Villa Rivolta

Daniel Speck
Roman
595 Seiten
erschienen im S. Fischer Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den S.Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar

Kindheit in der Villa Rivolta

Klappentext:
Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.
Verbunden durch ein altes Familiengeheimnis erleben sie eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens: Mailands mondäne Eleganz zwischen Dolce Vita und kultureller Revolution. Doch als Piero die Nachfolge seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den Arbeitersohn Flavio, der Pieros Welt den Kampf ansagt.

„Villa Rivolta“ von Daniel Speck ist eine Familiengeschichte, die in den 1950er und 1960er spielt.
Daniel Speck begeistert mich immer wieder mit seinen Romanen. Auf das neue Werk habe ich schon sehnsüchtig gewartet.

Die Geschichte beginnt 1979, die Journalistin Valeria Fabrizi kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Das bewirkt, dass Valeria mit ihrem Sohn Tonino vor der Polizei fliehen muss. Bei Piero, ihrem Freund aus Kindertagen will sie Schutz suchen.
Auf der Fahrt erzählt sie ihrem Sohn, ihre Geschichte.
Eine Geschichte aus Kinder- und Jugendtagen. Eine Geschichte als Valeria als Tochter einer Hausangestellten noch in der Vila Rivolta lebte.
Zusammen mit Piero, der Sohn des Patrons erlebte sie eine schöne Kindheit.

Daniel Speck ist zurück in Italien. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal die Gegenwart, in der Valeria mit ihrem Sohn Tonino zu Piero reist. Und dann die Vergangenheit in der Villa Rivolta.
Beide zeitebenen haben mir gut gefallen. Die Vergangenheit, der größere Teil der Geschichte hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Die Leser*innen lernen Mailand in seinen goldenen Jahren kennen. Ich glaube niemand kann das so gut erzählen wie Daniel Speck.

Der Autor beschreibt das Leben in der Villa sehr lebendig und anschaulich. Auch das Mailand der 1950er und 1960er Jahre wird gut vermittelt. Endlich gab es nach dem Krieg wieder Aufschwung. Mailand erlebte die goldenen Jahre. Wie auch die Familie Rivolta, die Automobile herstellte.

Daniel Speck hat seine Charaktere gut gezeichnet und sie wirken richtig lebendig. Im Anhang gibt es ein Personenregister, in dem viele reale Persönlichkeiten zu finden sind.
So wie die realen Persönlichkeiten; so ist auch die Geschichte einer wahren Begebenheit entsprungen. Die Villa Rivolta gibt es wirklich, genau wie die Familie Rivolta.
In vielen Gesprächen mit Piero Rivolta, fand Daniel Speck Inspirationen für seinen Roman.

„Villa Rivolta“ ist wieder einmal ein echtes Lesehighlight. Ich habe die fast 600 Seiten an 3 Abenden verschlungen.