Brightsand Bay – Zeit für Liebe

Jo Weiler
Roman
456 Seiten
erschienen im Maximum Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Maximum Verlag für das Rezensionsexemplar

Es geht aufregend weiter

Im Mittelpunkt stehen Emily „Mimi“ Green und ihr Bruder Finn. Seit dem frühen Tod der Eltern ist Finn für seine Schwester da. Die Beiden sind unzertrennlich und führen gemeinsam den elterlichen Fährbetrieb weiter.
Dank des Kredits von Aidan, ist der Fährbetrieb erst einmal gerettet. Auch gibt es neue Ideen, wie man die Fähre rentabler machen kann.
Die Liebe zwischen Emily und Aidan wurde abrupt beendet, denn es hat sich rausgestellt das sie Geschwister sind.
Mittlerweile haben beide eine neue Beziehung.
Doch im arbeitet Felicity daran, ein Geheimnis aufzudecken.

„Brightsand Bay – Zeit für Liebe“ ist der 2. Band der Brightsand-Reihe von Jo Weil und eine gelungene Fortsetzung.

Die Geschichte lebt durch ihre wunderbaren Charaktere und durch das schöne Setting. Der Autor beschreibt die Küste von Cornwall auf eine sehr anschauliche Art. Man hat schnell Bilder vor Augen. Das schöne Cottage, den Fähranleger, den Leuchtturm. Eine traumhafte Landschaft. Man bekommt beim Lesen Fernweh.

Die Charaktere sind sympathisch. Emily ist manchmal etwas impulsiv und etwas naiv. Sie gefällt mir aber so wie sie ist. Ihr Bruder Finn gefällt mir auch gut. Er verzichtet auf eine Beziehung, nur damit Emily nicht mit noch mehr Problemen konfrontiert wird.
Wieder droht ein Geheimnis ans Licht zu kommen.
Doch wird die Enthüllung abrupt verhindert und der 2. Band endet mit einem Cliffhanger.

Jo Weil erzählt die Geschichte auf einen schöne und ruhige Art. Ich bin schnell tief in die Geschichte eingesunken.
Doch eine Kritik habe ich leider. Die Ausschnitte aus dem Historischen Liebesroman, der fast schon einem Pornoheftchen ähnelt, den Emily so gerne liest, hätte ich nicht gebraucht. Auch die Unterhaltung zwischen Emily und den Protagonisten aus dem Roman hat die Geschichte etwas ins Lächerliche gezogen. Ich habe diese Passagen im 2. Band überlesen.
Dafür ziehe ich einen Stern ab, sonst hätte der Roman dicke 5 Sterne verdient.

Davon abgesehen ist „Brightsand Bay – Zeit für Liebe“ ein Roman mit Drama und Liebe, den ich gerne gelesen habe.
Ich freue mich schon auf den 3. Band „Brightsand Bay – Zeit für Leidenschaft“ und bin schon gespannt, wie Jo Weil die Geschichte enden lässt.

Nächstes Mal für immer

Lucien Marant
Roman
315 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar

Wenn die Liebe eine zweite Chance bekommt

Klappentext:
Paris, 1999. Mona kommt als Studentin für ein Semester in die Stadt ihrer Träume. Noch ehe sie ihr WG-Zimmer beziehen kann, lernt sie Thibauld kennen. Eigentlich kann sie den arroganten Schönling nicht ausstehen. Doch etwas an seinem verträumten Wesen und seinem ganz eigenen Blick auf die Welt lässt Mona nicht los. Und so stürzt sie sich in einen Strudel der Gefühle, voller Kribbeln und Krampfen, Glücksmomente und Enttäuschungen.
Paris, 2019. Nach zwanzig Jahren kehrt Mona zurück in die Stadt, die einen Sommer lang ihr Zuhause war und blickt unversehens in ein Paar funkelnder Augen, die nichts von ihrer ansteckenden Freude und Wachheit verloren haben. Thibauld! Ausgerechnet dem Menschen, der für das größte Glück und die tiefste Verletzung in ihrem Leben verantwortlich war, läuft sie gleich nach ihrer Ankunft hier in die Arme. Hält das Schicksal eine zweite Chance für die beiden bereit?

„Nächstes Mal für immer“ ist ein schöner und tiefgründiger Roman von Lucien Marant.

Die Geschichte hat zwei Zeitebenen, zwischen denen 20 Jahre liegen.

Im Mittelpunkt steht Mona: Sie kommt als Studentin für ein Jahr nach Paris. Hier trifft sie Thibauld und verliebt sich in ihn. Doch es kommt zu einer Trennung.
20 Jahre später reist Mona wieder nach Paris und ausgerechnet läuft sie Thibauld über den Weg.

Lucien Marant hat großartige Charaktere erschaffen.
Mona war mir schnell sympathisch. Sie wirkt stark und doch hat sie etwas Verletzliches an sich.
Einst hatte sie sich in Paris verliebt, eine Liebe, die sie auch 20 Jahre später nicht vergessen hat.

Lucien Marant erzählt die Geschichte gefühlvoll. Man begleitet Mona und Thibauld in der Gegenwart. Ist dabei, wie die Frage der Schuld gestellt wird.
In der Vergangenheit erfährt man, wie es 1999 war. Wie Mona und Thibauld sich kennenlernen und wie es zur Trennung kommt.

Lucien Marant hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Der Autor erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, die zu Beginn gescheitert ist. Sie hinterfragt die Beziehung auch, fragt nach Schuld und Vergebung.

Der Handlungsort Paris gibt der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.

Für mich ist „Nächstes Jahr für immer“ ein sehr schöner Roman, den ich mit Freude gelesen habe.

Autumn Secrets

Sarah Fulmar
Roman
314 Seiten
erschienen im Bastei Lübbe Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an LovelyBooks für das Rezensionsexemplar

Herzklopfen und raue Klippen

Die erfolgreiche Londoner Unternehmensberaterin Penelope wird von ihrem Chef unfreiwillig in eine Auszeit geschickt. Sie kehrt zurück in ihre Heimat St. Ives, um den Kopf freizubekommen. Spontan übernimmt sie dort die Organisation der traditionellen Herbstwanderung. Das Schicksal führt sie dabei direkt zu Nathan. Er ist der beste Freund ihres Bruders und ihr unerfüllter Crush aus Teenagerzeiten. Schnell flammen alte Funken wieder auf. Doch ein großes Hindernis bleibt: Penelopes Leben ist in London, während Nathan tief in Cornwall verwurzelt ist.

Der Liebesroman „Autumn Secrets“ von Sarah Fulmar ist der zweite Band der Seasons by the Sea-Reihe. Die Geschichte entführt die Leserschaft in ein herbstliches Wohlfühlszenario voller tiefgründiger Gefühle.

Die Charaktere sind greifbar, nahbar und glaubwürdig.
Penelope ist intelligent und gut organisiert.
Die angeordnete Auszeit ist für sie ein Kontrollverlust, den sie erst einmal verarbeiten muss.
Nathan ist attraktiv. Er ist bodenständig, aber stur. Hinter seiner rauen Schale verbirgt sich ein weicher Kern.

Die Nebenfiguren, wie die Dorfgemeinschaft, sind zum Teil skurril, aber liebenswert.

Der Handlungsort wird von Sarah Fulmar anschaulich beschrieben. Die malerische Kulisse von St. Ives kommt hier gut zur Geltung. Die Autorin fängt die landschaftliche Schönheit der englischen Küste perfekt ein.

Der Schreibstil von Sarah Fulmar ist flüssig und gut verständlich. Die Autorin schreibt emotional und auch recht anschaulich. Ich hatte schnell Bilder im Kopf und das Rascheln des Herbstlaubs im Ohr.

„Autumn Secrets“ ist genau das richtige Buch für den anstehenden Herbst.
Die Stimmung im Buch schreit förmlich nach einer Decke und einer heißen Tasse Tee.

Zitronenblüten und Meereszauber

Nelly Berlin
Roman
erschienen im Selfpublishing
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Nelly Berlin für das Rezensionsexemplar

Ein Sommerroman

Klappentext:
Eigentlich denkt Leonie, ihr Leben läuft gut. Doch dann passiert eine Katastrophe und plötzlich steht sie ohne Job da und ohne Plan, wie es für sie weitergehen könnte.

Jason ist Bassist in einer super erfolgreichen Rockband. Doch dann wird er in einen Skandal verwickelt und muss eilig untertauchen. Wo geht das besser als am wunderschönen Meer von San Michelle?

Allerdings braucht Jason jemanden, der sich um sein Leben kümmert, und Leonie braucht dringend einen Job. Als die beiden aufeinandertreffen, haben sie sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das gehen soll.

Während die Zitronenblüten duften und das Meeresrauschen alles verzaubert, stellt Leonie fest, dass Jason ganz anders ist als gedacht und dass das Glück oft nur einen Songtext weit entfernt liegt.

„Zitronenblüten und Meereszauber“ von Nelly Berlin ist ein idealer Sommerroman.

Nelly Berlin hat liebenswerte Charaktere ins Leben gerufen.
Da ist Leonie, die keinen Job mehr hat. Für einen Neustart will sie Kraft im verträumten Örtchen San Michelle sammeln.
Auch der Bassist Jason, der mit seiner Rockband Erfolge feiern konnte, braucht nach einem Skandal einen Neustart.
Ausgerechnet landen beide im selben Hotelzimmer.
Da Jason jemanden braucht, der sein Leben managt, bietet er Leonie den Job an.
Die beiden sind so unterschiedlich, dass man denkt, das kann nicht lange gutgehen.
Doch Sonne und Meer können alles und jeden verzaubern.

Da sind auch noch Vivian und Noah.
Vivien beschäftigt sich mit Kunst und recherchiert zu einem bestimmten Gemälde. Sie ist auf dem Weg, einen Kunstskandal aufzudecken. Da begegnet ihr Noah, der seine Hilfe anbietet. Nur meint es Noah ehrlich?

Nelly Berlin hat hier gleich zwei herzerwärmende Geschichten in einem Roman verpackt.
Die Geschichte von Leonie und Jason ist romantisch und passt zum beeindruckenden Setting von Sonne, Strand und Meer. 
Mit der Geschichte von Vivian und Noah bekommt der Roman so etwas wie Krimi-Vibes.

Der Handlungsort San Michelle wird anschaulich beschrieben.

Der Schreibstil von Nelly Berlin ist wie immer flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich bin tief in die Geschichte versunken und habe das Buch nur schwer zur Seite legen können.

„Zitronenblüten und Meereszauber“ ist wieder einmal ein richtiges Wohlfühlbuch, ideal für den Sommer und den Urlaub.

Das Lavendelkloster

Alexander Oetker
Roman
282 Seiten
erschienen im Atlantik Verlag (Hoffman und Campe)
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar

So schön kann Schweigen sein

Klappentext:
Julien, erfolgreicher Geschäftsführer und innerlich leer, zieht sich in ein abgelegenes Schweigekloster zurück. Hier in der Provence, wo nur der Sommerwind durch den Lavendel streicht, sucht er nach Versöhnung mit sich selbst und den Schatten der Vergangenheit. Inmitten der Stille begegnet er einer jungen Frau, schön, geheimnisvoll – und völlig ohne Worte entsteht zwischen den beiden etwas, das tiefer geht als Sprache: eine Liebe, geboren im Schweigen. Doch welche Chance hat diese Verbindung, wenn die Rückkehr in das alte Leben unvermeidlich ist?

„Das Lavendelkloster“ ist ein tiefgründiger Liebesroman von Alexander Oetker.
Der Autor ist eher von seinen Kriminalromanen bekannt, dieses Genre beherrscht er aber auch perfekt.

Im Mittelpunkt stehen Julien und Emma. Sie begegnen sich im Kloster, wo sie beide an einem Schweigeseminar teilnehmen. Während ihres Aufenthalts kommen sich Julien und Emma trotz Schweigen sehr nahe.

Jetzt könnt man denken, Schweigekloster, dass ist ein sehr ruhiges Buch. Weit gefehlt, man kommt den Charakteren sehr nahe. Man kann ihre Gefühle und Gedanken lesen.

Alexander beschreibt die Woche im Schweigekloster sehr intensiv. Die Sonne, der Duft des Lavendels und die Stille geben ein eindrucksvolles Bild.

Die Charaktere werden gut beschrieben. Mir waren Julien und Emma schnell sympathisch. Man konnte ihre Gefühle richtig spüren. Natürlich gab es auch andere Teilnehmer, die begegnen den Leser*innen aber nur bei den Mahlzeiten und auch mal abends am Kamin. Sie werden nur kurz umrissen.
Am Ende der Geschichte ist aber jedem Teilnehmer, jeder Teilnehmerin noch ein kurzes Kapitel gewidmet, in dem man sie und ihre Beweggründe ins Schweigekloster zu gehen kennenlernt. Das hat mir gut gefallen, schließlich hat man auch sie eine Woche begleitet.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist wie immer flüssig und gut verständlich.

„Das Lavendelkloster“ ist ein außergewöhnlicher Liebesroman, den ich mit Freude gelesen habe.

The CEO I hate

Leslie North
Romance
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Ein Roman zum Wohlfühlen

Klappentext:
Liam Lockhart ist der beste Freund meines Bruders, zehn Jahre älter als ich und genau die Art von Fehler, den ich mir geschworen hatte, nicht zweimal zu machen.
Vor zwei Jahren haben wir uns geküsst. Heftig. Heiß. Unvergesslich. Bis er mich abblitzen ließ, als wäre ich ein Ausrutscher, den er sich nicht leisten kann. Botschaft angekommen.
Also tat ich, was jede Schriftstellerin mit gebrochenem Herzen tun würde: Ich machte ihn zum Bösewicht in meinem Webcomic. Übellaunig, selbstgefällig, nervtötend und ganz klar an Liam angelehnt.
Und jetzt? Dank einer absurden Fügung des Schicksals (und der Verletzung meines Bruders) … bietet ausgerechnet Liam mir den Job meines Lebens an: Chefautorin einer erfolgreichen Serie auf seiner Streaming-Plattform.

„The CEO I hate“ ist der 1. Band der Reihe „Die Lockhart-Brüder“ von Leslie North.
Es ist eine typische Liebesgeschichte mit vielen auf und abs.

Eigentlich ist Mia fertig mit Liam.
Liam Lockhart, der beste Freund von Mias Bruder hat Mia vor 2 Jahren heftig geküsst und dann abblitzen lassen. Doch jetzt bietet ausgerechnet Liam ihr einen Traumjobb an. Der Haken an der Sache ist, Mia muss täglich mit Liam zusammenarbeiten.

Leslie North erzählt die Geschichte in ihrem gewohnten lockeren Stil.
Die Charaktere werden gut beschrieben. Mia und ihr Bruder sind sympathisch. Auch wenn ich Mias handeln nicht immer ganz nachvollziehen konnte.
Mit Liam konnte ich mich nicht anfreunden.

„The CEO I hate“ ist eine Liebesgeschichte, genau richtig um sich, bei der kalten Jahreszeit auf der Couch einzumummeln und zu lesen.
Ich bin schon auf den 2. Band „The Boss I Can’t Stand“ gespannt, der Mitte Februar erscheinen soll.

Leidenschaft in Limone

Claire Stern
Roman
erschienen bei ‎ Independently published
5 von 5 Sterne

Vielen Dank an Claire Stern für das Rezensionsexemplar

Eine Geschichte volle Gefühle

Mia ist eine leidenschaftliche Köchin und lebt für ihre Arbeit in einem Düsseldorfer Sterne-Restaurant. Als sie dem hinreißenden italienischen Gastronomen Luca Balotti begegnet, dessen Familie eine traditionsreiche Limonenplantage samt Trattoria besitzt, ist sie sofort hin und weg. Das Rezept stimmt und die Liebe entflammt in der Küche des Familienbetriebs.
Die Balottis sind der deutschen Kochkunst gegenüber jedoch skeptisch und halten wenig von Mias ehrgeizigen Plänen. Als wäre das nicht schwierig genug, bietet Mias Ex-Freund ihr plötzlich einen Traumjob in der Heimat an. War ihr italienisches Abenteuer etwa nur eine Eskapade auf dem Weg zur Sterneköchin? Mia steht vor einer zerreißenden Entscheidung: Soll sie ihrem Karrieretraum folgen oder ihre Leidenschaft in Limone leben?

„Leidenschaft in Limone“ ist der 4. Band der Reihe „Liebe am Lago di Garda“ von Claire Stern.

Claire Stern entführt ihre Leser*innen an den schönen Gardasee. Die Leserinnen lernen den romantischen Ort Limone kennen.
Die Köchin Mia lebt in Düsseldorf. Als sie Luca Balotti kennenlernt, dessen Familie eine Limonenplantage und eine Trattoria besitz, folgt sie ihm an den Gardasee, um dort im Familienbetrieb zu arbeiten.
Doch von der Familie wird sie nicht so freundlich aufgenommen wie erhofft. Sie stehen der deutschen Köchin mit Skepsis gegenüber. Da kommt ein Jobangebot vom Mias Ex. Er bietet ihr einen wahren Traumjob an. Mia muss sich zwischen Italien und ihrer Heimat entscheiden.

Claire Stern erzählt die Geschichte mit viel Gefühl. Sie lässt die Sonne bis ins Herz der Leser*innen scheinen.
Die Charaktere sind wieder sehr authentisch und liebenswert. Mit ist Mia schnell ans Herz gewachsen.

Bei einem Roman, der in Italien spielt und dann zu, Teil auch noch in einer Trattoria, da darf gutes Essen und Wein nicht fehlen. Und da bietet Claire Stern ihren Leser*innen so einiges. Man sollte das Buch nicht mit leerem Magen lesen.

Die Autorin sorgt für eine schöne Atmosphäre. So ein bisschen Sonne tut gerade bei dem drüben Herbstwetter, dass zurzeit herrscht richtig gut.

Claire Stern hat einen angenehmen Schreibstil. Die Beschreibung des Handlungsort, das schöne Limone und des Gardasees sind sehr anschaulich. Die Autorin bringt Italien direkt zu uns nach Hause. Ich habe plötzlich richtig Fernweh bekommen. Nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte richtig gefangen und habe das Buch fast und einem Rutsch ausgelesen.

„Leidenschaft in Limone“ ist eine wunderschöne Geschichte und viel mehr als ein romantischer Liebesroman.

Glück aus heiterem Himmel

Nelly Berlin
Liebesroman
erschienen bei‎ Montlake
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Nelly Berlin für das Rezensionsexemplar

Zwei Schwestern, die Wissenschaft und die Liebe

Klappentext:
Die Biologin Elsie ist chaotisch, abergläubisch und liebenswert. Von einer Karriere als Wissenschaftlerin ist sie meilenweit entfernt, seitdem ihr das Schicksal einen gewaltigen Strich durch ihre Doktorarbeit gemacht hat. Stattdessen strandet sie bei ihrer großen Schwester Celina in Berlin, wo sie sich von Aushilfsjob zu Aushilfsjob hangelt.
Dabei lernt sie den charmanten Biochemiker Bo kennen und auf einmal ist nichts mehr, wie es war. Gibt es die Liebe tatsächlich oder ist sie lediglich ein Transmitterausschlag im Gehirn? Bevor Elsie das herausfinden kann, schlägt das Schicksal ein zweites Mal zu und sie muss Hals über Kopf ihre Schwester undercover im Labor vertreten. Dort stolpert sie ins komplette Chaos und findet sich kurze Zeit später vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens wieder. Lassen sich Liebe, Wissenschaft und Schicksal unter einen Hut bringen?

„Glück aus heiterem Himmel“ ist der 1. Band der Reihe „Die Formel der Liebe“ von Nelly Berlin.

Nelly Berlin hat liebenswerte Charaktere ins Leben gerufen.
Elise ist Biologin aber das Schicksal hat nicht zugelassen, dass sie ihre Doktorarbeit schreibt und so hält sie sich mit Aushilfsjobs über Wasser.
Ihre Schwester Celina ist eine ehrgeizige Wissenschaftlerin. Sie möchte unbedingt den Förderungspreis „Future Grant“ gewinnen. Doch die Konkurrenz ist hart.

Dann gibt es noch den Biochemiker Bo der Elise ziemlich durcheinander bringt.

Die Handlungsorte sind das trubelige Berlin und das Labor. Aber keine Angst es geht nicht allzu wissenschaftlich zu. Doch das Labor wird gut beschrieben, man hat alles deutlich vor Augen.
Das Café Seelengrüße ist ein außergewöhnlicher Ort. Hier kann man sein reinkarniertes Ich finden.

Die Charaktere und die Handlungsorte werden von Nelly Berline verbunden und mit einer romantischen Geschichte versehen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut verständlich und faselnd. Ich bin tief in die Geschichte versunken und habe das Buch nur schwer zur Seite legen können.

Jetzt freue ich mich schon au den nächsten Band der „Die Formel der Liebe“ Reihe.

Sommernächte unter dem Eifelturm

Lily Martin
Roman
318 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein Wohlfühlroman

Klappentext:
Die Pariser Autorin Aurélie hat eine Schreibblockade. Für ihren Verlag soll sie eine sommerlich-leichte Lovestory verfassen, doch als langjährige Singlefrau fehlt ihr jegliche Inspiration. Sollte sie sich bei einem Datingportal anmelden, um selbst Erfahrungen zu sammeln? Aurélie möchte so gerne an die große Liebe glauben, aber sie hat ihr Herz schon vor Jahren an Mathieu verloren. Der befreundete Buchhändler war stets vergeben. Erst als er Aurélie ein altes Büchlein schenkt, kommt Bewegung in ihr Leben: Es wurde von einer jungen Frau während der Zeit der Résistance verfasst und handelt von einer Liebe in düsteren Zeiten. Die Lektüre berührt Aurélie und sie spürt, dass hier ein Thema für einen ganz großen Roman auf sie wartet. Und dass es sogar auch für ihre eigene Geschichte ein Happy End geben kann.

„Sommernächte unter dem Eifelturm“ ist der 3. Band der Reihe „Paris und die Liebe“ von Lily Martin.
Lily Martin ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Anne Stern, von der ich schon sehr viel gelesen habe.

Im Mittelpunkt steht Aurélie, eine Autorin, die gerade mit einer Schreibblockade zu kämpfen hat. Jetzt soll sie für den Verlag eine sommerliche Liebesgeschichte schreiben. Als Single ist das gar nicht so einfach. Aurélies Herz gehört schon lange dem Buchhändler Mathieu, der allerdings in einer Beziehung ist. Als ihr Mathieu ein Buch schenkt, dass sich als Tagebuch herausstellt, verfasst von einer Frau, die in der Zeit der Résistance gelebt hat und von schweren Zeiten und von einer Liebe schreibt, gibt das Aurélie neuen Aufschwung.

Mit „Sommernächte unter dem Eifelturm“ hat Lily Martin mir schöne Lesestunden beschert.
Die Protagonisten waren gut beschrieben und richtig lebendig. Mir waren alle schnell sympathisch.
Die Beschreibung von Paris hat schon ein bisschen Sehnsucht in mir wachgerufen.
Das französische Flair hat die Autorin gekonnt vermittelt. Die Geschichte spielt in der Gegenwart, die Zeit der Résistance und die Frau, die das Tagebuch verfasst hat, spielen nur am Rand eine Rolle. Geben Aurélie aber Inspiration für ihre eigenen Geschichte.

Der Schreibstil von Lily Martin ist flüssig und gut verständlich. Sie findet immer wieder wunderschöne Worte, ja der Schreibstil ist fast poetisch.
Die französischen Worte, die in den Text einfließen, machen die Geschichte authentisch.

„Sommernächte unter dem Eifelturm“ ist genau das richtige Buch, wenn man im Urlaub einfach mal Abschalten möchte. Oder sich einfach nur ein paar schöne und ruhige Stunden gönnen möchte.

Wo die Sonne auf den Wellen tanzt

Nelly Berlin
Liebesroman
erschienen bei Independently published
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Nelly Berlin für das Rezensionsexemplar

Liebe, Macht und Geld

Klappentext:
Alex liebt sein Leben als Agent beim englischen Geheimdienst MI6. Doch dann verschwindet sein Bruder und mit ihm alles Geld, das den Familienbesitz der Blanhursts in San Michelle an der Côte d’Azur am Leben hält. Öffentlichkeitswirksam muss Alex einspringen, wenn nicht alles endgültig verloren gehen soll.

Ava braucht dringend einen Auftrag als freiberufliche Fotografin, um nicht länger in der grässlichen Werbeagentur schuften zu müssen, in der sie tätig ist.

Als Ava und Alex sich begegnen, treffen die beiden eine folgenschwere Vereinbarung: Ava soll Alex in San Michelle fotografisch ins rechte Licht setzen, während er ihr den Auftragsjob gibt, den sie so dringend braucht. Keiner von beiden ahnt, dass es sehr bald um viel mehr geht als nur um das perfekte Foto. Denn da gibt es auch noch Caroline, die Anspruch auf Alex’ Hand erhebt. Außerdem will der englische Geheimdienst Alex nicht so leicht ziehen lassen. Und auch Ava ist nicht so frei, wie sie das gern wäre.


„Wo die Sonne auf den Wellen tanzt“ von Nelly Berlin ist ein Liebesroman aber auch ein bisschen Abenteuer.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Alex, er ist Agent beim britischen Geheimdienst. Also ein kleiner James Bond. Seine Mutter beordert ihn zurück nach San Michelle an der Côte d’Azur. Alex älterer Bruder ist verschwunden mit samt dem Familienvermögen. Jetzt sitzt die Mutter im Familienanwesen mit allen Dienstboden und hat kein Geld mehr. Etwas missmutig kehrt er nach Hause zurück. Dort muss er die Familie, die vor Ort jeder kennt, ins rechte Licht rücken. Da kommt ihm die Fotografin Ava gerade recht. Dass bei ihm die Liebe wie ein Blitz einschlägt, damit hat Alex nicht gerechnet.

Nelly Berlin erzählt die Geschichte mit viel Herz. Auf der eine Seite ist es ein Liebesroman, den man einfach so Wegschmökern kann, aber auf der anderen Seite ist es eine Geschichte um Familie, Zusammenhalt, Macht Geld und Gier.

Die Charaktere gefallen mir sehr gut. Natürlich Alex der alles richten soll. Mir gefällt Alex gut. Nur widerwillig ist er an die Côte d’Azur gereist, um seiner Mutter zu helfen. Er der gestandene Geheimagent wird von seinen Gefühlen übermannt. Seine Mutter tut ihm doch leid, so verzweifelt wie sie ist. Und dann trifft er auf die Frau seines Lebens.
Auch Ava ist eine tolle Frau. Sie ist freiberufliche Fotografin und wittert einen guten Job. Aber es wird so viel mehr als nur ein Job.
Auch die Nebencharaktere gefallen mir gut. Es sind die unterschiedlichsten Personen, die sich aber alle hervorragend in die Geschichte einfügen.

Das Setting ist einfach traumhaft, ein Paradies, dass von Nelly Berlin sehr anschaulich beschrieben wird. Es macht Freude sich bei diesem Wetter auf der Couch einzukuscheln und von Sonne und Meer zu lesen. Ich habe die Wellen manchmal sogar rauschen hören.

Der leichte Schreibstil von Nelly Berlin trägt dazu bei, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

„Wo die Sonne auf den Wellen tanzt“ ist eine so schöne Liebesgeschichte mit einem traumhaften Setting, die ich nur allzu gerne gelesen habe.