Péter Gárdos
Biografischer Roman
350 Seiten
erschienen bei Hoffmann & Campe
Übersetzt aus dem Ungarischen von Eszter Toldi
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar
Ein Leben für die Mütter
Klappentext:
Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.
„Der Retter der Mütter“ ist ein biografischer Roman über den Arzt Ignaz Semmelweis von Péter Gárdos.
Im 19. Jahrhundert sind noch viele Frauen am Kindbettfieber gestorben. Das machte sich der Arzt Ignaz Semmelweis, der später als Retter der Mütter in die Geschichte einging zur Aufgabe. Es war revolutionär, als er entdeckte, dass man mit der richtigen Hygiene viele Mütter retten kann. Nach langem untersuchen und forschen kam er dahinter, dass man mehr auf Hygiene achten muss. Von Kollegen und Krankenschwestern wurde der Arzt nicht ernst genommen und es dauerte einige Zeit, bis sich seine Ratschläge umsetzen ließen.
Péter Gárdos bring den Arzt Ignaz Semmelweis noch einmal in Erinnerung. Es ist erstaunlich, wie unaufhaltsam der Arzt nach dem Grund für die hohe Sterblichkeit der frisch entbundenen Frauen gesucht hat. Es ist kaum zu glauben wie verbohrt seine Kollegen und die Krankenschwester waren, die sich wegerten mehr auf Hygiene zu achten.
Péter Gárdos beschreibt das Leben von Ignaz Semmelweis sehr eindrucksvoll. Semmelweis hat praktisch sein Leben für die Frauen gegeben. Denn er wurde, durch den anhaltenden Kampf gegen Windmühlen psychisch krank und verstarb früh.
Man spürt bei Lesen, dass Péter Gárdos akribisch recherchiert hat. Der Schreibstil des Autos ist flüssig und gut verständlich. Die Charaktere werden gut beschrieben und sind lebendig. Auch begegnen die Leser*innen einigen historischen Persönlichkeiten, was die Geschichte um so authentischer macht.
„Der Retter der Mütter“ ist eine interessante Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
