Träume“ ist ein genialer Toskana Krimi.
Ich würde mich freuen, wenn Alexander Oetker die Reihe mit dem großartigen Ermittlerteam noch lange weiterführt.

Léon und die Frau im blauen Kleid

Alexander Oetker
Kriminalroman
301 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag (Hoffman und Campe)
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe

Klappentext:
Nizza, im Sommer, ausgerechnet hier, wo die Reichen und Schönen unter Palmen flanieren, prunkvolle Yachten ausfahren und den Apéro an der Promenade genießen, spült das Meer die Leiche einer jungen Frau in einem blauen Kleid an den Strand. Nachts gab es keinen Schiffsverkehr, was hat sich also auf dem Wasser zugetragen? Die Ermittlungen führen Commissaire Léon de Cavallier und seine zupackende Kollegin Nadia Bentaleb ins Innere der High Society, wo Geld und Macht eine unheilige Verbindung eingehen mit Sex, Drogen und Korruption. Bestsellerautor Alexander Oetker schickt ein neues Ermittlerduo, das gegensätzlicher nicht sein könnte, vor der mondänen, sonnengefluteten Kulisse der Côte d’Azur auf die Spur eines eiskalten Verbrechens.

„Léon und die Frau im blauen Kleid“ ist der erste Band der Reihe „de Cavallier und Bentaleb ermitteln“ von Alexander Oetker.
Von Alexander Oetker habe ich schon viele Krimis gelesen und weiß immer, hier steckt gute und spannende Unterhaltung drin.

Mit dieser Reihe schickt Alexander Oetker seine Leser*innen an die Côte-d’Azur.

Commissaire Léon de Cavalliers langjähriger Partner geht in den Ruhestand. Nadia Bentaleb kommt neu in das Team und soll ihn nun bei seinen Ermittlungen begleiten.
Léon de Cavallier gehört zur High Society und ist in Südfrankreich wie auch in Monaco bekannt. Er fährt einen schnittigen Porsche, ist meist etwas mürrisch und wirkt auf andere oft arrogant.
So auch auf seine neue Partnerin bei der Polizei, Nadia Bentaleb. Sie ist farbig, stammt aus den Pariser Vorstädten und hat schon viel Elend gesehen.
Hier stoßen zwei Welten aufeinander. Léon de Cavallier nimmt sich vor, dafür zu sorgen, dass Nadia nicht lange in seinem Team bleibt.

Ein neuer Fall ruft Léon und Nadia zu einem Tatort. Eine junge Frau wurde an den Strand von Nizza angespült. Sie muss nachts von einem Schiff gefallen sein. Jetzt heißt es, zu ermitteln, welche Schiffe in der Nacht auf dem Meer verkehrt sind.
Die Ermittlungen führen die beiden Kriminalpolizisten in die hohen Kreise der Anwohner an der Côte-d’Azur. Ohne es zu wollen, ist Léon von der Tatkraft seiner jungen Kollegin beeindruckt.

Alexander Oetker hat wieder einmal eine vielversprechende Krimireihe begonnen. Seine Charaktere sind sehr unterschiedlich. Mir sind Léon de Cavallier und auch Nadia Bentaleb sehr sympathisch. Auch wenn Léon zu Beginn recht arrogant erscheint, ist das nur der äußere Anschein, wie ein Schutzschild, das er vor sich herträgt.

Der Krimi beginnt mit einer Todesanzeige von Léon de Cavallier. Und er kommt auch in gefährliche Situationen. Ob er den 1. Band der neuen Reihe überlebt, das müsst ihr selbst lesen.

Alexander Oetker hat wie immer einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil.
Die Handlungsorte an der Côte-d’Azur beschreibt er sehr anschaulich. Der Autor führt seine Leser*innen bis ins nachbarschaftliche Monaco.
Auch für gutes Essen wird wieder gesorgt.

Mit „Léon und die Frau im blauen Kleid“ beginnt Alexander Oetker eine Krimireihe, die sich bestimmt schnell großer Beliebtheit erfreuen wird.

Das Lavendelkloster

Alexander Oetker
Roman
282 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag (Hoffman und Campe)
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

So schön kann Schweigen sein

Klappentext:
Julien, erfolgreicher Geschäftsführer und innerlich leer, zieht sich in ein abgelegenes Schweigekloster zurück. Hier in der Provence, wo nur der Sommerwind durch den Lavendel streicht, sucht er nach Versöhnung mit sich selbst und den Schatten der Vergangenheit. Inmitten der Stille begegnet er einer jungen Frau, schön, geheimnisvoll – und völlig ohne Worte entsteht zwischen den beiden etwas, das tiefer geht als Sprache: eine Liebe, geboren im Schweigen. Doch welche Chance hat diese Verbindung, wenn die Rückkehr in das alte Leben unvermeidlich ist?

„Das Lavendelkloster“ ist ein tiefgründiger Liebesroman von Alexander Oetker.
Der Autor ist eher von seinen Kriminalromanen bekannt, dieses Genre beherrscht er aber auch perfekt.

Im Mittelpunkt stehen Julien und Emma. Sie begegnen sich im Kloster, wo sie beide an einem Schweigeseminar teilnehmen. Während ihres Aufenthalts kommen sich Julien und Emma trotz Schweigen sehr nahe.

Jetzt könnt man denken, Schweigekloster, dass ist ein sehr ruhiges Buch. Weit gefehlt, man kommt den Charakteren sehr nahe. Man kann ihre Gefühle und Gedanken lesen.

Alexander beschreibt die Woche im Schweigekloster sehr intensiv. Die Sonne, der Duft des Lavendels und die Stille geben ein eindrucksvolles Bild.

Die Charaktere werden gut beschrieben. Mir waren Julien und Emma schnell sympathisch. Man konnte ihre Gefühle richtig spüren. Natürlich gab es auch andere Teilnehmer, die begegnen den Leser*innen aber nur bei den Mahlzeiten und auch mal abends am Kamin. Sie werden nur kurz umrissen.
Am Ende der Geschichte ist aber jedem Teilnehmer, jeder Teilnehmerin noch ein kurzes Kapitel gewidmet, in dem man sie und ihre Beweggründe ins Schweigekloster zu gehen kennenlernt. Das hat mir gut gefallen, schließlich hat man auch sie eine Woche begleitet.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist wie immer flüssig und gut verständlich.

„Das Lavendelkloster“ ist ein außergewöhnlicher Liebesroman, den ich mit Freude gelesen habe.

Strandgut

Alexander Oetker
Kriminalroman
310 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Luc Verlain ermittelt im Nudistencamp

Klappentext:
Am Strand des Feriendorfs Euronat, Europas größtem Nudistencamp an der französischen Atlantikküste, wird mitten in der Hauptsaison ein junger Politiker tot aufgefunden, nackt, ermordet. Erst kurz zuvor hatte er angekündigt, das traditionsreiche Camp schließen zu wollen. Während die Gemeinschaft der Camper leidenschaftlich gegen das drohende Ende ihres Freiheitsraums protestiert, nimmt Kommissar Luc Verlain die Ermittlungen in ungewohnt freizügiger Umgebung auf, und stößt auf ein Geflecht aus politischem Kalkül, gesellschaftlichen Spannungen und einem persönlichen Geheimnis, das tödlich endete. Ein hitziger Fall, der mit einem einzigartigen, faszinierenden Setting überrascht – Luc Verlains wohl ungewöhnlichster Einsatz.

„Strandgut“ ist mittlerweile schon der 10. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.

Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

Das Feriendorfs Euronat ist ein Nudistencamp an der französischen Atlantikküste und der Bürgermeisterin Anne Dujardin ein Dorn im Auge. Viele Anhänger der freien Körperkultur haben sich hier niedergelassen, darunter auch viele Deutsche. Es gibt nicht nur den großen Campingplatz, viele haben sich auch aufwendigere Häuser gebaut. Nur leider ist das Land von der Gemeinde nur gepachtet, für 99 Jahre, dann fällt es an die Gemeinde zurück. Die Bürgermeisterin, will den Pachtvertrag allerdings aufkündigen, was zu viel Umut führt. Der junge, erfolgreiche Politiker, der neben ihr auf der Bühne stand und sie in ihrem Vorhaben zu unterstützen scheint wird kurz nach der Verkündung im Camp tot aufgefunden, natürlich nackt.
Luc Verlain nimmt die Ermittlungen auf, an seiner Seite seine Partnerin Anouk.

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. Die malerischen Orte werden immer gut beschrieben. So auch das Feriendorfs Euronat. Es ist ein richtiger kleine Ortsteil, mit Campingplatz, Häusern, Restaurants und Geschäften. Nur das hier die Menschen einfach nackt durch die Straßen laufen. Für Luc ist das eine verzwickte Situation, er muss sich erst einmal an den Anblick der nackten Menschen, die ihm bei Befragungen gegenüberstehen gewöhnen.

Natürlich fehlt auch die Kulinarik nicht. Den auch während der Ermittlungen muss Luc und sein Team essen und trinken.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. So treffen die Leser*innen auch Rose Schillinger wieder, die man im letzten Band kennenlernt hatte.

Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiterzulesen.

„Strandgut“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 11. Band, „Silberküste“ der im September 2026 erscheinen soll.

Wolfstal

Alexander Oetker
Kriminalroman
330 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Luc Verlain ermittelt im Baskenland

Klappentext:
Umgeben von sanften Pyrenäenausläufern und berühmt für seine Gewürzpaprika, lädt das malerische Espelette alle zu einer Rast ein, die hier auf dem Jakobsweg vorüberwandern. Doch ein Schatten fällt auf das Idyll, als ein Schäfer aus dem Dorf brutal getötet wird. Dem von der baskischen Polizei zu Hilfe gerufenen Luc Verlain kommen die schweigsamen Dorfbewohner seltsam mitleidlos vor, und bald schon stößt er auf so einige schlüssige Mordmotive. Waren die vom Schäfer abgegebenen Luftschüsse, wenn Pilger seinen Weiden nahekamen, den Hoteliers ein zu großer Dorn im Auge? Hat sein Einsatz für den Wolf, der in der Gegend umgeht, seine Schäferkollegen zu sehr aufgebracht? Und weshalb war er ein so menschenscheuer Einzelgänger?

„Wolfstal“ ist mittlerweile schon der 9. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.
Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

In dem idyllischen baskischen Städtchen Espelette wird ein Schäfer erstochen aufgefunden. Commissaire Etxeberria, der den eifrigen Leser*innen bestimmt noch bekannt ist bittet um Hilfe. Luc Verlain wird von seiner Chefin und Partnerin Anouk freigestellt und ins Baskenland geschickt. Dort gesellt sich noch die Commissaire Rose Schillinger dazu. Zu dritt nehmen sie die Ermittlungen auf. Rose Schillinger fällt durch i9hr Verhalten und ihre Alleingänge auf und ist Luc und Etxeberria nicht sonderlich sympathisch.
Der Fall ist kompliziert. Das Opfer schien ein Eigenbrötler zu sein und im Dorf keine Freunde zu haben. Zumindest schweigen sich die Menschen aus.

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. In diesem Land das Baskenland, mit seinen malerischen Orten. Espelette ist über seine Grenzen bekannt für seinen Piment d’Espelette, so sieht man auch die Schoten an den Häusern hängen, um zu trocknen.
Auch an Kulinarik gibt es wieder einiges in der Geschichte. Alexander Oetker vereint hier wieder einmal Spannung mit gutem Essen.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. Rose Schillinger ist ein interessanter Charakter, wenn man sie erst einmal richtig kennenlernt.

Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Dabei erfahren die Leser*innen auch noch einiges über die ETA, die vor Jahren das Baskenland in Frankreich und Spanien mit Terroranschlägen terrorisiert hatte.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiterzulesen.

„Wolfstal“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 10. Band, „Strandgut“ erscheint im März 2026.

Signora Commissaria und die kalte Rache

Alexander Oetker
Kriminalroman
271 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Bravo, Bravisimo

Klappentext:
In den idyllischen Gassen der Florentiner Altstadt tauchen mysteriöse Vermisstenplakate auf: Die Frauen darauf sind angeblich verschwunden. Tatsächlich aber geht es ihnen gut – abgesehen davon, dass sie alle zutiefst erschrocken sind. Kurz zuvor wurde eine jede von ihnen von einem Unbekannten verfolgt. Was nur will er mit den Plakaten erreichen? Die dynamische Commissaria Giulia Ferrari und ihr einzigartiges Team – der blinde Polizist Enzo, der ehemalige Kripobeamte Luigi, dessen urgemütliche Bar die zentrale Anlaufstelle für das Team ist, und der Hund Tulipan mit seiner unbestechlichen Spürnase – machen sich gemeinsam an die Ermittlungen. Sie müssen sich beeilen, denn in immer kürzeren Abständen tauchen neue Plakate auf …

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist eigentlich der 3. Band der Reihe Giulia Ferrari ermittelt. Der 1. Band „Signora Commissaria und die dunklen Geister“ ist unter dem Pseudonym Pietro Bellini bei Droemer Knaur erschienen.

Von Alexander Oetker lese ich die Südfrankreich-Krimis sehr gerne. Mit dieser Reihe macht der Autor einen Abstecher in die Toskana.

Seine Charaktere sind wieder recht unterschiedlich und gefallen mir sehr gut.
Besonders die Gruppe der Ermittler.

Commissaria Giulia Ferrari hat ihr Elternhaus, das seit 20 Jahren leer stand, wieder bezogen. Sie hat das Haus hergerichtet und den und den Garten bepflanzt. Sie lebt nach langer Zeit wieder in dem Haus, in dem so viele Erinnerungen hängen, vor allem an ihre liebe Schwester.
Luigi Batista war einst der beste Commissario von Florenz. Heute betreibt er eine Cafébar und hilft nur noch im Notfall bei der Polizei aus. An seiner Seite ist immer sein Hund Tulipan.

Enzo Aleardi ist bei der Polizei meist für die Recherche verantwortlich. Er ist blind und es ist erstaunlich, wie sicher er sich an seinem Arbeitsplatz bewegt. Die Commissaria und Enzo sind mittlerweile liiert.

Der Fall ist recht kompliziert. Ein Fremder verfolgt nachts Frauen und am nächsten Morgen hängen in der Nachbarschaft der Frauen Plakate mit der Überschrift vermisst! Voller Angst wenden sich die Betroffenen an die Polizei. Als eine Frau dann tatsächlich verschwindet ist Eile geboten.

Alexander Oetker baut gleich zu Beginn Spannung auf. Es macht Freude dem Ermittlerteam bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu schauen.
Dabei lockert der Autor seine Geschichte immer wieder durch Zwischenmenschliches auf, bei dem man die Charaktere besser kennenlernt.
Ich finde das Ermittlerteam einfach genial. Alle drei gefallen mir sehr gut. Manchmal musste ich schmunzeln, wenn Giulia und Luigi sich unterhalten.

Ein Highlight ist auch wie Alexander Oetker Florenz beschreibt. Erst vor ein paar Jahren habe ich die Stadt besucht und hatte schnell wieder Bilder im Kopf.

Alexander Oetker lässt in der Geschichte den Tag immer mit der Heimkehr von Luigis enden. Seine Frau Carla erwartet ihn schon und es gibt ein leckeres Essen. Das Rezept ist immer zum Nachkochen abgedruckt.

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist ein genialer Toskana Krimi.
Ich würde mich freuen, wenn Alexander Oetker die Reihe mit dem großartigen Ermittlerteam weiterführt.

Wilder Wein

Alexander Oetker
Kriminalroman
298 Seiten
erschienen bei Hoffman und Campe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Wieder ein spannender Fall

Klappentext:
Im idyllischen Sauternes im Garonne-Tal wird der edelste Süßwein der Welt angebaut – und ausgerechnet hier wird mitten in der Erntezeit eine junge Winzerin tot in ihrem Weinkeller aufgefunden. Das bei der Vergärung entstehende giftige Gas hat sie umgebracht. Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Während die örtliche Polizei von einem Unfall ausgeht, verlässt sich Commissaire Luc Verlain auf sein Bauchgefühl und setzt Ermittlungen durch. In der kleinen Gemeinde aber stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Offenbar hat sich die Winzerin mit ihrem Kampf gegen Pestizide und gepanschte Weine so einige Feinde gemacht. Und dann gibt es da noch ein Geheimnis, dessen Wurzeln weiter in die Vergangenheit zurückreichen

„Wilder Wein“ ist mittlerweile schon der 8. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.
Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

In diesem Band bekommen die Ermittler es wieder mit einem komplizierten Fall zu tun.
Die junge Winzerin Charlotte Malroix ist in ihrem Weinkeller an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.
Der örtliche Polizist Vincent Balladier ist sich sicher, dass es ein Unfall war. So etwas geschieht immer wieder. Die Winzer überschätzen die Zeit, die sie im Weinkeller haben, wenn das Gärgas aus den Gärbehältern hochsteigt.
Luc und sein befreundeter Kollege Yacine zweifeln an der Unfalltheorie. Außerdem hat Charlotte Malroix gegen die anderen Winzer agiert. Sie hat sie beschuldigt, wegen ihrer Pestizide schuld an den Krebserkrankungen im Umfeld zu sein.
Charlotte Malroix wollte einen ökologischen und sauberen Weinanbau. Doch den anderen Winzer war der Profit wichtig, sie wollten da nicht mitziehen. Musste Charlotte Malroix deswegen sterben?

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich.
Es ist eine wahre Liebeserklärung an Frankreich und vor allem an die Atlantikküste.
Die kleinen Orte, das Meer, der Strand und das gute Essen und nicht zu vergessen die hervorragenden Weine. Man würde am liebsten den Koffer packen und hinreisen.

Alexander Oetker lässt sehr schnell Spannung aufkommen und hält diese auch über die gesamte Geschichte aufrecht. Unter den anderen Winzern stößt er auf Schweigen. Alle sind von einem Unfall überzeugt, nur Luc und Yacine nicht.
Genau wie Luc habe ich vermutet, dass der Täter unter den Einwohnern des kleinen Ortes zu finden ist. Das Ende war dann aber doch überraschend.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist fesselnd und leicht verständlich.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiter zu Lesen.

„Wilder Wein“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 9. Band.

Signora Commissaria und der lachende Tod

Alexander Oetker
Kriminalroman
285 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Bravo, Bravisimo

Klappentext:
In Florenz kommt es zu einer rätselhaften Mordserie, der Täter lässt die Toten mit einem starren Lächeln im Gesicht und den Initialen des nächsten Opfers zurück. Ein Fall für die dynamische Commissaria Giulia Ferrari. Doch auch Giulia steht hier vor einem Rätsel, denn nichts scheint die Toten miteinander zu verbinden. Ein Glück, dass der Commissaria ein einzigartiges Team zur Seite steht: der blinde Polizist Enzo, ein Recherchegenie, der Hund Tulipan mit seiner unbestechlichen Spürnase und Luigi, ein ehemaliger Kripobeamter, der jetzt als Wirt eine urgemütliche Bar betreibt. Zusammen finden Giulia und ihre Freunde eine erste Spur und machen sich daran, Licht ins Dunkel um das Geheimnis des lachenden Todes zu bringen.

„Signora Commissaria und der lachende Tod“ ist ein Toskanakrimi von Alexander Oetker.
Von Alexander Oetker lese ich die Südfrankreich-Krimis sehr gerne. Mit diesem Buch macht der Autor einen Abstecher in die Toskana.

Seine Charaktere sind wieder recht unterschiedlich und gefallen mir sehr gut.
Besonders die Gruppe der Ermittler.

Commissaria Giulia Ferrari hat ihr Elternhaus, das seit 20 Jahren leer stand wieder bezogen. Sie hat das Haus hergerichtet und den und den Garten bepflanzt. Sie wird nach langer Zeit wieder in dem Haus, in dem so viele Erinnerungen hängen wohnen. Nach ihrem Urlaub tritt sie ihre Stelle bei der Polizei in Florenz an.

Luigi Batista war einst der beste Commissario von Florenz. Heute betreibt er eine Cafébar und hilft nur noch im Notfall bei der Polizei aus. An seiner Seite ist immer sein Hund Tulipan.

Enzo Aleardi ist bei der Polizei meist für die Recherche verantwortlich. Er ist blind und es ist erstaunlich, wie sicher er sich an seinem Arbeitsplatz bewegt. Die Commissaria freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem jungen Polizisten.

Der Fall ist recht kompliziert. Schnell stellt sich heraus das es schon ein Opfer gab, bei dem der Täter genauso vorgegangen ist. Auch dieses Opfer hatte ein Lächeln im Gesicht.
Ein Serienmörder geht um, nur scheinen seine Opfer keine Gemeinsamkeiten zu haben.

Alexander Oetker baut gleich zu Beginn mit dem toten Busfahrer Spannung auf. Es macht Freude dem Ermittlerteam bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu schauen.
Dabei lockert der Autor seine Geschichte immer wieder durch Zwischenmenschliches auf, bei dem man die Charaktere besser kennenlernt.
Ich finde das Ermittlerteam einfach genial. Alle drei gefallen mir sehr gut. Manchmal musste ich schmunzeln, wenn Giulia den Questore auflaufen lässt, der natürlich von allen die wenigste Ahnung hat.

Ein Highlight ist auch wie Alexander Oetker Florenz beschreibt. Erst vor ein paar Jahren habe ich die Stadt besucht und hatte schnell wieder Bilder im Kopf.

Es gibt in der Geschichte manchmal Hinweise auf einen Fall, bei dem Commissaria Giulia Ferrari nach Florenz gekommen ist und mit dem Team zusammengearbeitet hat. Leider habe ich nichts gefunden, was auf einen vorherigen Band hinweist.
Ich würde mich aber freuen, wenn Alexander Oetker sich entschließen kann, weitere Bände mit diesem tollen Team zu veröffentlichen.

Zyprische Geheimnisse

Alexander Oetker
Kriminalroman
234 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

Wind, Sonne, Meer und eine Leiche

Klappentext:
Im beschaulichen Bergdorf Kato Koutrafas auf Zypern geht das Leben einen ruhigen Gang. Hin und wieder müssen Police Officer Sofia Perikles und ihr Kollege Kostas Karamanlis ausrücken, wenn übermütige Jugendliche mal wieder den Zaun zur griechisch-türkischen Pufferzone aufgeschnitten haben, doch ansonsten herrscht Frieden im Dorf. Bis zu dem Tag, an dem in der Zone zwischen dem griechischen und türkischen Teil der Insel ein Toter mit dunkler Vergangenheit gefunden wird. Als bei den Ermittlungen eine ebenso beliebte wie illegale zyprische Tradition in Sofia Perikles Visier rückt, werden sie und Kostas überraschend von dem Fall abgezogen – doch Sofia Perikles gibt sich nicht geschlagen.

„Zyprische Geheimnisse“ ist der 3. Band der Krimireihe „Die zypriotischen Krimis“ von Alexander Oetker.
Bei den ersten beiden Bänden steht als Autor Yanis Kostas, beim 3. Band steht Alexander Oetker schreibt als Yanis Kostas.
Das erklärt mir auch, warum ich erst jetzt auf die Reihe aufmerksam geworden bin.
Aber auch ohne Vorkenntnisse bin ich gut in das Buch hineingekommen. Die vorherigen Bände werde ich aber bestimmt noch lesen.

Wie man es von Alexander Oetker kennt, hat er liebenswerten Charakteren entworfen.
Die beiden Ermittler Police Officer Sofia Perikles und ihr Kollege Kostas Karamanlis gefallen mir sehr gut.
Normalerweise passiert in dem beschaulichen Bergdorf Kato Koutrafas nicht viel. Doch jetzt sollen die Polizisten bei der Aufklärung eines Mordes helfen.
In der griechisch-türkischen Pufferzone wird die Leiche eines Mannes gefunden. Es ist schwer etwas über den Mann zu erfahren, die Einwohner schweigen.
Es gibt aber doch Verdächtige, den der Tote hat sich dem Schutz der Natur verschrieben.

Alexander Oetker beschreibt, wie üblich Land und Leute sehr eingehend. Die Atmosphäre schreit nach Sommer. Überall ist das Meer und die Strände. Natürlich Essen und trinken die Zyprioten auch gerne und das kommt in der Story auch nicht zu kurz.
Ich war bisher noch nicht auf Zypern, Alexander Oetker hat mich mit seiner Beschreibung aber neugierig gemacht.

Die Handlung schreitet erst gemächlich und später mit ordentlichem Tempo fort. Der leichte und flüssige Schreibstil von Alexander Oetker sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen.
So habe ich das Buch in zwei Abenden ausgelesen.

Neben der Luc Verlains Reihe die in Südfrankreich spielt, ist die Zypern- Reihe eine gute Ergänzung von Alexander Oetker.