Im Morgengrauen

Marc Raabe
Thriller
575 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Sehr spannend – eben ein echter Marc Raabe

Klappentext:
Seit Wochen gehen im Netz die Videos einer jungen Frau viral. Ihr Gesicht ist unkenntlich, auf ihrem Unterarm ist ein markantes Eulen-Tattoo. Der Inhalt der Videos: skandalöse Details ihrer Affäre mit dem Bundeskanzler. Ein Fake? Eine Kampagne? Oder die Wahrheit?
Plötzlich verschwindet Kanzler Henrik Westphal spurlos.
In der aufgeheizten Stimmung stoßen BKA-Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski tief im U-Bahntunnel unter dem Alexanderplatz auf eine entstellte Leiche. Ist es die junge Frau aus den Videos? Und welche Rolle spielt Juli, die Frau des Kanzlers und Arts große Jugendliebe. Als Art plötzlich selbst ins Visier gerät, eskaliert die Situation: Wem kann er noch vertrauen?

„Im Morgengrauen“ ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe von Marc Raabe.
Wenn man, wie ich, schon einige Bücher von Marc Raabe gelesen hat, weiß man die nächsten Nächte werden kurz.

Die Ermittler sind wieder einmal einzigartig.
Art Mayer besticht durch seine Coolness.
Er ist Diabetiker, was er allerdings sehr auf die leichte Schulter nimmt.
Seine Handlungsweise ist recht unkonventionell.
Seine Aufklärungsrate spricht für Art Mayer.
Hinter seiner rauen Schale steckt allerdings ein weicher Kern.
Nele Tschaikowsky ist noch recht jung.
Sie trennt Gut und Böse.
Aber es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, oft vermischt sich alles zu einem Grau.
Nele ist sehr motiviert; aber auch noch mit wenig Erfahrung.

Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten haben Art und Nele sich zu einem guten Team zusammengerauft.
Mir sind beide schon seit dem ersten Band sehr sympathisch.

Es gibt Videos, die den Bundeskanzler Henrik Westphal und eine junge Frau in intimen Situationen zeigen.
Das Gesicht der Frau ist nicht zu erkennen, nur ein Eulen-Tattoo auf ihrem Unterarm ist zu sehen. Ob das Video echt ist oder ein fake, ist noch nicht bekannt.
Im U-Bahntunnel unter dem Alexanderplatz wird eine Frauenleiche gefunden. Ist es die Frau aus dem Video? Der Bundeskanzler ist verschwunden. Was ist der Grund?
BKA-Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski haben alle Hände voll zu tun.

Marc Raabe baut gleich am Anfang Spannung auf. Es gibt kein langes Vorgeplänkel, es geht gleich zu Sache.
Und in diesem Tempo geht es dann auch meist weiter.
Man bekommt tiefe psychologische Einblicke in die menschliche Seele.
Seine Charaktere sind gut beschrieben. Die Ermittler haben beide ihr Päckchen zu tragen. Immer wieder werden einige Details aus ihrer Vergangenheit entblättert.

Marc Raabe hat einen fesselnden und gut verständlichen Schreibstil.
Wie immer bei dem Autor kann ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich will nicht essen, trinken und nicht schlafen, ich will nur lesen.
So hat Marc Raabe mir auch mit „Im Morgengrauen“ wieder einige schlaflose Nächte beschert.

Schatten Eis

Anne Nørdby
Thriller
486 Seiten
erschienen im Gmeiner Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller aus Dänemark

Klappentext:
»Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der oben in einem Bachlauf liegt und das Wasser vergiftet, das man unten schöpft und durstig trinkt.«
Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.

„Schatten Eis“ ist der 3. Band der Thriller-Reihe um die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen von Anne Nørdby.
Ein Buch, das es wirklich verdient, im Genre Thriller angesiedelt zu sein.
Mir hat mehr als einmal der Atem gestockt und Gänsehaut war ein Dauerzustand.

Die Protagonisten gefallen mir sehr gut.
Die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen ist interessant.
Ich habe schon von Super-Recognizerin gehört und gelesen, Marit aber hier bei ihrer Vorgehensweise schon das 3. Mal über die Schultern zu schauen, war schon interessant.

Kirsten Vinther ist die Leiterin des Ermittlerteams. Sie ist mit Leib und Seele Polizistin.
Sie führt ihr Team mit harter Hand. Ich hatte das Gefühl, sie befürchtet, immer mehr machen zu müssen als ihre Kollegen, hat immer die Befürchtung, nicht zu genügen.
Sie ist die Chefin im Team und lässt das auch jeden spüren.

Jesper Bæk kommt aus einer kleineren Stadt und hat sich nach der Trennung von seiner Frau nach Kopenhagen versetzen lassen.
Seit kurzer Zeit wohnt seine Tochter bei ihm, sie möchte in seine Fußstapfen treten.
Jasper ist ein sehr kluger und engagierter Kriminalkommissar.
Er hat eine gute Auffassungsgabe und kann gut kombinieren.

Auch die anderen Kollegen gefallen mir gut und bereichern das Buch ungemein.

Der Fall ist sehr bizarr und spannend. Der Anngiaq ist ein böser Geist und ist im Glauben der Inuit verwurzelt. Obwohl Marit eine kluge und selbstbewusste Frau ist, glaubt sie an die Mythologie und an den Anngiaq, denn er hat ihre Familie in Grönland getötet.
Jetzt sieht sie sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Anne Nørdby hat bei ihrem neuen Thriller, was Spannung angeht, alle Register gezogen. Ich denke, das kann man kaum überbieten.
Die Autorin erzeugt eine bedrohliche Atmosphäre, die immer und überall gegenwärtig ist. Marit fühlt sich beobachtet und man hat beim Lesen das Gefühl, das Böse lauert schon auf der nächsten Seite.
Das führt dazu, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Anne Nørdby vermittelt ihren Leser*innen auch Interessantes über Grönland und wie die Beziehungen zwischen Grönland und Dänemark sind.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Die Spannung bleibt bis zum Ende der Geschichte erhalten.

„Schatten Eis“. ist eine klare Leseempfehlung.
Wer Spannung liebt, muss das Buch unbedingt lesen.
Es ist aber nichts für schwache Nerven.

Privatermittlerin Marit Rauch Iversen:

  1. Band „Eis. Kalt. Tot.“
  2. Band „Rot. Blut. Tot.“
  3. Band „Schatten Eis“

Totenfrau – Der Rausch

Bernhard Aichner
Thriller
334 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an de Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Keine Ruhe für die Totenfrau

Klappentext:
Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss, denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist.

„Totenfrau – Der Rausch“ ist der 3. Band der Totenfrau-Reihe von Bernhard Aichner.
Zum TV-Start im Free-TV hat der Rowohlt Verlag die Reihe noch einmal neu aufgelegt.
Ich habe schon einige Bücher von Bernhard Aichner gelesen. Jetzt habe ich mir die Totenfrau-Reihe vorgenommen. Nachdem der 1. Und 2. Band ein richtige Pageturner waren, musste ich auch den 3. Band unbedingt lesen.

Brünhilde Blum wird immer noch als Mörderin gesucht. Doch inzwischen hat sie eine neue Identität und lebt mit ihren Kindern in Hamburg, wo sie Ruhe finden möchte.
Brünhilde arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsunternehmen, was bei ihr ja naheliegt.
Doch schon wieder wird sie aufgefordert jemanden zu töten.

Bernhard Aichner hat einen unverwechselbaren Schreibstil. Seine kurzen und prägnanten Sätze sagen so viel aus.
Seine Charaktere werden sehr lebendig dargestellt.
Blum ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Schon im 1. Und 2. Band hat sie mich richtig überwältigt. Sie ist zwar die Böse, bringt Menschen um, trotzdem mag ich die Protagonisten.
Jetzt hätte ich ihr einmal Ruhe gegönnt, Bernhard Aichner allerdings nicht.

Bernhard Aichner baut von der 1. Seite an Spannung auf. Der Autor lässt die Geschichte zwar ruhig anfangen aber als Leser*in weiß man, dass ist die Ruhe vor dem Sturm. Und der Sturm setzt schon bald ein.

Auch der 3. Band „Totenfrau – Der Rausch“ ist ein spannender Thriller, den ich wieder mit Freuden gelesen habe.
Jetzt warte ich sehnsüchtig auf den 4. Band, „Totenfrau – Die Rückkehr“, der am 18.09.erscheinen soll.

Krakenkind

Maria Grund
Thriller
384 Seiten
Übersetzt aus dem Schwedischen von Sabine Thiele
erschienen im Penguin Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller mit geheimnisvoller Atmosphäre

Klappentext:
Småland, Spätsommer 1996: Die Abendsonne taucht den kleinen schwedischen Ort Augu in goldenes Licht. Doch die Idylle trügt, denn in der Dunkelheit der Nacht geschieht ein brutales Verbrechen. Eigentlich wollte die junge Polizistin Sanna nach Gotland ziehen und dort ein neues Leben beginnen, doch dieser Fall hält sie davon ab, ihre Koffer zu packen. Anhaltspunkte gibt es wenige, die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, aber bei näherem Hinsehen bekommt das friedliche Bild der Gemeinde tiefe Risse. Die Bewohner von Augu hüten dunkle Geheimnisse, und noch bevor Sanna das Geflecht aus Lügen entwirren kann, gibt es weitere Opfer. Das Grauen beginnt erst.

„Krakenkind“ ist der 4. Band der „Berling-und-Pedersen-Reihe“ von Maria Grund.
Die Autorin wurde bereits für ihr Debüt „Fuchsmädchen“ von der Swedish Crime Fiction Academy ausgezeichnet.

Die Geschichte beginnt recht ruhig. Die Leser*innen haben genügend Zeit sich mit den Charakteren und den Örtlichkeiten vertraut zu machen.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich abwechseln und die Geschichte facettenreich machen.

Die Polizistin Sanna steckt mitten in den Vorbereitungen ihres Umzugs nach Gotland. Doch der Fall in dem ermittelt werden muss, es geht an ein Verbrechen an einer Frau, lässt Sinna innehalten, erst muss dieser Fall gelöst werden, dann kann Sina sich ihrem Umzug widmen.

Die Hauptrolle in dieser Geschichte, hat diesmal eine ganze Gemeinde. In Augu stoßen die Ermittler auf ein Geflecht aus Lügen und dunkle Geheimnisse. Die Ermittlungen gehen dadurch recht schleppend von statten.

Maria Grund schreibt in einem spannenden Schreibstil. Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte zu spannen.
Maria Grund hat die verschiedenen Handlungsstränge fest in der Hand und verknüpft sie am Ende auf eine überzeugende Weise.

Die Atmosphäre in den Thrillern der Autorin, hat immer etwas Dunkles und Geheimnisvolles an sich.

Ihre Charaktere hat die Autorin mit viel psychologischem Geschick entworfen und verlangt ihnen immer einiges ab.

Die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben.

Wie schon „Fuchsmädchen“, „Rotwild“ und „Krähentochter“ ist auch „Krakenkind“ wieder ein überaus spannender Thriller.

Moorland – Die Zwillinge

Andreas Winkelmann
Thriller
426 Seiten
erschienen bei Droemer Knaur
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller mit beängstigendem Setting

Klappentext:
Dichte Nebelschwaden hängen über der Marsch, als die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana von einem ihrer Ausflüge ins Moor nicht zurückkehren. Die Suche durch die eiskalte, unwegsame Landschaft bleibt erfolglos, nur eine Kamera deutet auf das Verschwinden der Mädchen hin. Als plötzlich verstörende Bilder von Jana auf ihrem TikTok-Kanal auftauchen, beginnt Kommissarin Malia Gold unter Hochdruck zu ermitteln. Mit jedem Schritt sinkt sie tiefer in den Sumpf aus Lügen und Geheimnissen, die die verschworene Gemeinde zusammenhalten. Doch um die beiden Schwestern zu finden, würde Malia alles tun – sogar sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit stellen.

„Moorland – Die Zwillinge“, ist der Start einer neuen und spannenden Thriller-Reihe von Andreas Winkelmann.

Die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana sind trotz schlechtem Wetter aufgebrochen, um im Moor Bilder und Videos für ihren TikTok-Kanal zu machen. Im Moor ist so starker Nebel, man sieht die Hand vor Augen nicht. Dafür hören die Zwillinge seltsame Geräusche, die selbst ihnen, die sich im Moor auskennen eine Gänsehaut verursachen.
Als die Zwillinge nicht aus dem Moor zurückkommen, geben die Eltern eine Vermisstenmeldung auf. Dann tauchen erschreckende Bilder auf dem TikTok-Kanal der Mädchen auf.
Kommissarin Malia Gold, die ihren ersten Tag in der neuen Dienststelle hat, beginnt die Suche nach den Mädchen.

Das sind die groben Umrisse des Plots.
Mehr möchte ich auch nicht verraten, das müsst ihr selbst lesen.

Die Geschichte wird von Andreas Winkelmann sehr spannend erzählt.
Allein schon die Beschreibung des Settings lässt einen manchmal einen Schauer über den Rücken laufen.
Der Autor lässt seine Leser*innen auch immer wieder das Schicksal der Zwillinge verfolgen.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Kommissarin Malia Gold gefällt mir gut. Sie hat so ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit, die noch nicht alle gelüftet wurden. Auf jeden Fall hat sie das Potential für viele weitere Bände der Reihe.

Das Moor als Setting ist genial, es vermittelt ein leichtes Gruseln. Man hat immer das Gefühl, jeden Moment kann etwas Unverhofftes passieren.

Mit dem Verschwinden der Zwillinge baut Andreas Winkelmann schnell Spannung auf, die er auch bis zum Ende aufrechterhält.
Genau wie Malia, hatte ich auch verschiedene Verdächtige. Doch die Lösung zum Fall muss bis zum Ende warten.
Dafür erfährt man einiges über die Zwillinge, sie sind nicht immer so unschuldig wie es scheint.
Auch über Malia und ihre Vergangenheit erfahren die Leser*innen einiges. Da bleibt aber noch genug für die nächsten Bände übrig.

Der Schreibstil von Andreas Winkelmann ist wie immer flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Nach ein paar Seiten ist man mitten in der Geschichte und es wird schwer das Buch zur Seite zu legen.
„Moorland – Die Zwillinge“ hat mir wieder viel Lesefreude geschenkt. Ich bin jetzt schon auf den nächsten Band gespannt.

Ungelöst – Die erste Zeugin

Arno Strobel
Thriller
379 Seiten
erschienen im Fischer Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den S.Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar

Gelungener Auftakt der neuen Thriller Reihe

Klappentext:
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.
Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.
Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.
Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.

„Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist der 1. Band einer neuen Thriller Reihe von Arno Strobel.

Die Geschichte fängt eigentlich ruhig an. Es gibt eine vermisste Frau und die Studentin Luisa Menkhoff kennt diese Frau. Nicole Klement war dabei, als Luisa als 5-jähriges Mädchen entführt wurde. Hauptkommissar Ramin Brunner wird hellhörig.

Die Leserinnen bekommen am Anfang genug Zeit sich mit den Charakteren vertraut zu machen. Hauptkommissar Ramin Brunner steht kurz davor, die Abteilung zu wechseln. Er soll in Zukunft eine Cold Case Abteilung leiten. Doch diesen einen Fall möchte er noch zu Ende bringen. Luise Menkhoff wurde mit 5 Jahren entführt, sie hat ein eidetisches Gedächtnis und sieht alle Bilder immer wieder genau vor sich. Eifrigen Leserinnen von Arno Strobel ist die Geschichte von Luisa Menkoff aus „Das Wesen“ bekannt. Auch den Tod ihres Vaters dem Polizisten Menkhoff, an dem Max Bischoff beteiligt war, haben viele Leserinnen miterlebt. Luisa Menkoff wird in diesem Fall als Beraterin tätig. Auch hier verschwindet wieder ein Kind und es stellt sich heraus, dass Luises Entführer, Joachim Lichner wieder auf freiem Fuß ist. Als Leserin bekommt man einen Einblick darin, wie Lichner damals Nicole Klement psychisch manipuliert hat. Tut er das jetzt immer noch oder will Nicole sich an Lichner rächen?

Als der Aussaß des Falls erst einmal offenliegt, baut Arno Strobel gewaltige Spannung auf. Dabei muss man keine Vorkenntnisse der früheren Bücher haben, das für die Geschichte Relevante wird erwähnt.
Wie üblich muss man bei Arno Strobel auch zwischen den Zeilen lesen, denn einiges wird immer nur angeschnitten und die Leser*innen können sich ihr Bild machen. Ob sie damit richtigliegen, stellt sich dann später raus.

Der Schreibstil von Arno Strobel ist wie immer flüssig, gut verständlich und fesselnd. Immer wieder gibt es Wendungen und die Ermittler müssen umdenken.

Der Autor beschreibt seine Handlungsorte und seine Charaktere sehr anschaulich. Gerade bei den Charakteren ist man bei Arno Strobel nie sicher, ob man sie nicht irgendwann und irgendwo wieder trifft.

Am Ende legt die Geschichte noch einmal an Spannung zu. Die Auflösung ist überzeugend und lässt mich zufrieden zurück.
Jetzt hoffe ich, Luise Menkhoff im nächsten Band an der Seite von Hauptkommissar Ramin Brunner wieder zu sehen.

Die Tiefe – Verblendet

Karen Sander
Thriller
327 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Unheimlich spannend

Klappentext:
Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen.
Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet.
Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden.
Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.

„Die Tiefe – Verblendet“ ist der 8. Band der Reihe Engelhardt & Krieger ermitteln und gleichzeitig der 2. Band der neuen Staffel „Die Tiefe“.
Der 1. Band der neuen Staffel „Die Tiefe-Versunken war sehr spannend und der Mord an der Familie auf dem Segelboot wurde noch nicht aufgeklärt. Somit gehen die Ermittlungen in die 2. Runde.

Die Ermittler sind interessante Charaktere und gefallen mir gut.
Mascha Krieger ist Kryptologin beim LKA Schwerin. Sie wurde einmal in den Innendienst strafversetzt, da sie ihre Position für private Ermittlungen missbraucht hatte. Für den Innendienst ist Mascha allerdings eine zu gute Ermittlerin,

Tom Engelhardt ist Kriminalhauptkommissar und lebt in Sellnitz. Er hat einen fünfjährigen Sohn, seine Frau, die auch Polizistin war, ist bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Nach dem Tod seiner Frau, hat Tom sich von Berlin an die Ostsee versetzten lassen. Hier wagte er einen Neuanfang.

Die beiden Ermittler arbeiten mit ihrem Team weiter an dem Fall der ermordeten Familie auf dem Segelboot. Auch bei dem Fall der toten Ärztin gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Und schon wieder eine tote Frau und bei ihr wird ein Brief gefunden, der Ähnlichkeiten zu dem Fund bei der toten Ärztin hat.

Die Story ist ziemlich komplex. Es sind mehrere Fälle die, die Ermittler bearbeiten müssen. Das lässt die Geschichte recht authentisch wirken, den im realen Leben hat die Polizei auch nicht immer einen Fall nach dem anderen zu bearbeiten.

Auch in diesem Band gibt es wieder verschiedene Handlungsstränge, Karen Sander hält mehrere Fäden in der Hand. Die Geschichte wird passend zu den verschiedenen Handlungssträngen auch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Kapitel sind oft kurz und enden nicht selten mit einem Cliffhanger, bevor der Schauplatz wieder gewechselt wird. Das führt dazu, dass man immer weiterlesen muss, ich konnte das Buch nach kurzer Zeit nicht mehr zur Seite legen.
Dazu kommt noch der fesselnde Schreibstil von Karen Sander. Die Autorin baut schnell Spannung auf, die sie auch bis zum Ende und darüber hinaus aufrechterhält. Denn auch dieser Band endet mit einem Cliffhanger und jetzt heißt es warten, bis der nächste Band erscheint.

Der 3. Band dieser Staffel „Die Tiefe – Verloren“, soll dann auch schon im Mai erscheinen.

Die Tiefe – Versunken

Karen Sander
Thriller
348 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Unheimlich spannend

Klappentext:
Auf der Suche nach dem Wrack eines Wikingerschiffs entdecken Hobbytaucher vor der Küste ein gesunkenes Segelboot, unter Deck die Leichen einer Familie. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussieht, entpuppt sich rasch als grausames Verbrechen: Alle vier wurden erschossen. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bricht seinen Urlaub ab, um die Ermittlungen zu leiten.
In den nächsten Tagen und Wochen geschehen weitere Morde, doch die Taten hängen scheinbar nicht zusammen. Bis sich herausstellt, dass in allen Fällen rätselhafte anonyme Briefe an die Angehörigen geschickt wurden. Kryptologin Mascha Krieger entschlüsselt die Briefe und findet heraus, dass es um Rache geht. Doch es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, die Hinweise auf den Täter liefern könnte.
Tom und Mascha müssen alles geben, um diesen Fall zu lösen.

„Die Tiefe – Versunken“ ist der 7. Band der Reihe Engelhardt & Krieger ermitteln und gleichzeitig der 1. Band der neuen Staffel „Die Tiefe“.
Für mich ist es der 1. Band der Reihe und ich musste mich erst einmal mit den Ermittlern vertraut machen.

Mascha Krieger ist Kryptologin beim LKA Schwerin. Sie wurde einmal in den Innendienst strafversetzt, da sie ihre Position für private Ermittlungen missbraucht hatte. Für den Innendienst ist Mascha allerdings eine zu gute Ermittlerin,

Tom Engelhardt ist Kriminalhauptkommissar und lebt in Sellnitz. Er hat einen fünfjährigen Sohn, seine Frau, die auch Polizistin war, ist bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Nach dem Tod seiner Frau, hat Tom sich von Berlin an die Ostsee versetzten lassen. Hier wagte er einen Neuanfang.

Die beiden Ermittler bekommen es gleich mit mehreren Morden zu tun. Eine schwere Lage, bei der dünnen Personaldecke. In einem gesunkenen Segelboot werden die Leichen einer Familie gefunden. Es mutet nach einem Unfall an, doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Leichen erschossen wurden. Es tauchen immer wieder Tote auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Also müssen die Ermittler gleich in mehreren Tötungsdelikten ermitteln. Doch dann stellt sich heraus, dass die Angehörigen aller Opfer anonyme Briefe erhalten haben. Also doch alles derselbe Täter?

Die Story ist ziemlich komplex. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, Karen Sander hält mehrere Fäden in der Hand. Die Geschichte wird passend zu den verschiedenen Handlungssträngen auch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Kapitel sind oft kurz und enden nicht selten mit einem Cliffhanger, bevor der Schauplatz wieder gewechselt wird. Das führt dazu, dass man immer weiterlesen muss, ich konnte das Buch nach kurzer Zeit nicht mehr zur Seite legen.
Dazu kommt noch der fesselnde Schreibstil von Karen Sander. Die Autorin baut schnell Spannung auf, die sie auch bis zum Ende und darüber hinaus aufrechterhält. Denn es wird am Ende der Geschichte nicht alles aufgelöst.
Im 2. Band dieser Staffel „Die Tiefe – Verblendet“, der am 20. Februar 2026 erscheinen soll, geht es weiter. Ich fiebere dem Band jetzt schon entgegen.

Dunkler Sog

Leo Born
Thriller
416 Seiten
erschienen bei Bastei Lübbe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sterne

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.


Spannende Ermittlungen zwischen Frankfurt und dem Schwarzwald

Klappentext:
Kommissarin Mara Billinsky kommt nicht zur Ruhe: In einem Frankfurter Altenheim stirbt ein ehemaliger Arzt einen qualvollen Vergiftungstod und er ist nicht das einzige Opfer des brutalen Mörders. Als kurz darauf die verstümmelte Leiche einer Journalistin entdeckt wird, führt eine düstere Spur Mara und ihren neuen Kollegen Tobias Cronberg in ein kleines Dorf im Schwarzwald. Cronberg will sich um jeden Preis beweisen – doch er tappt in eine grausame Falle. Zurück in Frankfurt, gejagt von Selbstzweifeln und einem übermächtigen Feind gerät Mara immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Verrat und hasserfüllter Rache.

„Dunkler Sog“ ist schon der 10. Band der Mara Billinsky Reihe von Leo Born.
Auch dieser Band hat wieder alles, was ein guter und spannender Thriller braucht.
Es ist eben ein echter Leo Born.

Jetzt ist es so weit, Mara bekommt einen neuen Partner an die Seite gestellt. Zusammen ermitteln sie im Mordfall in einem Altenheim, wo ein Arzt im Ruhestand ermordet wurde. Bei den Recherchen stößt Mara auf ähnliche Fälle im Schwarzwald. Kurzentschlossen fährt sie mit ihrem neuen Partner Tobias Cronberg in den Schwarzwald, um dort die Ermittlungen voranzutreiben. Von Zusammenarbeit kann keine Rede sein. Mara macht wie üblich ihr Ding und Tobias Cronberg fühlt sich aufs Abstellgleis gestellt.

Wie immer hat Leo Born seine Charaktere gut gezeichnet und lässt sie lebendig wirken. Der Star seiner erfolgreichen Krimireihe ist unbestritten Mara Billinsky.
Mara ist eine etwas eigensinnige Ermittlerin, die sich von der Masse an Ermittlern, die es in den zahlreichen Krimis und Thrillern gibt, deutlich abhebt. Sie hat Ecken und Kanten, ist stur aber vor allem hat sie Biss. Bei ihren Ermittlungen geht sie bis an die Grenze des Erlaubten und manchmal auch darüber hinaus. Aber deswegen lieben wir sie ja auch.
Durch ihr Äußeres, schwarz gefärbtes Haar, mit Kajal schwarz umrandeten Augen, schwarze Kleider und Tattoos stößt sie bei ihren Mitmenschen oft auf Ablehnung.
Mittlerweile hat sie sich bei der Polizei einen Namen gemacht. Aber nicht alle ihre Kollegen mögen Mara.

Bis vor kurzem hat Mara mit ihrem Kollegen Jan Rosen sehr gut zusammengearbeitet. Jan ist das genaue Gegenteil von Mara, aber er ist auch ihr Ruhepol. Jan ist in die Abteilung für Internet-Kriminalität gewechselt. Seitdem ist Mara allein auf weiter Flur. Aber sie ist sowieso kein Teamplayer.

Doch das soll sich jetzt ändern. Tobias Cronberg wird der neue Mann an der Seite von Mara Billinsky. Doch an ihrer Seite ist er wenig zu finden, dazu lässt es Mara nicht kommen.

Der Fall ist schwierig. Mara kommt nicht weiter. Ein tote Arzt in Frankfurt und ähnliche Fälle im Schwarzwald. Trotz Unterstützung bei der Recherche von Jan Rosen läuft sie wie gehen eine Wand. So niedergeschlagen und voller Selbstzweifel habe ich Mara noch nie erlebt. Nach alle dem war ihr Leo Born in den vorherigen 9 Bänden zugemutet hat braucht sie eigentlich dringend eine Auszeit. Ich hätte Mara manchmal gerne in den Arm genommen und getröstet. Aber das wäre nicht ihr Ding gewesen.

Leo Born hat wieder einmal eine spannungsgeladene Atmosphäre geschaffen. Dazu die mysteriöse Stimmung die im Schwarzwald herrscht. All das sorgt für ein Kribbeln im Nacken. Man ist immer darauf gefasst, dass etwas passiert, bis es dann auch wirklich passiert.
Das Ende hält dann für die Leser*innen noch eine Überraschung bereit. Damit hat Leo Born mir einen heimlichen Wunsch erfüllt.

Das Buch hat mich nach wenigen Seiten wieder in seinen Bann gezogen.
Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger.
Wie oft habe ich gedacht nur noch ein Kapitel und dann….
Aber Schlaf wird eh überbewertet. Ich habe es mir lieber mit „Dunkler Sog“ und einem roten Sizilianer gemütlich gemacht.

Die Mara Billinsky Reihe ist für mich eine der zurzeit besten deutschen Thriller-Reihen.
„Dunkler Sog“ wird somit auch wieder zu meinen Highlights des Jahres gehören.
Das Buch kann man auch lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Aber die Sucht wird irgendwann jeden befallen.

Jetzt heißt es wieder warten, bis der 11. Band der Reihe erscheint. Ich bin schon jetzt gespannt.

Eisland

Kim Faber / Janni Pedersen
Thriller
489 Seiten
Übersetzt von Franziska Hüther
erschienen im Blanvalet Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Pageturner

Klappentext:
Nach sieben Jahren wird der Mörder eines elfjährigen Jungen aus dem Gefängnis entlassen, weil es Zweifel an seiner Schuld gibt. Signe Kristiansen und Martin Juncker von der Kopenhagener Polizei haben damals ermittelt und sind nach wie vor von der Schuld des Mannes überzeugt. Entgegen den Anweisungen ihrer Vorgesetzten nehmen sie die Ermittlungen wieder auf. Als ein paar Tage nach der Entlassung ein Staatsanwalt verschwindet, ist es ihre Kollegin Nabiha Khalid, die auf eine brisante Verbindung zwischen den Fällen stößt.

„Eisland“ ist nach mittlerweile schon der 5. Band der spannenden Juncker & Kristiansen Reihe von Kim Faber und Janni Pedersen.

Das Autorenpaar Kim Faber und Janni Pedersen haben für ihr Thriller-Reihe spannende und aktuelle Themen aufgegriffen und zu einer Geschichte vereint.

Die Protagonisten hat man ja in den vorherigen Bänden schon gut kennengelernt.
Und ich freue mich immer wieder, sie wieder begleiten zu dürfen.

Auch in diesem Band hat es den Anschein, dass man es mit mehreren Fällen zutun bekommt.
Ein Mörder wird nach 7 Jahren aus dem Gefängnis entlassen, da es Zweifel an seiner Schuld gibt. Signe Kristiansen und Martin Juncker, die damals ermittelt haben, sind nach wie vor von der Schuld des Mörders überzeugt. Sie wollen dafür sorgen, dass der Mörder seine gerechte Strafe bekommt.
Einige Tage nach der Entlassung des vermeintlichen Mörders, verschwindet ein Staatsanwalt. Gibt es hier Parallelen? Nabiha Khalid eine Kollegin von Signe Kristiansen und Martin Juncker, findet eine Spur und spielt plötzlich eine große Rolle in den Ermittlungen.

Das Autorenpaar versteht es Spannung aufzubauen.
Man ist von Anfang an mitten im Geschehen. Es geht nicht nur darum neue Beweise gegen den Mörder zu finden, sondern um das Verschwinden des Staatsanwalts und viele andere Kleinigkeiten.

Die Geschichte schreitet in einem gewaltigen Tempo voran.
Die Spannung beginnt also fast auf der ersten Seite und zieht sich durch das gesamte Buch.

Die Charaktere sind sympathisch und entwickeln sich im Laufe der Bände immer weiter. Nabiha Khalid hat mir auch gut gefallen. Bei ihr bin ich noch sehr gespannt, was die nächsten Bände bringen.

Der Schreibstil der Autoren ist fesselnd und rasant.
Man wird wie von einem Sog in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Fälle sind immer in sich abgeschlossen, doch ziehen sich die privaten Aspekte wie ein roter Faden durch die Bände und ich denke, es ist schöner, wenn man sie der Reihe nach liest.

Jetzt freue ich schon auf den nächsten Fall mit Juncker & Kristiansen.