Das Gehöft
Leo Brandt
Thriller
394 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar
Abgeschnitten von der Außenwelt
Klappentext:
Ein kleines Team um die Biologin Lara hat ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch bald nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Laras Bruder Malte verschwindet spurlos, kurz darauf reißt die Funkverbindung ab. Die Gruppe ist von der Außenwelt abgeschnitten; ein Entkommen ist wegen der gefährlichen Strömung in einem Priel unmöglich. Lara ist sich sicher, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Zugleich verdichten sich Hinweise, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun hat. Werden sie von einem Unbekannten verfolgt oder besitzt Henry eine dunkle, gewalttätige Seite? Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation.
„Das Gehöft“ ist das Thriller-Debüt von Leo Brandt.
Der Handlungsort, die unbewohnte Hallig Westeroog, gekauft von einem kleinen Team, rund um die Biologin Lara.
Im Mittelpunkt stehen fünf junge Menschen.
Die Biologin Lara, eine sympathische junge Frau, die sich von dem Versuch, die Hallig biologisch zu bewirtschaften, viel verspricht.
Laras Bruder Malte. Er ist Asperger-Autist und auf seine Schwester Lara angewiesen.
Laras Freund Henry, Softwareentwickler mit eigener IT-Firma, die er mit seinem Freund Kenan zusammen führt.
Kenan ebenfalls Softwareentwickler und Geschäftspartner von Henry. Er ist ein ausgeglichener Typ mit ökologischem Interesse.
Kenans Freundin Silke, Fachärztin für Chirurgie. Silke ist sehr ehrgeizig, was ihren Beruf sowie das Leistungsschwimmen, das sie betreibt, angeht.
Diese fünf begeben sich auf die abgelegene Hallig. Nach dieser Hallig gibt es nur noch das Meer.
Ein Unwetter mit heftiger Sturmflut bricht aus, die jungen Leute sind von der Außenwelt abgeschnitten. Plötzlich auf sich allein gestellt, ohne jeglichen Ausweg, kommt es zu Streitereien unter der Clique. Dann verschwindet plötzlich Malte, Laras Bruder.
Leo Brandt schildert eine Situation, die ich in letzter Zeit oft in Thrillern gelesen habe. Menschen sind plötzlich irgendwo von jeglicher Zivilisation abgeschnitten und es passiert ein Unglück.
Trotzdem gelingt es dem Autor mich mit seinem Thriller zu fesseln.
Leo Brandt baut schon im Prolog Spannung auf, die er im Laufe der Geschichte noch steigert.
Nach der Sturmflut ist die Clique auf sich allein gestellt. Die Situation verschärft sich als, Malte verschwindet und auch das einzige Boot weg ist. Die Internetverbindung ist zusammengebrochen. Wobei es mich wundert, dass auf einer unbewohnten Hallig überhaupt eine Internetverbindung besteht.
Leo Brandt erzählt die Situation auf der Hallig mit einigen Gänsehautmomenten.
Die Charaktere werden gut beschrieben. Nach einiger Zeit weiß man allerdings nicht mehr, wem man wirklich trauen kann.
Der Schreibstil von Leo Brandt ist flüssig und gut verständlich. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt.
Auch wenn ich solche Szenarien in letzter Zeit häufig gelesen habe, ist „Das Gehöft“ ein spannender Thriller, den ich gerne gelesen habe.

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