Sturm über dem Inselsalon

Sylvia Lott
Historischer Roman
erschienen bei Blanvalet
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Dunkle Wolken über Norderney

Der Krieg hat große Auswirkungen auf das Leben auf Norderney.
Die Urlauber bleiben aus und das Geld wird knapp.
Auch die Versorgung ist alles andere als gut.
Frieda tut alles um das Familienunternehmen, den Inselsalon über die schwere Zeit zu retten.
Friedas Freundin Grete versucht alles um als Krankenschwester den verwundeten Soldaten und den Inselbewohnern zu helfen.
Die Ehemänner von Frieda und Grete sind im Krieg und die Frauen hoffen immer wieder auf Nachricht.
Doch als der Krieg zu Ende ist kehrt nur einer der Männer nach Hause zurück.
Nach dem Krieg stehen Veränderungen im Land an. Langsam werden die Zeiten wieder besser, der Aufschwung beginnt.
Auch die Urlauber kommen wieder zurück auf die Insel.
Und Frieda weiß sie muss die Zeit nutzen um den Inselsalon in eine gute Zukunft zu führen.

„Sturm über dem Inselsalon“ ist der zweite Band der Norderney-Saga von Sylvia Lott.
Die Autorin entführt die LeserInnen nach Norderney Anfang des 20. Jahrhunderts.

Sylvia Lott verknüpft ihre Geschichte mit einem großen Stück deutscher Geschichte.
Der erste Weltkrieg mit all seinen Entbehrungen, die Revolution, der Rücktritt des Kaisers und dann der Neubeginn, der langsame Aufschwung der die Menschen hoffen lässt.

Dabei erlebt man durch die Charaktere mit was das für die Menschen bedeutet hat.
Wie die Menschen und zu Hause, besonders die Frauen dafür sorgten, das Leben aufrecht zu halten.

Sylvia Lott hat einen unterhaltsamen und schnörkellosen Schreibstil.
Schon nach wenigen Seite war ich wieder mitten in der Geschichte drin.
Auch in diesem Band erzählt die Autorin die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven.
Man fühlt mit Frieda, Greta und Lissy mit, ist hautnah an deren Schicksal beteiligt.
Es macht auch wieder große Freude die Entwicklung und die Stärken der Charaktere mitzuerleben.
Frieda und Grete sind mir im ersten Band schon ans Herz gewachsen, genauso jetzt auch Friedas Tochter Lissy.

Der erste Band „Die Frauen vom Inselsalon“ hatte mir schon sehr gut gefallen. Mit dem zweiten Band „Sturm über dem Inselsalon“ hat Sylvia Lott wirklich alle Register gezogen.
Die Autorin verknüpft das Inselleben, das Schicksal der Charaktere und die deutsche Geschichte so gekonnt miteinander, dass man gar nicht aufhören kann zu lesen.

In ihrem Nachwort bekräftigt die Autorin noch einmal, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt.
Doch die eingeflochtenen Namen von historischen Persönlichkeiten lassen die Geschichte sehr authentisch wirken.

Am Ende gibt es noch eine Leseprobe zum dritten Band, die mich jetzt schon sehr neugierig gemach hat.

Die Frauen vom Inselsalon

Sylvia Lott
Historischer Roman
erschienen bei Blanvalet
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an LovelyBooks für die Leserunde

gelungener Auftakt der Norderney Saga

Zwei junge Frauen, ein Friseursalon und die wunderschöne Insel Norderney.
Frieda träumt davon im Inselsalon Fisser zu arbeiten.
Dank der Hilfe ihrer Freundin Grete geht ihr Traum in Erfüllung.
Im Friseursalon lernt Frieda eine ganz neue und aufregende Welt kennen.
Sie hat Geschick und ein Händchen welche Frisur zu welchem Typ passt.
Das bringt ihr allerdings auch die Missgunst der Tochter des Hauses ein.
Als Frieda Joseph Graf Ritz zu Gartenstein kennenlernt und sich in ihn verlieb gerät ihr Leben ins Wanken.
An eine Verbindung ist nicht zu denken. Der Standesunterschied ist zu groß und der Graf ist verlobt.
Frieda wird vor eine schwierige Entscheidung gestellt.
Grete ist die Tochter einer wohlhabenden Berliner Familie.
Ihre Asthma und ihre Hautkrankheit lässt sie jedes Jahr nach Norderney in die Sommerfrische kommen.
Hier wird ihr Leiden gelindert.
In Frieda hat sie eine wahre Freundin gefunden, auch wenn die Eltern dem Inselmädchen erst skeptisch gegenüber stehen.
Die Eltern möchten Grete so bald wie möglich mit einem reichen Mann verheiraten.
Doch Grete möchte gerne eine Ausbildung im Seehospiz machen und mit den Kindern zusammenarbeiten.
Auf Norderney lernt Grete den jungen angehenden Arzt Max kennen.
Die zwei verlieben sich ineinander, verlieren sich dann aber aus den Augen.
Als sie sich wieder treffen bricht der erste Weltkrieg aus.

„Die Frauen vom Inselsalon“ ist der erste Band der Norderney-Saga von Sylvia Lott.
Die Autorin entführt die LeserInnen nach Norderney Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und sehr sympathisch.
Frieda und Grete waren mir die liebsten Charaktere.
So unterschiedlich die zwei Mädchen aufgewachsen sind, so gut verstehen sich die Beiden.
Zum ersten Mal treffen die zwei Mädchen am Strand aufeinander. Grete soll eine Badekur machen, hat aber Angst ins Wasser zu gehe.
Mit Friedas Hilfe überwinde sie die Angst.
Die Beschreibung der Badekarren und wie sie mit Hilfe der Badedienerinnen ins Wasser geschoben werden ist sehr anschaulich.
Ab diesem Zeitpunkt treffen sich die Mädchen immer wenn es ihnen möglich ist.
Schon bald arbeitet Frieda im Inselsalon.
Hier lernt man die Inhaber Fritz und Jakomina Fisser kennen.
Der Friseursalon ist ein Ort wo viele Menschen zusammenkommen und somit auch ein Ort für Klatsch und Tratsch.
Auch Prominente wie Reichskanzler von Bülow lasse sich von Fritz Fisser bedienen.
Somit wird gekonnt einiges aus der Weltpolitik mit in die Geschichte eingeflochten.
Auch der Sohn der Fissers, Hilrich ist ein interessanter Charakter.
Er soll eines Tages den Salon übernehmen und geht für einige Zeit nach Berlin um sich das nötige know how zu holen.
Das ist aber nicht der einzige Grund. Er hat ein Geheimnis das nicht an die Öffentlichkeit geraten darf.

Sylvia Lott hat einen unterhaltsamen und schnörkellosen Schreibstil.
Schon nach wenigen Seite war ich mitten in der Geschichte drin.
Die Beschreibung der Insel ist sehr anschaulich. Es hat bei mir die Lust geweckt die Insel einmal zu besuchen.
Es macht auch große Freude die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben.
Gerade Frieda und Grete durchleben in der Geschichte eine große Entwicklung

Nachdem man mit den Charakteren vertraut ist und die Geschichte ihren Lauf genommen hat gibt es immer mal wieder Zeitsprünge.
Hier war ich manchmal etwas verunsichert in welchem Jahr man sich befindet.
Ich hätte mir manchmal eine Jahresangabe am Anfang eines Kapitels gewünscht.

In ihrem Nachwort bekräftigt die Autorin noch einmal, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt.
Doch die eingeflochtenen Namen von historischen Persönlichkeiten oder Titel und Texte von Liedern dieser Zeit lassen die Geschichte sehr authentisch wirken.

Am Ende gibt es noch eine Leseprobe zum zweite Band die mich jetzt schon sehr neugierig gemach hat.