Sophie Haydock
Historischer Roman
408 Seiten
erschienen bei Hoffmann & Campe
Übersetzt aus dem Englischen von Cornelia Röser
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

ielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar
Henri Matisse und seine Frauen
Drei Frauen und der weltberühmte Maler Henri Matisse: Amélie ist die Ehefrau des Künstlers, die seit vierzig Jahren an dessen Seite lebt. Lydia ist seine Muse: eine junge russische Geflüchtete, die eines Sommers im Atelier des Malers eine Anstellung erhält und in der Folge zu seiner Geliebten wird. Und schließlich Marguerite, die Tochter, die ihren Vater zunehmend mit anderen Augen sieht …
Mit ihrem Roman „Die drei Farben der Liebe“ entführt Sophie Haydock ihre Leser*innen in die Welt der Kunst.
Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht der 3 Frauen, die eine große Rolle im Leben von Henri Matisse einnahmen.
Amélie ist die Ehefrau von Matisse. Amélie hat nie den Glauben an Matisse verloren. Immer stand sie wie ein Fels in der Brandung hinter ihm. Als der Maler erfolgreich zu werden scheint, verliert er das Interesse an seiner Ehefrau.
In den 1930er Jahren trifft der Künstler auf die junge russische Emigrantin Lydia. Sie ist eine verletzliche junge Frau, die Schutz in der Anstellung bei Matisse sucht.
Er macht sie zu seiner Muse und zu seiner Geliebten.
Marguerite ist Matisses uneheliche Tochter. Seine Frau nimmt das Mädchen auf und erzieht sie zusammen mit ihren Söhnen. Mit der Zeit verliert das Ansehen von Matisse bei seiner Tochter und sie steht ihm immer kritischer gegenüber.
Sophie Haydock hat die Charaktere richtig lebendig werden lassen. Jeder der drei Frauen widmet die Autorin ein eigenes Kapitel. So kommen die Leser*innen jeder der Frauen nahe und man kann die Zerrissenheit der Charaktere spüren.
Der Schreibstil von Sophie Haydock ist flüssig und gut verständlich. Ich wurde schnell wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen und habe das Buch an zwei Abenden gelesen.
Die Autorin fängt den Zeitgeist perfekt ein.
Die Einblicke in die Welt der Kunst und der Bezug auf reale Gemälde machen die Geschichte authentisch.
Auch die Handlungsorte werden von der Autorin anschaulich beschrieben.
Das pulsierende, oft graue Paris steht im direkten Gegensatz zur flirrenden, glamourösen Hitze der Côte d’Azur.
In „Die drei Farben der Liebe“ bekommen die wichtigen Frauen im Leben von Henri Matisse endlich eine hörbare Stimme. Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen.
