Der Code der Antagonisten
Ute Sommer
Thriller
erschienen im Selfpublishing
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Ute Sommer für das Rezensionsexemplar
Hoch aktuell
Klappentext:
Deutschland 2036. Die Regierung plant die vollständige Automatisierung aller Finanzämter durch Künstliche Intelligenz. Ein Projekt, das die Zukunft der Arbeit neu schreiben soll und hunderttausend Menschen den Arbeitsplatz kosten wird.
Die Hauptfiguren. Die brillante KI-Forscherin Elena Hartmann und der machthungrige Unternehmensberater Alexander von Hohenfeld verkörpern gegensätzliche Weltanschauungen, verfolgen aber dasselbe Ziel: den Regierungsauftrag, um jeden Preis zu gewinnen. Doch bald steht für beide mehr auf dem Spiel als nur ein prestigeträchtiges Projekt: ihre Karrieren, ihre Visionen und ihre engsten Beziehungen.
„Die Codes der Antagonisten“ von Ute Sommer ist ein Wirtschaftsthriller mit einem aktuellen Thema.
Der Thriller führt die Leser*innen in die Zukunft, und zwar in die Jahre 2036 und 2037.
Die KI hat sich weiterentwickelt und droht, immer mehr Arbeitsplätze zu vernichten.
So sollen nun auch die Finanzämter gänzlich automatisiert werden.
Das führt zu Widerständen und Sabotage.
Das Herzstück des Romans ist das psychologische Duell zwischen den beiden Hauptfiguren, die als personifizierte Gegenpole agieren und dennoch dasselbe Ziel verfolgen.
Elena Hartmann ist eine brillante KI-Forscherin. Sie brennt für den technologischen Fortschritt und die logische Perfektion. Sie verkörpert den idealistischen, wenngleich oft kühlen Glauben an die Optimierung der Welt durch Algorithmen. Im Laufe der Handlung gerät ihre rationale Fassade jedoch ins Wanken, als sie mit den realen, existenziellen Konsequenzen ihrer Arbeit für Hunderttausende Menschen konfrontiert wird.
Alexander von Hohenfeld ist ein machthungriger Unternehmensberater und dient als das klassische, pragmatische Gegenüber. Für ihn ist das KI-Projekt die ultimative Karriereleiter. Seine Motivation entspringt nicht dem wissenschaftlichen Ehrgeiz, sondern dem puren Drang nach Einfluss und Status. Seine Figur zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie skrupellos das moderne Wirtschaftssystem agiert.
Die Handlungsorte sind Deutschland und die Schweiz in den Jahren 2036 und 2037.
Die Charaktere sind facettenreich und gut gezeichnet. Es sind beides keine klassischen Helden, sondern Menschen mit Ecken und Kanten.
Der Schreibstil von Ute Sommer ist klar und präzise. Sie verzichtet auf zu viel Ausschmückung und erzählt in präzisen konstruierten Sätzen.
Ohne Fachbegriffe ist so eine Geschichte nicht möglich, denn wir befinden uns in der Welt der Technik. Trotzdem war die Geschichte auch für mich als Laien gut verständlich.
„Die Codes der Antagonisten“ ist ein spannender Wirtschaftsthriller, der tief in die Materie eindringt.

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