Pipeline

Lucas Fassnacht
Thriller
erschienen bei ARS Vivendi
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Lucas Fassnacht für das Rezensionsexemplar

Packender und brisanter Umwelt-Thriller

Klappentext:
Weil die Rhône von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, droht bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken die Kühlung zu versagen. Notgedrungen wird der deutsche Mittelständler Vogt beauftragt, eine Pipeline zu bauen, die das benötigte Kühlwasser vom Mittelmeer ins Landesinnere pumpen soll.
Die Widerstände sind enorm: Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik haben jeweils ihre eigenen Gründe, das Projekt verhindern zu wollen. Als eine Pumpstation in Flammen aufgeht, wird die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma von Hamburg nach Avignon beordert. Vorgeblich soll sie die brodelnde Öffentlichkeit beruhigen. Doch als Unbekannte sie mit dem Tode bedrohen, beginnt sie selbst zu recherchieren und findet heraus: Unter den zahlreichen Kräften, die die Pipeline verhindern wollen, haben die gefährlichsten ihre Wurzeln in der eigenen Firma.

„Pipeline“ von Lucas Fassnacht ist ein fiktiver Thriller, der leider gar nicht so realitätsfremd ist.

Die Klimakrise steht im Mittelpunkt des Thrillers. Durch die Erwärmung wird das Wasser knapp.
So auch hier in Südfrankreich, wo die Rhône zu wenig Wasser hat. Doch das Wasser wird dringend zur Kühlung der Atomkraftwerke gebraucht. Eine Pipeline soll gebaut werden, die das Wasser aus dem Meer ins Land pumpt. Doch hier gibt es viele Widerstände, eine Pumpstation wird Opfer der Flammen. Die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma, die, die Öffentlichkeit aufklären und beruhigen soll wird sogar mit dem Tod gedroht.

Lucas Fassnacht hat für seinen Thriller ein aktuelles Thema gewählt. Leider ist das ausgedachte Szenario gar nicht so unrealistisch.

Fakt ist die Klimakrise und auch die dadurch entstehende Wasserknappheit.
Gut vorstellbar ist auch, dass ein solches Projekt wie in dem Thriller beschrieben auf Widerspruch stoßen kann. Unter dem Deckmantel der Bauernverbände und Umweltorganisationen wird gegen das Vorhaben protestiert. Aber wer das Geld hat, dar hat auch die Macht.

„Pipeline“ ist kein Buch, dass man an einem Stück einfach so weg lesen kann. Es fordert schon die Aufmerksamkeit der Leser*innen, schließlich ist es ja auch ein komplexes Thema.

Lucas Fassnacht hat seine Charaktere gut gezeichnet und lässt sie lebendig wirken.

Das Thema wird vom Autor gut und auch für Laien verständlich vermittelt.
Der Schreibstil von Lucas Fassnacht ist flüssig und gut verständlich.

Mit seinem neuen Thriller „Pipeline“, konnte mich Lucas Fassnacht wieder einmal überzeugen.

Tartarus

Lucas Fassnacht
Thriller
erschienen im Blanvalet Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Thriller

Covertext:

Geschafft! Leon Gärtner hat den Masterabschluss in der Tasche, und als ihm die berühmte Genetikerin Nicole Stierli eine Promotionsstelle an ihrem Institut anbietet, erfüllt sich ein Kindheitstraum. Auf seiner ersten Konferenz lernt er eine Journalistin kennen, die geheimnisvolle Valérie. Doch dann wird Valérie vor seinen Augen ermordet, der Traum gerät zum Albtraum. Leon hat eine einzige Spur: den Namen Tartarus. Als die offiziellen Ermittlungen stocken, beginnt er, auf eigene Faust zu recherchieren und gelangt in eine Welt, in der jedes falsche Wort den Tod bedeuten kann. Bald steht mehr als nur sein eigenes Leben auf dem Spiel. Leon muss sich entscheiden: Wie weit will er gehen, um seinen Glauben an die Wissenschaft zu retten?

Vor ein paar Jahren habe ich „Die Mächtigen“ von Lucas Fassnacht gelesen und war von seinem spannenden Schreibstil gefesselt.
Jetzt habe ich mir das neue Buch „Tartarus“ vorgenommen.
Auch das ist ein Thriller vom Feinsten.

Es dauert ein bisschen, bis man die Charaktere richtig einschätzen kann.
Sie haben zum Teil zwei Seiten, es ist nicht immer alles so wie man im ersten Moment denkt.
Leon war mir gleich sympathisch.
Nach seinem Masterabschluss bekommt er einen Promotionsstelle von der Genetikerin Nicole Stierli angeboten.
Für Leon ist das wie ein Ritterschlag.
Er darf auch gleich an einer Konferenz teilnehmen und trifft da auf die Journalistin Valérie.
Sie verbringen eine Nacht zusammen. Danach wird Valérie in ihrem Zimmer ermordet.
Leon bekommt den Mord auf dem Balkon wo er sich versteckt mit.
Völlig außer sich ruft er den Notruf und verschwindet in seinem Zimmer.
Doch die Leiche ist mittlerweile verschwunden. Valérie gilt als vermisst.
Leon versucht selbst mehr über den Mord herauszufinden und stößt auf einige Geheimnisse.

Lucas Fassnacht nimmt seine LeserInnen mit zu verschiedenen Handlungsorten.
Die Geschichte dreht sich um das aktuelle und wichtige Thema Gentechnik und auch um die Macht des Geldes und die damit verbundenen Skrupellosigkeit.
Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.
Beim Lesen haben sich mir viele Fragen gestellt.
Was ist wahr und was nicht? Wem kann man vertrauen und wem nicht?
Es war ein bisschen wie ein Katz und Maus Spiel.
Die Spannung hat sich bis zum Ende der Geschichte aufrecht gehalten.
Die wissenschaftlichen Schilderungen kann man gut nachverfolgen auch wenn man nicht in der Materie drin ist.

„Tartarus“ hat mich gut unterhalten und mir ein spannendes Lesevergnügen bereitet.