Lisa Graf
Historischer Roman
437 Seiten
erschienen im Penguin Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar
Ein Genuss wie Schokolade
Klappentext:
Zürich 1883: Auf der Landesausstellung begegnen sich zum allerersten Mal die beiden Männer, die das Geschäft mit der Schokolade verstehen wie niemand sonst. Doch den Unternehmer Sprüngli und den Schöngeist Lindt trennt mehr, als sie verbindet, und das Aufeinandertreffen wird zum Desaster. Binia, Lindts kluge Vertraute und Geschäftspartnerin, versucht zu vermitteln, gemeinsam könnten sie das größte Schokoladenimperium der Welt gründen! Aber die Männer gehen getrennte Wege und legen damit den Grundstein für den größten Konkurrenzkampf zweier Familien
„Lindt & Sprüngli: Zwei Dynastien, ein Vermächtnis“ ist der 3. und letzte Band der Lindt & Sprüngli – Saga von Lisa Graf. Schon das Buchcover verführt einen, es in der Buchhandlung einfach in die Hand zu nehmen.
Die Autorin hat mich schon mit ihrer Dallmayr – Saga begeistert und auch die Lindt & Sprüngli – Saga hat mich schon mit den ersten beiden Bänden begeistert.
Die Autorin entführt ihre Leser*innen nach Zürich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und in die süße Welt der Schokolade.
Im Jahr 1883 treffen bei der Schweizer Landesausstellung in Zürich die Herren Sprüngli und Lindt das erste Mal aufeinander. Doch anstatt sich zusammenzuschließen und ein großes Schokoladenimperium zu gründen, werden sie zu bitteren Konkurrenten.
Lisa Graf hat auch für ihre Saga zu Lindt & Sprüngli wieder akribisch recherchiert. Sie lässt ihre Leser*innen in die süße Welt der Schokolade eintauchen.
Lisa Graf erzählt die Geschichte in einem ruhigen, aber auch spannenden Ton.
Die Autorin versteht es, historische Persönlichkeiten mit psychologischer Tiefe auszustatten.
Der Kontrast zwischen den beiden Firmen Lindt und Sprüngli treibt die Dynamik des Romans voran. Auf der einen Seite der geschäftstüchtige Stratege und auf der anderen der detailverliebte Erfinder. Rodolphe Lindt hat das Conchieren erfunden.
Besonders stark glänzt in diesem Band jedoch die Frauenfigur Binia. Als kluge Vermittlerin zwischen den verhärteten Fronten der beiden Patriarchen bringt sie eine moderne, emanzipierte Note in das historische Gefüge und fungiert als emotionaler Anker der Geschichte.
Lisa Graf hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Die Autorin verwebt gekonnt historisch Überliefertes mit fiktiven Elementen.
Auch über die Schokolade und deren Vermarktung kann man wieder einiges lesen.
„Lindt & Sprüngli: Zwei Dynastien, ein Vermächtnis“ ist ein großartiges Finale der Familiensaga
Beim Lesen hatte ich wieder die ganze Zeit den süßen Duft von Schokolade in der Nase.
