Es war einmal in Italien

Luca di Fulvio
erschienen im Bastei Lübbe Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar.

Ein großartiges Buch

„Es war einmal in Italien“, der neue Roman von Luca di Fluvio hat mich wieder begeistert.
Wieder einmal hat der Autor starke und liebenswerte Charaktere geschaffen.

Die Contessa, eine selbstbewusste adlige die einen Waisenjungen aus dem Kinderheim holt.
Sie macht zu Beginn den Eindruck einer verwöhnten, strengen und reichen Adligen.
Nach dem Tod ihres Mannes verliert sie alles und flieht nach Rom wo sie fortan als Nella Beltrame in Armut lebt.
Pietro der Waisenjunge ist glücklich, dass die Contessa ihn gewählt hat. Doch das Leben „in Freiheit“ ist gar nicht so leicht.
Die Contessa verlangt einwandfreies Benehmen, die Dienstboten sind ihm nicht zugetan.
Dann muss er mit der Contessa nach Rom fliehen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Mutter-Sohn Beziehung. Aber auch der Straßenkampf und die Kriminalität der Banden in Rom ziehen Pietro an.
Marta das Zirkusmädchen erfährt, dass sie nicht im Zirkus geboren ist. Sie ist als Kind geraubt worden.
Jetzt ist sie auf der Suche nach sich selbst.
So gerät sie in den Bann der Revolutionäre die Rom befreien und zur Hauptstadt Italiens machen wollen.

Das sind die Hauptpersonen in diesem Roman.
Aber auch die anderen Charaktere nehmen eine wichtige Stelle in der Geschichte ein.
Besonders ist mit Melo ans Herz gewachsen. Er ist so etwas wie der Pferdeknecht im Zirkus.
Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich immer mehr zu einer Schlüsselfigur.

Alle Personen machen im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung durch.
Ich habe die Protagonisten sehr schnell liebgewonnen und mit ihnen gelitten und auch gelacht.

Die Kapitel wechseln zwischen den einzelnen Protagonisten. In Rom treffen dann die Charaktere aufeinander und die Fäden laufen langsam zusammen.

Der Schreibstil von Luca di Fluvio ist fesselnd. Er lässt seine Charaktere so manchen Irrweg gehen um ans Ziel zu kommen.
Die Schauplätze sind gut beschrieben, vor allem die düsteren und armen Viertel in Rom. Man kann sich den Schmutz und Gestank gut vorstellen. „Es war einmal in Italien“ ist ein großartiger Roman der in seinem Verlauf langsam zu einem großen historischen Ereignis hinführt.

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