Sturmmeer

Stina Westerkamp
Thriller
328 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung pur

Klappentext:
Ella schwebt im siebten Himmel. Seit Kurzen ist sie mit Jan zusammen, mit ihm kann sie sich sogar ein gemeinsames Leben vorstellen. Als er sie zu einem romantischen Ausflug auf einem Segelboot einlädt, ist sie sich sicher, dass ihre Beziehung nun das nächste Level erreichen wird.
Doch kurz nach einem gemeinsamen Picknick an Deck verschwindet Jan spurlos.
Ella bangt um sein Leben, während das Boot immer weiter aufs stürmische Meer hinaustreibt. Dann bekommt sie eine Drohnachricht. Offensichtlich wurde sie entführt. Aber warum? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn mit Jan sind auch Ellas lebenswichtige Medikamente über Bord gegangen. Wie soll sie sich retten mitten auf dem Ozean?

„Sturmmeer“ ist ein packender Thriller von Stina Westerkamp.
Nachdem ich „Nachtflut“ nur so verschlungen habe, war ich auf das neue Buch schon sehr gespannt.

Was wie ein romantischer Segeltörn anmutet, endet in einer Katastrophe. Wie schon in „Nachtflut“ spielt auch hier das peitschende Meer eine große Rolle.

Ella und Jan sind mit dem Segelboot unterwegs. Es könnte nicht romantischer sein und Ella fühlt sich glücklich. Sonne, Meer und ein romantisches Picknick auf dem Boot. Ella nimmt ein Sonnenbad und nickt ein. Als sie erwacht, ist sie plötzlich allein auf dem Boot, Jan ist verschwunden und mit ihm auch alles, was Ella mit auf das Boot gebracht hat, einschließlich ihr Medikament gegen Diabetes.

Das Boot treibt in der Ostsee auf einen Sturm zu. Was wie ein Traum beginnt, endet in einem Albtraum.

Stina Westerkamp versteht es Spannung auszubauen und bis zum Ende aufrecht zu halten.
Die Atmosphäre ist zu Beginn ruhig und romantisch und schlägt mit einmal in etwas düsteres, beklemmendes um.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Bei Ella kann man die Verzweiflung und die Panik richtig spüren.

Stina Westerkamp erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Natürlich kommt Ella zu Wort aber auch ihre Schwester Vicky und ihr Vater Gregor.
Dazu gesellt sich noch Leander, ein ehemaliger Student von Gregor. Was es mit Leander auf sich hat, erfahren die Leser*innen Stück für Stück.

Im Laufe der Geschichte wird schnell klar, dass Ella entführt wurde.
Spannung wird nicht nur durch Ellas verzweifelte und gefährliche Lage auf dem Boot erzeugt, sondern auch durch die Probleme und Geheimnisse der Protagonisten. Bei dem einen sind es Schuldgefühle, bei dem anderen der Sinn nach Rache.

Stück für Stück fügt sich alles zusammen und als Leser*in hält man immer wieder vor Spannung den Atem an.

Stina Westerkamp hat einen fesselnden Schreibstil. Die kurzen Kapitel und die unterschiedlichen Perspektiven, verleiten einen immer weiterzulesen.

„Sturmmeer“ ist ein packender Thriller, den ich an 2 Abenden gelesen habe.

Nachtflut

Stina Westerkamp
Thriller
356 Seiten
erschienen im Ullstein Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung pur

Klappentext:
Orkanböen peitschen über die Straße, in den Nachrichten wird vor der kommenden Sturmflut gewarnt. Die Lage ist mehr als bedrohlich, der kleine Ort direkt an der Ostseeküste muss vollständig evakuiert werden. Doch Elisa wartet bis zur letzten Sekunde, längst sind alle anderen fort. Vor ihrem Aufbruch stößt sie im Haus nebenan überraschend auf die Nachbarn. Wieso sind sie noch da? Das Paar scheint, genau wie Elisa selbst, etwas zu verbergen. Der Deich bricht. Die drei sind in dem Haus gefangen. Der Strom fällt aus, der Pegel steigt. Aus der nahegelegenen JVA können Häftlinge entfliehen, und einer von ihnen hat nur ein Ziel: Elisa.

„Nachtflut“ von Stina Westerkamp ist ein packender Thriller.

Ein kleiner Ort an der Ostseeküste ist so gut wie verlassen. Die Menschen sind vor der drohenden Sturmflut geflohen. Nur Elisa wartet ab und verlässt erst ihr Haus erst, als es schon fast zu spät ist. Da entdeckt sie noch ein älteres Ehepaar, die wohl auch ihr Haus nicht verlassen wollten. Dann bricht der Deich und für Elisa und dem Ehepaar gibt es kein entkommen mehr. Sie müssen sich im Haus so gut wie möglich in Sicherheit bringen. In der nahegelegenen JVA gelingt es Häftlingen zu entkommen. Jetzt stellt sich die Frage, welche Gefahr ist größer, die entflohenen Häftlinge oder die Flut.

Schon alleine die drohende Sturmflut vermittelt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre.
Dabei fängt die Geschichte so fröhlich an, doch das ändert sich schnell.
Mit der bedrohlichen Atmosphäre hält auch die Spannung Einzug in die Geschichte.
Ich habe mir viele Fragen gestellt
Die Charaktere sind gut gezeichnet und einige recht geheimnisvoll.
So fragte ich mich, warum Elisa ihr Haus nicht verlassen wollte und genauso das Ehepaar. Was hat es mit den entflohenen Häftlingen und Elisa auf sich?

Zwischen den Kapiteln gibt es Tagebuchauszüge einer unbekannten Person zu lesen. Aber auch da schwirren Fragezeichen über meinem Kopf.

Stina Westerkamp versteht es Spannung auszubauen und bis zum Ende aufrecht zu halten. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, flüssig und gut verständlich.

„Nachtflut“ ist ein spannender Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte,